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Westerreich

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Flagge Westerreichs

Wahlspruch: "Bete und gehorche!"

Amtssprache Latein und über 34 westerreichische Sprachen. Über 500 weitere Dialekte sind amtlich anerkannt.
Hauptstadt Wein
Regierungschef Karthagan Klatschminsky
Staatsoberhaupt Buddhistopher Klatschminsky
Regierungsform Klerikalfaschismus
Nationalfeiertag 11. November, 11:11; Beginn des faschistischen Faschings und der Machtübernahme der Sippen- und Sittenpartei
Fläche Unbekannt.
Einwohnerzahl Nicht ermittelbar.
Bevölkerungsdichte Daten nicht verfügbar.
Währung 1 Sack Kartoffeln = 100 Erbsen
Zeitzone Irrelevant. Das Land kann sich sowieso keine Uhren leisten.
Nationalhymne Suppe ohne Sippe, kriegste schnell ne Grippe...
Kfz-Kennzeichen FTWA

Westerreich ist ein mittelwesteuropäisches Entwicklungsland. Im Osten grenzt Deutschland, im Süden die Schweiz und im Westen Frankreich.

Flagge[Bearbeiten]

Als Werbung für ausländische Investitionen für Westerreich wurde sie 1965 eingeführt, um die Effektivität der westerreichischen Geldanlagen bildlich zu illustrieren. Der rote Pfeil stellt den Aufwand, der blaue Pfeil die Erträge dar. Da sich Westerreich keine guten Designer leisten kann, wurde es von einem einfachen Zwangsarbeiter gemalt.

Geographie[Bearbeiten]

Das Land ist etwa 70 000 km² groß. Aufgrund des hohen Analphabetenanteils bei den Beamten konnte die genaue Zahl bis heute nicht ermittelt werden. Es herrscht atlantisches Klima, mit Ausnahme der Provinz Goschau in der Nordalpenregion, welche vom Rest der Welt isoliert wird. Goschau wird durch seine ökologische Isolation als Labor für nukleare, biologische und chemische Waffen verwendet, was auf das Aussehen der dortigen Einwohner eine starke Auswirkung hat. Daher wird Goschau gelegentlich auch als Schlumpfhausen bezeichnet. Der Mittelteil Westerreichs besteht aus einen breiten Tal rund um den Rhein und seinen Nebenflüssen, welche allesamt einen sehr fruchtbaren, humusreichen Boden, teils aus Schwarzerde bilden. Das Klima ist sehr feucht und sonnig. Die Vegetation ist für europäische Verhältnisse sehr üppig. Trotzdem herrscht in Westerreich chronische Hungersnot. Der größte Teil Westerreichs besteht aus der subalpinen, überweideten Hügellandschaft und dem großteils abgeholzten und abgebrannten Schwarzwald.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Verkehr ist technisch stets auf dem neusten Stand

Der Ausbau des Verkehrs ist nach dem Sturz Titanins nicht mehr fortgesetzt worden. Die seit den Fünfzigern herrschende Sippen- und Sittenpartei hielt die Bevölkerung 1964 dazu an, die alten Trampelpfade aus der Monarchie wieder zu benutzen.

Sprache[Bearbeiten]

Jedes westerreichische Dorf hat quasi seine eigene Sprache. In Goschau wird aufgrund des dort großen Antweils der Taubstummen, die Körpersprache bevorzugt. Auf Festen und Bällen wird meistens mit Mund- und Körpergerüchen kommuniziert. Aus diesem Grund sind schon häufig Unfälle durch Kaugummis und Zahnbürsten entstanden.

Religion[Bearbeiten]

Die Geistlichen wachen strengstens über die Moral in der Öffentlichkeit. Auch für Touristen gibt es kein Pardon.

Seit Ewigkeiten ist praktisch die gesamte Bevölkerung zutiefst katholisch. Die Lehren werden allerdings von Ort zu Ort sehr unterschiedlich und skurril interpretiert...

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mehr zur Sozialstruktur und zum Lebensalltag siehe unter: Leben und sterben in Westerreich

Nach der letzten Volkszählung (1977) umfasst die Bevölkerung genau 9 472 159 Einwohner (+/- 5 Mio.). Somit hat das Land eine hohe Bevölkerungsdichte. Zudem kann man von einer extrem ungleichen Bevölkerungsverteilung sprechen. Während Goschau und die Hügelregionen hoffnungslos überbevölkert sind, herrscht im fruchtbaren Rheintal mit seinen Drogenplantagen eine beängstigende Menschenleere. Daher wurde dort für Frauen 1977 eine Gebärpflicht und 1980 das Mutterkreuz eingeführt. Seitdem berichtet Amnesty International von Massenvergewaltigungen in dieser Region.

