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Diverses:10 Wege, aus einer Kirche hinauskomplimentiert zu werden

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Halt ein, oh Besucher dieser Seite!

Der nachfolgende Artikel könnte deine religiösen Gefühle verletzen oder du könntest gar vom Glauben abfallen. Wenn du in dieser Hinsicht keinen Spaß verstehst, lies bitte hier weiter.

Falls dein fester Glaube unerschütterlich ist, du gar keinen hast oder sowieso schon den Scheiterhaufen vorgeheizt hast, wünschen wir dir viel Vergnügen beim Lesen dieses Artikels.

Gezeichnet, die Hohepriester und Propheten der Stupidedia

Heilige Handgranate.jpg
Selten solch ein bewegtes Cover gesehen, oder?

Vorwort[Bearbeiten]

Ist Ihnen auch immer langweilig in der Kirche, wenn der Priester/Pfarrer zum 204.754. mal die Geschichte von Jesus Geburt erzählt? Habt ihr Kinder es auch satt, immer bis zum Ende des Gottesdienstes auf euerm Ar... (hüstel)... werten Hinterteil zu sitzen, wo doch der Computer so einsam und allein zuhause sitzt und sehnsüchtig auf euch wartet?
Ja?
Dann ist diese Anleitung für euch der erste Schritt in Richtung Freiheit. Befolgt sie und der Gottesdienst wird euch auf magische Weise kürzer als früher erscheinen.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Kapitel 1: Der Klingelbeutel[Bearbeiten]

Irgendwie muss die Kirche das Minus ausgleichen, dass seit der Abschaffung der Ablassbriefe entstanden ist.

Sollten Sie im Gottesdienst eingeschlafen sein, was nur zu verständlich ist, und Sie keine Möglichkeit gehabt haben, ihm aktiv beizuwohnen, so müssen Sie sich nicht grämen, denn es gibt ja noch den Klingelbeutel mit dem die Kirche (zusätzlich zu der normalen Kirchensteuer) versucht, Ihnen Geld aus den Taschen, Rippen oder Gräten zu leiern.
Der erste Schritt, den Sie machen müssen ist, - so langweilig es klingt - : Warten (sollte der Klingelbeutel in Wahrheit kein Beutel sondern ein verschlossener Kasten sein, können sie die Zeit nutzen und sich ein Stück Draht herrichten).
Ist der Klingelbeutel erst einmal in Reichweite gekommen, halten Sie ihn fest und neutralisieren Sie als erstes die nervtötenden Klingeln. Dann greifen Sie tief in den Beutel und schnappen sich so viel wie möglich vom Inhalt. Wenn Sie sicher sind, dass Ihre Faust möglichst viel vom Inhalt aufgenommen hat, stoßen Sie sie triumphierend in die Luft und rufen dabei laut: „Ich habe meine Kirchensteuer wieder, ihr Loser!“ Wir empfehlen Ihnen, währenddessen den geordneten Rückzug anzutreten, indem Sie laut kreischend, die Faust immer noch in der Luft, aufstehen und wegrennen, bevor andere Personen Sie aufhalten können. In dem ganzen Trubel, den Sie entfachen, wird es niemandem auffallen, wenn Sie den Klingelbeutel einfach mitnehmen.
Sollte der Klingelbeutel (wie oben bereits angesprochen) ein verschlossener Kasten sein, dann empfehlen wir Ihnen, sich neben eine ältere Dame zu setzen, der bereits anzusehen ist, dass sie mindestens einen Zwanziger in den Kasten wirft. Wenn dieser Fall eintritt, nehmen Sie den Draht, den Sie sich in der Wartezeit zurechtgebogen haben, und angeln mit seiner Hilfe möglichst schnell möglichst viele Scheine aus dem Kasten. Dann geht es genauso weiter, als ob der Kasten ein Beutel wäre. Der einzige Unterschied, der eventuell eintreten könnte, ist eine minimale Zeitdifferenz von ein paar Minuten.
Dieser Weg wird Sie vom Gottesdienst zwar nicht sofort erlösen, hat aber den angenehmen Nebeneffekt, dass Sie dabei etwas Geld abstauben. Ein kleiner Sicherheitshinweis am Rande: Lassen Sie etwas Gras über die Sache wachsen, bevor Sie diese Kirche wieder betreten. Bei mir hat das super geklappt, als ich in Atlantis einen Stöpsel gemopst habe - nur ist über die Sache nie Gras gewachsen. Naja dafür gedeihen da unten jetzt prächtige Algen.

Kapitel 2: Bishop is in the Church[Bearbeiten]

Kennen Sie das auch, wenn Sie kein Zuhause und nur 3000€ auf dem Konto haben? Wollen Sie auch wieder so schön gepflegt und bekocht werden wie im Hotel Mama? Nervt es Sie auch immer wieder, in den Gottesdienst zu gehen? Dann habe ich die Lösung für Sie!

