1 x 1 Goldauszeichnung von Hugo Victor

Spiegelwelten:Öy

Aus Stupidedia, der sinnfreien Enzyklopädie!
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wo gehts'n jetzt lang? Dieser Artikel behandelt den Spiegelwelten-Staat Öy. Der beinahe gleichnamige Staat in der Orbis Alius heißt Öy Er.
Öy
Öooy (alt: Mata Dea, Matera)
ÖyÖooy (alt: Mata Dea, Matera)
Amtssprache Öydytsch
Hauptstadt keine
Regierungssitz keinen
Staatsform Patriarchale Matriarchie
Regierungsform Patriarchale Matriarchie
Staatsoberhaupt Die Heiligen Drei Königinnen
Regierungschef Die 4 Hörführer
Pressedienst Allg. Öyer Bladl
Fläche 350,64 km²
Einwohnerzahl 3.333.332
Währung Gedicht, Lied, Gesang, Musik
Nationalhymne Dulljöh
Nationalfeiertag 2. Juni
Internet-TLD oey
Spiegelwelt
Öy
Öooy (alt: Mata Dea, Matera)
SWMap Oy.png

Öy (auch Mata Dea, Matera, Öooy) ist Teil einer im Süden des Kontinents Sibirska gelegenen Insel. Der andere Teil gehört zu Molldurisch Basnana. In der Spiegelwelt war die Insel lange Zeit als Süd-Basnana bekannt. Die Bewohner hängen einem blutwarmen, liebevollen Mutterkult an. Die ausgeprägte spirituelle und mythologische Durchwirkung des Alltags lässt sie in andauernden Phasen des Frohsinns leben. Alte Traditionen, Bräuche und Volksfeste gliedern den Jahreskreis.

Oeymapkl.png

Geographie und Klima[Bearbeiten]

Weite, blütenweiße Sandstrände umgeben die abwechslungsreiche Küstenlinie hin zum azurblauen, warmen Wasser der Südsee. Ein angenehmer und gleichmäßiger Wind sorgt für gute Schnupfen- und Drachensteigbedingungen. Im Innern ist das Land fruchtbar und bietet Platz für Görsten- und Möysfelder. Im Südosten erstrecken sich die schneebedeckten Allg. Öyer Ölpen, die in ihrer Höhe fast bis ganz oben heran reichen. Entlang der beiden Blasenflüsse im Nordosten ist der Boden feucht und entzündet.
Eine Besonderheit ist die Große Höhlenebene im Süden, deren Höhlen von den Einwohnern als Kulthöhlen, Entbindungsstationen und Bierzelt benützt werden.

Das Ödelweiß. Nationalblume von Öy

Tier- und Pflanzenwelt[Bearbeiten]

In den Allg. Öyer Ölpen trifft man auf die Kömse, deren Schnörchelgehörn sie aber ebenso zu einem guten Taucher macht. Für die Fyscherei ist sie eine wertvolle Beute. Ebenfalls in den Bergen ist der Ödler anzutreffen. Er ist ein Greifvogel mit ausgeprägten Sitzfleisch und einer Spannweite. Hyrsch und Röh sind mehr die Tiere des Waldes. Pförde sind sowohl Last-, als auch Reittiere, Köh und Schwyn Nutztiere.
Weit verbreitet sind die Nationalblumen von Öy: Önzian und Ödelweiß. Die Byrke und die Öyche werden als Nutzhölzer verwendet. Angebaute Nutzpflanzen sind Görste und Möys.

Ganynendra: Die sagenhafte Urmutter der Öy

Geschichte[Bearbeiten]

Sagenhafte Gründung[Bearbeiten]

In alten Überlieferungen wird von der Abstammung des Volkes von Ganynendra gesprochen. Nachdem sie ein Zeitsystem erfand, hatte sie nun plötzlich genügend Zeit, um an Nachkommen zu denken. Sie paarte sich mit dem Regen und gebar Tausendlinge. Aufgrund des Geplärres zog sie sich bald in eine Höhle zurück, hielt ihr Wissen auf Tontafeln fest und setzte sich ab.
All dies soll auf der Südseeinsel im Jahr 1 (OZR) geschehen sein. Die zur Adoption freigegebene Bevölkerung ehrte daraufhin Ganynendra als ihre Muttergöttin, wollte aber sonst nichts mehr von ihr wissen.

