Kurdistan
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Genauer ist hier das utopische oder zukünftige Land Kurdistan beschrieben, dass der Autor mittels der von Europäern entwickelten Zeitmaschine erforschen konnte. Ganz genau ist der Augenblick dieses Kurdistans auf den 18 Januar des Jahres 2327 datiert, was zufällig auch dem 85. Jahrestag der Heimkunft aller Kurden nach Kurdistan entspricht.
Inhaltsverzeichnis
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Geschichte mal Rückwärtz
1 Januar 2327 – Senatbeschluss zur teilweisen Öffnung der Grenzen
80 Jahre sind genug – so sieht man es schon länger aller Ortens auf Plakaten stehen. Der noch vor nicht ganz 30 Jahren als beste Idee gefeierte Abschluss vor allem in der Welt, zur Förderung der kurdischen Kultur und zum Schutz vor ausländischen Agressoren, laut einigen Kritikern eine der überholtesten Ideen der Geschichte, wird nun Teilweise aufgehoben. Natürlich bleiben die Landdämme aktiv, weil die Angst vor den Nachbarn immer noch tief sitzt. Aber der Seekorridor wird für einen kleinen Grenzverkehr geöffnet.
Grund der Öffnung ist der Tourismus, besonders Heimkehrer aus Deutschland und Holland wollen nicht immer in heimischen Gefilden herumgurken. Mal was anderes sehen, lautet das Motto.
Okay, dass ist die offizielle Version. Die großen Familien haben beschlossen, dass es einfach zu langweilig ist, nur sich gegenseitig zu bekämpfen. Mal wieder neues Blut ins Land lassen, warum immer das eigenen vergeuden, wenn man auch Türken, Gobis oder I-Menschen dran glauben lassen kann.
- Neue Mode für den modernen Kurden
In einer Volksbefragung viel dem Kurdischen Bürgern auf, das die traditionellen Trachten zwar allesamt wirklich hübsch seien, dass sie aber schon gute 500 Jahre ohne Veränderung überdauert hatten. Neue Trachten mussten her. Argumente wie, meinem Opa hat die Tracht gefallen, bin ich mein Opa? und Oma sah hinreissend aus, wenn sie auf dem Markt damit stand, aber meine Oma hat auch keine Microchips gefertigt, wurden dabei berücksichtigt. Abgespeckt von allem unnötigen Firlefanz sind die heutigen Trachten nun ein echter Hingucker und werden sogar den Anschauungen gestrenger Glaubenswächter gerecht.
31 November 2290 – 1. offizieller Tag des von Shuaneh Ghaderi proklammierten neuen Jahr
Warum sollte ein Volk eine andere Zeitrechnung einführen wie der Rest der Welt? Das ist wie immer eine interessante Frage. In diesem Zusammenhang sollte erklärt werden, dass der Julianische oder auch der Gregorianische Kalender nicht der einzige gültige Kalender der Welt ist. Der Kalender der Chinesen ist etwa 4000 Jahre weiter, der der Muslime hinkt etwa 400 Jahre hinterher und ein kleiner Pygmäenstamm im tiefsten Dschungel von Afrika besitz sogar einen Kalender, der das Korrekte Alter des Universums abbildet (Für alle anderen Menschen ist es nur ein verwitterter Steinklumpen von unansehnlicher Form).
So ist es also nur verständlich, dass sich ein Volk das Recht herausnimmt, der Messung der Zeit ein ganz neues Gesicht zugeben. Shuaneh Ghaderi, ein 102 Jahre alter Professor für angewandte kurdische Lyrik, hat sich dieses System einfallen lassen. Zugegeben, hauptsächlich war der gute etwas vergesslich. Er konnte sich einfach nicht merken, welche Monate nun 31 und welche nur 28 Tage haben. Also beschloss er ein System, das seiner Heimat zugute kam. Ab diesem besagten Tag hatten die Tage in Kurdistan im Sommer nur 28 Tage und im Winter 33. Dies sugerierte den Bewohner, ein kurzen heftigen Winter und einen lagen Früh-, Mittel- und Spätsommer. Das hätte bestimmt auch dem Tourismus geholfen, wenn da nicht diese Mauer gewesen wäre.