Ein echter Profi!

Den ersten Schritt haben Sie ja schon getan: Sie haben sich dieses Buch für 350€ gekauft. Aber sind Sie auch bereit für den zweiten Schritt? Nehmen wir mal an, Sie wären es. Dann müssten Sie sich einen Schneider suchen, der fast pleite und/oder verzweifelt ist. Sie geben ihm den Auftrag, ein nagelneues Bischofskostüm für Sie anzufertigen. Sollte der Schneider verzweifelt genug sein, geben Sie ihm 1500€ Bestechungsgeld und nochmal 1000€ für die Materialien, die er benötigt. Jetzt müssten Sie noch etwa 150€ auf dem Konto haben. Von 50 davon kaufen Sie sich eine Sporttasche. Wofür? Das erkläre ich noch - also nicht so ungeduldig. Nach ein bis zwei Wochen sollten Sie das Kostüm bei ihrem verzweifelten Schneider abholen können. Nun müssen Sie bis Sonntag warten...
Spulen wir die Zeit einfachmal vor.
Es ist jetzt Sonntag. Sie stehen rechtzeitig auf und nehmen ein recht karges Frühstück zu sich (50€ brauchen Sie noch, also dürfen Sie sie nicht ausgeben). Nach dem Frühstück packen Sie das Bischofskostüm in die Sporttasche und gehen los in Richtung Kirche (Sie können auch mit Bus oder Bahn fahren aber nur schwarz, Sie brauchen ja die 50 Mäuse noch). Wenn Sie dort angekommen sind, setzen Sie sich in eine Kirchenbank und warten etwa zehn Minuten vom Gottesdienst ab. Dann drängeln Sie sich mit der Ausrede, Sie müssten aufs Klo aus der Bank und schleichen sich zum Orgelfuzzi. Diesen bestechen sie mit den restlichen 50€ (jetzt dürfen Sie sie ausgeben), damit er in fünf Minuten anfängt, Hallelujah zu spielen. In diesen fünf Minuten hasten Sie, immer noch mit der Sporttasche über der Schulter, aufs Kirchenklo, wo Sie mit etwas Glück den heiligen Stuhl riechen und fangen an, sich hektisch umzuziehen. So bald Sie damit fertig sind, verlassen Sie das kirchliche Klo wieder und warten geduldig darauf, dass das Hallelujah beginnt. Sobald das der Fall ist, treten Sie in den Mittelgang und schreiten ihn bis zum Altar entlang. Dort vertreiben sie den Pfarrer/Priester/Pädophilen Kragenträger und fangen an zu predigen. Was, ist vollkommen egal. Wenn Sie in einer katholischen Kirche gelandet sind, dann werden Sie eine Weile dumm angestarrt, bevor jemand die Polizei, einen Krankenwagen, Feuerwehr oder den Katastrophenschutz ruft. Sollten Sie in einer evangelischen Kirche gelandet sein, kann Ihnen das schneller passieren. Sobald das passiert ist, wird es nicht lange dauern, bis auch Psychologen der örtlichen Klappsmühle eintreffen und genau das ist Ihr Ziel. Denn sobald Sie in eine etwas enge und Bewegungsfreiheit klauende Weste gezwängt und anschließend in einen herrlich gepolsterten Raum gebracht werden, haben Sie es endgültig geschafft. Sie werden regelmäßigen Besuch von Essen und ihrem Psychologen bekommen. Somit hätten Sie alles erreicht, was Sie wollten: Essen und Pflege - und als Bonus gibt es sogar Aufmerksamkeit.

Kapitel 3: Heil Christi![Bearbeiten]

Nein!

Kapitel 4: Und am Dritten Tage erstand er wieder von den Toten auf[Bearbeiten]

Ethnisch vielleicht streitbar aber laut Regelwerk ist es erlaubt Verwandte mit Zombies zu vergraulen.

