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Papageienkrankheit

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Als Papageienkrankheit bezeichnet man das reflexartige Bedürfnis, andere zu imitieren.

Symptome[Bearbeiten]

Die Betroffenen greifen Handlungsmuster Dritter unreflektiert auf und machen sie sich zu Eigen. Wenn z.B. jemand in den Himmel hochguckt, tun sie das auch, auch wenn dort offensichtlich nichts zu sehen ist. Wenn der Nachbar ein neues Auto hat, muss auch schnell ein neues her.

Gut beobachten lässt sich das Phänomen auch auf Messen und Börsen: Ist ein Stand erst mal, von ein, zwei Leuten umlagert, strömen alle dorthin, egal ob das was da geboten wird ihr Interessengebiet wirklich betrifft, während Stände ohne Publikum es in der Regel bleiben, egal wie interessant das dort gebotene eigentlich wäre.
Richtig grotesk wird es auch an den Kassen im Supermarkt, wenn die Kassiererin an einer völlig freien Kasse "hierher!" brüllen muss, weil sich alle Welt wie blöd in die selbe Schlange drängt.

Am drastischsten zeigen sich die Symptome jedoch im Internet. Hat jemand als erster eine Shoutbox, haben sie bald alle, egal wie sehr die betroffene Homepage sich dazu eignet, oder ob eine solche überhaupt nötig ist.

Besondere Härtefälle lassen sich auch an User-Seiten auf Wikis studieren. Hat einer einen Babelturm, haben ihn bald alle. Hat einer eine "Neue Nachrichten"-Falle haben selbige bald alle, obwohl keiner realistisch erwarten kann, dass bei der Flut überhaupt noch irgendjemand darauf hereinfällt. Von der Peinlichkeit durch die totale Absage an die Originalität mal abgesehen.

Ätiologie[Bearbeiten]

Die Ursachen der Papageienkrankheit sind nicht erforscht. Es könnte sich um einen übersteigerten Herdentrieb handeln, oder um akuten Originalitätsmangel im Blutbild.

Therapie[Bearbeiten]

Eine wirksame Therapie gibt es heute noch nicht. Die Aussichten, dass demnächst eine solche entwickelt wird sind auch eher schlecht, da die Industrie im Grunde daran interessiert ist, dass die Papageienkrankheit eine weitverbreitete bleibt: In der Tat ermöglicht diese Krankheit überhaupt erst Mode- und andere Trends, ohne diese die Wirtschaft zusammenbrechen würde. Ganze Industriezweige leben davon. Das umsatzstärkste Produkt 2000-2010, die Copypaste, verdankt ihr ihren Siegeszug in Drogerien, Tankstellen und Kaugummiautomaten.

(Amerikanische Studien haben allerdings ergeben, dass "eine in die Fresse hauen" oft Wunder wirken kann... das behandelnde Deutsche Wissenschaftler-Team hat diese Nachricht aber noch nicht interpretieren und entziffern können, da das nötige Xenologische Fachvokabular noch nicht vorhanden ist)