Kellerkind

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Ein Kellerkind während seiner täglichen Beschäftigung. Er ist das Vorzeigemodell für alle Kellerkinder.

Ein Kellerkind (nicht zu verwechseln mit Kindern, die unfreiwillig in Kellern gehalten werden) ist eine verlorene Seele, die durch verschiedene Ursachen zu dem geworden ist, was sie ist. Sie gehören nicht zu den angenehmsten Gesellen, und man sollte es lieber meiden, mit ihnen in Kontakt zu treten, wenn man sich nicht unnötigen Risiken aussetzen will.

Ursache[Bearbeiten]

Vorraussetzung für eine Mutation zum Kellerkind ist eine vorhandene Computersucht. Hauptursache für die sich ausbreitende Seuche sind MMORPGs, die durch ihr Konzept den Konsumenten vor den PC treiben, und ihn immer mehr verwahrlosen und am Ende zum Kellerkind werden lassen.

Mit "Kellerkind" ist fast immer ein zurückgebliebener Jugendlicher - auch Kiddie - gemeint, der den lieben, langen Tag vor der Kiste verbringt, statt sich mit sinnvollen Dingen wie Hausaufgaben zu beschäftigen. Dabei muss er nicht mal in einem Keller sitzen - ein kleines und unaufgeräumtes Zimmer reicht da schon mehr als aus.

Verwandlung[Bearbeiten]

Mit einem hellen Kopf fängt es an...

Das Übel beginnt, wenn sich der Spieler das erste Mal vor den Computer, oder die Spielekonsole setzt. Das Kind verbringt zuerst immer mehr Zeit mit dem Spiel. Meist kann es dabei seine Freundschaften und täglichen Pflichten noch halbwegs erledigen.

Mit der Zeit aber verbringt der Konsument immer mehr Zeit seines Lebens nur noch vor dem PC. Nun leidet der Betroffene an chronischem Schlafmangel. Gleichzeitig tritt auch eine körperliche Verwandlung ein: Das Kellerkind benötigt nun überhaupt keinen Schlaf mehr, dafür ist zur Erhaltung seiner Funktionen ein hoher Konsum an Energydrinks notwendig. Auch die Haut verändert sich: Sie bleicht aus und wird von Pickeln übersät.

In der Endphase sitzt das Kellerkind mit seinem Buckel vor dem Rechner, mit völlig verkrampfter und teilweise verstümmelter Hand, dessen Klickraten pro Sekunde teilweise in zweistellige Bereiche gehen. Durch den ununterbrochenen Blick auf den Bildschirm leidet das Kellerkind an einer Bindehautentzündung, seine Augen sind deswegen vollgeeitert.

Zum Thema Gewicht unterscheiden sich die Kellerkinder untereinander: Die einen bleiben dürr, und hocken wie ein krüppeliges Skelett vor dem Computer, andere wiederum sind durch das Teamspeck so fett, dass man sie glatt als modernes Kunstwerk durchgehen lassen kann.

Lebensweise[Bearbeiten]

Da ein Kellerkind meistens damit beschäftigt ist, sich in seinem Spiel immer weiter ins Unendliche hochzuleveln, sind die meisten Leute, die in Spielen wie World of Warcraft mit epischer Rüstung und Geld bis an den Rand der technischen Speichermöglichkeiten glänzen, in Wirklichkeit nur traurige Kellerkinder, dessen Leben bereits durch ihre Sucht vollkommen zerstört ist.

Verwahrlosung[Bearbeiten]

Ein Kellerkind konzentriert sich im Normalfall nur noch auf seine virtuellen Erfolge, und nicht mehr auf sein Leben bzw. seine körperliche Hygiene und sozialen Kontakte, sprich um sein Leben. Deswegen beginnt er immer weiter zu verwahrlosen. Dies zeichnet sich durch eine zum Teil extreme Akne, bestialischem Schweißgeruch und einen aufgrund fehlender Bewegung reduzierten Stoffwechsel aus.

Abhängigkeit von anderen[Bearbeiten]

Auch Erwachsene bleiben hiervon nicht verschont.

Einige Kellerkinder schaffen es noch, sich ein paar Minuten zu nehmen, das nächste in Reichweite befindliche Klo aufzusuchen, oder in den Ofen schnell eine Tiefkühlpizza reinzuhauen (das sogenannte magische Dreieck Bad-Küche-Keller).

Leider ist dieses Verhalten unter den Kellerkindern nur noch selten anzutreffen. Denn einige Kellerkinder schaffen nicht einmal das mehr, da ihre Sucht schon so extreme Ausmaße angenommen hat, dass sie sich keinen Meter mehr vom durch die intensive Nutzung schrottreifen Stuhl bewegen können. Meist hilft dann die Mutter oder ein anderer naher Verwandter mit dem Eimer und einem beliebigen Fertiggericht plus Getränk, meist ein Sechserpack Energydrinks, nach.

Ist das Kellerkind allerdings alleine, hat es endgültig die Arschkarte gezogen. Dann kann ihm nämlich keiner mehr helfen. Im Extremfall muss sich der Gerichtsvollzieher, nachdem er die Haustür per Schlüsseldienst öffnen lassen hat, durch die Müllberge zum Opfer kämpfen, und sich das Grauen ansehen, was passiert ist: Das Kellerkind starrt ununterbrochen und ohne jegliche Lebenszeichen auf den schwarzen Monitor. Da das Kellerkind weder der Stromrechnung, die Miete, die Internetkosten oder seinen weiteren Fixkosten hinterherkam, wurde praktisch alles abgeschaltet.

Das Kellerkind wird auf dem nächsten Friedhof bestattet, und der Gerichtsvollzieher muss wegen seinen Erlebnissen in eine psychotherapeutische Anstalt geschickt werden. Das dramatischste an der Sache ist aber, dass das Kellerkind nur in einen Scheintod verfallen ist, und im Sarg an Raumluftmangel qualvoll stirbt.

Verbreitung[Bearbeiten]

Eine Ansammlung von Kellerkindern, die sogenannte Zockerhöhle

Kellerkinder sind leider weltweit anzutreffen. Besonders in den Schwellenländern wie Indien oder China droht die Lage zu eskalieren. In Mexiko musste sogar vor kurzem der nationale Notstand ausgerufen werden, weil kaum noch jemand arbeiten wollte, und jeder nur vor dem Computer rumgammelte.

In Deutschland ist ein gehäuftes Auftreten in Plattenbauten der Ballungsräume (Ruhrpott, Berlin, München) zu beobachten. Theoretisch kann sich aber in jedem Haus ein Kellerkind befinden, nur die Verteilung ist anders.

Es ist auch ein überproportionaler Zusammenhang der Verbreitung von Kellerkindern zur Arbeitslosigkeit der jeweiligen Region festzustellen. Da allerdings nicht jedes Haus einzeln überprüft werden kann, und es auch in Deutschland illegale Einwanderer gibt, sind die Statistiken dazu ungenau.

Betroffene Gruppen[Bearbeiten]

Generell kann jeder Bürger zwischen 9 und 65 Jahren zum Kellerkind werden. In bestimmten Gruppen ist das Risiko, eines zu werden, stark erhöht.

Zum einen zählen dazu die Klassiker, wie die Noobs, Kiddies und Nerds dazu, dessen Leben schon vorher auf den Computer gepolt war, nun aber ausgeartet ist. Aber auch sozial ausgegrenzte, wie Emos, Bronys und Dullis sind Risikogruppen dieser Krankheit. Sollte man einer dieser Risikogruppen angehören, oder gar bereits erste Anzeichen eines Kellerkindes aufweisen, sollte so schnell wie möglich ein Arzt und ein Notar für das Testament aufgesucht werden.

Behandlung[Bearbeiten]

Wenn eine Person einmal zum Kellerkind geworden ist, kommt die Erfolgswahrscheinlichkeit vor allem auf sein Stadium an. Es gilt die Faustregel: Je länger ein Kellerkind schon von der Krankheit betroffen ist, desto schwieriger ist seine Behandlung, weil Baum.

Behandlungsmethoden[Bearbeiten]

Allen Methoden ist vorab gemeinsam, dass sie eine lange Entwöhnungsphase brauchen, die für einige sensible Leute zur Dauerbelastung werden können. Falls man dazu nicht in der Lage sein sollte, wäre es ratsam, einen Seelenklempner beiseite zu haben. Ein Psychiater wäre auch nicht schlecht.

Die einfachste Behandlungsmethode ist das simple Ziehen des Steckers am PC des Betroffenen. Dabei besteht allerdings die Gefahr, aufgrund des darauf folgenden Wutanfalls des Betroffenen ernsthaft verletzt zu werden. Deswegen ist diese Methode auch nur für körperlich härter gesonnene Personen (Skinheads, Metaler etc.) geeignet.

Eine weitere Methode, die aber nur bei Onlinespielen funktioniert, dafür aber einen ausreichenden Sicherheitsabstand zulässt, ist das Abschalten des Internets am Router. Diese Methode ist aber nur effektiv, wenn das zu behandelnde Kellerkind keine weiteren Spiele ohne vorrausgesetzter Internetverbindung besitzt, die ihn ablenken könnten.

Siehe auch[Bearbeiten]