Nackenspoiler

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Nackenspoiler der neusten Generation mit flip-flop-Lackierung.

Der Nackenspoiler, besser bekannt als Vokuhila, ist eine haartechnische Veränderung des Luftstromes um den menschlichen Kopf.

Entwicklung[Bearbeiten]

Der Nackenspoiler wurde anfang der 1980er Jahre von der deutschen Automobilindustrie in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. entwickelt. Die Idee an diesem Projekt stammte damals aus den Porschewerken in Stuttgart, als dort die aerodynamischen Fahreigenschaften von Oberklasse-Sportwägen grundlegend verbessert werden sollten. Im Fokus der Forschung stand vor allem die Verbesserung der Straßenlage des neuen 911 Cabriolets bei hohen Geschwindigkeiten.

Da den Forschern durch die strenge Designvorlage der Porscheführung die Hände gebunden waren, konnten sie die Aerodynamik der Karosserie nicht beeinflussen und mussten daraufhin das Problem von einer neuen Sichtweise betrachten. Da man bei den Fahrtests keinen Aspekt außer Betracht lassen wollte, widmete man sich unter anderem auch den aerodynamischen Strömungseigenschaften der Insassenfrisur, die bei geöffnetem Verdeck durchaus die Fahrzeugumströmung der Luft und somit das Fahrverhalten beinflussen könnte.

Es lag nahe, dass die Vokuhila-Frisur die beste Aerodynamik bieten würde, was durch die Windkanaltests zusätzlich bestätigt wurde.

Testreihe[Bearbeiten]

Zum Zwecke der Forschung wurden verschiedene Tests mit Haarteilen an Fahrzeugen erprobt. Als bekanntester Test der damaligen Zeit gilt das Befestigen unterschiedlicher Haartypen an der Antenne des Fahrzeuges, wodurch das Haarteil einer optimalen Luftumströmung ausgesetzt war. Durch die Ungefährlichkeit dieser Durchführung konnte dieser Test auf sogar in Bereichen der StVO durchgeführt werden. Bei einigen halbintelligenten Bevölkerungsmitgliedern Deutschlands wurde diese Testreihe jedoch als Modegag missverstanden, wodurch sich der Fuchsschwanzfetischismus der Mantafahrer herauskristallisierte.

Veränderungen durch den Nackenspoiler[Bearbeiten]

Wie das Fraunhofer Institut für AngewandteFestkörperphysik (IAF Freiburg) feststellte, führt die aerodynamische Modifizierung des Fahrerhaupthaares tatsächlich zu Veränderungen des Fahrverhaltens von Cabriolets. Wie nicht anders zu erwarten sowohl in positiver als auch in negativer Ausprägung.

Vorteile[Bearbeiten]

Durch die Umlenkung der Fahrzeugumströmung durch den Nackenspoiler wird die Auftriebskraft an der Hinterachse abgesenkt, was eine bessere Übertragung von Kräften auf den Boden mit sich bringt und damit auch die Fahreigenschaften (Querbeschleunigung, Kurvengeschwindigkeit, Fahrstabilität, Bremsweg aus hohen Geschwindigkeiten usw.) deutlich verbessert. Bei guter Frisierung kann zusätzlich noch der Luftwiderstand gesenkt und bei Heckmotoren die Kühlluftzufuhr für Motor und Bremsen verbessert werden. Durch den Nackenspoiler entwickelte sich zudem der umganssprachliche Ausdruck "frisieren" für das Tunen von Kraftfahrzeugen.

Nachteile[Bearbeiten]

Durch die Verringerung der Auftriebskräfte geht in der Regel eine Erhöhung des Luftwiderstandes einher. Ein Nackenspoiler ist am effizientesten, wenn eine Verringerung des aerodynamischen Auftriebs gelingt, ohne den Luftwiderstand zu sehr zu erhöhen.