Sie werden auf eine Beerdigung vom dritten Cousin der Großtante mütterlicherseits mitgeschleppt? Sie kannten diesen „Verwandten“ nicht oder kaum und haben eigentlich Besseres mit diesem Tag vorgehabt? Nun gut, wie meistens immer habe ich eine Lösung für Sie. Lassen Sie den Toten wiederauferstehen. Unmöglich? Ha, von wegen! Es gibt immer eine Lösung:
Auf jeder dieser Feiern gibt es Die eine. Entweder die Witwe oder eine Schwester oder eine Tante, die ihrer Trauer Abhilfe schaffen muss. Es gibt zwei Arten solcher trauenden weiblichen Geschöpfe: Die eine, die sich mit einem Klemmbrett bewaffnet auf die Suche nach allen (noch) lebenden Verwandten macht und nicht eher Ruhe gibt, bis alle ihr Kommen zugesagt haben. Dann gibt es noch die eine, die sich jedem Mann um den Hals wirft, der gerade zur Hand ist. Bei beiden Exemplaren ist es empfehlenswert, sich schnellstmöglich aus dem Staub zu machen. Bei der arbeitstüchtigen Witwe/Schwester/Tante sollten Sie beachten, sich nicht darüber ausquetschen zu lassen, wie gern Sie den Verwandten zu Lebzeiten doch hatten und wie Sie sein Wesen mochten usw. Irgendwann wird man sich so dermaßen in ein Lügennetz verstrickt haben, dass man zwangsläufig stolpert und dann fällt die Witwe/Schwester/Tante (wenn man Pech hat auch alle drei auf einmal) über einen her. Beim zweiten Typ Witwe/Schwester/Tante sollte sich die Vorsicht und der Wunsch, zu verschwinden von selbst erklären.
Wie entkommt man am besten einer Beerdigung?
Nun einfache Ausreden, wie zum Beispiel: "Heute ist doch das entscheidende Bundesligaspiel zwischen Dortmund und Bayern", werden nicht ziehen. Denn was kann wichtiger sein, als einem Toten, der dazu noch mit Ihnen verwandt ist, die letzte Ehre zu erweisen? Genau: Nichts!
Also muss man sich etwas anderes ausdenken. Hmmm, haben Sie Ideen? Nein? Nun gut, dann muss ich mich wohl mal wieder um die Sache kümmern.
Nun, da der Tote nicht von selbst wieder auferstehen kann, müssen Sie helfen:
Sie benötigen dünne Drahtseile, die mindestens 100kg halten können (wenn der Tote mehr als die 100 Kilo wiegt, hat sich die Sache eh erledigt) und etwas Geschick als Marionettenspieler. Warum? Sie werden nun wahrlich die Fäden ziehen. Als erstes müssen sie die Drahtseile irgendwie unbemerkt am Leichnam befestigen. Bei handelsüblichen Marionetten sind für die Drahtseile oder Schnüre Haken und Ösen bereits angebracht. Leider sind solche Haken nicht bei allen Leichen und ehemaligen Verwandten zu finden. Im Mittelalter gab es mit Sicherheit ein paar Verwandte, die mit einem Strick um den Hals gestorben sind, aber der allein reicht halt nicht, um die Kontrolle über den Körper zu übernehmen. Zum Glück kann man sich auf diesen Umstand vorbereiten, indem man eine Handvoll Dübel und Ösen mitnimmt. Für die Löcher empfehle ich eine gute Bohrmaschine. Akkuschrauber geht zwar auch, aber der braucht länger, bis er die nötige Tiefe im Knochen erreicht. Danach kann man mit Hilfe der Dübel die Ösen (oder Haken) in die gebohrten Löcher schrauben. Nun fädeln Sie ganz vorsichtig die Drahtseile in die Ösen (oder Haken). Werfen Sie die Drahtseile in Richtung der Empore! Dort werden Sie sich hinsetzen, wenn der Gottesdienst beginnt. Nachdem das alles wunderbar geklappt hat, setzen Sie sich auf die Empore und warten bis der Priester inmitten seiner Trauerfeierpredigt steckt. Nun könnn Sie beginnen, die Fäden zu ziehen. Was der Tote machen soll, ist ganz Ihre Sache. Wenn Sie begabt genug sind (und genug Kraft haben), können sie ihn auch Saltos schlagen lassen, alles ist erlaubt. Den daraus resultierenden Trubel können Sie wunderbar nutzen, um zu verschwinden. Niemand wird es in der ganzen Aufregung auffallen, wenn ein entfernter Verwandter verschwindet.
Falls Sie zuhause tatsächlich noch einen Zombie im Regal rumstehen haben, steht es Ihnen frei, auch diesen in den Sarg zu verfrachten. Sie sollten nur aufpassen, dass er keine Verwandten frisst, sonst müssen Sie schon bald wieder auf eine Beerdigung.

Kapitel 5: Weihnachten, da fackeln wir nicht lange[Bearbeiten]

Folgende Situation: Es ist der 24. Dezember, Weihnachten. Eigentlich ein Grund zur Freude: Es gibt Geschenke, gutes Essen, die Verwandten kommen, wenn da nicht dieser Weihnachtsgottesdienst wäre...
Aber nicht verzagen, diese Anleitung fragen. Wir haben selbstverständlich eine Lösung für dieses lästige Problem. Eine kleine Geschichtsstunde für die Hintergründe (jaja, nervig aber muss sein): Es war einmal vor langer Zeit in einem Land nicht weit von hier, da lebten die Germanen und Kelten und feierten das Mittwinterfest. Um dieses Fest für immer zu vernichten, hatte sich Petrus etwas ganz gemeines einfallen lassen: Er verschob Jesus Geburtstag auf den 24. Dezember! Alle guten Christen mussten dann selbstverständlich den Geburtstag Christi feiern und hatten keine Zeit mehr, sich ihren heidnischen Bräuchen zu widmen.

