Bierball

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Bierball (russisch: Liter-Ball) ist ein Wettkampfspiel für eine unbegrenzte Anzahl von Mitstreitern. Der Ursprung des Spielprinzips ist weitestgehend ungeklärt, verschiedene Quellen weisen jedoch darauf hin, dass bereits in der Antike Variationen des Spiels zum allgemeinen Fundus des gesellschaftlichen Zusammenlebens gehörten. Das Spiel zeichnet sich insbesondere durch die einfach erlernbaren Regeln und das simple Zubehör aus. Dies ermöglicht es, Bierball zu fast jedem möglichen Anlass zu spielen.

Voraussetzungen[Bearbeiten]

Jeder Mitspieler muss über eine ungeöffnete Flasche Bier oder ein in Menge und Alkoholgehalt vergleichbares Getränk verfügen. Als Spielfeld dient eine ebene Fläche ohne Begrenzung. Die vorausgesetzte Mindestlänge des Spielfeldes beträgt 10 Meter. Die Spielfeldbreite richtet sich nach der Anzahl der Mitspieler. Die einzigen weiteren Spielutensilien sind zwei ca. 40 cm hohe Wurfziele und ein Tennisball, Stein o.Ä.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Die Mitspieler werden in zwei gleich große Mannschaften aufgeteilt, welche sich in jeweils 5 Meter Entfernung zu der Mittellinie gegenüber aufstellen. Es wird abwechselnd geworfen. Trifft der Werfer eines der bzw. beide Wurfziele, so darf die Mannschaft des Werfers so lange aus ihren jeweiligen Bierflaschen trinken, bis die gegnerische Mannschaft die beiden Wurfziele wieder auf der Mittellinie platziert hat, der Wurfball in den Besitz gebracht wurde und alle Mannschaftsmitglieder wieder ihre Position auf der Grundlinie eingenommen haben. Der Spielzug der "Holer-Mannschaft" wird meist mit einem lauten Ausruf des Wortes "Stopp!" beendet, um die "Werfer-Mannschaft" akustisch auf die Beendigung des Trinkvorgangs hinzuweisen.

Der Spielverlauf[Bearbeiten]

Startaufstellung einer vorher schon besoffenen Mannschaft zum Bierball beim Highfield 2009

Das Spiel stellt einen hohen Anspruch an die Schnelligkeit der Spieler, sowohl im Laufen, im Falle eines Treffers der gegnerischen Mannschaft als auch im Trinken, im Falle eines Treffers der eigenen Mannschaft. Auch die sozialen Kompetenzen der Spieler untereinander werden gefordert, da es keinen unabhängigen Schiedsrichter gibt. Sämtliche Streitigkeiten um unvereinbarte Sonderfälle werden von den Mannschaften selbst geklärt. Zur vereinfachten Handhabung bestimmter Zwischenfälle besteht ein Regelwerk, dessen Inhalte allerdings mehr als Richtlinien oder Vorschläge denn konkrete Anweisung gedacht sind. Das Spiel zeichnet sich gerade durch dieses, für einen Sport eher ungewöhnlich, lockeres Regelverhalten aus. Bei Abpfiff erhält die siegende Mannschaft den Wanderbier-Pokal, bis zum Anpfiff des nächsten Turniers.

Die Regeln[Bearbeiten]

Diese Regeln werden meist von allen Bierball-Spielern im Vorfeld des Spiels als gegeben betrachtet. Im Regelwerk nicht betrachtete Einzelfälle unterliegen der team-internen Absprache während des Spielgeschehens.