- Das Kurdische Raumfahrtprogramm
Aller Anfang ist normalerweise schwer, sagt der Volksmund. Eine Tatsache, von der man in Kurdistan noch nie was gehört hat. Nach Jahrzehntelanger Ruhe um den vollkommen langweiligen !Mond kam Kurdistan auf die glorreiche Idee, ihn als Ziel für Touristisch orientierter Raumflüge zu nehmen. Einer der Gründe dürfte gewesen sein, dass er für alle andere Nation so uninteressant war.
Um dem Projekt ein geeignetes Mittel zu geben, baute Kurdistan das Raumschiff Titanic (auch hier wurde bei der Namensgebung wieder keiner gefragt, vor allem keine Historiker. Wenn sie es direkt Vasa genannt hätten, wären nicht so viele auf immer verschwunden).
Als die Pioniere den !Mond erreichten, begannen sie Augenblicklich mit dem Bau eines Restaurant (was auch sonst), ein Hotelkomplex mit ausgedehntem Welnesbereich und einen großen Campingplatz für alle, die nicht so viel Geld haben.
Leider kam es auf dem Jungfernflug zu einem bedauerlichen Zwischenfall, der zum Verlust des Raumschiff Titanic führte. Das war dann auch das Aus für die hochfliegenden Weltraumpläne.
2247 - Das Jahr als sich Kurdistan einmauerte
Dass die Sache mit der Mauer keine all zu neue Idee ist, zeigt schon der Rest der Globischen Mauer. Jede schlechte Herrschaftsklicke, die etwas auf sich hält, mauert eine Mauer. So zieren Kilometer von Landesgrenzen Mauern aller Art und Sicherheit.
Viele Wissenschaftler hatten Mauern im 21. Jahrhundert als historisches Relikt angesehen. Hatten doch die Berliner Mauer, die Chinesische Mauer und die Israelische Mauer gezeigt, dass eine Mauer nicht unüberwindlich ist, vor allem, wenn die Erbauer Tore und andere Durchgänge eingeplant hatten. Ihre einzige Bedeutung blieb nur in der Verunstaltung ganzer Landstriche und in der Ruinierung der heimischen Flauna, die sich plötzlich in Brutgebieten mit Sprengfallen konfrontiert sahen. Die meisten Völker hinter Mauern sind mit der Zeit deshalb schlicht und einfach verhungert.
Die Kurdistanische Mauer ist da schon was besonderes. Sie will nicht die Leute vorm Fliehen hindern, sondern will die Welt aussen von dem innen trennen. Ansonsten hat dieser Schutzwall alles, was das 23. Jahrhundert als Sicherung zu bieten hat:
- 2 km tiefer Minenstreifen
- Solarbetriebene Fächerlaser-Selbstschussanlagen
- einen bewährten Elektrozaun
- und natürlich die mit viel Beton versehne eigentliche Mauer.
Doch hier beginnen die Unterschiede. Die Architekten der Mauer haben sich viel Mühe damit gegeben, die Mauer von der Landeseite aus in die Landschaft zu integrieren. Was von aussen Abweisend und im höchsten Maße gefährlich wirkt, ist auf der Innenseite das Ausflugziel Nr. 1. Wo kann man anderen Orts schon den verzweifelten Ansturm von Asylanten und Selbstmördern genießen, als aus den mit Panzerglas ausgestatteten Mauerrestaurans. Es ist als hätte man in den Schlachtfeldern von Verdun ein Luxushotel gepflanzt, um dem Schlachten nah zu sein.
Wo die Mauer von Aussen nicht so gefährdet und damit für Zuschauer zu langweilig ist, ist sie in Gegendtypischer Art gestaltet. In den Schluchten ist die Mauer nicht von natürlichen Felswänden zu unterscheiden. Manche Seen entstanden erst durch den Bau der Mauer und bieten neben Trinkwasser und Strom auch idyllische Ausflugziele, wo der Wassersport blüht.
