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Chabo

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Ein Chabo?

Chabos sind Bauern auf dem Schachbrett des Lebens [1]. Sie wissen, wer der Babo ist. Maßgeblich bekannt wurden sie durch einen musikalischen Werbefilm des Frankfurter Kleberherstellers Haftbefehl, der teils mit echten Rappern und Musikern zusammenarbeitete, um das Babokonzept überregional bekannt zu machen. Trotz Bemühungen der Projektleitung Azzlacks und Thug Life bestand der Vorstandsvorsitzende von Haftbefehl darauf, das gesamte Video selbst zu rappen und das, obwohl er zuvor fünf Hefeknödel verspeist hatte.

Vorkommnisse und exakter Definitionskreis von Chabos können in Deutschland nur aus der Arbeitsgruppe um Haftbefehl entnommen werden, die mit eigenen teils ethnologischen Beschreibungsmerkmalen zahlreichen Universitäten und Sozialforschungsinstituten das Rohmaterial für eingehende Untersuchungen des Gegenstands liefert. Erschwerend kommt für die Forschung hinzu, dass das veröffentlichte Musikwerbevideo stark Bezug auf den Entwickler nimmt, der u.a. durch seine herausragende Solvenz (Saudi Arabi money rich) und seine Referenzen bzw. Zertifikate (Hafti Abi) Kunden zu binden sucht. Kritiker meinen, dass Chabo überhaupt keinen Vertreter einer sozialen Gruppe bezeichnet, sondern ein Gefühlswort ist, das Menschen aus Berliner Problemvierteln reflexartig und situationsbedingt für einen willkürlich erwählten Personenkreis verwenden. Es sei das "Alter" der multinationalen Integrationsgewinners aus Duisburg Marxloh.

Haftbefehl sollen ihr Video nur mit diesen Begriffen bereichert haben, um eine möglichst breite Kundenbasis ansprechen zu können. Ziel des Videos sei es demnach, so viele unverständliche Orchideensprachen ineinanderzuwürfeln wie möglich, sodass kein Muttersprachler dieser Erde etwas verstehen könne, ohne beim nächsten aufstrebenden araboarmenischen Schallplattenbasar nachzufragen. Insider haben verraten, dass für das Erstellen des Videos 18 verschiedene Sprachwörterbücher aus der Balkanregion verwendet wurden, um eine möglichst breitgefächerte, multikulturelle Wirkung zu erzielen. Andere sagen, der Vorsitzende von Haftbefehl wäre verschnupft zum Dreh erschienen und hätte ein, zweimal in das Mikrofon geniest, was aus Ermangelung an Alternativen am besten in das Video integriert werden konnte.

Sachinformationen[Bearbeiten]

Experten beklagen schon lange, dass die Informationen, die Haftbefehl in seinem Video über die Chabos preisgibt, nicht hinlänglich für eine wissenschaftliche Abhandlung sind. Man wüsste gerne mehr. Unglücklicherweise haben sich mittlerweile Sprachwissenschaftler des Gegenstands angenommen, sodass der wissenschaftliche Diskurs die Eruierung von Handlungsmöglichkeiten und Grenzen der Chabos immer unwahrscheinlicher macht.

Ethnie[Bearbeiten]

Womit Haftbefehl genau ihren Kundenkreis abstecken wollen, ist ein Teil des Geschäftskonzepts und wird vonseiten des Konzerns nicht verraten. Als der Konzernleiter in einem Interview darauf angesprochen wurde, nannte er: Biji, biji Kurdistan, also ein fiktives Land im Nahen Osten, das immer wieder diktatorischen Regimen als Rechtfertigung für den Test neuer Biowaffen dient und hier mit dem bekannten Welthit der Biji-Boys wiedergegeben wurde. Dass es sich hier aber nicht allein um eine Flüchtlingsproblematik handelt setzte er kurz darauf mit den Worten hinzu, das ist kein Deutsch, was ich mache, ist Kanackisch an alle Kurdis, Jugos und Shqiptars, Algerie, Maroc, Tunsi, Ägypter, Palestine, Syria und Libanese, Türken, Deutsche, an alle Brüder. Ethnologen gehen davon aus, dass sie sich, beim Zusammentreffen mit all diesen Ethnien wichtige Informationen über die Herkunft und Abstammung der Chabos, wenn nicht sogar des Babos erhoffen dürfen. Insofern heißt es in der Forschung vor der Frage "Wissen wer der Babo ist" immer noch "Wissen wer der Shqiptar ist".