  1. Das Recht des ersten Anstoßes entscheidet sich per Schnick, Schnack, Schnuck.
  2. Gewonnen hat die Mannschaft, deren gesamte Mitspieler ihre Biere vor der anderen Mannschaft ausgetrunken haben.
  3. Verloren hat die Mannschaft,
    1. deren Mitspieler unfair spielen oder
    2. deren Mitspieler in der Position als „Holer-Mannschaft“ nicht in der Lage sind, den Wurfball zu finden.
  4. Innerhalb der "Werfer-Mannschaft" wird der Reihe nach abwechselnd geworfen. Hierbei wirft der am weitesten links stehende Spieler zuerst.
  5. Wenn ein Bier umkippt, kriegt derjenige, dem das Bier gehört ein Strafbier, d.h. ein zweites Bier, welches er austrinken muss.
  6. Wenn einem das Bier zweimal überschäumt, muss man einen Schnaps trinken.
  7. Sollte bei einer Spielunterbrechung durch den Platzwart der Spielball von dem eben Genannten aus dem Spiel entfernt werden, gewinnt die Mannschaft, welche den Ball als Letztes innehatte.
  8. Dieses Regelwerk darf auf internationalen Beschluss hin nicht verändert werden. Wirklich nicht. Es gibt auch keine Ausnahmen mehr. 7 Regeln reichen...Wirklich.

Hinweise[Bearbeiten]

Es empfiehlt sich, den Mitspielern innerhalb einer Mannschaft feste Positionen zuzuweisen, das heißt: einen Spieler für das Holen des Balles und einen Weiteren für das Aufstellen der Wurfziele verantwortlich zu machen. Diese Absprachen sparen im Spielverlauf wertvolle Zeit. Auch die Wahl eines Team-Kapitäns zur Ausführung des Losverfahrens oder etwaiger Verhandlungen mit dem anderen Team bei Zwischenfällen bewährte sich bereits. Das Spiel, wie bereits im Vorfeld erwähnt, eignet sich für fast jeden Anlass oder Ort. So lassen sich zum Beispiel mit ca. 0,2 Liter Flüssigkeit gefüllte PET-Flaschen hervorragend als Wurfziele verwenden. Auch ein Austragungsort ist schnell gefunden, da man nahezu jede (unbefahrene) Straße, jeden Strand oder ungenutzte Ackerfläche im Nu zu einem Spielfeld umfunktionieren kann. Rülps-, Kotz- und Pinkelpausen sind legitim.

Bierball in verschieden Städten[Bearbeiten]

Berlin[Bearbeiten]

Hier wird nicht mit Bällen als Wurfobjekt gespielt sondern auch mit einer Wurfflasche. Bestrafungen wie Strafbiere werden bei den Junioren durch Strafschlücke ersetzt. Hier darf das gegnerische Team ein Schluck trinken, wenn das Bier überschäumt, umfällt oder wenn zu lange getrunken wird. Bierball ist hier auch weitgehend unter dem Namen Flunkyball verbreitet, was immer wieder zu Streitigkeiten und gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern der jeweiligen Lager führt. Dabei stellen sich die Anhänger der Bierball-Fraktion als eindeutige Favoriten heraus. Als Kampfgebiet ist hier vor allem der Mauerpark zu nennen. Jedoch kommt es bei Aufeinandertreffen der Seiten auch mal zu Turnieren mitten auf der Straße. Der Verlierer eines Kampfes muss bis zum nächsten Spiel den jeweils anderen Namen für das Spiel benutzen. In Berlin auch hoch angesehen und bekannt für ihr Können, sind die Bierballspieler aus dem "Schlachthof Park" an der Storkower Straße, sowie die Spieler der "Komakolonne" aus dem Bezirk Pankow. Männer müssen von oben werfen also Ellenogen immer über der Schulter. Frauen dürfen auch von unten werfen. Jedoch gilt das folgend genannte nur für Rasenplätze, wird auf Straßen/ Asphalt gespielt, wird von beiden Geschlechtern von unten geworfen. Und es wird die "Schlitter-Variante" bevorzugt. Also die Wurfflasche schlittert zur Standflasche. Beliebte Bierballplätze sind: Vorplatz der Maxschmelinghalle, Star Platz in Prenzlberg, Thälmannpark, Mombijoupark, Weinbergspark, Schlosspark Pankow uvm. Doch DER Bierballplatz ist der Empor-Fußballplatz im Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark, dort trainieren und spielen meistens jeden Freitag Abend die "Mauerparker" einer der top Nachwuchs Mannschaften Berlins. Hier in Berlin kämpft man auch um die Aufnahme Bierballs als Olympische Disziplin.