Sitten und Bräuche[Bearbeiten]

Westerreich hatte bis zum Ende der frühen Neuzeit die gleiche Kulturgeschichte, wie seine westeuropäischen Nachbarländer und machte eine sehr ähnliche kulturelle Entwicklung durch. Als jedoch in den meisten anderen europäischen Ländern das Zeitalter der Aufklärung anbrach, blieb Westerreich lange Zeit einfach stehen. Denn dieses Zeitalter erreichte Westerreich bis heute nicht ganz. Die gesellschaftliche Rückständigkeit Westerreichs geht auf folgende Faktoren zurück:

  • Die besonders brutale Feudalherrschaft in der frühen Neuzeit (die allerdings in Westerreich auch nur ein kleines Bisschen anders war, als sonst wo, denn sie war ÜBERALL bestialisch!!!).
  • Die Tatsache, dass es in Westerreich bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts fast kein Bürgertum gab und auch die westerreichischen "Städte" durch ihre geringe Größe eher Dörfern glichen.
  • Das westerreichweite Fehlen jeglicher Universitäten bis zum 19. Jahrhundert.
  • Die regional besonders starke Population von gefräßigen Buchwürmern erschwerte die Verbreitung jeder Literatur.
  • Die regional besonders starke Population von gefräßigen Bauchwürmern verschärfte immer wieder die Hungersnöte.
  • Die auf den ersten Blick starke kulturelle Homogenität und auf den zweiten Blick starke Isolation der einzelnen Regionen Westerreichs machte die Gesellschaft gegen Veränderungen besonders resistent.
  • Die Tatsache, dass die westerreichischen Bauern eine besonders starke Tendenz dazu hatten, ihre Grundstücke bei kleinsten Anlässen zu teilen, was den Zuzug in die Städte stark verlangsamte.
  • Die Weigerung des Königs Godoy während seiner gesamten Herrschaft, Westerreich auf irgendeine Weise zu modernisieren.
  • Die Vielfalt an Schreibweisen, Dialekten auf engstem Raum und die Komplexität der westerreichischen Schrift machten die Ausbreitung des Buchdrucks bis zum 19. Jahrhundert unmöglich und behinderten die Ausbreitung der Bildung bis zum 20. Jahrhundert. Erst 1922 führte Titanin eine einheitliche und vereinfachte Schreib- und Sprechweise ein, welche allerdings nach 1950 wieder durch die Sippen- und Sittenpartei abgeschafft wurde.

Für Westerreich gelten alle Rituale und Traditionen, die in Europa vor 500 Jahren galten und heute noch etwa im zentralen Afrika angewendet werden. Einige dieser Kulte muten auch asiatisch an (Witwenverbrennung, Menschenopfer usw.). In Westerreich ist es üblich, sein Gesicht mit Piercings zu verstümmeln. Darüber hinaus wird peinlichst darauf geschaut, dass man einen Keuschheitsgürtel angezogen hat. Meist genügt auch ein einfacher Gürtel, weil das Volk nur den Keuschheitsgürtel kennt und gar nicht weis, dass es auch unkeusche Gürtel gibt.

Gegessen wird mit in der Regel mit Holzgeschirr, weil manche, lokale Sitten es streng verbieten, Essen mit Metall zu berühren. Für jeden Gastgeber ist es eine grobe Beleidigung, wenn man das Essen, welches man serviert bekommt, anschaut. In den Kirchen darf man nur auf den Boden schauen.

Außerdem wird in Westerreich eine strenge Geschlechtertrennung praktiziert. Es gibt Schwimmbäder speziell für Frauen und welche, in denen nur Männer baden dürfen. Ähnlich ist es in der gesamten Wirtschaft, wo das Personal in Unternehmen nur ausschließlich männlich oder nur weiblich sein darf.

Eine Frau, die einem Job nachgeht, wird ohnedies gesellschaftlich geächtet. Daher verbringen die meisten Frauen ihr Leben nur im Haus.

Staatsaufbau[Bearbeiten]

Das Land ist eine Republik mit einem seit 1949 einsturzgefährdeten Zwei-Kammer-Parlament und besonders starken Exekutivbefugnissen für die aggressiven Bewohner Goschaus. Die Legislative liegt bei der seit 1950 regierenden Sippen- und Sittenpartei (SSP). Die Judikative liegt beim Militär, nachdem Richterin Alexandra Unhold gefeuert wurde.

Politik[Bearbeiten]

Die Sippen- und Sittenpartei herrscht seit dem Sturz Titanins unumstritten in diesem Land und setzte im Laufe der letzten Jahrzehnte ein radikalkonservatives Programm um. 2005 wurde jedoch eine Lokerung der Herrschaft beschlossen und eine zweite Partei zugelassen, nämlich "die Redlichen". Die Redlichen treten für den Verbot von allem Modernen ein. Um die Moderne im Keim zu ersticken wurde ein Antrag für das Verbot des Rades im Parlament erstattet. Die seit 2006 zugelassenen Grünen fordern außerdem das Verbot der Schrift, weil diese das Papier und damit die Umwelt verschmutzt. Aus dem selben Grund verhinderten die Grünen die vom Regierungsgremium geforderte Einführung von Papiergeld.

Geschichte[Bearbeiten]

Antike[Bearbeiten]

  • Um 4000 vor Chr. siedelten indogermanische Stämme aus dem Osten in Westerreich an und vertrieben die dortigen zahlmässig weit unterlegenen und schlechter ausgerüsteten Jäger und Sammler.
  • Um 3000 vor Chr. entstand im Gebiet des heutigen Westerreich die kupfer- und bronzezeitliche Bierkrugkeramikkultur.
  • Um 400 vor Chr. berichten griechische Historiker zum ersten Mal über einen Stammesbund, welcher in etwa das Gebiet Westerreichs abdeckte und eine eigene Kultur hatte.
  • Als Caesar im 1. Jh. v. Chr. Gallien unterwarf, ergaben sich die Westerreicher widerstandslos und wurden von den Römern vergleichsweise gut behandelt. Die Westerreicher lehnten jede Rebellion gegen die Fremdherrschaft ab, weil sie von den Römer gegenüber allen, die Widerstand geleistet haben Privilegien erhielten und wurden zum Kuschelvolk. Erst als das weströmische Reich zusammenbrach, wurden die westerreichischen Stämme wieder unabhängig und schlossen ihren alten Bund erneut.

