Freundschaft

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Freundschaft, "die", ist neben Liebeskummer und Derbyniederlagen einer der häufigsten Gründe für Tobsuchtsanfälle und Heulattacken und zumindest in der Ursprungsform etwas, was im heutigen Kapitalismus wirklich niemand mehr braucht.

Entstehung der Freundschaft (Geschichtlich)[Bearbeiten]

Ogg - Entwickler des Freundschaftsprinzip

In grauer Vorzeit war die Welt noch eine andere. Die Menschen trafen sich am Lagerfeuer und hauten sich gegeneitig auf die Schädel, weil es nichts anderes zu tun gab. Die Band "Slayer" entstand zwei Monate später, aber dies änderte nichts am Grundzustand. Nun saßen die Leute am Lagerfeuer, lauschten den aggressiven Klängen, headbangten die Mammuts ins Aussterben und schlugen sich weiter gegenseitig die Köpfe im Pogo ein. Quasi kein Unterschied.

Als ca. 30.000 vor Christus der weise Neandertaler Ogg einsah, dass sich die Menschenrassen auf diese Weise irgendwann selbst von der noch nicht erfundenen Landkarte fegen, musste er etwas daran ändern So ersann Ogg sich das Prinzip der Freundschaft, welches besagte "Jeder Mensch außerhalb meiner buckligen Verwandtschaft, mit dem ich was anfangen kann, ist ein Freund. Ausgenommen, er ist ein Bekannter, dann ist er kein Freund. Warum ein Bekannter kein Freund ist, weiß ich zwar selber nicht, aber ich mache die Unterscheidung, damit man im Zweifelsfall über Bekannte lästern kann, ohne dabei Freunde zu beleidigen." Dieses Grundprinzip malte Ogg auf die Wände seiner Höhle, wo der Homo Sapiens es später aufnahm und für sich kultivierte. Von nun an schlug man nur noch Bekannten, aber keinen Freunden die Schädel ein, wodurch die Art sich erhalten konnte. Die Neadertaler wiederum ignorierten die Vorschläge Oggs in bekannter Tradition. Er hatte zuvor bereits das Feuer, das Malzbier und die Urinprobe erfunden, ohne, dass es ihm etwas gebracht hätte. Als die Neadertaler Oggs Freundschaftsanfragen nicht beantworteten, erklärte er sie alle zu Bekannten und erschlug sie während eines Slayer-Auftritts in Wacken Anno 29.997 vor Christus.

Entwicklung im Laufe der Geschichte[Bearbeiten]

Freundschaftsusus im 21.Jahrhundert: Einfach alles preisgeben, egal, ob die anderen es sehen wollen oder eben nicht.

Nach dem Aussterben des Neadertaler machte der Homo Sapiens sich das geerbte Prinzip der Freundschaft zu nutzen und integrierte es in sein soziales und kulturelles Leben. Bereits die Römer verstanden es, die Vorteile der Freundschaft zu nutzen. Sie ergänzten das Prinzip sogar nich um den Grundsatz, dass nur nützliche Freunde gute Freunde seien. Fortan beschäftigte man sich damit, sich seine Freunde stets nur nach dem Stand auszusuchen, um selber voran zu kommen. Es entstand die "Freundschaftliche Beziehung", die bis weit ins Mittelalter hinein immer wichtiger wurde. Irgendwann erreichte man den Punkt, an dem man seine Töchter gewinnbringend unter seinen einflussreichsten Freunden verteilte, um sein Stück von Kuchen abzubekommen. Aus dieser Zeit stammt auch der bis heute bekannte Spruch, den mittelalterliche Adelige ihren Töchtern stets auf den Weg gaben: "Guten Freunden gibt man ein Küsschen." Auch, wenn es die vom Vater waren.