Münster[Bearbeiten]

Auch hier ist Bierball unter dem Namen Flunkyball bekannt, allerdings gibt es keine Berichte über Streitigkeiten bezüglich des Namens. Es findet jeweils zwei Mal im Jahr ein großes Turnier statt, bei welchem Universitätsschüler unterschiedlicher Fakultäten gegeneinander antreten. Das Siegerteam erhält daraufhin den Titel "Besoffenste Fakultät WiSe/SoSe ...". Weniger gediegen und freundschaftlich verlaufen inoffizielle Bierballauseinandersetzungen unter den dort angesiedelten Verbindungsstudenten aus, da sie sich für gewöhnlich am Ende, der doppelten Menge an Bier verschuldet, entweder gegenseitig mit den leeren Flaschen bewerfen oder die Veranstaltungen von der Antifa aufgelöst werden.

Karlsruhe[Bearbeiten]

Hier heißt das Spiel Flunkyball (benannt nach dem genormten Wurfobjekt: eine getapte Speisezwiebel). Organisiert wird der Spielbetrieb vom IFC (International Flunkyball Committee)

  • Ein Team besteht aus vier Spielern/Spielerinnen
  • Die Abmessungen des Spielfeldes betragen 5 x 10 Meter
  • Als Ziel wird eine ca. 1/3 gefüllte 1,5-l-PET-Flasche verwendet
  • Als Wurfgeschoss eine Gemüsezwiebel mit Alu- und Frischhaltefolie sowie Papier und schließlich dünnen Gaffertape Streifen umwickelt (in dieser Reihenfolge)
  • Zudem bedarf es eines Schiedsrichters, der für den reibungslosen Ablauf des Spiels sorgt und die Regeln durchsetzt.
  • Der Ball wird in zyklischer, gleichbleibender Reihenfolge (ohne Auslassen eines Spielers) geworfen. Die Spieler dürfen ihre jeweiligen Positionen nicht wechseln.
  • Der Ball muss von oben geworfen werden. Der Ellenbogen muss sich bei Abwurf über Brusthöhe befinden.
  • Falls Mannschaft A ein Bier von Mannschaft B umwirft, erhält Mannschaft B ein neues Bier. Das umgeworfene Bier muss schnellstmöglich wieder aufgestellt werden, anderenfalls folgen Interventionen seitens des Schiedsrichters.
  • Das eigene Bier darf mit den Händen (!) beschützt, jedoch nicht festgehalten werden. Falls das Bier angeschossen wird, der Spieler es jedoch durch Festhalten retten kann und es nicht ausläuft, bekommt das gegnerische Team einen Strafwurf zugeschrieben.
  • Sobald die Mannschaft, die den Ball zurückholen muss, die Ausgangsposition wieder erreicht hat, hat diese laut "Stopp" zu rufen. Verfrühtes Rufen führt zu einer Bestrafung.
  • Das Spiel ist erst beendet, sobald alle Flaschen einer Mannschaft bis auf den letzten Tropfen geleert sind - zur Kontrolle werden die geleerten Flaschen über den Kopf gehalten. Falls sich bei Entleeren zu viel Flüssigkeit und/oder Schaum in der Flasche befindet (ein Strahl erkennbar ist), erhält der Verursacher ein Strafbier. Strafbiere dürfen im Gegensatz zu den Startbieren innerhalb der Mannschaft verteilt werden.
  • Frühstarts und Linienübertritt werden mit einem Strafwurf für die andere Mannschaft geahndet, wobei hier der Werfer frei bestimmt werden darf – Ein Frühstart liegt dann vor, falls eine Mannschaft die Linie übertritt, bevor die Flasche umgeworfen wurde. Sobald der Ball die Mittellinie passiert hat, dürfen die Spieler das Feld betreten.
  • Sprungwürfe sind verboten! Als werfende Mannschaft darf man zu keinem Zeitpunkt das Feld betreten.
  • Jeder Teilnehmer hat auf den gegenwärtigen Flunkyball Schiedsrichter zu hören und eventuelle Strafen zu akzeptieren!
  • In Karlsruhe werden halbjährlich Turniere mit jeweils 128 Teilnehmern, also 32 Teams auf vier Feldern abgehalten. Die Siegermannschaft erhält den heiß begehrten Henkelpokal der "World Champions of Flunkyball"

Kiel[Bearbeiten]

