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Schwarzweißfilm

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Datei:In The Dark Flashes.mp3
Charlie Chaplin (links im Bild)

Vorwort[Bearbeiten]

Alte Filme haben keine Farben. Die Hollywoodstars aus den frühen Jahren wie z.B. Charlie Chaplin oder Olli & Stan sind uns nur in Graustufen bekannt. Dieser Tatsache liegen physikalische Gesetzmäßigkeiten zugrunde. Die Farblosigkeit alter Filme liegt nämlich nicht etwa daran, dass die Darsteller nur schwarze und weiße Sachen anhatten und sich das Gesicht grau geschminkt haben. Der Grund ist auch nicht, dass die damaligen Kameramänner etwa keine Farben filmen konnten. Nein! Der Mangel und - in den meisten (oft tragischen) Fällen - das komplette Fehlen von Farben jenseits der Grauscala liegt an der Trägheit und Fliehkraft der Farbpigmente.

Technischer Zusammenhang[Bearbeiten]

Hochgeschwindigkeitsaufnahme einer DVD beim Abspielvorgang - deutlich zu sehen, wie die Farbbestandteile fortgeschleudert werden
Die DVD verliert nach Berechnungen des Physikers Prof. Dr. Drehrumbum während einer Umdrehung genau 0,0000000273 µ% an Farbe. Je öfter also eine DVD abgespielt wurde, desto farbloser wurde sie. Das trifft allerdings nur für DVDs zu, die vor den 40er Jahren aufgenommen wurden. Danach waren die Materialien soweit entwickelt, dass die Farben auch auf der DVD hielten. In einer gewissen Experimentierphase mit diversen Klebematerialien wie Buntpapier oder auch Heftpflastern wurde unter anderem der Tesafilm erfunden. Gegen Ende der 30er Jahre setzte sich dann die Verwendung von Fixierer durch. Dabei handelt es sich um eine Art Leim, der die Farben in der DVD einschloss, als wären sie mit Klarlack versiegelt. Doch vorher waren die Farben in den Filmen schutzlos der Fliehkraft ausgeliefert. Die Pigmente flogen im DVD-Player nur so umher. Im Inneren eines DVD-Players aus den 30er Jahren klebten überall bunte Farbreste. DVDs und Abspielgeräte mussten daher auch regelmäßig gereinigt werden. Solch aufwändiges Gebaren gehört heute glücklicherweise der Vergangenheit an.
Innenansicht eines total verschmutzten DVD-Players aus den frühen 30ern.

Stummfilme[Bearbeiten]

Viele Menschen glauben, die Schauspieler aus alten Tagen waren alle stumm. Das ist natürlich Quatsch, auch wenn ein taubstummer Schauspieler wohl im Stummfilm - Genre am besten aufgehoben wäre. Doch Tatsache ist: Sie haben sich ihre Texte merken können und manche konnten sogar singen. Dass sie tatsächlich sprachen, ist deutlich daran zu erkennen, dass die Figuren in den alten Filmen ihre Münder bewegen. Nur sind die Töne im Laufe der Zeit leider abhanden gekommen. Denn auch die Tonspur war damals bei weitem nicht so haltbar, wie heute. So wurde damals noch in normaler Lautstärke aufgenommen. Da es aber üblich war, dass bei Kinovorführungen ein Pianist die Stimmungen akustisch untermalte, hat das Publikum im Saal vom Ton des Films nicht mehr viel gehört. Daher hat der Filmvorführer meist gleich bei der Filmpremiere den Ton so laut gestellt, dass für weitere Vorführungen keiner mehr übrig war.
Szene aus dem Stummfilm "Nosferatu" mit Johannes Heesters in der Hauptrolle.
Sowohl die Filmmusik als auch die Dialoge landeten aufgrund der auf diese Weise immens erhöhten Fliehkräfte im Nu an der inneren Wandung des Projektorgehäuses. Die Filmemacher hatten die Problematik bald erkannt und die wichtigsten Textstellen zum besseren Verständnis der Handlung in einem Schriftkasten abgebildet. Das war eine Schwarzblende mit einem mehr oder weniger kunstvoll gestalteten Rahmen, in dem sich ein kurzer weißer Text befand. Erst später, als nach der weltweiten Klavierkrise die Pianisten nach und nach aus den Lichtspielhäusern verschwanden, kamen die Produzenten und Techniker auf die Idee, den Ton der Filme mehr in den Vordergrund zu holen. Ein Mikrofonist der Ufa war es dann auch, der durch Zufall entdeckte, dass der Ton viel länger hielt, wenn er in extremer Lautstärke aufgenommen wurde. Dazu mussten die Darsteller sich bei den Dreharbeiten dermaßen anschreien, dass man Angst haben konnte, sie würden wirklich stumm oder ihr Gegenüber taub. Später im Vorführraum konnte dann mit dem Lautstärkeregler nachjustiert werden. Man hat dann bei jedem Abspielvorgang nur ein Bisschen von dem Ton angehört und der Rest ist auf der DVD geblieben. Weiter verbesserten sich die Ergebnisse mit dem in jener Zeit erfundenen Blechmikrofon und einem sogenannten Magnetband, mit dem die Blechtöne zusammengehalten werden konnten. Das Magnettonverfahren war geboren. Da sich jetzt die Töne nach dem Anhören immer wieder zu ihrem Magnetband hingezogen fühlten, nutzte sich der Ton nicht mehr so extrem ab, sondern sammelte sich nach jeder Vorführung wieder in der DVD. Auch wenn im Vergleich zu heutiger Technik alles noch sehr blechern klang, haben bei diesem Verfahren erstmals alle alles gehört. Davon ausgenommen sind bis in die heutige Zeit leider taube Menschen.