Mittelalter[Bearbeiten]

  • Bis 1000 n. Chr. Westerreich wird von den Franken erneut widerstandslos besetzt aber dieses Mal sehr mies behandelt. Die fränkischen Könige führen das Lehenswesen ein, welches stark auf den Bauern lastet.
  • Hochmittelalter: Die fränkische Zentralregierung bricht unter seinem eigenen Lehenswesen endgültig zusammen. Chaos bricht aus. Die Bauern sind den Raubrittern hilflos ausgeliefert. Lokale Grundbesitzer, Plünderer terrorisieren das Land. In den Städten blüht die Korruption und das mafiaähnliche Zunftwesen.
  • Spätmittelalter: "Der schwarze Tod" (Pestepidemie) geht an Westerreich weitgehend vorbei. Das mag zwar kurzfristig betrachtet schön klingen, denn die Pest kostete etwa einem Drittel der europäischen Gesamtbevölkerung das Leben, doch sorgte diese ansich katastrophale Situation dafür, dass die Herrscher in anderen Ländern zu Reformen gedrängt wurden. In Westerreich verfestigte sich das Status quo dagegen nur noch mehr.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

  • Beginn der Neuzeit: Das Elend und die Abhängigkeit der Bauern werden zur Leibeigenschaft verschärft. Die Zünfte vergrößern ihre Macht und greifen nun auch in die ländlichen Gebiete ein.
  • 16. Jahrhundert: Westerreich verschläft die Reformation und bleibt völlig katholisch. Als sogar die deutschen Bauern endlich rebellieren, bleibt das westerreichische Kuschelvolk ruhig. Die Feudalherren isolieren ihre Gebiete immer weiter von der Außenwelt und verschärfen ihren Terror.
    ...und wenn Felder überflutet wurden, mussten die Bauern mitversinken
  • 17. Jahrhundert: Die Macht der Feudalen erreicht in Westerreich ihren Höhepunkt. In manchen Gegenden dürfen die Bauern nichteinmal mehr kurzfristig ihre Dörfer verlassen. Das Fehdewesen und das Raubrittertum samt Wegelagerern blockieren die Pfade. Händler und Reisende welche die westerreichischen Grundherrschaften auch nur betreten, werden von den Feudalherren sofort ausgeraubt und ermordet. Auf diese Weise wird das gesamte Land völlig isoliert. Die Städte werden ausgehungert und ihre Einwohnerzahl reduziert sich drastisch, weil sie von den verarmten Bauern nicht mehr versorgt werden können. Der Handel bricht ein und es brechen blutige Kämpfe zwischen den Zünften und Gilden aus, um die verbliebenen regionalen Monopole.
  • 18. Jahrhundert: Zeitalter der europäischen Aufklärung hat auf Westerreich keinerlei Einfluss.
  • 1789 - 1815: Französische Revolution und darauf folgende Kriege verändern sogar in der Schweiz die politischen Verhältnisse. Nur in Westerreich bleibt alles beim Alten.

Der opferreiche Kampf um Demokratie, Bürgerrechte und freie Liebe[Bearbeiten]

