Timbuktu

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Timbuktu
Wappen Lage Timbuktus
Sonne 527.gif Timbuktu Lage in Mali.PNG

Allgemeine Daten

Bundesland Cêntre Malí
Landkreis Tombouctou
Postleitzahl 2
Vorwahl 2
KFZ-Kennzeichen Tom

Geographie und Bevölkerung

Höhe flach
Fläche noch flacher
Einwohner gemütlich
Bevölkerungsdichte gelegentlich

Stadtverwaltung

Adresse der
Stadtverwaltung
Salzstraße 1, 21 Tombouctou, Mali
Webpräsenz www.Tombouctou.ml
Bürgermeister derzeit umstritten
Städtepartnerschaften Georgetown, Philipsburg, St. Petersburg

Timbuktu ist der Inbegriff von weit weg. Außerdem bezeichnet der Begriff den fehlübersetzten Namen einer Wüstenstadt.
Timbuktu liegt im Zentrum Malis, am Rande der Sahra. Die beschauliche Stadt aus Lehm und Sandstein liegt an der Salzstraße, die quer durch die Wüste führt. Da diese Fernverkehrsverbindung nicht gerade die A2 ist, ist im abgelegenen Timbuktu nicht viel los. Hier sagen sich Fennek und Wüstenhase 'Gute Nacht', sofern es die Tageszeit zulässt.

Sonnenlicht.gif Etymologie Sonnenlicht.gif
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Im Französischen, der Amtssprache Malis, heißt die Stadt Tombouctou. Spricht man die erste Silbe, Tom allerdings übertrieben nasal aus, so kann sie von Leuten die nicht anständig zuhören leicht als Tim verstanden werden. So oder ähnlich wird es sich zugetragen haben, als erstmals französische Weltreisende die Kunde einer Wüstenstadt im Süden der Sahara nach Europa brachten. Auch im Englischen heißt die Stadt fälschlicherweise Timbuktu.

Sonne (kindlich).JPG Klima Sonne (kindlich).JPG
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Typische Straßenszene in Timbuktu.

In Timbuktu ist es sauheiß. Die dort herrschenden Winde kommen ohne Umweg aus der Sahara und versauen mit ihrem Sand die Straßen der Stadt. Im Jahresschnitt hat Timbuktu fünf Stunden Niederschlag. Darunter ist niemals Schnee und nur selten Hagel oder Frösche. Dass es in Timbuktu Hunde und Katzen regnet kommt nur alle hundert Jahre vor. Den größten Teil des Niederschlags macht Sand aus.

Sonne 529.png Geographie Sonne 529.png
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Le Dûne Tombouctousé, am Rande der großen Sandfelder.

Was dem Harzer seine Berge, das sind dem Timbuktaner die Sanddünen. Was dem Frankfurter sein Main, das ist dem Timbuktaner der Niger. Und was dem Friesen seine Sanddünen, das sind dem Timbuktaner seine...naja, auch seine Sanddünen. Timbuktu gibt geographisch nicht viel her. Wer aber auf der Suche nach Sand ist, der ist in Timbuktu genau richtig.

Sun.png Flora Sun.png
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Affenbrotplantage.

In und um Timbuktu wächst all das, was eine Wüste hergibt. Neben Kakteen dominieren Affenbrotbäume das Stadtbild. An den Ästen dieses Trockenholzgewächses gedeiht das schmackhafte Affenbrot. Gäbe es in Timbuktu Affen, so würden sie sich sicherlich von den Früchten dieses Baumes ernähren. Der nächste in der Stadt lebende Verwandte des Affen, der Mensch, lässt sich das Affenbrot ebenfalls schmecken. Des weiteren zieren Dornengestrüpp und Wüstenrosen das Stadtbild.

Sun.png Fauna Sun.png
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Ein Wüstenkrokodil beim mittäglichen Sonnebad.