Fehlt nur noch die Kirche. Anfängerfehler.

Aber zurück zum Thema, wo war ich stehen geblieben? Ach ja, richtig! Sie brauchen eine Materialliste:

  • Holz (kleine und große Scheite)
  • ein paar Freunde für die Partylaune
  • mindestens zwei Fässer Bier (zur Streckung der Partylaune)
  • einen Inquisitor (Wichtiges Universalwerkzeug)

Wenn Sie diese Zutaten beisammen haben, können Sie gleich loslegen (wenn Weihnachten ist). Um Ihren Plan umzusetzen, müssen Sie das Holz irgendwie in die Kirche bekommen. Wie Sie das Anstellen, ist ganz Ihnen überlassen. Als nächstes stapeln Sie das Holz zu einem schönen Scheiterhaufen, bei dieser Angelegenheit kann Ihnen der Inquisitor zur Hand gehen, der müsste eigentlich damit Erfahrung haben. Wenn Sie jemand fragen sollte, was Sie da machen, sagen Sie einfach, das seien die Vorbereitungen für das Feuerwerk, um diesen besonderen Tag richtig zu würdigen. Wenn Sie mit der Errichtung Ihres Scheiterhaufens fertig sind, steht es Ihnen frei, die Party beginnen zu lassen. Kurzform für: Fackelt es ab! Die elegant emporzüngelnden Flammen können Ihren Freunden, die auf ihren Auftritt gewartet haben, als Signal zum Einsatz dienen. Das Signal sollte wie folgt ablaufen:

  1. Die Partygäste (man kann auch Filmkomparsen benutzen) sollten in germanischen/keltischen Gewandungen (das Verzieren mit Tierschädeln ist ausdrücklich erwünscht) in die Kirche stürmen.
  2. Während die ehrenwerten Kirchgänger sich noch vor Angst in den Kirchenbänken winden und kreischen, werden die Bierfässer hineingerollt und angeschlagen.
  3. Am besten richtet man einen der Freunde (oder Komparsen) darauf ab, sich dem Pfarrer zu nähern. Wenn dieser auf die Knie fällt und nervös beginnt, das Vater Unser zu beten, dann erklärt man ihm in einer möglichst rauen Whiskeystimme, dass man sich nur dafür revanchiert, was die Christen vor vielen Jahren gemacht haben.
  4. Anfangen, möglichst raue Lieder über Alkohol, Sex, Drogen und Scheiß Christen zu singen. Das steigert den Angstpegel enorm.
  5. Man sollte sich schnell verpissen, bevor die Bullen auftauchen.

Ich, der hochehrenwerte Autor, habe diese Masche so ähnlich auch im alten Rom einmal zum Besten gegeben. Kaiser Nero war davon so begeistert, dass er mir ein Ständchen sang, während Rom so vor sich hin brannte. Selbstverständlich befolgte ich auch Schritt Nummer 5 bevor die Legionäre auftauchten und Nero erstachen (Nero glaubt bis heute, dass ich nur kurz Sklaven Kaufen gehen wollte).

Kapitel 6: Was gab uns die Bibel?[Bearbeiten]

Was uns die Bibel gab, geben wir ihr zurück.

In diesem Kapitel werde ich Ihnen zeigen, wie Sie auch mit diesem alten Schinken Ihren Spaß haben können. Ich weis, das klingt komisch, ist aber so, dass man damit noch Spaß haben kann. Ich wünsche Ihnen einen Pfarrer/Priester, der rot anläuft vor Wut:

Sie sind es leid, dass der Pfarrer/Priester immer von der wundervollen Bibel redet, die der Grundpfeiler unserer Zivilisation ist? Nun überlegen wir mal, welche tollen Taten so im Mittelalter von Christen begangen wurden. Also da wäre einmal die Hexenschutztruppe Inquisition, die die Menschheit selbst in den dunkelsten Zeiten sowohl vor den gewöhnlichen Feld-, Wald-, Wiesenhexen, als auch vor den bösartigen Gelehrten, Astronomen und Freidenkern geschützt hat. Für besessene Wissenschaftler, Erfinder und anderweitig von Dämonen Befallene ist bis heute die Exorzismus-Abteilung im Vatikan zuständig (Sprechstunden: montags-freitags: morgens 10-12 Uhr und mittags von: 14-17 Uhr. Sonntag ist der heilige Tag). Eine weitere Glanztat der Kirche & Co.Kg sind die Kreuzzüge. Einfach wundervoll, wie sie es geschafft hat, die Könige untereinander mehr oder weniger zu versöhnen, indem sie mit dem Finger nach Israel zeigte und kreischte: „Heiden haben das heilige Geburtsland Jesu Christis gemopst! TÖTET SIE!!!“ Ein weiterer toller Nebeneffekt war, dass man durch die Plünderung und Verwüstung des eigenen Landes sämtliche Rebellionsversuche vereitelt hat. Wer soll denn kämpfen, wenn alle Männer im Krieg über den Mittelmeerteich sind? Die Frauen? Ja, vielleicht - aber was sollen sie denn essen? Alle Nahrungsmittel, ob verdaulich oder nicht, haben ja die Kriegstreiber mitgenommen. Soweit mal zum Christentum und der friedliebenden Bibel.
Wenn Sie diesen Text einem Pfarrer/Priester gegen den Kopf schmeißen, wird er a) ausflippen und Sie aus der Kirche schmeißen (Ziel erreicht) oder b) er wird versuchen, mit Ihnen zu diskutieren. In so einem Fall sollten Sie sich einfach fürchterlich aufregen und Weiteres von Morden in den Kreuzzügen brüllen, bis der Pfarrer Sie mit unterdrückter Wut bittet, zu gehen (Ziel auch erreicht). Aber versuchen Sie niemals c) zu diskutieren, sonst erwecken Sie den Anschein, Sie hätten Interesse und der Pfarrer/Priester wird alles daran setzen, Sie von seiner Meinung und der Bibel zu überzeugen (Ziel nicht erreicht).
Viel Spaß mit ihrem persönlichen wütenden Pfarrer/Priester.

Kapitel 7: Lustige Spiele für zwischen durch[Bearbeiten]

Dieses Kapitel behandelt ausführlich, wie man in Notsituationen die Zeit in der Kirche manipuliert. Solche Notfälle treten vor allem an Weihnachten und Ostern auf, wenn Großeltern zu Besuch sind und mit ihren lieben Enkeln und Enkelinösen in den ach so rührenden Gottesdienst gehen wollen. Das Problem an Feiertagen ist jedoch, dass es die Geschenke erst nach dem Gottesdienst gibt. Und solange haben Großeltern und Eltern leider noch die Kontrolle über die Geschenke. Aber ich habe glücklicherweise Wege gefunden, um die Zeit zu manipulieren. Spiele! Man kann natürlich „Ich sehe was, was du nicht siehst“ spielen, aber es gibt auch noch andere, eher antikirchliche Spiele. Ich habe mal ein paar harmlose davon auf den folgenden Seiten verewigt.

Das Schnarchspiel[Bearbeiten]

Sie brauchen:

  1. Diazepam oder andere kleine Mittelchen aus der Hausapotheke (Whiskey, Flunitrazepam oder was man sonst so zuhause rumliegen hat)
    Solch langweilerfreundliche Ausstattung findet sich leider nicht in jede Kirche.
  2. Einen Gegner
  3. Eine verstopfte Nase (es sei denn, Ihre Frau beschwert sich darüber, dass Sie nachts schnarchen)

Anleitung:

  1. Fordern Sie ihren Gegner heraus!
  2. Nehmen Sie beide gleichzeitig das Sedativum!
  3. Nun müssen Sie einschlafen,

das Spiel endet wenn:

  1. Sie von der Orgel zum Ende des Gottesdienst geweckt werden. Um noch ein paar Bonuspunkte zu bekommen, können Sie noch den Klingelbeutel „verwahren“.
  2. Sie auf einer Wolke aufwachen und feststellen, dass Sie vielleicht einen Tropfen zu viel genommen haben. Sollten Sie von jemanden begrüßt werden, der sich mit dem Namen Gott vorstellt, haben Sie ein Problem.

Nageln[Bearbeiten]

Sollten Sie ein Tablet oder Smartphone haben, kann ich Ihnen einen neuen Zeitvertreib präsentieren: „Nageln“

Mit dem Update zur Version 1.2.7 sind jetzt neue Features verfügbar, um Jesus noch schmerzhafter ans Kreuz zu nageln:

  • Neue Aufsätze für die Nagelpistole, jetzt gibt es endlich einen Schalldämpfer in drei verschieden Farben und einen Taser zum vorgrillen
  • Schöne Messer werfen
  • Das drehende Kreuz, schaffen Sie es mit nur drei Würfen Jesus festzunageln?
  • Phallus, um die Doppeldeutigkeit der App zu unterstützen

Dieser Textausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Äppel App-Store.

Kapitel 8: Ganz smart mit Smartphone[Bearbeiten]

Schon die Jüngsten üben sich in der Kunst aus dem Gottesdienst zu verschwinden.