Regelungen und Vorschriften[Bearbeiten]

Aktuelle Vorschriften der StVO[Bearbeiten]

Seit der Beendigung der Forschungen am Nackenspoiler im August 1983 wurde eine strenge Reglementierung in die StVO übernommen. So darf beispielsweise nach Sure 312a - 531b der StVO die Nackenspoilerbreite die Breite des Fahrzeuges nicht um 2cm auf jeder Seite übersteigen. Es handelte sich hierbei im Allgemeinen um besonders wuchtige Spoiler, welche später als Modeerscheinung häufig am Hinterkopf installiert wurden. Breitere Spoiler wurden ab 1993 verboten, da bei Crashtests, insbesondere bei simulierten Zusammenstößen mit Fußgängern, eine stark erhöhte Verletzungsgefahr bei sämtlichen Fahrzeuginsassen, sowie Fußgänger und Passanten festgestellt wurde. Außerdem gilt es zu beachten, dass ein zu großer negativer Anstellwinkel des Nackenspoilers eine ungleiche Verteilung von Vorderachs- und Hinterachsauftriebskraft verursachen kann, was die Fahreiegnschaften negativ beeinflussen kann. Somit kann der gewünschte aerodynamische Effekt physikalisch nicht mehr eintreten. Bei einem Verstoß gegen diese Ordnung droht eine Eintragung in das Frisurenregister in Flensburg, sowie ein sofortiger Srafvollzug beim Gerichtsfrisör.

Nackenspoiler ab 1,5m breite, die zusätzlich mit Gel, Haarwachs oder Haarspray getragen werden sind eintragungspflichtig sofern sie über keine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) verfügen, d.h. der Halter des Fahrzeuges ist verpflichtet, den Spoiler sowie die Montage durch einen amtlich anerkannten Frisör überprüfen und durch den TÜV genehmigen zu lassen. Beim Frisör sollte also darauf geachtet werden, dass entweder eine ABE oder ein frisurspezifisches Teilegutachten nach §8.15 gereicht wird. Somit steht einer Eintragung in die Fahrzeugpapiere nichts mehr im Wege.

Reglement der Formel 1[Bearbeiten]

Bereits seit der ertsen Saison der Formel 1 1950 ist eine Helmpflicht für alle Fahrer verbindlich. Da der Motorsport-Verband F.I.A. schon damals die Vermutung anstellte, dass die Frisur der Rennfahrer einen erheblichen Teil der Aerodynamik ausmacht, wollte man den dadurch auftretende Vorteil von Nackenspoilern verhindern.

Das Nackenspoilerverbot in der F1 wird streng kontrolliert. Das F1-Reglement beschäftigt sich aber lediglich in 723 Paragraphen mit der Nackenspoilerproblematik. §4532 besagt z.B., dass die Fahrerfrisur nicht aus dem Helm herausragen darf. Sollte man diese Regel missachten, so muss man eine Saison für Toyota fahren.

Nackenspoiler-Hype[Bearbeiten]

Nach der Veröffentlichung der Nackenspoilerstudie folgte ein regelrechter Hype in Deutschland. Nahezu jeder Cabrioletfahrer lies sich einen Nackenspoiler wachsen um den Vorteil auf die Fahreigenschaften auszunutzen. Auch viele Nicht-Cabriofahrer sprangen auf diesen Zug auf, da sie sich durch ihre Frisur als Cabriofahrer ausgeben konnten und sich dadurch bessere Chancen bei Frauen erhofften.

Der Hype erfasste sogar weite Teile der bildungsfernen Schichten wie etwa Mofafahrer, im Volksmund auch Minirocker genannt. Die versuchten mit allerlei Tricks bei den jungen Damen Aufsehen zu erzielen. Da tiefenpsychologische Prozesse meist erst durch Kombination verschiedener Elemente ihre volle Wirkung erzielen, kann man wissenschaftlich betrachtet nur staunen, mit welcher unbewussten Gradlinigkeit diese jungen Männer das Richtige gemacht haben, um damit Erfolg zu haben. Das Erfolgsrezept:

  1. Frisur mit Nackenspoiler (optional: gefärbte Igelhaarspitzen)
  2. Lederjacke
  3. Fuchsschwanz am Mofaschlüssel, idealerweise auch am Spiegel des Mofas
  4. Mofaschlüssel in der Kneipe nach der Ankunft sofort auf den Tisch legen
  5. Zigarette im Mundwinkel, was das fast schon erreichte Erwachsenenalter signalisiert
  6. Cowboystiefel, idealerweise aus Schlangenleder

Nach dem Erreichen des Führerscheinalters setzte sich die Minirockergeneration in ihre neu erworbenen Autos, vornehmlich Opel Manta und Ford Capri. Jetzt wurde der Fuchsschwanz allerdings nicht mehr am Spiegel sondern an der Radioantenne befestigt. Dazu durfte natürlich der Wackeldackel und der von Oma selbstgestrickte Wollpariser für die Klopapierrolle nicht fehlen.


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