Koprolalie

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Koprolalie, die: sprachlicher Emanzipationsprozess Heranwachsender.

Psychologisches[Bearbeiten]

Zu den schönsten Errungenschaften der Zivilisation gehört eine strikte Unterteilung der Welt in Gegensatzpaare. Dies auch als Dialektik bezeichnete Prinzip schafft Klarheit in einem ansonsten hoffnungslos dem Chaos wirrer Ideen- und Wertevielfalt unterworfenen Universum.

Besonders erfreuliche Auswirkungen zeigt die Dialektik im Bereich der Erziehung des Menschen zur Reinlichkeit. Bereits früh erfährt das Kind, was "BähBäh" und was "GutiFeini" ist. Während aber bei "GutiFeini" das gebildete Elternhaus dem Kleinmenschen eine unnötige Vielfalt an sprachlichen Alternativen an die Hand gibt, herrscht in Bezug auf den Bereich "BähBäh" auch in Kreisen als gut verbalisiert geltender Eltern oftmals eine erfrischende und Gewissheit stiftende Einfalt. Da bekommen Kinder Handtücher für "Oben" und "Unten", im Töpfchen befindet sich nach vollbrachter Tat das "Geschäft", Letzteres unterklassifiziert in "Groß" und "Klein", und bereits früh wird dem Kind vermittelt, dass mit der wichtigste Einrichtungsgegenstand einer Wohnung der Klotürschlüssel ist.

In einem phasengerecht mit Reifung der Sprecherkompetenz und dem natürlichen Bestreben nach literarischer Tätigkeit zum Ende der Pubertät auftretenden Ablösungsprozess vom elterlichen Vorbild, bildet der Jugendliche alsdann, hierin deutscher Dichtertradition folgend, eine Vielzahl klangschöner Wortschöpfungen, um das bislang so ausdrucksarme, dennoch sinnenfreudige Areal des "BähBäh" seinem bunt wuchernden Ausdrucksbestreben anzuverwandeln. Aus "Klein" wird dann z. B. das melodischere "Pipi", aus "Groß" das um Grössenordnungen anschaulichere "HäufiBäufi", um nur einen kurzen Einblick in die sprachgewaltigen Dimensionen der Koprolalie zu geben.

Reaktionen der Mitwelt[Bearbeiten]

Dem Koprolalen schlägt oftmals ein weitgehendes Unverständnis seiner Mitwelt entgegen. Anstatt Unterstützung erfährt er eher eine diskriminierende Behandlung. Unsinnliche und ihre eigene Stofflichkeit erfolgreich verdrängt habende Erwachsene greifen sogar zu Ausgrenzungsversuchen wie "Tourette-Symptomträger", anstatt den Koprolalen als das anzuerkennen, was er ist: ein gratwandelnder Neuschöpfer nämlich, ein sich den bürgerlichen Sprachzwängen entziehender Kulturanarchist, ein Bewahrer der Freiheit und stilistischer Avantgardist wahren Demokratieverständnisses.

Freiräume für den Koprolalen[Bearbeiten]

Um nun dem juvenilen Dichterdrang ein Ventil und Refugium zu schaffen, haben sich allenthalben Nischen und geförderte gemeinschaftsbildende Kulturzonen in der Medienlandschaft etablieren können. Neben Comedy-Shows, in denen kundiges und vorgebildetes Publikum Großmeistern der Zunft lauschen darf, ist hier vor allem die Stupidedia zu nennen. Hier darf und soll der Koprolale seinen Trieb im Kreise gleichgesinnter ungestört nachgehen dürfen. Kategorien wie "Analfixiert", "Ausdünstungen & Ausscheidungen" und ähnliche, die Vorstellungskraft aufs Schönste beflügelnde Vorgaben, fordern und fördern den Koprolalen, sichern ihm Zuspruch und Leserschaft und lassen ihn sich nicht als Aussenseiter, sondern als vollwertiges Mitglied einer starken Gemeinschaft fühlen, sodass der junge Koprolale am Ende selbstbewusst und stolz sagen kann: "Auch ich bin Scheiße!"

Meisterwerke ihrer Zunft[Bearbeiten]

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