  • 1830: Zum ersten Mal wagt das westerreichische Kuschelvolk die Revolution, denn die Feudallasten und die willkürlichen Morde der Grundherrscher und Fürsten waren so unerträglich, dass die westerreichische Gesamtbevölkerung regelrecht dezimiert wurde. Die über Jahrhunderte aufgestaute Wut bricht nun in einer gigantischen Explosion aus. Der Adel wird von den wütenden Bauern vertrieben oder hingerichtet. Zünfte und Gilden werden von verärgerten Lehrlingen und Gesellen zerschlagen. Kirchen werden zerstört. Der Klerus muss fliehen. Eine bürgerliche Regierung kommt an die Macht und wird anfänglich von den Bauern und dem kleinen städtischen Proletariat unterstützt. Die reaktionäre heilige Allianz droht mit Intervention, sollte die Revolution nicht aufgehalten werden.
  • 1835: Auf Druck der heiligen Allianz verraten die Bürger die Bauern und verbünden sich wieder mit dem Adel, welcher wieder in Westerreich einzieht. Ein konstitutioneller König, der Spanier Godoy (im englischen Sprachbereich nennt er sich "Gods Boy", im deutschen einfach nur "Herrscher von Gottes Gnaden") wird eingesetzt und weitere Aufstände niedergeschlagen.
  • 1848: Die europäischen Revolutionen haben auf Westerreich schon wieder keine Auswirkung. Der König lehnt alle Reformen unerbittlich ab.
  • 1849: Nach der Niederschlagung der europäischen Revolutionen fühlt sich der westerreichische König Godoy noch sicherer. Er schließt das Bürgertum aus dem Regierungsprozess aus, schafft das Parlament ab und erklärt sich zum absoluten Herrscher. Er schließt ein sehr enges Bündniss mit dem Zaren ab und tritt der heiligen Allianz bei. Der Adel erhält seine alten Privilegien und sogar den Grundbesitz wieder. Außerdem wird er für die revolutionären Unruhen großzügig "entschädigt". Das Kuschelvolk sieht tatenlos zu. Wenigstens wird die seit 1830 abgeschaffte Leibeigenschaft nicht mehr eingeführt. Trotzdem sind die westerreichischen Bauern nur halbfrei und mussten weiterhin Land pachten.
  • 1890: Godoy schließt das "Bündniss des ewigen Absolutismus" mit dem russischen Zaren ab. Darin wird gegenseitige militärische Unterstützung gegen Revolutionäre und Reformbewegungen vereinbart. In Westerreich wird die Wehrpflicht und erste Ansätze einer zivilen, zentral gesteuerten und organisierten Polizei eingeführt, die in Alarmbereitschaft versetzt wird.
  • 1905: Das "Bündniss des ewigen Absolutismus" bewährt sich zum ersten Mal: Godoy schickt starke Truppenverbände nach Russland, um die Aufständischen niederzuschlagen. Seine Einheiten begehen an den aufständischen Russen brutalste Massaker. Godoy verstärkt seine Armee und gibt viel Geld für Rüstung aus.
  • 1914: Der erste Weltkrieg bricht aus. Westerreich bleibt zunächst neutral. Godoy ist zwar Russlands engster Verbündeter. Doch er weigert sich, das Bündniss mit den liberalen Mächten Frankreich und England einzugehen. Er kritisiert Russlands beteiligung am ersten Weltkrieg und befürchtet ein Wiederaufflammen revolutionärer Unruhen. Daher mobillisiert Godoy seine Truppe zur vollen Kriegsstärke gegen die Revolution. Westerreich schickt Diplomaten nach Deutschland mit der Bitte, keine revolutionären Bewegungen gegen Russland zu unterstützen. Die Bitte wird ignoriert.
  • 1917: In Russland bricht die Revolution aus. Godoys Truppen erleiden gegen die russischen Revolutionäre eine Niederlage und müssen den Rückzug antreten. Daraufhin organisiert Godoy die Flucht des russischen Adels nach Westerreich. Der Niedergang des Zarentums und der drohende Sieg der liberalen Westmächte über Deutschland veranlassen den westerreichischen König sich auf einen Kriegseintritt auf Seiten der Mittelmächte gegen Frankreich vorzubereiten.
  • Ende 1917: Godoy wirbt um den gesamten europäischen Adel, um ihn bei der Aufrüstung seines Militärs zu unterstützen. Reaktionäre Adlige und reiche konservative Bürger aus allen Ländern strömen mit ihren Privatarmeen nach Westerreich, vor allem aus Russland und aus der Türkei. Diese undisziplinierten und beutegierigen Privatarmeen verhalten sich jedoch wie im Feindesland, beschlagnahmen alles, was sie nur wollen und machen sich beim westerreichischen Volk sehr unbeliebt. Trotzdem bieten sie für Godoy eine willkommene Verstärkung.
  • Jänner 1918: Kriegseintritt Westerreichs zu Jahresbeginn.
    Godoy versäumte eine direkte Kooperation mit den deutschen Truppen. Statt dessen befahl er einen selbstständigen Überraschungsangriff ohne Kriegserklärung. Trotz seiner vernichtenden Niederlage durften die Westerreicher ihr Vorkriegsgebiet nach ihrer Kapitulation behalten.
    Westerreich greift Frankreich mit 1,5 Millionen Soldaten an der Südflanke an. Bis Ende Januar stossen die westerreichischen Truppen bis zu 60 Kilometer über die französische Grenze vor, erleiden jedoch schwere Verluste. Der Nachschub ist katastrophal organisiert, da es in Westerreich immer noch keine Eisenbahn und nicht einmal Straßen gibt. Außerdem haben die Privatarmeen eine völlig selbstständige oder auch gar keine Führung, so dass die Kooperation zwischen den Truppenteilen kaum funktioniert.
  • Februar 1918: Französische Gegenoffensive mit 1 Million Soldaten. Schon nach dem ersten französischen Gegenangriff bricht die westerreichische Front zusammen. Die Westerreicher sind zwar leicht in der Überzahl, jedoch an Ausrüstung, Kampferfahrung, Organisation und Taktik den Franzosen weit unterlegen, vor allem, weil der westerreichische Nachschub noch vor den eigentlichen Kämpfen zusammenbrach und die Munition sehr bald ausging. Binnen weniger Tage werden die Westerreicher zurück über die Grenze geworfen und an mehreren Stellen eingekesselt. Die westerreichischen Verluste können nicht ausgeglichen werden, weil es in diesem Land immer noch fast keine Industrie gibt. Godoy setzt zwar sofort die letzten Reserven ein und versucht selbst die Polizei und private Waffenbesitzer an die Front zu schicken, doch die Franzosen besetzen bereits Mitte Februar etwa ein Drittel des Landes. Erst mit deutscher und österreichischer Hilfe wird die Front stabilisiert.
