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Comedian

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Hier ein sehr fortschrittlicher Comedian: Er hat erkannt, dass sein Gebrabbel unwitzig ist, und versucht seinen Worten durch Ausrenken der Gesichtsmuskulatur mehr Witz zu verleihen. Gelingt leider nicht, freut nur den Psychologen, nicht den Zuschauer!

Comedian ist die deutsche Berufsbezeichnung für einen unter zwanghaftem Redefluss und Hypergraphie leidenden Berufsjugendlichen; einer von ihnen ist Markus Maria Profitlich. Comedians sind ursprünglich Nachzüchtungen der hochintelligenten Satiere, die Forschung ist allerdings nicht sehr weit vorangeschritten.

Etymologisches[Bearbeiten]

Trotz einer gewissen phonetischen Nähe zu Worten wie Komödie oder gar komisch, hat der Comedian deutscher Provenienz zu keinem der vorgenannten Begriffe auch nur die geringste inhaltliche Affinität. Comedian ist vielmehr eine Wortneuschöpfung zur Kennzeichnung der Ausübenden eines bestimmten Bereiches, sogenannter Kleinkunst. Im Wort Kleinkunst liegt auch bereits das ganze Elend des Comedians begründet. Da nämlich Kunst per Definition gar nicht klein sein darf, sondern immer zumindest die Potenz zur Größe besitzen muss, um Kunst zu sein, zeugt allein das Wort Kleinkunst von einem tiefsitzenden Minderwertigkeitskomplex. Der Anglizismus Comedian dient einzig der weiteren Verdrängung dieser dem Comedian in seinen klaren Momenten (jenen kurzen Augenblicken nach einem Auftritt, in denen die abstruse Mischung aus Pickelfressen und Zahnspangenträgern im johlenden Publikum selbst dem abgebrühtesten Profi leichten Brechreiz verursacht) schmerzlich bewussten absoluten Minderwertigkeit seines Berufes.

Psychologisches[Bearbeiten]

Kein Comedian hat sich seinen Beruf freiwillig gewählt. Doch die brutale Erfahrung, dass es weder zum Schauspieler noch zum halbwegs talentierten Kabarettisten reicht, gepaart mit der zerstörerischen Sucht nach Applaus und Geldverdienen ohne Leistung, bewirken bei solchen Menschen ohne einen Funken Selbstachtung nicht etwa eine Neuorientierung (nebst Umschulung in einen soliden Beruf wie z. B. Gärtner), sondern lassen selbst die letzten Hemmschwellen zusammenbrechen. Das Fehlen jeglicher Klugheit wird überkompensiert durch eine unheilvolle Cleverness. In Form einer unbewussten Selbsttherapierung formuliert der Comedian seine tiefsitzenden Ängste vor Frauen, Fremden, Sexualität, Erwachsenwerden, kurz gesagt also dem Leben, in primitivsten Wortspielen und unsinnigen Sprachkonstrukten, gerne gepaart mit mundartlichem Einschlag.

Erhöht den Witz gewaltig...

Die jubelnde Zustimmung, die der Comedian dabei seitens seines Publikums erfährt, lässt ihn vergessen, dass sein Publikum in der Regel nicht einmal halb so alt ist wie er selbst und zumindest mit gewissem Recht noch in kindlich-primitven Humorsphären haftet. Damit ist der Comedian, entgegen seiner dummforschen Attitüde, der ewige Spießer schlechthin, ein Ausbund an Inferiorität und dauerhaft Gestrigem.

Praktisches[Bearbeiten]

Da selbst die skrupelloseste geplante Dünnbrettbohrerei ihre Grenzen hat, treten Comedians gerne in Gruppen auf. Aufgeteilt auf die Sparten "Fäkalhumor", "Wortspielerei für 6jährige" und ähnlich gehaltvolle Rubriken, spielen sie sich im TV in durchorganisierten 3Minuten-Sketches ihre flachen Bälle zu, hoffend, dass die Länge des Zwischenapplauses insgesamt ausreicht, um eine den Eintrittspreis rechtfertigende Bruttozeit von 80 Minuten dabei zu erzielen.

Besonders erfolgreich sind Comedians, die es geschafft haben, einen Hohlspruch erster Güte, jedoch hohen Wiedererkennungswertes, zum Markenzeichen gemacht zu haben. Ein Spruch wie "Ich weiß nicht, ob sie es schon wussten, aber ...", gefolgt von einem beliebigen Nachsatz, garantiert beim kundigen Publikum bereits den vollen Erfolg. Solche Halbblinden und damit Könige im Land der Finsternis vermögen es sogar, in der Provinz kleinere Säle halb zu füllen und ein 60minütiges "Programm" abzuspulen, ohne dass die Zuhörer zu Mitteln der Lynchjustiz greifen. Dass hierbei lediglich ein billiger Aufguss bereits dutzendfach im TV erlebter "Spässe" konsumiert wird, mindert nicht das Vergnügen der Zuhörer. Im Gegenteil stiftet dieser Umstand eine nahezu verschwörerische Atmosphäre von Insidertum und lässt dummseliges Glücksstrahlen auf Gesichtern erscheinen, bereits Sekunden bevor die Plattitüde das dumme Maul des Comedians verlässt.

Aussichten[Bearbeiten]

Solange die schenkelklopfende Fun-Generation über genügend Kaufkraft verfügt, dass die Werbeindustrie rund um ihre Werbeblocks den Comedians ihre unbeholfenen Schiefheilungsversuche finanziert, solange wird dem Rest der Welt diese Form von Unkultur erhalten bleiben. Angesichts eines aktuellen Wirtschaftsaufschwunges sind die Aussichten auf Besserung daher ausgesprochen düster.

Erkrankte[Bearbeiten]