Die Tierwelt Timbuktus ist recht gemütlich gestrickt. Nur wenn es dämmert und die Hitze die Wüste verlässt, wagen sich die wärmescheuen Tiere auf die Straße. Dann schaut der Wüstenfuchs beim Wüstenhasen auf ein gepresstes Affenbrot vorbei, Frau Wüsteneidechse sucht sich einen Eidechserich für die Nacht und die Sandschnepfe gibt sich ein Stelldichein mit dem Staubkäfer.
Hervorzuheben in der eher wenigfältigen Tierwelt der Wüstenstadt ist das Kamol. Es sieht genau so aus wie sein nächster Verwandter, das Kamel, unterscheidet sich aber in Teilen des Chromosoms 12. Die Unterschiede sind jedoch nur genotypischer Natur und verhalten sich nach Mendel stets rezessiv. Insofern ist das Kamol nur durch aufwändige Labortests vom Kamel zu unterscheiden. Diese Tests lassen sich timbuktanische Kamolhändler durchaus etwas kosten. Bringt ein Kamol doch auf dem Markt locker den doppelten Gewinn eines Kamels ein.

Sun.png Geschichte Sun.png
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Das alte Königsschloss. Das Meer im Hintergrund ist eine Fatamorgana.

Die Region um Timbuktu war wohl schon zu Zeiten der präkolonialen afrikanischen Königreiche besiedelt. Die Salzstraße, damals ein viel genutzter Verkehrsweg, führt hier über den Niger, den einzigen Fluss in der Region. Als Kreuzungsort dieser zwei Handelswege bot sich die Errichtung einer Siedlung mit angeschlossenen Gastronomiebetrieben an. Ob es sich hierbei um die ersten antiken Raststätten handelte, ist in der Geschichtsschreibung umstritten. Aus dem China der Li-Dynastie wird von noch älteren Rasthöfen und Parkplätzen an der Seidenstraße berichtet.
Um das Jahr 1300 herum berichtete erstmals ein Europäer nach einer Afrikareise, ihm sei die Kunde einer Wüstenstadt zugetragen worden, die er aber nicht besucht hatte. Kurz darauf häuften sich in Europa Berichte von Reisenden, die angeblich in Timbuktu verweilt hatten. Es dauerte weitere 200 Jahre, bis der erste Bericht dieser Art erschien, der nicht gelogen war. Warum so viele Menschen vorher behauptet hatten, sie hätten die vollkommen unspektakuläre Wüstenstadt besucht, ist nicht geklärt. Es ist aber höchst amüsant, dass Europa zur damaligen Zeit offenbar ein Hort der Lügenbarone gewesen ist.
In der neueren Geschichte ist ein verstärkter Einfluss des muslimischen Glaubens zu erkennen, was die inflationär hohe Anzahl an Moscheen in Timbuktu erklärt. Von den Weltkriegen bekam man in Timbuktu nichts mit. Selbst die ehemaligen französischen Kolonialherren ließen sich seinerzeit nur selten in der Wüstenstadt blicken.
Seit den 2000er Jahren wird Timbuktu immer wieder von berittenen Djihadisten heimgesucht, die der Staatsregierung den Rang streitig machen wollen. Ungeachtet der Tatsache, dass die Regierung nicht in Timbuktu sondern in Bamako sitzt, wurde die Stadt im Rahmen der Rebellenhandlungen 2012/13 beinahe zerstört.

Sun.png Bevölkerung Sun.png
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Drei Staatsbedienstete in ihrer Mittagspause.

Die Einwohnerschaft Timbuktus setzt sich hauptsächlich aus Töchtern und Söhnen der Wüste zusammen. Fremde sind in Timbuktu selten. Ausländische Vertretungen fehlen gänzlich. Wer einen Grund hat nach Timbuktu zu reisen, der hat beruflich entweder mit Sand oder mit Wüste zu tun. Die Bevölkerungsstruktur liegt im regionalen Durchschnitt. Die Alphabetisierungsrate schlägt die Analphabetisierungsrate nur knapp. Eine Schulpflicht besteht zwar, wird aber von den wenigsten Familien eingehalten, da die Eltern nicht alleine für den Lebensunterhalt der Familie aufkommen können.