  • Ende 1918: Nach dem Zusammenbruch der Mittelmächte muss auch Westerreich kapitulieren. Das Scheitern Godoys war so jämmerlich und kläglich, dass selbst die französischen Politiker ihn eher für eine bemitleidenswerte Witzfigur als für einen ernsthaften Gegner hielten. Daher fielen die Friedensbedingungen gegenüber Westerreich weit milder aus, als für die anderen Mittelmächte. Godoy durfte an der Macht bleiben, musste allerdings ein Parlament zulassen und sich zu einem konstitutionellen Monarchen erklären. Natürlich musste auch er Reparationen zahlen, was für das kriegszerstörte Land eine enorme Last bedeutete. Der alte König dachte jedoch gar nicht im Geringsten daran, seine Macht mit dem Parlament zu teilen und machte es bis 1920 schrittweise zur Farce. Gleichzeitig bereicherte er seine private Tasche und den einheimischen, wie auch im Krieg zusätzlich zugewanderten Adel mit gewaltigen Vermögen, die nur mit horrenden Steuergeldern erwirtschaftet werden konnten.
  • 1921 erlies der Monarch ein Edikt, um in Westerreich einen neuen Kirchenstaat zu
    Vor allem das einfache Volk hatte von der langen, chaotischen, ausbeuterischen, blutigen, verlogenen, korrupten und unsozialen Herrschaft dieses Königs am meisten zu leiden und von Godoy die Nase übervoll
    installieren und den Papst so ins Land zu locken, um ihn für seine reaktionäre Politik zu gewinnen. Zu diesem Zweck trieb er noch mehr Steuergelder noch erbarmungsloser ein. Das brachte das Fass der Bevölkerung zum Überlaufen. Der radikale revolutionäre Agitator Titanin verbreitete seine Ideen im ganzen Land aus und tröstete die Arbeitslosen und Armen mit Alkohol und Ammoniak. Mit seinem Charme zog er vor allem viele Frauen hinter sich, versprach ihre Gleichberechtigung und stürtzte Godoy. Hals über Kopf versuchte der König zusammen mit dem Adel zu fliehen, doch Titanin schaffte es, sowohl Godoy, als auch fast alle Adligen gefangen zu nehmen oder zu töten. Er nahm Adlige als Geiseln und erpresste von ihren Angehörigen das sogenannte "Volksgeld". Titanin galt als Führer der Armen und des unteren Mittelstandes. Daher lies er auch reiche Bürger gefangen nehmen und ebenfalls ihre Familienmitglieder erpressen. Den Klerikern aller Religionsgemeinschaften erging es ganz ähnlich, wenngleich sie aufgrund des Zöllibats oft keine Familienmitglieder hatten. Titanin gab den Bauern das gesamte Land und die vollständige Freiheit. Die letzten Zünfte und Gilden wurden zerschlagen und ihr Vermögen eingezogen. Bald darauf wurden Arbeiterräte und Parlamente demokratisch gewählt. Titanin setzte ein für damalige Zeiten besonders liberales Wahlrecht durch, welches nicht nur allen jugendlichen und erwachsenen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern, sondern allen Menschen ab einem Alter von 14 ein allgemeines, gleiches und geheimes Stimmrecht gab, die sich in Westerreich legal aufhielten.
    Titanins Brutstätte!
  • 1921 - 1941 hatte Westerreich zum ersten (und wahrscheinlich auch zum letzten) Mal jemanden an der Spitze, der das Land reformieren und modernisieren wollte. Die versäumte Aufklärung wurde nachgehollt. Der Preis dafür war jedoch sehr hoch. Titanin errichtete eine totalitäre Diktatur und die Menschen mussten eine Menge schufften und einen starken Konsumverzicht hinnehmen. Es kam zu einer neuen Hungersnot, während Titanin massenweise Konsumartikel, selbst Grundnahrungsmittel exportierte, um an Devisen für neue Investitionen zu gelangen. Das Bildungswesen, die Infrastruktur und die Industrie wurden stark ausgebaut. Viele Traditionen lies Titanin ausrotten. Bis 1941 verfügte Westerreich endlich über ein komplettes Schienennetz, befestigte Straßen mit mehrsprachigen Ortstafeln, eine weitgehend schriftkundige Bevölkerung, über Elektrizität, Traktoren, Radios, Fließbänder, Sexshops, Schwulenbars, Swingerclubs, Abtreibungskliniken (alles erst unter Titanin legalisiert!) und Großstädte.
  • 1942-1950 war Westerreich in den zweiten Weltkrieg verwickelt. Im Juni 1942 Titanin wurde von Hitler angegriffen. Eigentlich fühlte sich Hitler von Titanin angegriffen, weil Titanin öffentlich über Hitlers Mundgeruch spottete. Zum Glück befanden sich die stärksten deutschen Verände jedoch zu dieser Zeit in Russland und Westerreich konnte von den Briten und französischen Partisannen zumindest zeitweise Luftunterstützung und Nachschubhilfe genießen. Da Westerreich an die neutrale Schweiz angrenzte, konnte das Land nie vollständig abgeriegelt werden. Titanin war klug genug, eine starke Armee, Logistik und Wirtschaft auch für einen so schweren Krieg aufgebaut zu haben und schaffte es im Gegensatz zu Godoy, Hitlers Angriff in einer gigantischen Bergfestung zu stoppen und diese Position selbstständig bis Kriegsende 1945 zu halten. Titanin opferte viele heterosexuelle westerreichische Machos in diesem Krieg. Nach dem Krieg war alles zerstört und Westerreich erhielt keinerlei Hilfe und auch keine Gewinne aus diesem Krieg. Trotzdem führte Titanin ein noch radikaleres Aufbauprogramm, als vor dem Krieg ein, was die Bevölkerung überforderte und zu seinem Sturtz führte.
  • 1950 bis heute: Nach Titanins Sturz wurde die Weiner Republik ausgerufen. Es kam noch ein letztes Mal zu einem kurzen
    Die Sippen- und Sittenpartei lies die Infrastruktur einfach verfallen
    demokratischen Experiment, welches aber von der reaktionären Sippen- und Sittenpartei prompt beendet wurde, welche die Macht ergriff. Das Leiden der Bevölkerung geht weiter. Die Partei zwingt der Bevölkerung rigorose Bekleidungsvorschriften und eine strenge Sexualmoral auf. Außerdem wird nichts unternommen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Regierung hat den fortschrittlichen Still Titanins nicht übernommen, sondern führt das Land altmodisch weiter. So zwingt sie der Wirtschaft schikanöse Vorschriften, eine korrupte Bürokratie und horrende Steuern auf, unternimmt jedoch selber nichts, um sie zu fördern oder auszubauen. So verrottet die Infrastruktur. Das Bildungswesen ist wieder vom privatem Reichtum abhängig und die Zahl der Analphabeten steigt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Nach wie vor ist Westerreich auf Entwicklungshilfe aus Russland, Albanien und der Ukraine angewiesen, die mehr als einen Drittel des Bruttoinlandsproduktes ausmacht. Das BIP pro Kopf umfasst derzeit grob geschätzt 500 Dollar. Trotz der streng untersagten aber aus wirtschaftlicher Not dennoch geduldeten Investitionen von Beate Uhse bleibt der Devisenhunger unbefriedigt und das Land hat Laufend ein extremes Handelsdeffizit. Importen von 7 Milliarden Dollar stehen nur Exporte von einer Milliarde gegenüber.