Der marianische Exodus (vor 1510)[Bearbeiten]

Noch vor der kulinarisch-lukullischen Entdeckung der Männer 1510/1302 auf der Insel Upolu der Südsee durch die Frauen fasste eine weitere Frau Namens Maria den Entschluss ihr Kind sitzen zu lassen und ging Richtung Osten über das Wasser. Von den ihr folgenden 11000 Jungfrauen ertrank die Hälfte, die des über das Wasser gehen nicht mächtig waren, der Rest konnte schwimmen und traf mit Maria auf einer Insel ein, die sie Mater Dea nannten, kurz Matera. Maria folgte der Tradition, ließ sich vom Regen schwängern und gebar Zwillinge: Marianne und Michael. Beide wurden später bekannte Sänger und begründeten das Geschlecht der Erbpriester, die durch Inzucht ihre Gene rein hielt. Maria indes gab die Zwillinge wieder zur Adoption frei und wanderte nach Norden. An einem Fluss hielt sie inne, rieb ihre Blasen an den Füßen und beschloss nicht mehr gehen sondern fahren zu wollen. So entstand der Mythos von ihrer Himmelfahrt. Der Fluss, an dem dies geschah, nennt man heute den Großen und Kleinen Blasenfluss.

Das Aussterben der Erbpriester (1666)[Bearbeiten]

Das jahrzehntelange reinhalten der Gene führte bald zur Unfruchtbarkeit, obwohl die Priesterinnen oft über Wochen hinweg im Regen lagen. Das Aussterben der Erbpriesterschaft folgerte eine Umstrukturierung der Gesellschaft, die sich von nun an von 4 Hörführern und den Heiligen Drei Königinnen leiten ließen.

Die industrielle Tontafelrevolution (ab 1799)[Bearbeiten]

Eine dumme Zyge: Ursprung der industriellen Tontafelrevolution?

Am 12.12.1799 entdeckte ein Hirtenjunge, der mit seiner dummen Zyge allein sein wollte, in einer Höhle dutzende von Tontafeln. Man erkannte schnell, dass auf den Tafeln, die Maria wohl einst von der Südsee mitgehen ließ, altes Wissen der Ganynendra geschrieben stand. Dieses Wissen führte zu einem gewaltigen Fortschritt und es entstanden so bedeutende Erfindungen wie der Wasserkraftroller, der Klappraddampfer, das Sofortbildsteinrelief oder das Bernsteinkraftwerk.

Der Brummelkult (ab 2009)[Bearbeiten]

Der uralte Mata Dea Stein mit dem Symbol der Urmutter
Tastatur und Textileinnäher des Dr. Bibo. Aus beidem wurde die Schrift von Priestern der Öy entwickelt