Sun.png Kulinarik und Gastronomie Sun.png
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Was dem Wiener die Linzer Torte, das ist dem Timbuktaner der Sandkuchen. Was dem Öko sein Vollkornbrot, das ist dem Timbuktaner sein Affenbrot und was dem Frankfurter sein Würstchen, das ist dem Timbuktaner sein Wüstchen.

Pittoreske Straßencafés mit Fußwegsitzplätzen bieten einen kurzweiligen Nachmittag bei Kakteenschnaps und Sonnenblumenkernkuchen an. Daneben gibt es zahlreiche Restaurants, in denen bisweilen sogar Kamolragout mit Wüstenrosmarin feilgeboten wird. Auch des Nachts findet man in Timbuktu jederzeit die Möglichkeit einen kleinen Snack zu sich zu nehmen: Da die Bevölkerung überwiegend arm ist, kann man jederzeit bequem eine zehnköpfige Kleinfamilie aus dem Schlaf klopfen damit sie einem für umgerechnet einen Euro Sandkuchen backt. Affenbrote bekommt man zum Spottpreis von drei Stück für zwei Cent. Malische Cent. Die sind noch weniger wert als europäische.

Sun.png Architektur Sun.png
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Das heutige Regierungsgebäude Timbuktus.

In Timbuktu dominieren Sandstein und Lehm das Stadtbild. Neben den zahlreichen Moscheen gibt es tausende von kleinen Hütten, die nahezu identisch aussehen. Ein nicht-ortskundiger Besucher würde sich außerhalb des Stadtzentrums hoffnungslos verlaufen und irgendwann erschöpft im Sand zusammenbrechen.
Da Timbuktu nur am nördlichen Ufer des Nigers liegt, verfügt die Stadt über keine Brücke. Auch Schwimmbäder sucht man hier vergebens. Dafür bietet die Stadt mehrere hundert Sandstudios, in denen man sich von kühlem Sand bedecken lassen kann oder eine Schlammmassage erhält.

Sun.png Verkehr Sun.png
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Die wichtigsten Verkehrswege, auf denen man die Welt außerhalb Timbuktus erreichen kann, sind die Salzstraße und der Niger. Auf diese beiden Wege beschränkt sich nahezu der gesamte Gütertransport von und nach Timbuktu.
Das Innere der Stadt ist durch, überwiegend unbefestigte, Sandpisten charakterisiert. Auf Grund ihrer Beschaffenheit ist es physikalisch unmöglich, die Straßen vom Staub der Wüste zu befreien. Darum hat es sich eingebürgert, den Staub einfach festzuklopfen.
Timbuktu verfügt über zwei Buslinien, die beinahe täglich verkehren. Eine von Norden nach Süden und eine von Osten nach Westen. Ein einfacher Flughafen ohne Zaun und Scanner befindet sich am Rande der Stadt. Er wird nur von der Hauptstadt Bamako aus angeflogen. Für große Flugzeuge ist die Start- und Landebahn jedoch nicht ausgelegt.

Eutersonne fuer die Sonnenmilch.png Wirtschaft Eutersonne fuer die Sonnenmilch.png
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Größter Arbeitgeber Timbuktus ist die Bauindustrie. Vom Sandabbau bis hin zum Errichten von Moscheen und Lehmhütten sind extrem viele Arbeitsschritte nötig, die von überwiegend ungeschultem Personal vollbracht werden. Neben dem Stadtbau bietet die Landwirtschaft am Nigerufer viele Arbeitsplätze. Hier stehen weitläufige Affenbrotplantagen und Kamolmilchbetriebe. Die meisten Einwohner Timbuktus sind allerdings arbeitslos und auf den geringen Erwerb ihrer Verwandten angewiesen.

Sonne 528.png Sport Sonne 528.png
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Klar. Mitten in der Wüste.

Sonne.svg Sehenswürdigkeiten Sonne.svg
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Spuren im Sand. Die Touristenattraktion der Stadt.

Wer auf Sand steht, wird in und um Timbuktu ganz schön was zu sehen bekommen. Speziell für Sammler ist die Stadt ein Mekka. Die Touristeninformationszentrale von Timbuktu sagt dazu: Kein Korn gleicht dem anderen! Haben Sie eins gesehen, dann kennen Sie noch lange nicht alle!
Eine Besonderheit, die es so kein zweites Mal in Timbuktu gibt, sind die Spuren im Sand (siehe Abbildung). Erstmals schriftlich beschrieben wurde dieses Phänomen 1622, als der Weltreisende Justinian von Häuselburg nach einem Afrikaaufenthalt ins deutsche Kaiserreich zurückkehrte. In der München-Glattbacher Allgemeinen Actualitaeten-Zeytung schrieb er damals:
Ein steyn lieget nahe der statt Timbuktu und zieret die gemarkung ad absurdum. Dem steyne, der woll einmal ins rollen gekommen seyn mag, sind zwey spuhren im sande. Obgleich ist er nur eyn alleiniger steyn.
Justinian von Häuselburg ging damals davon aus, der Stein würde an einem leichten Gefälle liegen und hätte so zwei Spuren durch den Sand gezogen. Auf die Idee, dass das Gefälle in die andere Richtung führt und die Spuren von zwei anderen Steinen stammen die ehemals dort lagen, kam er nicht. Damit hätte er auch nicht richtig gelegen, denn die Richtung des Gefälles wurde von Häuselburg korrekt erkannt. Heute gilt es als wahrscheinlich, dass die zweite Spur von einem anderen Stein stammt, der irgendwann weggenommen wurde. Sei es weil er für irgendwas gebraucht wurde oder um die Weißbrote aus Europa zu verarschen.

Sunset.svg Timbuktu als Synonym für große Entfernungen Sunset.svg
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Die beiden mussten wohl unbedingt weg. Ob sie sich das gut überlegt haben?

Dem Disney-Konzern ist es Dank, dass jedes Kind Timbuktu kennt. Jedesmal wenn Donald Duck Stress mit Onkel Dagobert hat oder das Finanzamt mal wieder hinter ihm her ist, rennt er nach Timbuktu. Gekennzeichnet wird dies jedesmal durch einen Wegweiser am Straßenrand, der in Richtung des 5000-9000 Kilometer entfernten Timbuktus zeigt. Zum Nachdenken regt die Tatsache an, dass Donald einen beschwerlichen Fußweg über mehrere tausend Kilometer wählt, anstatt einfach den Bus ins 40 Kilometer entfernte Quakenbrück zu nehmen um sich dort zu verstecken.
Bemerkenswert ist außerdem die Tatsache, dass Donald, egal wie oft er versucht nach Timbuktu zu laufen, nie dort ankommt. Dies begründet sich möglicherweise darauf, dass er drei hungrige Neffen zu füttern hat und gar nicht in Timbuktu ankommen will. Demnach wäre es wahrscheinlich, dass Donald mit dem Manöver seine Verfolger in eine falsche Richtung locken will. Hinterlistig genug ist er ja. Während Donalds Verfolger also den mehrere tausend Kilometer weiten Weg nach Timbuktu beschreiten, biegt Donald an der nächsten Kreuzung ab und geht zurück nach Entenhausen.
Eine andere Theorie deutet darauf hin, dass Donald tatsächlich in Timbuktu ankommt, dies aber in den veröffentlichten Geschichten nicht thematisiert wird. Demnach würde Donald am (be-)rauschenden Nachtleben der Wüstenstadt teilnehmen und Dinge tun, die Daisy nie erfahren dürfte.