Das Land exportiert: Pornos, Sexshopartikel, löchrige Kondome, Kopftücher, Bibeln, Priester, Frauen, Kinder, Brei, Wein, Bier, Beulen, Knochenbrüche, Biomüll (meist illegal)...

Westerreich importiert: Computerviren, Sexualstraftäter, Hacker, Geschlechtskrankheiten, Arbeitsplätze, allerlei technische Geräte und technisches know how (noch illegaler!)...

50% der Bevölkerung sind in der Viehwirtschft tätig. 40% in der Landwirtschaft. Der Rest in der Dienstleistung. Die letzte Region mit noch funktionierenden Industriebetrieben wurde vor kurzem von der Mafia beschlagnahmt und steht seitdem leer.

Entwicklung der Finanzen[Bearbeiten]

Wirtschaftswachstum: Die reale Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes pro Kopf zwischen 1900 und 1980

Das unter Godoy vor allem durch den ersten Weltkrieg hochverschuldete Westerreich war später unter Titanin schnell wieder schuldenfrei. Das lag an der titanistischen Pfünderungsaktion, was in der Tat eine Plünderungsaktion war, offiziell hieß es aber, dass der Staat pfänden muss, damit er nicht selbst gepfändet wird:

Der Besitz von allen Luxus- und Wertgegenständen wurde 1922 verboten und von den Behörden beschlagnahmt. Goldzähne wurden den reichen Bürgern zwangsweise rausgerissen, abgehobene Kleidung ebenfalls. Tausende von teuren Nobelkarossen, prächtigen Kutschen, Marmorgrabsteinen, Kunstwerken und sonstige Antiquitäten wurden für den Export enteignet. Schmuck, Geschirr und alte Münzen aus Edelmetall wurden erbarmungslos eingetrieben.

Auch der Import wurde heruntergefahren. Exotische Früchte verschwanden aus den westerreichischen Märkten völlig. Dagegen wurde der Export von Fleisch, Zücker, Tabak, Alkohol und Süßwaren so stark erhöht, dass diese in Westerreich rationiert werden mussten. Westerreichische Banken rationalisierten die Währung und konnten so problemlos ihre gesamten Goldbestände verkaufen. 1927 war Westerreich all seine Schulden los. Also gerade noch rechtzeitig vor der Weltwirtschaftskrise.

Als die Sippen- und Sittenpartei an die Macht kam, stiegen die Schulden wieder deutlich an, was sich durch die Ölkrise lawienenartig beschleunigte. Heute befindet sich Westerreich am Rande der Zahlungsunfähigkeit, weil IWF und die Weltbank keine neuen Kredite herausrücken wollen. Der Staat ist sowohl im Inland, als auch im Ausland hochverschuldet. Die gesamten Staatsschulden betragen fast 200% des BIP.

Sogar Bush zeigte hier Mitleid. Daher war auch dieses Land im Rahmen des Programms zum Schuldenerlass für die ärmsten Entwicklungsländer im Gespräch. Da Westerreich schon seit langem aber als Schurkenstaat gilt, verschwanden diese Pläne wieder unter dem Schreibtisch.

Gesellschaft[Bearbeiten]

Die berittene Sittenpolizei ist stets unterwegs, um jede Unzucht hart zu bestrafen

Westerreich ist ein sehr konservatives und tiefreligiöses Volk, geprägt vom starken Aberglauben, religiösem Fundamentalismus, verklemmter Sexualmoral, einem frauenverachtenden, besitzergreifenden Machismo, einem Hass auf Homosexuelle, einem gewaltgeladenen Streben nach familiärer Ehre bis hin zu Ehrenmorden, Clanwesen und Blutrache.