Der 2. Juni 2009 änderte schlagartig das Leben auf Matera. Wie man später erfahren hat, wurde in unmittelbarer Nachbarschaft die Bassbombe gezündet und ein gewaltiges Brummen und Dröhnen ließ Erde und Luft erzittern. Die Menschen, die gerade beim großen Junibierfest saßen, meinten darin das Wirken der Großen Mutter zu erkennen. Sofort setzte sich eine Pilgergruppe Richtung Nordost in Bewegung, immer dem Brummen nach. Man erreichte den Großen Blasenfluss, der seit alters her Grenze der von den beblasten Füßen Mariens geheiligten Erde war, da sie von dort weiterfuhr und nicht mehr ging. Man überschritt nun erstmals diesen Fluss und fand eine Computertastatur und einen Textilieneinnäher, die als Geschenk der Muttergöttin aufgefasst wurden. Beides hatte, wie sich später herausstellte, der legendäre Dr. Bibo bei seiner abenteuerlichen Mission zur Entschärfung der Bassbombe zurückgelassen.
Kurz darauf endete auch das Dröhnen und Brummen, die Pilger kehrten zurück und schon bald wurde die Muttergöttin als "Die große Brummel" bezeichnet, der Brummelkult entstand. Anhand der Tastatur und dem Einnäher entwickelte man aus der bisherigen Symbolschrift eine Buchstabenschrift. Auf der Tastatur erkannte man zudem das jahrtausendealte Symbol der Urmutter, wie es auch am mystischen Mata Dea Stein beim Heiligen Hain der Königinnen zu sehen ist: ö, oo und Y.Aus Matera entwickelte sich nun Öooy, was aber als etwas zögerlich und unmotiviert verworfen wurde. Seither nennt sich Volk und Land deshalb Öy.

Seltsame Besucher[Bearbeiten]

Die Zündung der Bassbombe lockte zahlreiche Forscher in die Gegend, welche die Auswirkungen der Dumpfbeschallung dokumentieren wollten. Ein Schiff aus Port Julland lief auf eine Sandbank auf, ein weiteres aus Hinterwald legte im Südwesten an. Die mißmutige Besatzung begann mit dem Aufbau dreier Forschungsstationen, die sie Altmayr I, II, und III nannten.
Die unglaubliche Freude über das Geschenk der Großen Brummel bewegte indes das bis dahin scheue Volk von Öy auch anderen Menschen die frohe Botschaft von der Urmutter zu verkünden. So nahmen die hübschesten Brummelmädchen Kontakt mit den Insassen der Forschungsstationen auf. Der ungehemmte Begattungstrieb der Hinterwäldler siegte über ihre an sich pragmatische und mystikfeindliche Veranlagung, so dass sie die frohe Botschaft und die Frauen erfreut aufnahmen, mit diesen die Große Brummel ehrten und ihre eigentliche Aufgabe bald vergaßen. Lediglich die quadratschädligsten und verklemmtesten unter ihnen zogen sich in die verbliebene Station Altmayr III zurück und verbarrikadierten sich vor den weiblichen Reizen. Nicht nur Psychologen wissen um dieses gerade für Hinterwäldler körperzehrende Verhalten, es führt zu krummen Rücken, einseitiger Armbelastung, Herzfehlern und Siechtum.
Die Tontafel der Macht. Ein wichtiges Staatsdokument


Die 1. Missionsreise (2011)[Bearbeiten]

Gerüstet mit der Kenntnis der Buchstabenschrift und in Gewissheit des Erfolgs bei Hinterwäldlern wagte man sich mit einer Herde Kömsen als Wegzehrung erneut über den Großen Blasenfluss, wo allerdings bald eisige Kälte und Schnee die Missionsdelegation überraschte. Trotzdem frohgemut und mit einem Lied auf den Lippen gelangte man zur Forschungsstation Stradivari von Molldurien in Molldurisch Basnana. Da aus dieser wundervolle Musik klang und die Währung der Öy Gedicht, Musik und Gesang ist, bot man als Gegenleistung einige Kömsen, leere Säcke voll Görstenmehl und einen 12-strophigen Nasalgesang zum Tausch an. Die Bewohner der Station begrüßten die Delegation mit einem Weißbrotfeuerwerk, woraus sich die Erfindung des Kömsenburgers erklärt.

Die 2. Schiffsmissionsreise[Bearbeiten]

Ermuntert durch den Erfolg der 1. Missionsreise befahl die Baltha die Ausstattung eines Missionsschiffes zur Verbreitung des Glaubens an die Große Brummel in der Spiegelwelt und dem Sammeln weiterer Kochrezepte. Sie beauftragte Bran den Schwarzen, Hörführer des Westens, mit dieser Aufgabe. Er wählte den Dampfsegler SH3K (Schiff der Heiligen Drei Königinnen) Dom Gruss für diese Mission und nahm den Starkoch Johann Haferl zur Archivierung der zu erwartenden Rezepte mit an Bord.

