Gummelbär

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Bei dem gemeinen Gummelbär (lat.: ursus gummelus) handelt es sich um ein flauschiges Kleinsäugetier, welches vornehmlich in der Region des Schwarzwaldes beheimatet ist. In erst kürzlich verstrichener Zeit erfreute sich die Studie dieses bemerkenswert possierlichen Lebewesens steigender Beliebtheit, weswegen wir diesem Tiere eigens einen ihm in seiner Pracht und Herrlichkeit angemessenen Artikel widmen wollen und werden.

Äußere Erscheinung und körperliche Merkmale

Seinen Namen verlieh dem Gummelbär sein enormes Riechorgan. An dieser Stelle ist nun noch nebenbei zu erwähnen, dass es sich bei dem Begriff des Gummels um ein nicht sonderlich geläufiges Synonym für Nase handelt. Der Zinken des hier behandelten Vorkömmlings nimmt exakt 50% seines gesamten Körpervolumens ein, wodurch dem Tier eine besonders ausgeprägt griffige, dickliche und kompakte Statur zuteil wird.

Hierdurch lässt es sich leicht überwältigen, welches für alle Freunde des Gummelbären, welche ihre Studien am lebendigen Objekt durchführen möchten, einen riesigen Vorteil darstellt. Des Weiteren zeichnet sich das Tier durch folgende Körpermerkmale aus:

  • große, elastische und dehnbare Nasenflügel
  • noch winzigere und nicht funktionsfähige Knopfaugen
  • dicke, runde Stummelfüßchen nebst ebenso dicken und runden Vorderpfötchen


Die meisten Gummelbären zeichnen sich durch eine gelblich-beigefarbene Fellfarbe aus, wobei das Kugelbäuchlein immer etwas heller gefärbt ist. Es wird geziert durch einen besonders flauschigen, wolligen Bauchpelz sowie natürlich einem kleinen Bauchnabel.

Verhalten und Körperfunktionen

Ein überaus bemerkenswertes Merkmal des Bären ist das omnifunktionelle Einsatzgebeit des Gummels. Alles wird mit diesem erstaunlichen Organ bewältigt. Es folgt eine Liste der durch den Gummel ausgeführten und vollendeten Tätigkeiten:

  • Während der Nahrungsaufnahme wird die Nahrung, welche hauptsächlich aus Käfern und Moosen besteht, durch die enormen Seitenflügel des Riechorgans eingesogen. Der Gummelbär selbst befindet sich bei diesem Prozess in einer flachen Stöber-Haltung und robbt langsam und gründlich schnüffelnd über den Waldboden.
  • Unmittelbar nach dem Verdauungsprozess, welcher selbstredend auch im Gummel stattfindet, folgt die Ausscheidung der Exkremente. Die Einzigartigkeit dieses Vorgangs zeichnet sich dadurch aus, dass der Gummelbär seine verdaute Nahrung durch kräftiges Niesen aus seinem Gummel schleudert. Dem Beobachtenden ist es hierbei zu empfehlen auf einem Sicherheistabstand von ca. 4 Metern zu bleiben. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass der Gummelbär durch das häftige Niesen einen Rückstoss erfährt, welcher das Tierchen in seiner bereits fortgelegten Strecke um einige Meter zurückbefördert. Dieser Umstand hat es zur Folge, dass der Gummelbär eine enorm lange Zeit benötigt um ein von ihm angestrebtes Ziel zu erreichen.
  • Anscheinend kann der Gummelbär mit seinem Gummel, neben den anderen tollen Fähigkeiten auch schlicht und einfach schnuppern.


Bei Gummelbären handelt es sich um Einzelgänger. Aufgrund ihrer ausgeprägten Nieskraft und der damit verbundenen Zerstreuung der Tiere ist es ihnen nicht möglich ein Rudel aufrecht zu erhalten. Jedoch transportiert das Muttertier seine Jungen im Gummel, damit diese keine Zerstreuung erfahren.

Fortpflanzung

Des Weiteren erfolgt der Geschlechtsakt sowie das Austragen der Bibi-Gummel (hierbei handelt es sich um die Jungen des Gummelbären) mithilfe des Gummels.

Bei der Paarung, welche im vorliegenden Falle als Begummelung bezeichnet wird, schiebt das Gummelbärenmännchen seinen Gummel in einen Flügel des weiblichen Gummels. Da dies unter großem Kraftaufwand geschieht, verliert der Gummel des Männchens nach dem Paarungsakt vorübergehend seine Prallheit und schleift erschlafft über den Boden, während das Männchen ruht.

