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Salzknappheit

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Das Wort Salzknappheit ist das Wort des Winters 2009/2010 und wurde unlängst von allen Gemeinden bergauf und bergab als solches gekürt. Was es damit eigentlich auf sich hat, soll in diesem Artikel genauer erläutert werden.

Warum man im Winter Salz braucht[Bearbeiten]

Eigentlich waren die Deutschen ja davon ausgegangen, dass man es mit der zunehmenden globalen Erderwärmung endlich geschafft hätte, dieses lästige Weiß von den Straßen verbannt zu haben. Und man hat ja viel dafür getan. Nicht zuletzt die Abwrackprämie, die einen Schwung neuerer noch größerer und schwerere Autos gebracht hat, sollte das garantieren. Leider machte die allgemeine Wirtschaftskrise dem ganzen Aufwärmen ein jähes Ende. Plötzlich hatte niemand mehr Geld, alle Räume der Wohnung zu heizen, am besten noch bei offenem Fenster. Auch unsinnige Fahrten mit dem Auto zum Zigarettenautomaten oder zum Büdschen an der Ecke wurden drastisch reduziert.
Zudem hat die Krise dazu geführt, dass mehr Firmen in diesem Jahr ihre Tore für immer schließen mussten als jemals zuvor, was eine neuerliche Minderwärme einsetzen ließ. Das alles führte zu einer merklichen Abkühlung der Luft über Europa, was sich sofort in Eisregen und Schneeniederschlag veräußerte. Und wenn die Straßen glatt sind, muss man halt streuen.

Warum das Salz knapp wurde[Bearbeiten]

Hier sollte noch schnell bemerkt werden, dass die Freunde von versalzenen Pommes und Chips nicht auf ihre 500% Tagesdosis an Salz verzichten müssen. Gemeint ist das komische Zeug, das bei den Straßenmeistereien über Jahre ungenutzt in der Ecke herum lag und Platz weggenommen hat. Und gerade da liegt auch das Problem. Viele Kommunalpolitiker sind nur dann bereit, für etwas Geld auszugeben, wenn sie im Vorjahr genauso viel Geld schon mal ausgegeben haben. Da in den letzten Jahren der Winter ein eher unauffälliger Zeitgenosse war, sind sie in diesem Jahr vollkommen überrascht worden. Dazu kommt, dass Politiker (das sind die, die das Salz hätten kaufen sollen) über ein extremes Kurzzeitgedächtnis verfügen. Alles was länger als eine Amtszeit zurückliegt, ist entweder nicht wahr, maßlos übertrieben oder ist schlicht und einfach falsch, weil es aus der Feder politischer Gegner stammt.
Demnach ist es falsch, dass man schon vor 20 Jahren direkt von Anfang an billigen Splitt in das Salz beigemengt hat, um länger streuen zu können. Ein Vorgang, welchen Politiker heute als neueste Errungenschaft des 21. Jahrhunderts präsentieren. Bis dahin stand auf dem Tagesprogramm nur:

  1. Der Winter ist politisch auf zwei Wochen begrenzt
  2. Alles was man an Salz in den Lagern hat, kann man ruhig mit vollen Händen auf die Straßen kippen. Wir haben es ja.

Was der Bürger gegen die Salzknappheit unternehmen kann[Bearbeiten]

Als aufgeschlossener Bürger sollte man dem Staat endlich auf die Sprünge helfen. Hier sind die wichtigsten Maßnahmen kurz skizziert:

  1. Da die Deutschen sowieso zu viel Salz essen, könnten sie sich und den Gesundheitskassen viel Geld ersparen, wenn sie wichtige Straßenteile mit ihrem Kochsalz bestreuen, anstatt es zu essen.
  2. Man sollte die Gemeindeväter auffordern, Salz durch Splitt zu ersetzen. Salz ist nicht nur für den Menschen, sondern auch für das von ihm so geliebte Auto extrem schädlich. Abgesehen davon, dass die Salzkruste auf den Autos nicht wirklich schön aussieht, kommt es durch das Salz zu vermehrter Rostbildung und zum frühzeitigen Ableben des geliebten Vierräders.
  3. Bestimmte Straßen sollten gar nicht mehr gestreut werden. Besonders solche, wo die Feinstaubbelastung in den letzten Jahren ein großes Thema war. Denn was beruhigt den Verkehr besser, als eine spiegelglatte Oberfläche.