Zusammenschluss zur Mata Dea KG[Bearbeiten]

Am 23. November 2011 traf Borbet Baltha von Öy auf ihrer Reise gen Westen im Inselreich Südsee ein. Die mitgeführten Teile der "Tontafel der Macht" passten zu Teilen, die im Inselreich verwahrt wurden. Damit wurde der gemeinsame Ursprung der Völker durch die Maria nachgewiesen und Borbet legitimierte sich als ihre Nachfolgerin auch zur Herrscherin der Südsee. Man gründete die Mata Dea KG (Kultgemeinschaft), ein Staat, bestehend aus den Ländern Öy und Inselreich Südsee.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Dank der hohen Fruchtbarkeitsrate der Frauen gedeiht das Volk. Es wohnt ausschließlich in Einzelgehöfte und hat keine Hauptstadt.

Religion[Bearbeiten]

Das gesamte Volk hängt der blutwarmen, liebevollen Kultgemeinschaft der Großen Brummel an. Die Missionsarbeit ist wichtig und deshalb erfolgreich, weil nur die jungen Frauen (Brummelmädchen) die frohe Botschaft verkünden, begleitet von den verheirateten Männern (Brummler). Beide haben in diesem Zustand die beste körperliche Kondition. Sie predigen Liebe, Freundschaft und Fürsorge für den Nächsten und Dankbarkeit gegenüber der Großen Brummel. Abgeleitet vom akustischen Reiz der Bassbombe gleicht das Gebet einem tiefen Oomh.
Zahlreiche Bräuche und Feste gliedern den Jahreskreis und geheimnisvolle Riten werden in den Kulthöhlen vollzogen. Die zentrale Versammlungsstätte für Orakel, Zeremonien und Rechtssprechung ist der Heilige Hain der Königinnen in der Mitte des Landes.
Besondere Bräuche sind das Straußderblecken, bei dem ein flugunfähiger Vogel verunglimpft wird, oder das sommerliche Saufmichtot an kastanienüberwölbten Sakralplätzen im Freien, um nur zwei zu nennen. Junge Frauen frönen den Brauch des nabelfrei bekleideten Tanzes in stickigen und akustisch völlig überbeschallten Kulthöhlen, während die Jungmänner mit glasigem Blick und durch Halluzinogene entrückt die Muttergöttin für die schmerbäuchige Männlichkeit danken.

tumb

Schrift und Sprache[Bearbeiten]

Ursprünglich gab es auf Öy keine Schrift, alles wurde mündlich tradiert. Später entwickelte sich eine Symbolschrift, dann erst eine Buchstabenschrift. Einige Öy bedauern dies mit dem Spruch:
Früher reichte, was man erzählt hat. Heute zählt, was man erreicht hat.
Die einheitliche Sprache ist das Öydytsch. Die Unterschiede zum Itzerdeutsch in Hinterwald und Dunkeldeutsch in Dunkeldeutschland kommen daher, weil bei der gefundenen Ursprungscomputertastatur von Dr. Bibo einige Tastenbezeichnungen nicht mehr lesbar waren. So ersetzte man manche Buchstaben durch Ö oder Y, auch um damit die Große Brummel zu ehren.

Zeitmaß[Bearbeiten]

Aus uralten Tagen stammt die Zeiteinteilung von Öy. Sie basiert auf die Mondzyklen, die meist identisch mit den fruchtbaren Tagen der im Matriarchat hoch angesehenen Frau sind. Das Alter der Menschen wird deshalb stets in Mondmonaten angegeben, die Tage hin zu Voll-, Halb- oder Neumond gezählt. Ein Mondjahr ist in der Spiegelwelt etwas länger als ein Sonnenjahr. Die Umrechnung von Mondmonaten in Jahre geschieht wie folgt: Mondmonat : 0,9696 : 12. Das Mondjahr der Öffnung von Öy nach außen wird mit 1 angegeben. Außerhalb von Öy verwendet man der Einfachheit halber das Zeitmaß der Spiegelwelt.