Obwohl Titanin während seiner Regierung zwischen 1921 und 1950 diese Traditionen mit radikalsten Methoden bekämpfte, sind sie noch heute in Westerreich zwar nicht mehr alltäglich, aber trotzdem noch erheblich verbreitet. Dafür ist in hohem Maße auch die derzeit herrschende Sippen- und Sittenpartei verantwortlich, die sich um eine Wiederbelebung solcher Kulte bemüht und jeden Impuls, welcher die Gesellschaft liberalisieren könnte, im Keim ersticken lässt.

Dennoch gab es auch in Westerreich einen Wandel und es wäre gelogen, wenn man meinen würde, dass die Mehrheit der Bevölkerung den reaktionären Kurs der Sippen- und Sittenpartei freiwillig mitmacht.

Wie es noch unter König Godoy noch weitgehend der Fall war und seine Herrschaft auf dynastischer und religiöser "Selbstverständnlichkeit" begründet war, so stützt sich das heutige System weitgehend auf Staatsterror.

Dass die Moderne auch Westerreich erreicht hat, zeigt nicht zuletzt eine beispiellose Blühte des Expressionismus und anderer moderner Künste in der kurzen demkratischen Phase 1950.

Eine Umfrage aus dem Jahr 1910 kam zu dem Ergebniss, dass...

  • ...93% der Westerreicherinnen(!) und Westerreicher der Meinung waren, dass Ehemänner ihre Frauen schlagen müssten.
  • ...89% der Meinung waren, dass auch Morde ligitim sind, um die Familienehre zu retten.
  • ...nur 3% außerehelichen Sex für "moralisch akzeptabel" hielten.
  • ...nur 7% der Meinung waren, dass ihre Religion "nicht die einzig Richtige" ist.
  • ...nur 6% die Demokratie für "die beste Regierungsform" hielten.
  • ...72% "Morde aus Motiven ihrer Religion" befürworteten.
  • ...55% immer noch glaubten, die Erde sei eine Scheibe
  • ...84% die Genitalverstümmelung für "unbedingt notwendig und unverzichtbar" hielten.
  • ...97% alles Leben als "reine Schöpfung Gottes" bezeichneten und Darwin verteufelten.
  • ...99% der Meinung waren, dass "Atheisten in der Gesellschaft nichts zu suchen" haben (das restliche 1% bestand ausnahmslos aus Atheisten, die jedoch unbedingt anonym bleiben wollten)
  • ...97% die Zwangsehe für "richtig und wichtig" hielten.
  • ...100% der Meinung waren, die Frau müsse sich dem Mann unterordnen.

Eine Umfrage, die nach genau gleichem Verfahren im Jahr 1950, in der Zeit der demokratischen Übergangsregierung, durchgeführt wurde und die gleichen Fragen benutzte, stellte Folgendes fest:

  • 18% der Westerreicher befürworteten oder billigten Gewalt in der Ehe.
  • 2% fanden "Ehrenmorde" in Ordnung.
  • 36% hielten außerehelichen Sex für "moralisch akzeptabel".
  • 51% meinten, dass ihre Religion "nicht die einzig Richtige" ist.
  • 57% hielten die Demokratie für die beste Regierungsform.
  • 1% war für religiös motivierte Morde.
  • niemand unter den Befragten glaubte noch, die Erde sei eine Scheibe.
  • 4% hielten die Ganitalverstümmelung für obligatorisch.
  • 46% verteufelten Darwin.
  • 32% wollten keine Atheisten in der Gesellschaft haben.
  • 8% hielten die Zwangsehe für "richtig und wichtig".
  • 24% sprachen sich für eine untergeordnete gesellschaftliche Stellung der Frau aus.

Dieses neue Ergebniss wurde von der Sippen- und Sittenpartei stets verschwiegen und seine Veröffentlichung in Westerreich wurde verhindert. Trotzdem gelangten die Dokumente ins Ausland und zeigen bis heute, dass das westerreichische Volk die Moral ihrer Herrscher nicht mehr teilt.

Doch die Westerreicher sind ein Kuschelvolk, welches sehr viel Unterdrückung still erduldet und immer noch eine Menge passieren müsste, damit die Sippen- und Sittenpartei endlich gestürtzt wird.

Hinweise für Reisende[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der aus Millionen Fertigbauteilen hergestellte Mast.

Während die Hauptstadt Wein während des zweiten Weltkrieges fast vollständig zerstört wurde, so sind zumindest in Goschau zahlreiche der imposantesten Bauwerke Westerreichs erhalten, welche sich durchaus mit den anderen Weltwundern aus moderner Zeit messen können. Zwischen 1930-1935 lies Titanin den höchsten Blitzableiter aller Zeiten bauen. Zu diesem Zweck musste eine spezielle Stahlträgerfabrik aus dem Boden gestampft werden, in welcher 2 000 Gulag-Häftlinge arbeiteten. Der Mast wurde weitgehend unter der Erde auf einer Plattform errichtet, welche nach der Fertigstellung wie ein Aufzug das Werk in den Himmel emporsteigen lies und zur Reparatur heruntergefahren werden konnte. Die dem eigentlichen Bau vorausgegangenen Grabungen für den Aufzug und für die Wartungsschächte begannen bereits 1922. An der mehrstöckigen Baustelle arbeiteten 1 000 Menschen. Dieser Gigant war mit einer Höhe von 500 Metern bis 1960 das höchste Bauwerk der Welt. 1976 stürtzte der obere Teil ein, so dass dieser Blitzableiter heute nur noch 319 Meter erreicht. Aber das macht nichts, weil Blitzableiter für ihre Funktion ohnehin selten mehr als eine Höhe von 30 Metern brauchen.