Unter "Flunkyball" wird in Kiel jährlich eine ganze Reihe von Turnieren veranstaltet, aus denen meist ein saisonaler Meister hervorgeht. Am letzten Wochenende der Schulferien findet das ganze seinen Höhepunkt, wenn die inoffiziellen Weltmeisterschaften auf dem inoffiziellen Gelände abgehalten werden. In Kiel gibt es wie in Karlsruhe eine Hochschulgruppe "Flunkyball", welche wöchentlich trainiert (In den Wintermonaten in den Kneipen). Daneben versucht der THW Kiel (Handball-Bundesliga), neben dem Handball auch beim Flunkyball Fuß zu fassen, was bisher jedoch nicht gelang. Bekannte Flunkyball-Größen kommen aus Kiel: - Dieter Thomas Heck - Bill Gates - Joe, der Klemptner

Bonn[Bearbeiten]

Hier findet jedes Jahr ein Flunkyball-Turnier statt. Es wird aber mit Tennisball als Wurfobjekt und einer mit 6 - 7 cm vollen Wasser- oder Colaflasche als Ziel gespielt.

Meißen[Bearbeiten]

Auch in der Stadt des Porzellans wird Bierball gespielt. Das ganze Jahr über, egal ob im Winter mit rutschiger Eisfläche oder im Sommer unter erbarmungslosen Sonneneinstrahlungen. Im Jahr 2009 fanden das erste Mal die "Assi-Sports" statt. Hierbei handelt es sich um einen Wettkampf bei denen Spiele wie Bierball, Biersprint oder auch Kastenrennen ausgetragen werden. Leider konnten die Schiedsrichter die Gewinner aufgrund hohen Alkoholkonsums nicht bestimmen. Die meisten Turniere werden am "Akti" ausgetragen, einem riesigen Bierballfeld, das sich als Skatepark tarnt, um die Erregung öffentlicher Ärgernisse zu vermeiden.Die Meißner Bierball Spieler haben sich in der BFA (Bierball Föderation Akti) zusammen geschlossen. Momentane Spitzenreiter des Sports sind momentan TEAM GRÜN!

Sie haben Meißen Regional vertreten und als Underdog Mannschaft beim Bierballturnier überzeugend gewonnen.

Hamburg[Bearbeiten]

In Hamburg wird Bierball als eine Art heilige Zeremonie gehalten. Die Regeln sind eindeutig und Neulinge werden viel und gerne gesehen. Diejenigen die es hier Flunkyball nennen könnte man insofern als Amateure bezeichnen, da sie fast gänzlich auf Regeln verzichten und nur die Grundregeln zum Besäufnis nutzen. Beliebter Ort für Bierball: Bezirksamt Eimsbüttel: überdacht, hell, geschützt. Wichtige Grundregeln beim Hamburger-Bierball: Zugelassen ist nur 0,5 Liter Bier aus Glasflaschen, Becher aus Plastik, Stein (beliebige Größe) von der Straße, Fairness, Pinkel-, Rülps-, Raucher- und manchmal sogar Kotzpausen...

Neuruppin[Bearbeiten]

Hier findet das Stadtduell zwischen dem 1. BBC Pilsator Neuruppin und dem DBS statt. Der 1. BBC ist ungeschlagen der Stadtmeister und Regionaler Meister. Nächstes Jahr streben sie eine Teilnahme bei der Weltmeisterschaft an. Der Verein besitzt ein großes Spielerrepertoire und eine ausgebaute Fan-Base. Das Stadion des BBC's ist das kleine Bollwerk, welches sich als Bootsanleger tarnt, um die Erregung öffentlicher Ärgernisse zu vermeiden. Der Kapitän der Mannschaft trägt den Namen Steifer-Atze und ist überregional bekannt.

Landsberg am Lech[Bearbeiten]

Hier ist das Spiel auch unter dem Namen "Blombball" bekannt. Das Wurfziel ist meist ein leeres Fass Bier, das Wurfgerät ist üblicherweise ein Holzstock. Eine Blombball-Meisterschaft wird auch in diesem Landkreis jährlich organisiert, diese findet meist in Oberdießen statt.

Zu viel davon
Wenn´s zu viel wird...