Gesellschaft[Bearbeiten]

Eine eiserne Regel lautet: Wer gebiert, schafft an, wer gebären lässt, lässt anschaffen.
Der Mutterkult führt dazu, dass die jungen Frauen gerne hübsch, sportlich und adrett sind, die Junggesellen schmerbäuchig und trinkfest. Verheiraten sie sich hingegen, ändert sich die Konstellation: die Frauen werden dick und unflätig, die Männer dünn und ausgemergelt. Beides wird aber im religiösen Sinn gerne hingenommen, bedeutet es doch, dass die Frau von Mutter Erde vorzüglich genährt wird, der Mann sie dabei vorzüglich schützen und versorgen kann.
Die Frauen in Öy besitzen zudem die biologische Fähigkeit mit ihren kalten Füßen im Ehebett Pheromone auszusenden, die den Mann emotional ausschließlich an sie binden. Dieser erreicht dieselbe Wirkung bei der Frau, wenn er mit seinen gebrauchten Socken die gemeinsame Wohnung markiert.
Ein spirituell inspirierter Verhaltens- und Ehrenkodex verhindert Betrügereien, Mord und Diebstahl. Darüber wachen die Moralwärter des Landes, die mit Geranien bewaffneten Gebürgsschützen.
Seit einem unkontrollierten Eindringen von Schuhhändlern 2010 in das Land leiden viele Frauen an einer Suchtkrankheit. Mittels drakonischer Strafen (Abbrechen der Absätze, Entfernung der Schnürsenkel) kämpfen die Hörführer seither entschieden gegen das Suchtproblem an.

Borbet Baltha von Öy, bekleidet mit ihrem Hoheitszeichen.
Regierung.PNG
Ein typisches Waffenarsenal der Gebürgsschützen von Öy

Regierung[Bearbeiten]

Die Staatsform wird als patriarchale Matriarchie bezeichnet. Die Regentschaft ist weise, milde, liebevoll und wird durch das alljährliche Kuchenbackfest erneuert.

Die Heiligen Drei Königinnen[Bearbeiten]

Die schwangere, ihr Hoheitszeichen, Ambet Melcha von Öy bei der Besichtigung eines Industriekomplexes für die Kinderwiegenproduktion

Eine politische Organisation besteht in Öy grundsätzlich nicht. Die Heiligen Drei Königinnen (Titel: Kaspa, Melcha, Baltha) wachen je über Leib, Seele und Geist, also Landwirtschaft, Ausbildung und Religion.
Borbet, die amtierende Baltha, übernahm als religiöse Führerin und Älteste der Trinität die Leitung der Missionsunternehmungen seit 2011. Als verheiratete Frau ehrt sie die Große Brummel durch begnadete Körperfülle und enganliegenden Leggins, ihr Hoheitszeichen.

Der Titel der Kaspa gebührt Wilbet. Der jüngsten im Bunde unterstehen die gemeinschaftliche Kömsenfyscherei und die Bauernschaft. Deshalb gilt ihr Fisch- und Stallgeruch als majestätisches Hoheitszeichen.

Ambet, die Melcha, wacht über Familie, Ausbildung und die Leinenwindelindustrie. Ihr Hoheitszeichen ist die ständige Schwangerschaft und der erhobene Zeigefinger.

Die Heiligen Drei Königinnen bilden zusammen mit den 9 Hohen Priesterinnen des Inselreich Südsee den Hohen Rat der Mata Dea KG unter Vorsitz der Baltha von Öy.