War die Begummelung erfolgreich, so trägt das Gummelbärweibchen einen Monat lang 2-4 Bibi-Gummel in seinem Riechorgan aus. Hierbei schwillt dieses noch weiter an, bis die Jungen von der Mutter unter nicht zu unterschätzender Anstrengung ausgenossen werden, wobei der bereits erwähnte, immer beim Niesen auftretende Rückstoßeffekt ebenfalls zu tage tritt. Dies hat zur Folge, dass Mutter und Jungtiere zunächst eine räumliche Trennung erfahren und sich erst wiederfinden müssen, welches zu einer frühen Selbstständigkeit der Bibi-Gummel führt.

Junge, noch von der Mutter abhängige Gummelbären werden mit einem von der Mutter (natürlich durch den Gummel) ausgeschiedenen Nahrungsbrei ernährt. Unabhängig werden die Jungtiere nach etwa 3-4 Monaten.

Feinde, Angriffs- und Fluchtverhalten

Trotz der wachsenden und andauernden Beliebtheit sowie Sympathie für den Gummelbären, lässt sich der ein oder andere Missgünstling aufzeigen. Zu den Feinden des Gummelbär gehört neben Raubvögeln sowie Mardern und Wildkatzen, auch die Pelzindustrie (ergo der Mensch). Als Nahrungsmittel für den Menschen eignet sich das Tier jedoch nicht.

Auch wenn sich der Gummelbär für gewöhnlich ruhig und friedlich verhält, so zeigt er in Notsituationen doch ein effektives Flucht- und Angriffssystem. Dieses besteht vor allem in dem stoßartigen Ausscheiden von schleimigen Nasensekrten, welche den Angreifer, abhängig von seiner Größe, noch in der Bewegung verkleben. Funktioniert dies nicht, so ergreift das Bärchen durch selbst herbeigeführtes Panik-Niesen mittels Rückstoß die Flucht. Aus diesen Gründen empfiehlt es sich für einen sich nähernden Betrachter, das Tier nicht zu verärgern, es zu ängstigen bzw. zu provozieren.

Eignung als Haustier

Eine bildliche Darstellung des oben beschriebenen Exemplars

Aufgrund seiner nicht zu übertreffenden Flauschigkeit und dem ausgeprägt kuscheligen Aussehen keimt bei vielen Menschen, die sich dem Studium dieses außergewöhnlichen Vorkömmlings widmen, der Wunsch, ihn zu domestizieren und als pelzigen, kleinen Hausfreund zu halten. Dies ist jedoch nicht ohne Weiteres möglich.

Trotz der Tatsache, dass der Gummelbär aufgrund seiner Langsamkeit und seines phlegmatischen Auftretens leicht zu überwältigen ist, sollte der Aufwand einer artgerechten Haltung nicht unterschäzt werden. Anforderungen, die für eine freudiges und langes Gummelbären-Leben im Haushalt in Betracht gezogen werden müssen:

  • Eine geräumige Wohnumgebung sollte in jedem Falle vorausgesetzt werden können, da der Rückstoß des Niesen den Gummelbären ansonsten gegen Zimmerwände und Möbelstücke schleudern kann, welches innere und äußere Verletzungen des Tieres zur Folge haben könnte.
  • Gerne sucht der Gummelbär als reinliches Tier eine Katzentoilette auf; nach reiflicher Erziehung, Abrichtung und Dressur des Bärchens ist dadurch eine Verschmutzung der Räumlichkeiten durch unterschiedliche Nasensekrete, Exkremente etc. zu vermeiden.
  • Hat man sich entschieden, einen Gummelbären im Hause zu beherbergen, so sollte man ihm einen angemessenen Schlafplatz in Form eines kleinen Körbchens mit flauschigem Zudeck bieten; das Tier mag es warm und wollig. Krault man ihm das Bäuchlein vor dem Schlafengehen, so ist eine besonders angenehme und erholsame Nachtruhe gewährleistet.
  • Sowieso benötigt das Tier eine enge Bindung zu seinem Bezugsmenschen, welche durch innige und ausgedehnte Streicheleinheiten gefestigt wird. Dabei sind als Zeichen der Zufriedenheit leise Gurrlaute seitens des Bärchens zu vernehmen.


  • Um besonders langanhaltende Freude an seinem neu gewonnenen Hausfreund zu haben, sollte der Bezugsmensch weder Kost noch Aufwand scheuen und dem Gummelbären immer artgerechte Nahrung bereitstellen. Hierzu empfiehlt es sich im heimischen Zoofachhandel Käfer, Larven und Schrecken zu erwerben; diese sind frisch und bei lebendigem Leibe zu verfüttern. Möchte man seinem Gummelbär eine besondere kleine kulinarische Freude machen, so erweist sich auch eine frische und noch warme, leicht süßliche Griesbrei-Speise im Schälchen als sehr beliebt.
Ein Braunbär
Ein Teddy