So ist die Kurdistanische Mauer eine echte Bereicherung für Land und Leute, ein Prachtbau des 23. Jahrhunderts.
2242 – Das Jahr als die Kurden kamen
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2009 – Große Kurdenvertreibung
Nach Jahrhunderte langem Kleinkrieg hatten die Regierenden vom Königreich Glorakian die Nase voll und schmissen alle Kurden aus dem Land. Auch diese Idee ist nicht neu. Nach dem Motto, wenn die Kurden erstmal kein eigenes Land mehr haben, werden sie schon aufhören Kurden zu sein, glaubten die Herrscher, die Kurdenfrage auf die Art endgültig zu lösen.
Wie wenig effektiv so ein Unterfangen ist hat in des die Geschichte gezeigt. Als man die Juden aus Israel raus warf, hatte man das auch schon geglaubt und das hat fast 2000 Jahre lang auch keinerlei Wirkung gehabt. Aber um eine Entscheidung dieser Art am Grünen Tisch zu Fällen, ist historisches Verständnis nicht zwingend notwendig. Kritiker solcher Verfahren haben zudem eine recht kurze Lebenserwartung, die meist vor Mauern mit schießbegeisterten Soldaten enden.
So kann es nicht als Verwunderlich gelten, dass die Kurden in den fremden Landen sich mit den Mitteln großzügig ausstatteten, ihre Heimat zurück zu erobern, zu denen sie in ihrer alten Heimat keinen Zugang hatten.
1574 der erste Kurde wird geboren
Wenn das hier ein Film wäre, würden man diese Person als allererstes sehen, wie er etwas wirklich fieses unternimmt, aber dies ist ein Lexikoneintrag. Der fängt an, als der Superschurke Saladin noch klein, niedlich und überhaupt nicht böse war, was jedoch nicht all zu lange anhielt. Bereits im zarten Alter von nur 5 Jahren meuchelte er mit seinem Freund Osman die Katze seines Nachbarns.
Saladin gilt auch als Erfinder des Selbstmordattentats, wobei er selbst nie eines durchführte. Er richtete für diesen Zweck Tiere ab. Besonders die Brieftaubenbombe war berüchtigt.
Aber wie jeder Superschurke hatte auch Saladin einen Makel, er hörte sich unheimlich gerne selber reden. Als Opfer kann man immer froh sein, wenn man einem bösen Killer gegenüber steht. Ein guter Killer sticht zu (schießt), säubert seine Waffe und geht. Ein böser Killer erzählt dem Opfer erstmal seine halbe Lebensgeschichte und führt dann lang und breit aus, warum man zum Opfer wurde:
Also jede Menge Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, wie man doch überleben kann. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum Superschurken am Ende von Filmen immer verlieren.
Unwichtige Zwischenbemerkung eines gelangweilten Akademikers
So wichtig historische Fakten auch immer sein mögen, so ist es doch eine Tatsache, dass sie ein Volk und ein Land so uninteressant machen, dass man es glatt mit dem Bundesland Hessen vergleichen könnte. Der Leser des Artikels in dieser Wiki ist nach der ersten halben Seite total gelangweilt und klickt wie wild auf den Button für zufällige Artikel, um nach einem kurzen, witzigen und spritzigen Artikel zu suchen. Dabei hat Kurdistan wirklich viel zu bieten, es ist kein langweiliges 0815-Land, in dem man mehr findet, als ein paar Bauern, die das essen, was sie kennen und sich in einem Jahrhunderte langen Kleinkrieg mit ihren Nachbarn befinden. Also wem Langweilig ist, hier kommen die interessanten Sachen:
Geografie
Politik ohne Worte
Sehenswürdigkeiten für das Erlesene Publikum
Handeln hat was mit Handlung zutun?
Auch Lesezeichen können sozial sein:






