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Krüppel

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Optische Enttäuschung
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Als Krüppel bezeichnete man bis ca. 1949 Auszubildende in Metallberufen bei der Stahlfirma Krupp. Nach bestandener Gesellenprüfung stieg man zum sog. "Krupper" auf. Meister und Vorgesetze generell trugen den Titel "Kruppianer".

Da die Firma Krupp einen relativ sicheren Arbeitsplatz bei vergleichsweise guter Bezahlung bot, wollten viele junge Männer Krüppel werden. Wer ausgewählt wurde, gehörte zu den besten seines Jahrgangs, der sog. "Krüppel-Elite" und genoss höchstes Ansehen. Die Aufnahme in die Krüppelgemeinschaft wurde mit einem Initiationsritus besiegelt, der ähnlich schon im 14. Jh. nachgewiesen ist. Der Anwärter kniete vor einem Meister nieder, der ihn mit einem Stahlrohr zuerst sanft an der linken, dann an der rechten Schulter berührte. So wurde der junge Mann "zum Krüppel geschlagen".

Wie alle Auszubildenden mussten die Krüppel besonders schwere Arbeiten verrichten. Durch Muskelkater und Übermüdung waren die Männer nach Feierabend in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt und zeigten eine charakteristische Motorik. "Schau mal, da geht ein Krüppel!" sagten die Leute dann voller Bewunderung. Krüppel hatten eine Art Geheimsprache, die Außenstehende nicht verstanden, die sog. krüpptische Ausdrucksweise und wohnten unter der Woche in einem Gewölbe unter der Werkshalle, der sog. Krüppta.

Nach der Fusion von Krupp mit Thyssen zur Scheinfirma Pseudo-Krupp (1. April 1950) gingen alle diese Traditionen rasch verloren.

Krüppel in der Literatur[Bearbeiten]

Aufgrund ihrer außerordentlichen Leistungsfähigkeit, ihrer Geheimsprache und ihrer elitär-zurückgezogenen Lebensweise begann man im 17. Jh., den Krüppeln übermenschliche Fähigkeiten anzudichten. Hieraus entstand der Mythos vom Krüppel als Übermenschen (engl. "Superman"), der nicht irdischer Herkunft sei, sondern vom Planeten Krüppton stamme. Dieser Mythos fand im 20. Jh. Eingang in die Literatur. Zahlreichen Editionen, die sich durch plakative Sprache und prächtige Illustrationen auszeichnen, widmen sich den bis dahin nur mündlich tradierten Varianten.

Berühmte Krüppel[Bearbeiten]

  • Armin Müller (geb. 1928); nannte sich nach seiner Ausbildung bei Krupp und seinen blauen Augen später Armin Stahlmüller. Erhielt den Alternativen Nobelpreis 1976, nachdem es ihm gelungen war, das leichtentflammbare Hollyholz in Hollywood komplett gegen Stahlträger auszutauschen und so die Feuergefahr in Los Angeles um 115 Prozent zu reduzieren. Von ihm stammt auch das bekannte Zitat: "Zäh wie Leder, hart wie ein Krüppel".
  • Leni Riefen (1849-2009); wurde 1856 die erste und einzige weibliche Krüppelin. Sie entwickelte 1861 den sog. Riefenstahl und bekam zur Belohnung eine Super-8-Kamera, mit der sie originelle Filme zur Verkehrserziehung drehte ("Das braune Licht", 1938). Leider waren ihre Filme alle stark unterbelichtet, da Riefen wegen eines Arbeitsunfalls beim Stahlschweißen an unheilbarer Verblendung litt.