Der Weg, der hier beschrieben wird, ist der offensichtlichste, den es im modernen Zeitalter geben kann. Man tut so, als ob man einen wichtigen Anruf bekommt. Ein solches (Schein)gespräch könnte so aussehen (eigentlich ja anhören, aber ich bin heute mal nicht so kleinkariert):

Es klingelt (entweder der Handywecker oder ein nichtgläubiger Freund, den Sie dazu angestiftet haben).
Sie nehmen ab (wenn es der Wecker ist, nur so tuen als ob!): „Hallo?“
Unverständliches Gemurmel auf der anderen Seite der Leitung
Sie quasseln möglichst dummes Zeug, wie etwa: „Ach Guten Tag Herr Umweltminister. Es tut mir leid, aber Sie rufen gerade zu einem ganz schlechten Zeitpunkt an. Kann ich Sie zurückrufen?“
Mehr unverständliches Geblubber aus der Leitung, dieses mal deutlich erbost. Sie drängeln sich möglichst (un)auffällig aus der Kirchenbank.
Sie antworten in einem erregten Tonfall (verärgert bitte, sonst könnte noch der falsche Eindruck entstehen, ja auch als Frau): „Er hat was getan?“
Sie versuchen, so schnell wie möglich zum Ausgang zu kommen.
Versuchen Sie beim Laufen irgendwelche Assistentenphrasen von sich zu geben wie: „Ja, ich sehe, was ich machen kann“ oder „Natürlich, ich bin gleich da.“ Auch eine Möglichkeit ist: „Ich bin sofort da, soll ich was vom Bäcker mitbringen?“.
Mit diesen Sätzen verschwinden Sie aus der Kirche, stecken das Handy ein und denken (Sie können es wahlweise auch sagen): „Was für Idioten.“
Dann steigen Sie in Ihr Auto, oder aufs Fahrrad und fahren weg.

Das wäre ein Beispiel, wie Sie es machen könnten. Es gibt natürlich noch andere, aber ich möchte meinen Lesern die Möglichkeit geben, ihre Flucht individuell zu gestalten. Falls Sie aber keine Idee haben, was Sie sagen wollen, wenn Sie den wichtigen Anruf bekommen, dann warten Sie auf mein neues Werk: „Was soll ich sagen, wenn ich am Telefon mit jemanden rede?“. Damit müssten Sie dann bedient sein.

Mein Abschlusskommentar zu diesem Kapitel, also lauschet (oder leset) gut zu: War das wirklich nötig? Es ist doch so offensichtlich, dass mit Hilfe eines Handys ganz leicht aus der Kirche zu flüchten ist. Aber anscheinend schon, denn Sie, genau Sie, der Sie das gerade lesen, haben es wirklich durchgelesen und nicht nach den ersten drei oder vier Zeilen aufgehört. Obwohl klar war, wohin dieses Kapitel führt.

Kapitel 9: Eiskalt[Bearbeiten]

Es ist Sommer, der Planet sticht vom Himmel herab und in der Kirche ist es drückend heiß. Sie sitzen so da in Ihrem besten Anzug oder Kleid und schwitzen sich zu Tode. Wie schön wäre es, wenn Sie, statt auf dieser harten Kirchenbank, zuhause auf dem Liegestuhl lägen und ein schönes Eis zu äßen. Aber nein, stattdessen sitzen Sie auf der Kirchenbank und hören einem Priester/Pfarrer zu, der von einem Paradies spricht, dass es eventuell gibt. Sie seufzen und fragen sich, was kann man nur dagegen machen?
Das üben wir aber noch mal.

Wir, also ich, haben die Lösung: Werden Sie der Erlöser der Gläubigen und verkaufen Sie Eis!
Sie brauchen:

...
Wie immer noch hier? Ich hab Ihnen doch schon geholfen, oder nicht? Sie wissen nicht, wie Sie Eis in einer Kirche verkaufen sollen? Gut ich erkläre es Ihnen.
* Eis

  • Eine Gefriertruhe, die groß genug ist für eine Kirche voll Eis, aber dennoch klein genug, um sie umzuhängen.
  • Eine Kappe mit dem Logo einer Eisfirma
  • und einen Sonnenschirm