Die vier Hörführer[Bearbeiten]

Die vier Hörführer befehligen die Gebürgsschützen. Sie wachen jeweils über eine der Himmelsrichtungen und sichern symbolisch die heiligen Grenzen vor Dämonen und Schuhhändlern. Die Hörführer üben in ihrem Bereich auch die Polizeigewalt aus, beispielsweise, indem sie betrogenen Ehemännern Hörer aufsetzen.
Die Gebürgsschützen rekrutieren sich aus der radikalen rechten Szene der Bevölkerung. Alle minderbemittelten Männer und Frauen, die ihre Haarscheitel rechts tragen, absolvieren einen zweijährigen Pflichtdienst. Während dieser Zeit lernen sie marschieren und möglichst lange die ausgestreckte Hand waagrecht zu halten. Dies ist notwendig, um ihre Waffen selbst herzustellen und zu pflegen, die an hohen Balkonen aufbewahrte Geranie.
Die Geranie von Öy hat allerdings eine außergewöhnliche Wirkung: Bekanntlich wird der Pflanze gerne nachgesagt, sie sei spießig und in einem Milieu angesiedelt, in der die Zeit stehen geblieben scheint. Die Pflanzenteile und -säfte der Öyer Geranie verursachen bei Berührung genau diese Wirkungen: Sie können durch Spieße verletzen und die Zeit bleibt stehen, somit werden Bewegungen eingefroren. Die Gebürgsschützen selbst werden durch einen speziellen Zaubertrank immunisiert (Allerdings meinen einige frustrierte Frauen dieser Zaubertrank sei nur ein Vorwand der Männer, um sich aus "militärischen" Gründen mit Bier volllaufen lassen zu können).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Währung basiert auf Gedicht, Gesang und Musik. Je besser ein Vortrag, desto höher der Ertrag, den man damit im Tauschgeschäft erzielen kann. Der Verkäufer kann später mit gutem Lied- und Gedichtgut wieder Güter tauschen oder eine Volksmusikgruppe gründen. Zur Zeit wird ein Pförd gegen ein 42-zeiliges Gedicht angeboten, ein Kömsbart für den Hut wird mit einem dreifachen Dulljöh gehandelt.

Haupterwerbszweig ist die Landwirtschaft, die dank der zahlreichen Fruchtbarkeitsrituale und Wetterzauber äußerst erfolgreich ist. Religiös bedingt ist der Anbau von Kräutern weit verbreitet. Einige der Kräuterextrakte aus Öy besitzen wundersame, magische und heilende Wirkungen, die in der Spiegelwelt noch kaum bekannt sind. Das Handwerk besitzt ihren Schwerpunkt in der Leinenwindeln- und Kinderwiegenproduktion. An den Küsten wird Fyscherei betrieben.
Erwähnenswert ist die Schmuckherstellung, die von geschickten Künstlern und Künstlerinnen ausgeführt wird. Ein wenig von dem Glitzerkram den Frauen geschenkt, lässt den Mann zufrieden auf die Holzbänke der Trinkhallen niedersinken, ohne am nächsten Tag im größeren Umfang getragene Socken im Haus verteilen zu müssen.


Die Maultrommel, traditionelles Kommunikationsmittel in Öy. Abgebildet der einstige Maultrommelheld und Hörführer Lugh vom Norden

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Pfördefuhrwerke und Tretroller prägen die Landstraßen.
Obwohl 1870 ein wasserkraftgetriebenes Flugzeug erfunden wurde, setzte sich die Technik wegen dem ständig notwendigen Gefälle nicht durch.
Auf dem Meer verkehren die Klappraddampfer der Maritimen Vereinigten Verköhrsgesellschaft (MVV).

Kommunikation[Bearbeiten]

Nachdem lange Zeit die Maultrommel Hauptkommunikationsmittel war setzt sich nun langsam das Mutternöt als digitales Netz durch. Weit verbreitet sind auch Höndys zur mobilen Kommunikation. Beim versehentlichen Ertönen eines nervigen Klingeltons hingegen wird nach geltendem Wirtschaftssystem die Zahlung einer Köh fällig.
Die Übermittlung von Nachrichten von Hof zu Hof geschieht durch das sogenannte Jödeln, kurz Dulljöh.