Warum sind Schwarz und Weiß noch da?[Bearbeiten]

Warum bleibt trotz der wirkenden Kräfte überhaupt etwas auf dem Bildmedium? Nun, das hat chemische Gründe: Schwarze und graue Pigmente enthalten Blei, wie übrigens auch die Druckerschwärze. Blei ist ziemlich schwer und daher sehr träge. Diese Trägheit schützt die Bleifarben davor von der DVD geschleudert zu werden wie ein kleines dickes Kind vom Karussell. Das heißt: die bunten Pigmente fliehen und die schwarzen und grauen Pigmente sind zu faul, zu träge. Sie bleiben an ihrem Platz. Das Weiße, was dann noch sichtbar ist, sind nur die leeren Bereiche, an denen sich vorher die Farben befunden haben. Weiß ist also im Film nichts anderes als eine Leere, ein Nichts, eine optische Täuschung oder wenn man so will - wie so vieles beim Film - eine Illusion.

Können S/W - Filme wieder nachgefärbt werden?[Bearbeiten]

Halbfertig eingefärbter S/W-Film. Schön zu erkennen, dass schon Teile des Hintergrundes in mühevoller Kleinarbeit coloriert sind. Das lohnt wirklich nur bei absoluten Meisterwerken der Filmkunst wie hier "Dick und Doof".

Das ist teilweise sogar praktiziert worden. Allerdings ist die Technik sehr aufwändig da die vielen Fotos auf der DVD so klein sind, dass normale Menschen sie fast oder ganz und gar nicht erkennen können. Jedes Bild muss einzeln coloriert werden. Das wird meist von sehr begabten pakistopischen Waisenmädchen gemacht, die unheimlich kleine, dünne und trotzdem geschickte Finger und wahnsinnig scharfe Augen haben. Sie bekommen dafür zwar einen (wenn auch sehr geringen) Lohn, müssen aber eine strenge Möhrendiät halten, damit die Finger nicht zu groß werden und die Sehkraft erhalten bleibt. Sonst können sie die kleinen Bilder nicht mehr mit dem Pinsel treffen oder sie erkennen sie nicht mehr richtig. In Anbetracht dieser Schwierigkeiten ist man daher dazu übergegangen, bedeutendere Filme die ihre Farben im Laufe der Zeit verloren haben einfach mit modernen technischen Mitteln in Farbe nachzudrehen. Sogenannte "Remakes" (nach der griechischen Sagengestalt, die alles zwanghaft zweimal machte) erfreuen sich heute großer Beliebtheit bei den Filmemachern. Echte Filmfans stören sich aber nicht an den kleinen Makeln der Klassiker und erfreuen sich lieber an der übertrieben theatralischen Mimik und Gestik der Darsteller.

Bekannte S/W - Filme[Bearbeiten]

Bekannte Stummfilme[Bearbeiten]

Andere Filme[Bearbeiten]

  • Tesafilm - Völlig farbloses ideales Trägermedium für Filmaufnahmen, von Nikola Tesla erfunden. Aufgrund eines Übersetzungsfehlers aus dem Kyrillischen ging leider das "l" verloren. Daher hielten keine Farben mehr auf diesem Film, die ein "l" enthielten. (wie z. B. gelb, blau und besonders lila aber auch rötliche und grünliche Farbtöne wie z.B. sogar das nylongrün)
  • Ölfilm - Schwedische Schmierenkomödienreihe über das Saufen
  • Blue Movie - Filme, die mittels Blaupauspapier kopiert wurden
  • Diafilm - neben dem Monofilm wichtiger Rohstoff für die Fotomontage

Siehe Auch[Bearbeiten]

Wikipedia.PNG
Der satirisch-parodistische Versuch unseres Mitbewerbers, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen.
  • Im Gegensatz zu dieser ernsthaften und wissenschaftlich fundierten Abhandlung haben langweilige Mitbewerber im Bereich der Enzyklopädie geradem mal parodistische Ansätze zu bieten. Vermutlich, weil ihnen das Fachwissen nicht zur Verfügung steht. Das soll hier aber nicht verurteilt werden. Allerdings mutet es schon etwas ulkig und offensichtlich unglaubwürdig an, wenn zum Thema Schwarzweißfilm ein Foto mit knallbunten Filmdosen angeboten wird.
Kein Schimmer
  • Bei den Kamelen - natürlich wieder Fehlanzeige! Woher sollen die das auch wissen?
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Gelungen

Der Artikel Schwarzweißfilm ist nach einer erfolgreichen Abstimmung mit dem Prädikat Gelungen ausgezeichnet worden und wird zusammen mit anderen gelungenen Artikeln in unserer Hall of Fame geehrt.

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