So das waren die Zutaten. Jetzt braucht es ein bisschen Fantasie. Ich werde mich bemühen, es so einfach wie möglich für Sie Simpel auszudrücken (nein, das tut nicht weh):
Also, es ist ein heißer Sommertag und der Planet sticht vom Himmel herab und in der Kirche ist es drückend heiß. Alle sitzen matt und niedergeschlagen da und warten auf das von allen herbeigesehnte, abschließende Amen. Aber nein, der Pfarrer/Priester muss die Geschichte der Weltentstehung zum dritten mal an diesem Tag erzählen, während er im lauen Luftzug der Klimaanlage steht (manchmal auch liebevoll Gottes Segen genannt). Und genau jetzt kommen Sie ins Spiel. Sie haben geduldig draußen vor dem Portal auf diese Chance gewartet. Sie preschen mit der gefüllten Gefrierbox in die Kirche und brüllen laut: „Eis. Wer will ein herrlich kühles Eis? Tagesangebot heute: Kaufen Sie drei und zahlen für vier. Wer hat noch nicht?“ Sie sollten darauf achten, dass Sie möglichst schnell die Ware an den Mann, wahlweise auch an Frau und Kinder bringen und sich aus dem Staub machen, bevor der Pfarrer/Priester sich das große Kreuz vom Altar schnappt und mit dem Ausruf: „Für den Herrn“, auf Sie zustürmt und versucht, Sie damit niederzuschlagen, weil Sie die kollektive Sprechstunde Gottes stören. Bei den Katholiken müssen Sie sich besonders in Acht nehmen. Die unterhalten nämlich ihre eigene Priesterunterstüzungseinheit unter dem Codenamen Messdiener. Sollten Sie dem Pfarrer/Priester entkommen sein, dürfen Sie sich sicher sein, dass Sie in dieser Kirche nicht mehr willkommen sind. Aber sehen sie es positiv: Sie haben dabei Geld verdient. Ein großer Nachteil dieser Methode ist allerdings, dass der Pfarrer/Priester die Idee ganz toll finden könnte und Sie von nun an immer an heißen Sonntagen die Kirche mit Eis versorgen müssen, natürlich freiwillig und ohne Kostenrückerstattung. Deshalb auf jeden Fall immer die Flucht antreten, wenn sich der Pfarrer/Priester nähert, sonst landen Sie in diesem System der ewigen Gutmenschenknechtschaft!

Kapitel 9,5: Manche mögen`s doch lieber heiß[Bearbeiten]

Das war etwas zu viel des Guten.

WICHTIG:
Dieses Kapitel basiert auf Kapitel 9. In diesem Kapitel erklärt Ihnen der Autor, also ich, wie man Kapitel 9 alternativ auch im Winter benutzen kann. Es ist sozusagen ein gratis DLC des Autors.
Nehmen wir an, es ist kalt in der Kirche, bitterkalt. Sie zittern am ganzen Körper, doch Ihnen will nicht warm werden. Zuhause hätten Sie viele Möglichkeiten sich aufzuwärmen, ein heißes Bad oder eine schön warme Wärmflasche unter der Decke Ihres Bettes, in das Sie sich gerade kuscheln. Aber nein, der Pfarrer/Priester steht vorne am Altar (der Segen Gottes ist mittlerweile zur Heizung umgebaut worden) und predigt die Weihnachtsgeschichte (nach Weihnachten geht es meistens um die drei heiligen Könige und danach wird schon auf Ostern hingearbeitet). Jeden Sonntag dasselbe: Lobet Gott, begeht keine Sünden, finanziert die Kirche usw. Was können Sie gegen die Kälte machen? Mehr Anziehen? Sie tragen doch schon den kompletten Kleiderschrank auf einmal. Nun gut, ich habe selbstverständlich eine Lösung für Sie: Hotdogs.
Sie verstehen nicht? Ihnen muss man auch alles erklären. Also gut, dann die Erklärung für nicht Verrückte und Durchschnittsbegabte.
Sie brauchen als erstes Würstchen. Dann noch ein paar Brötchen. Das waren die leicht zu beschaffenden Zutaten. Sie brauchen nämlich jetzt noch eine andere wichtige Zutat und die müssen Sie im Ausland beschaffen. Den fahrbaren Hot Dog - Stand. Und die besten fahrbaren Hotdog - Stände gibt's wo? New York natürlich. Natürlich kann man sich auch ein regionales Produkt zulegen, aber Sie wollen Ihren Kunden doch Qualität bieten. Außerdem ist das eine gute Ausrede, nach New York zu fliegen.
Wenn Sie in New York angekommen sind, sollten Sie sich eine Unterkunft suchen. Von hier aus planen Sie Ihre nächsten Schritte:

  1. Suchen Sie einen New Yorker Hotdogdealer auf und beschatten Sie ihn!
  2. Wenn Sie seinen Tagesablauf kennen, legen Sie sich auf die Lauer, um ihn niederzuschlagen (dafür empfehle ich Ihnen den Central Park)!
  3. Denken Sie daran, ihn nachts niederzuschlagen!
  4. Den Hotdog-Stand klauen!
  5. Eine Fluchtroute planen!

