Dichter

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Dichter und Dichterinnen sind Menschen, deren Beruf darin besteht, Lücken, die sich im Dasein auftun, mit Worten abzudichten (Gegenteil von Lehrer). Dabei ist es wesentlich, dass dieses Dichten nicht nur eine Reparatur brüchig gewordenen Daseins bedeutet, sondern, wie bei vielen Reparaturen unumgänglich, einen eigenen ästhetischen Gehalt aufweist. Manche Dichter dichteten Lücken mit Worten, die ohne sie gar nicht bestanden hätten, wie z.B. Joachim Ringelnatz mit seinem "Wiesel im Bachgeriesel".

Dementsprechend bezeichnet Dichtung sowohl das entstehende Wortprodukt als auch die kautschukartige Masse, die zum Abdichten flüssiger Bereiche der Existenz verwendet wird. Auch Stroh kann als Dichtung wirken.

Dichter sind in einigen Bezirken Deutschlands auch als Leute bekannt, die sich chronisch Betrinken. Sie sind häufing auf irgendwelchen Volksfesten, Kirchweihen und Dorffesten im Bierzelt anzutreffen.

Sie ernähren sich hauptsächlich von Bier, wobei auch andere alkoholische Getränke konsumiert werden.

Diese Dichter sind immer auf der Jagd nach einem fast ausgestorbenem Wesen, das auch unter dem Namen Freibier bekannt ist. Dies ist aber nur sehr schwer Ausfindig zu machen. Lebensziel des Dichters ist, betrunken zu werden und irgendwo verkatert unter Bierbänken oder hinter Bierzelten aufzuwachen.

Der erste bekannte Dichter hieß Nebel und senkte sich unmittelbar nach der Schöpfung (also Tag 8) über das Land. In manchen Gegenden, heißt es, hat er sich immer noch nicht gelichtet. Von dort dringen aber nur selten Nachrichten durch die Dichtungsmasse.


vgl. auch Diverses:Verse eines nur mittelmässig begabten

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