Soziale Zugehörigkeit[Bearbeiten]

Zugegeben, der Kundenkreis von Kleberfirmen ist sehr breit gefächert. Doch zweifelsfrei lassen sich einige spezifisch chaboistische Merkmale aus dem Video erlesen. Eine große gesellschaftliche Schnittmenge, die der Transenchirurgen wurde von Haftbefehl bereits selbst ausgeschlossen, weil der Verleser des Textes (eventuell selbst Chabo(?)) verspricht, sie "zur Schnecke" zu machen. Dieser Hinweis ist zweifelsohne einer der wichtigsten, denn wenn die Transenchirurgen komplett ausgeschlossen werden können, fallen auch die Tuntennotare um wie Streichhölzer, ganz zu schweigen von den bisexuellen Anlagemechanikern.

Ein bekanntes Markenkonzept des Herstellers ist es, sich selbst immer wieder in das beste Licht zu rücken, indem er seinen Kundenkreis beleidigt und beschämt. Freilich entstehen dadurch unterschwellige Botschaften über Erwartungen oder Voraussetzungen für eine Tätigkeit bzw. Identität als Chabo. Dazu muss man sich das Gesellschaftsmodell klar machen, das Haftbefehl in ihrem Video entworfen haben. Zuunterst stehen hier illegale Einwanderer, die ihr Geld mit dem Verkauf von Drogen und Prostitution verdienen (1). Diese erfahren nach einer gewissen Wartezeit einen sozialen Aufstieg durch ihren Einstieg in das Musikgeschäft, wo sie, wenn sie keine deutschen Rappen sind (?) große finanzielle Zugewinne machen (2), die ihnen den Zugang zur oberen Klasse ermöglichen, in deren Funktion sie Sportwagen und Waffen kaufen(3), um sich anschließend zur Ruhe zu setzen (4). Ein möglicher Aufstieg zum Chabo könnte zwischen der ersten und zweiten Stufe vorgesehen sein, wobei die zweite Gruppe sich nicht auf eine bestimmte Klasse festlegen lässt. Vielmehr laufen in ihr Parallelentwicklungen ab, zu denen die Werdegänge des klassischen Kleinverdieners und Facharbeiter gehören, die allerdings zu wenig verdienen, um sich einen Sportwagen leisten zu können und daher ihr angespartes Geld in Form von Drogen zu sich nehmen müssen...

...oder so.

Wissen Sie wer der Babo ist?[Bearbeiten]

Laut Video scheinen Chabos zwar grundsätzlich in Gruppen aufzutreten, operieren jedoch auch als Einzelpersonen, etwa an Bahnhöfen. Haftbefehl selbst hat für die Bildeinstellung hier einen jungen freundlichen Herren ausgewählt, der sich zur Illustrierung dieser Zeilen im Vordergrund aufhält. Eine aufwendige Suche nach der Identität des Herren ließen in ihm den Hamburger Fischmarktazubi Umar Bassam Ibn at-Samet erkennen, der nach langen Zurückweisungen einem Interview mit dem "Spießer" zustimmte, in dem er eingestand, dass er selbst zwar kein Chabo sei, dafür aber viele Chabos kenne, die er nicht nennen dürfe. Seine Aussage leitete Kriminalogen zu der Annahme, dass Chabos einem kriminellen Milieu entstammen könnten, u.U. sogar ihre Identität durch den Milieubegriff zu verschleiern suchen. Diese Hypothese ist u.a. dadurch befeuert worden, dass Haftbefehl in ihrem Video preisgeben, dass Chabos "gerade mal eine Nase sniffen". Kritiker meinen jedoch, dass der gelegentliche Einsatz von Suchtmitteln nicht zwangsweise mit einem Chabo im Allgemeinen in Verbindung gebracht werden sollte. Haftbefehl ließ die Theorie nachträglich auch unwahrscheinlich erscheinen, indem sie unabhängig von at-Samet bestätigten, dass dieser der Chabo vom Bahnhof sei, den sie im Video besingen. Er wüsste sogar, wer der Babo sei. At-Samet hat mittlerweile bestätigt, dass er zum Videodreh mit dem Zug anreiste. Mysteriös...