Das alleinige Presseorgan des Landes ist das Allgemeine Öyer Bladl, kurz Allg. Öyer Bladl. Es hat ca. 1 Million freie Nachrichtenerzähler und Informanten im Land verteilt, nämlich die gesamte erwachsene Weiblichkeit.

Kultur[Bearbeiten]

Zur Kultur der Menschen gehört das Volksfest und die Lederhose beim Mann, die ursprünglich aus Byrkenrinde, später aus Kömsenleder gefertigt wurde. Die Frauentracht besteht aus einem Dirndl aus Flachsfasern.
Wochenlange Umtrunke und Drehtänze oder Schenkelklopfdarbietungen prägen die Freizeit der Bevölkerung. An den Ellbogen eingehakt und auf Holzbänken verweilend, wird durch sanftes und stundenlanges Hin- und Herwiegen zu geblasener Musik die Trance zur vollkommenen Ehrung der Großen Brummel erreicht. Halluzinogene Getränke vertiefen diesen Zustand.

Musik[Bearbeiten]

Seit Erfindung der Buchstabenschrift werden die umfangreichen mythologischen Erzählungen aufgeschrieben, zuvor waren Musikantentreffen für die Tradierung zuständig. Die Lieder bestehen aus zumeist 42-strophigen Gstanzln, die Musik wird meist umhermarschierend und blasend intoniert.
Besonders gepflegt wird der Nasalgesang, bei dem der Sänger mit dem Zeigefinger in einem Nasenloch bohrt und gleichzeitig auf einem Bein steht.
Im Geheimen werden immer noch Verwünschungs- und Zaubergesänge gepflegt, deren Wirksamkeit nicht unumstritten sind.

Literatur und Dichtung[Bearbeiten]

Das besondere Verständnis des Volkes zu Literatur und Dichtung zeigte sich beim gestrandeten Schiff von Port Julland. Die anschließende Entrückung sowohl von Mannschaft, als auch Schiff in die Dimension der Literaturwelt stellt in Öy nichts Außergewöhnliches dar, sondern bedeutet unermeßliche Gnade. Schon immer hielt man in Sagen, Mythen und Legenden Personen, Geschehnisse oder Dinge im Gedächtnis und somit im Leben fest, machte sie unsterblich. Eine Erlösung aus der Literaturwelt oder gar ein Vergessen der Überlieferungen würde den endgültigen Tod bedeuten.

Schriftliche Werke entstanden erst seit Erfindung der Buchstabenschrift 2009. Seither wird an dem voraussichtlich 844-bändigen Projekt "Allg. Öyer Überlieferungen", "Gedichte aus den Allg. Öyer Ölpen" in 45 Bänden und
"Der Nasalgesang und seine Auswirkungen auf die pränatale Entwicklung von im 1. Abschnitt der siderische Periode des Mondes durch natürliche Fertilisation befruchtete Embryone" in 9 Bänden gearbeitet.
Für alle Buchveröffentlichungen werden bereits Abonnementbestellungen angenommen, die Bezahlung erfolgt per Lied oder Gedicht. Frühbucher erhalten dazu einen praktischen Schuber in Containergröße und eine Liedstrophe Ermäßigung.

Sport[Bearbeiten]

Neben dem Fingerhakeln, das in Einzel- und gemischten Doppelbewerben durchgeführt wird, kann das Fenstereinsteigen als Nationalsport betrachtet werden. Die schmerbäuchigen Junggesellen versuchen dabei möglichst lautlos die Höfe durch die Fenster des 1. Stocks mittels einer Leiter zu betreten. Als Schiedsrichterinnen dienen dort die jungen Frauen und küren per Punktesystem und Länge die Sieger.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

Bran der Schwarze von Öy: Das Missionstagebuch Bran des Schwarzen
Borbet Baltha von Öy
Südseezauber. Mitteilungsblatt der SECS für das Inselreich Südsee