Überlegungen, das Bauwerk endgültig abzureißen oder notdürftig zu sanieren wurden immer wieder auf eine unbestimmte Zeit verschoben. Zuletzt kündigte die Sippen- und Sittenpartei den Wiederaufbau für das Jahr 2051 an, nachdem er bereits wiederholt 1981, 1984, 1999 und 2004 abgesagt wurde.

Auch die Besichtigung der längst stillgelegten Sturmerzeugungsgeneratoren, welche unter Titanin eine wichtige Rolle für den Sieg im Krieg gegen Hitler spielten, ist heute noch möglich.

Einreisebestimmungen[Bearbeiten]

Wer nach Westerreich reisen will, der braucht seit der Machtübernahme der Sippen- und Sittenpartei ein Visum, seit einen 1960 auch einen Taufschein und einen Nachweis, dass er schon immer ein streng gläubiger Christ war. Da heutzutage kaum ein Land einen solchen Nachweis erbringt, muss dies in der westerreichischen Botschaft nachgehollt werden. Angehörige aller anderer Religionen müssen eine Einreisegebühr bezahlen. Weil der Antisemitismus jedoch sehr geächtet und überall in Europa verboten ist, müssen Juden seit 1965 keine Gebühr mehr bezahlen. Für Atheisten ist die Einreise dagegen unter allen Umständen strengstens untersagt. Nähern sie sich dennoch der Grenzmauer, werden sie erschossen. Das gleiche Schicksal droht allen Menschen in Westerreich, die sich zum Atheismus bekennen, ihn loben oder mehr Religionsfreiheit fordern.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen[Bearbeiten]

Küsse sind strengstens verboten. Die Polizei kann Verdächtigen sofort eine Speichelprobe abnehmen (da in Westerreich das technische know how für genetische Tests fehlt, handelt es sich hierbei jedoch nur um Abschreckungsmaßnahmen). Zuwiderhaldungen werden mit Zwangsverheiratungen der Betroffenen geahndet. Ist eine der beiden Personen allerdings bereits verheiratet, wird diese wegen Ehebruchs eingekerkert.

Auf Druck der katholischen Kirche wurde die Todesstrafe 1995 (außer für Atheisten und Homosexuelle) abgeschafft.

Der Besitz oder Konsum von Schweinefleisch ist in den meisten Regionen Westerreichs immer noch verboten. In den Städten sind die Gesetze in der Regel ein bisschen liberaler und die Strafen weniger drakonisch.

Dennoch herrschen in ganz Westerreich rigide Bekleidungsvorschriften. Alle Männer haben einen Schnurbart zu tragen. Frauen unterstehen der sogenannten Sonderkleiderordnung.

Landenschluss[Bearbeiten]

Westerreich deffiniert sich seit der Machtübernahme der Sippen- und Sittenpartei als streng christliches Land. Daher herrschen ausnahmslos sehr strenge Ladenschlussgesetze, damit jedes unmoralische Treiben, welches um diese Uhrzeit in den Nachbarländern fest in der Kultur verankert ist, schon im Ansatz verhindert wird. Auch Sonntags steht man, wenn man einkaufen will, vor verschlossenen Türen. Diese Maßnahmen beschränken sich jedoch nicht nur auf rigorose Begrenzungen der Öffnungszeiten. Ab 22:00 Uhr gilt nämlich allgemeine Nachtruhe mit Ausgangssperre.

Nachts ist strikte Ausgangssperre. Wer diese nicht befolgt, um den kümmern sich meistens die Tiere

Der Strom, das Gas und die Wasserversorgung (sofern überhaupt in den Gebäuden vorhanden) werden ab 20:00 völlig abgeschaltet. Ähnlich auch die Alarmanlagen. Schon, wer 21:00 auf der Straße gesehen wird, kann unter Umständen verhaftet werden und die ganze Nacht über im Arrest (ohne Aufsicht) verbringen.

Wer als ahnungsloser Tourist dennoch Nachts in Westerreich umherzieht, der findet sich nicht nur in geschlossenen Tankstellen und stockfinsteren Landschaften wieder. Er wird in diesem Fall noch nicht einmal von der Polizei verfolgt, da die Nachtruhe auch für diese gilt.

Am frühen Morgen wird es dann aber wieder gefährlich, weil gerade in diesen Zeiten wieder die Polizei auf vollen Touren nach Unruhestiftern sucht, die nicht rechtzeitig nach dem nächtlichen Treiben wieder in Deckung gingen.

Doch gerade das Fehlen der nächtlichen Polizei sorgt dafür, dass die Nächte immer mehr außer Kontrolle geraten. Trotz verschiedener Versuche der Regierung, etwa nachtaktive, Wölfe und andere Tiere herumstreunen zu lassen, oder die Untuhestifter Tagsüber einzufangen, bilden sich Nachts Banden, welche eine ernsthafte Gefahr für die Sippen- und Sittenpartei, aber auch für herumreisende Touristen darstellen.

Titanin

Westerreich

Ein Land. Eine Katastrophe. Eine Geschichte. Drei Regimes.

Geschichte und die drei Regimes Titanins Regierungsmitglieder
Westerreichische Fahne (seit 1965)
Sonstiges
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