Eine neue geistige Schule aufstrebender junger Journalisten hat sich im Herbst 2013 mit der Analyse des Videos beschäftigt und ist dabei zu der Einsicht gelangt, dass es möglicherweise für den Hörer von der Straße weniger interessant sein könnte, wer der Babo ist, sondern wer die Chabos sind. Denn sind wir nicht alle Chabos, Bauern, auf dem Schachbrett des Lebens, die durch polyglotte Emotionalität einen möglichst breitgefächerten Beitrag zu ihrem Platz in der Gesellschaft beizutragen suchen? Der Babo, als transzendentale Vermenschlichung eines Wunsches nach Unterordnung, nach einem gesellschaftlichen Code, der die Menschen zwingt, durch einen Wissensvorsprung eine kulturelle Einzigartigkeit zu erlangen, die in weltbürgerlicher Manier eine kulturalistische, wogleich multidimensionale Mehrwirklichkeit zu leben und zu lieben trachten? Bis auf Afrika, den Nahen Osten und Nordkorea, weil die scheiße sind? Hier wird die quasi künstlerische, hohe Abstraktionsfähigkeit und die hohe gesellschaftliche Brisanz des Inhalts deutlich, die der Hersteller mit seinem "wichtigen Diskursbeitrag zur Wandlungsfähigkeit der deutschen Sprache"[2] wissentlich oder unwissentlich geleistet hat.

Oder man lässt gleich die bedeutenden Worte des Frankfurter Konzerns auf sich wirken:

Komm nich auf die Idee, mit meinem Brot zu spielen, aber Sony pumpt den Beat und ich schreibe ein Hit drauf.
Dieser eine Kurde bleibt der Chab, der dein Arsch fickt.
Drama pur kopf gefickt depressiv,

leben wie hyienen in diesem system, jeden tag dealen brötchen verdienen

...ergreifend nicht wahr? Spricht hier nicht schon der nächste Gewinner des Integrationsbambis?

Ungeklärte Fragen der Forschung[Bearbeiten]

  • Weiß der Babo, dass er der Babo ist? Weil laut Definition, ist er dann zeitgleich auch ein Chabo. Dies wird auch als Chabo-Babo-Paradoxon bezeichnet.
  • Chabos wissen zwar, wer der Babo ist, aber weiß der Babo auch, dass die Chabos das wissen? Welcher Kommunikationsmechanismen bedienen sich Chabos und Babos?
  • Wie sieht die politische Kultur der Chabos aus? Welcher Abstimmungsformen und Konsensfindung bedienen sich Chabos?
  • Was ist die Motivation der Chabos zur politischen Unterordnung? In welchen Milieus verkehren sie? Was haben sie persönlich vom Wissen um den Babo?
  • Was ist das Lieblingstier der Chabos? Haben sie Hobbys? Welchen Beruf möchten sie mal ergreifen?
  • Gehört Chabo zum politischen Fahnundungsvokabular der NSA? Mit welchen gesellschaftlichen Konsequenzen müssen Chabos für ihre typonymische Einzigartigkeit u.U. rechnen?
  • Warum steckt in beiden Worten das Wort Abo? Muss hier von der Werbewirksamkeit des Videos auf die Terminologie geschlossen werden? Und lohnt sich ein Kleberabo überhaupt?
  • Wo ist eigentlich Thomas? und Wer bin ich?
  • Warum ist Chabo der Name einer Hühnerart?

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Langenscheidts Taschenwörterbuch, Deutsch-bhdwzdgbchek/bhdwzdgbchek-Deutsch, München 1995, S. 132.
  2. Kackbarth Daniel/Volkmann Ingmar: Der Babo mit der Metasprache, in: Frankfurter Allgemeiner Blödsinn, 01. April 2013.
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