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Bierernst

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Dieser Artikel ist extrem depressiv.
Taschentücher bereit? Sehr gut.
Sensible Menschen: bitte lest hier nicht weiter!!!
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Bierernst ist die überaus unangenehme Steigerung von Ernst. Der bierernste Mensch hat nicht nur keinen Humor, er versteht auch den Humor seiner Mitmenschen auf demonstrative Weise nicht. Man könnte fast glauben, dass ihm das Spaß mache, was natürlich ein Trugschluss ist, da er Spaß jeder Art nicht kennt und auch nicht kennen will.

Herkunft des Begriffs

Der Begriff "Bierernst" kommt übrigens tatsächlich von Bier, allerdings gibt es zwei gleich beliebte Theorien, wie Bierernst mit dem Bier zusammenhängt:

  • Man muss viel Bier saufen, um bierernste Menschen zu ertragen. Klingt einleuchtend, ist es auch, aber das ist etwas zu einfach für eine gepflegte Theorie.
  • Bierernste Menschen pflegen als eine von wenigen Unterhaltungsmöglichkeiten oft das Saufen. Dabei hat das bei ihnen nichts mit Lachen, Heiterkeit oder gar Scherzen zu tun. Sie trinken einfach, ein Bier nach dem anderen, gleichmäßig, monoton, wie das Ticken einer Uhr. Dabei sprechen sie kein Wort, sehen nur ins Glas, bis sie die Sorgen um ihren Schrebergarten, in dem die Schnecken immer den Salat zerstören, (die fiesen Halunken!) ebenso vergessen haben wie den Nachbarjungen, der so rücksichtslos mit seinem Ball spielt, der so leicht den gerade gründlichst renovierten Wintergarten treffen könnte, oder die sorgfältig arrangierten Gartenzwerge.

Besonderheiten im Wortschatz bierernster Menschen

Im Wortschatz bierernster Menschen lassen sich gewisse Besonderheiten ausmachen. Zum einen fehlen natürlich alle Wörter völlig, die

  • unsittlich sind, wie "geil" oder "Spacken". Solche Wörter "nehmen sie nicht einmal auf die Schaufel".
  • noch nicht mehr als fünfzig Jahre alt sind oder aus dem Englischen kommen. Ein bierernster Mensch wird niemals so ein "neumodisches" Wort wie "strange", "Komasäufer" ("Unfug! Wer im Koma liegt, kann doch nicht saufen!") oder gar das grauenhafte "fuck" aussprechen. Und Leute, die so reden, "kommen ihnen auch nicht ins Haus".

Auf der anderen Seite benutzen sie einige Wörter oder Redewendungen vermehrt, die andere kaum oder gar nicht benutzen:

  • Ordnung (in schlimmen Fällen Ordnung und Sauberkeit)
  • gescheit
  • gepflegt
  • ungezogener Lümmel (oder Lausbub)
  • "die Hosen stramm ziehen" (bestrafen, vermutlich dafür, dass man Äpfel aus seinem Schrebergarten stibitzt hat)
  • Herrgott (Sakrament) (nochmal)

Die Liste lässt sich noch unendlich erweitern, man verkennt oft den Einfallsreichtum einfallsloser Leute.

Das Leben bierernster Menschen

Bierernste Menschen sind oft Beamte, Frührentner oder Lehrer. Ihr Tagesablauf ist schon seit Jahren, wenn nicht seit ihrer Geburt, immer gleich. Sie stehen auf, gehen zur Arbeit, kommen wieder nach Hause, essen, und dann gehen sie einem ordentlichen Hobby nach, wie Modellbau oder natürlich Gartenpflege. Danach gehen sie wieder ins Bett, natürlich ohne zu versäumen, den Wecker zu stellen, damit er morgen um halb sieben gescheit schellt und man nicht zu spät zur Arbeit kommt. Wie sähe das aus, was würden die Leute denken?

Zitate

  • "Lausbub, gottloser, wenn ich dich in die Finger kriege! Wenn du mein Sohn wärest!"
  • "Das gab's zu meiner Zeit nicht!"
  • "Ich gehe gern auf Begräbnisse. Wenigstens dort hält sich der gemeine, vorlaute und rüpelhafte Spaßvogel zurück, sodass man eine gepflegt ruhige Atmosphäre trotz großer Runde genießen kann."
Zu viel davon
Wenn´s zu viel wird...