1 x 1 Silberauszeichnung von Fifafreak771 x 1 Bronzeauszeichnung von DustRaiser

Kunde

Aus Stupidedia, der sinnfreien Enzyklopädie!
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Kunde ist eine ansteckende Krankheit, die immer wieder schlagartig –meist ohne jegliche Vorwarnung- ausbricht und nie auszurotten sein wird. Diese Krankheit ist auch als Gast, Freier, Klient oder Patient bekannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis heute ist es noch nicht gelungen, diese elendste aller elenden Seuchen des Universums auszurotten. Erste überlieferte Fälle von Kundenbefall datieren auf das Jahr 3612 v.Chr.: im nahen Osten lebende Schamanen wurden von Kunden heimgesucht und konnten nur durch Verabreichung von Lebensmitteln und hübschen Steinen den Krankheitsverlauf eindämmen. Die Erfindung des Telefons und des Internets haben dem Kunden neue Verbreitungsmöglichkeiten eröffnet. Eine gewisse Beliebtheit genießt der Kunde lediglich in seiner Eigenschaft als Geldsack: Der Handel und das Dienstleistungsgewerbe reagierten präventiv mit gebührenpflichtigen Sonderrufnummern (0180x, 0190x, 0900x).

Vorkommen[Bearbeiten]

Nahezu überall auf der Welt ist der Kunde als Epidemie gefürchtet. Einzig die Antarktis und die höher gelegenen Gebiete des Himalajas (> 7500mtr) sind noch weiße Flecken auf der Landkarte der Krankeiten. Besonders gerne fällt er heutzutage in Heerscharen über deutsche Massentransportmittel, über Kaufhäuser sowie über Amtsstuben her und bringt durch sein bloßes Auftreten den geordneten Tagesablauf (Frühstücken, Scheißen, Schlafen, Mittagessen, Scheißen, Schlafen, Feierabend) durcheinander.

Krankheitsverlauf[Bearbeiten]

Mit einer Inkubationszeit von 10 bis 300 Sekunden erkrankt das Wirtstier überfallartig. Meistens wird das Opfer bei folgenden Tätigkeiten überrascht::

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Größtenteils sorgt der gefürchtete Dampfplauderer missionarisch mit seinem nimmer endenden Dummgeschwalle für das Ausbrechen dieser tückischen Krankheit. Die von ihm produzierte heiße Luft weckt Interesse und versteckte Lebensgeister und lässt somit Kunden entstehen. Einmal vorhandene Kunden vermehren sich in der Folge rasant, teilweise karnickelartig, nur die ausgedehnte Tragezeit des Weibchens verhindert schlimmeres. In Stresssituationen prügelt und vergewaltigt das stets schönere Männchen das meistens hässliche Weibchen, welches sich anschließend mit tragbaren Behältnissen und Schonern für ihre verkrüppelten Gehwarzen tröstet.

Das weit bekannte Computervirus ist eine sich selbst verschickende Mutation.

Gegenmaßnahmen[Bearbeiten]

Entwesen der befallenen Lebensräume ist meist zwecklos, Kammerjäger haben keine Chance gegen Kunden: werden diese aus dem einen Gebäude vertrieben, tauchen sie ein paar Minuten später in einem anderen auf. In den vierziger Jahren wurden im fernen Asien mit nur schwachem Erfolg zwei atomare Sprengsätze gegen Kunden getestet. Chemische Abwehrmittel gibt es viele, doch sind die meisten weltweit durch die Genfer Konventionen verboten. Zu dieser Gruppe gehören: Agent Orange, Tabun, Gelbkreuz und 4711. An mechanischen Gegenmitteln werden hier und da Baseballschläger und sehr große Rattenfallen eingesetzt. Insbesondere die Variante „Freier“ wird gerne mit Gummiüberzügen in ihrer Vermehrungsabsicht gestört.

Weitere Varianten[Bearbeiten]

  • Der Gast befällt gerne ganze Apartements, Wohnungen und Häuser. Er beginnt sofort, den Kühlschrank leer zu fressen und unkontrolliert aufzuquellen. Drei Tage nachdem er den Zugang zum Weinkeller gefunden hat, fängt er an zu stinken. Einzige hilfreiche Gegenmaßnahme: den Gast einmauern und das gemauerte Behältnis abbrennen. Der Gast kann bei seinem Wirtstier Gastritis hervorrufen, das Wirtstier wird dann zum Patienten. Siehe auch Hausschwamm.
  • Der Klient ist ein so genannter Sozialschmarotzer. Unter dem Vorwand, Hilfe zu suchen, fragt er um Rat und ist ebenfalls kaum Kleinzukriegen. Sein einziger Schwachpunkt ist seine simple Strukturiertheit, so dass er leicht auszuplündern ist. Kommt und geht nach Belieben. Der Klient kann zum Patienten mutieren und dann in geschlossenen Behältnissen kaserniert werden.
  • Der Patient ist ebenfalls ein parasitäres Geschöpf, welches Schwäche vorgaukelt. Er redet wirr und wird gerne mit atomaren, biologischen oder chemischen Mitteln bekämpft, teilweise wird er auch aufgeschnitten. Selbst nach der Entnahme wichtiger Innereien wird man ihn nicht immer los. Patienten klonen sich ohne Unterlass und werden leicht zum Klienten.
  • Der Bürger gibt vor, ein dringendes Anliegen zu haben und belästigt vorzugsweise Staatsdiener. Zur Abwehr eingesetzt wird ein ausgefeiltes Formularwesen. Alternativ kann das Vorkommen des Schädlings durch Verknappung der Öffnungszeiten oder durch ein Warteschlangenmanagement über Nummernziehmaschinen begrenzt werden.
  • Der Freier schließlich ist die seltsamste Mutation, er ist ein rein sexuell getriebenes Wesen. Teilweise befällt er nur lederartig verkleidete Opfer oder er kriecht Stiefel leckend auf allen vieren über den Boden. Der Freier kann sich zum Gast, Klienten und Patienten wandeln.

Literatur[Bearbeiten]

  • Müllermann, Maik.: Der Kunde – Ein Super-GAU . Verschone-mich-Verlag, Kunzburg, 2001
  • Pimmelweis, Paula: Vorsorgen-aber richtig. Der Gebrauch von Falltüren in der Neuzeit. Steiner Verlag, Prüm, 2002
  • Nostradapussy.: ..und Konfuzius hat doch Recht. Überszg aus dem Kanton-Chinesischen, GroßeMauer-Verlag, Peking, 19xx
  • M.Ehdorn..: Zum Zug zeigen zornige Zicken, zollen zie zoch. Blarg-Verlag, Hundshausen, 2004