Um Probleme mit dem Zoll zu vermeiden, empfehle ich, den Hotdog-Stand per Post nach Hause zu schicken. Aber Sie müssen aufpassen! Sollte es sich bei dem Hotdogdealer, den sie niedergeschlagen haben, um den Dealer des New Yorker Staatsanwaltes handeln, kann es Ihnen passieren, dass die ganze New Yorker Polizei nach dem Schwerverbrecher sucht, der es gewagt hat, sich am Dealer des Staatsanwaltes zu vergreifen.

Sollten Sie es schaffen, unerkannt aus den Staaten zu fliehen, können Sie beruhigt die Anweisungen des 9. Kapitels befolgen. Denn spannender wird es nicht mehr (wenn man den Pfarrer/Priester der mit dem Kreuz auf einen losgeht mal ausklammert).

Kapitel 10: Das letzte Abendmahl[Bearbeiten]

Das Abendmahl - eine wunderschöne Tradition. Alle in der Kirche versammeln sich und es wird gemeinsam vom Kirchenwein gekostet, den es sonst nur zu besonderen Anlässen gibt. Zudem wird man mit etwas Brot gefüttert und ist hinterher erfüllt von himmlischer Freude.
Erstmal riechen ob der Wein die Mühe wert ist.

So, jetzt höre ich aber auf, aus dem Kirchenbekehrungsdingensflyer zu zitieren. Sonst geht es mir noch wie Guttenberg und mir wird der Doktortitel entzogen. Aber mal ehrlich, beim Abendmahl gibt es gratis Futter und Alkohol. Nur leider nie besonders viel für jeden. Die Kirche muss sparen. Ist ja nicht so, als ob sie keine Steuern zu zahlen hätte oder so. Nun, wie könnte man es schaffen, sich noch etwas mehr vom Wein unter den Nagel zu reißen? Ich habe einen Weg gefunden, wie Sie die Herrschaft über den Weinkelch an sich reißen können. Dieser Plan braucht noch nicht mal große Vorbereitungszeit oder aufwendige Requisiten wie Toilettenpapier oder Ketchup. Sondern er ist nahezu idioten- und kindersicher.
Nun, in der Kirche, wo ich einmal zu Gast war, traten alle Teilnehmer des Abendmahls vor und wurden im Halbkreis um den Altar aufgestellt. Anschließend liefen zwei Konfirmanden, einer mit Wein und der andere mit Oblaten bewaffnet, jeweils am Ende des Halbkreises los und gaben jedem jeweils etwas von dem Wein und den Oblaten.
Soweit zu den Begebenheiten, doch nun zu den Problemen: Wie soll ich jetzt an mehr Wein kommen? Wie soll ich mit den Konfirmanden fertig werden? Was mach ich, wenn der Pfarrer mich rausschmeißen will? Fangen wir mit der ersten Frage an:
Wissen Sie, was eine Mundprobe ist? An den Wein kommen Sie nach genau diesem Prinzip. Sie nehmen einem Konfirmanden den Weinkelch aus der Hand, genehmigen sich einen großen Schluck, machen eine ausführliche Mundprobe und spucken den Wein anschließend wieder in den Kelch zurück. Nun können Sie den Kelch nehmen und ihn Ihrem Nachbarn anbieten. Sollte dieser ablehnen, können Sie versuchen, ihn mit Worten wie: „Das ist aber ein wirklich guter Jahrgang“ zu überzeugen, doch zu probieren. Da er aber wahrscheinlich trotzdem nichts mehr von dem Wein will, können Sie beruhigt Ihren Kelch genießen.

Jetzt zur Frage: "Was mache ich mit den Konfis"? Nun das ist nicht weiter schwer. Viele Konfirmanden, also eigentlich alle, machen die Konfirmation nur noch, um schnell an Geld zu kommen. Also sind sie käuflich. Einfach einen Fünfer oder Zehner in die Hand gedrückt und schon werden sie zahm wie Welpen. Sollten sie aber tatsächlich an einen ernsthaften Konfirmanden geraten sein, empfehle ich Ihnen, Ihre Taschenpistole zu zücken und ihn zu „überreden“ Ihnen den Kelch zu überlassen. Das letzte Problem ist der Pfarrer, aber das ist auch nicht weiter dramatisch. Der wird vermutlich einfach nur geschockt dastehen, wenn er sieht, was Sie mit dem guten Wein gemacht haben. Eine andere Möglichkeit ist natürlich, dass der Pfarrer sich gemütlich von Gottes Segen behauchen lässt und nichts mitbekommt.
Sollten Sie in einer katholischen Kirche zu abendmahlen, wird Ihnen wahrscheinlich kein beschmierbarer Konfirmand zur Verfügung stehen. Darum bleibt Ihnen wahrscheinlich nur Möglichkeit zwei, da sie sonst vom Messdiener-SEK überwältigt und als Ketzer verhaftet und verbrannt werden. Gut, Sie werden auch so des Gottesdienstes verwiesen, aber eben ohne Wein.