Erst in Zeiten der Romantik wurde die Freundschaft aus ihrer purer Zweckmäßigkeit hinauf zu einem kitschigen Akt der Nächstenliebe erhoben, der auch ohne eine zünftige Mitgift gepflegt werden muss. Zahlreiche Lieraten schrieben sich in der Folge die Finger um das Thema herum wund, ohne es jedoch nur einmal tiefer als von der schwülstigen Oberfläche heraus zu betrachten. Gleichgeschlechtliche Freundschaften und homosexuelle Beziehungen wurden dabei bisweilen nicht getrennt, wobei das wohl auch dem damaligen Sexualverständnis entsprach.

Heute wird gelebt in Zeiten des Überfluss. Die Menschen sind darauf bedacht, möglichst zu zeigen, was sie haben - und es soll möglichst viel zu zeigen sein. Entsprechend beschränkt man sich heute vornehmlich auf eine möglichst große Anzahl gesichtsloser Freunde, die einem in sozialen Netzwerken folgen, aber größtenteils bloß nichts mit dem eigenem Leben zu tun haben sollten. Die Freundschaft im 21. Jahrhundert fristet größtenteils ein Dasein als Begleitmedium, vergleichbar mit dem Radio. Der Vergleich geht sogar so weit, dass man Radios, die auch Freundschaften, heute per Knopfdruck/Mausklick beenden, bzw ausschalten kann.

Spezielle Arten der Freundschaft[Bearbeiten]

Männerfreundschaft[Bearbeiten]

Die klassische Männerfreundschaft beginnt meist in den späten Teenagerjahren und findet ihr Ende, wenn sich der erste totgetrunken oder geheiratet hat. Männerfreundschaften bestehen meist aus wenigen Worten, aber umso mehr Gläsern, die ihren Aggregatzustand permanent von "Voll" zu "Leer" wechseln. Männerfreundschaften drehen sich allgemein um das "Gemeinsamsein", was dabei lediglich heißt, eine Aktivität, sei es ein Sport, ein Hobby oder lediglich das Betrachten eines Sports oder eines Hobbys gemeinsam durchzuführen und begleitend dazu Alkohol zu konsumieren. Über Probleme, tiefere Zusammenhänge des Diesseits, Jenseits, Mittelseits oder Zwischenseits wird dabei nicht geredet. Es soll Männerfreundschaften geben, wo einem auch nach 15 Jahren der Nachname des anderen unbekannt ist, dafür aber dessen Lieblingsbiermarke, die Gangschaltung des Lieblingskettcars aus der Kindheit oder der vorletzte Ersatzspieler des Lieblingsclubs aus der Saison 1986/87. Alles andere ist ja auch blödes Weibergeschwätz.

Frauenfreundschaft[Bearbeiten]

Die klassische Frauenfreundschaft ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Frauenfreundschaften sind geprägt von ständiger Kommunikation, ständiger Bestätigung und gemeinsamen Verschwörungen gegen diese eine blöde Ziege, die gestern noch ebenfalls zum Freundeskreis gehörte und es übermorgen dann auch wieder tun wird, aus Gründen, die man objektiv betrachtet einfach nicht nachvollziehen kann.

Frauenfreundschaften sind alles, aber nicht langweilig. Sie ergießen sich in stundenlange Gespräche über die simpelsten Eigenarten des Seelenlebens, an deren Ende man die andere in jedem noch so schmutzigen Detail kennt. Besonders wichtig für eine gelungende Frauenfreundschaft ist jedoch ein gemeinsames Hassobjekt. Ob der Hass wirklich besteht, oder zum Zwecke der Freundschaft einfach hinzugedichtet wird, ist dabei unerheblich. Freundinnen brauchen einen gemeinsamen Gegner, über den gelästert werden kann, sei es ein Ehemann, ein Familienmitlied oder eine andere Freundin. Gibt es dafür keine Gründe, werden welche erschaffen. Problematisch kann es werden, wenn eine der Freundinnen selbst das Projektionsobjekt der anderen wird. Kurz gesagt: Freundschaften unter Frauen sind wie ein Pulverfass, auf dem eine Teegesellschaft mit angezündeten Streichhölzern sitzt.

Getrenntgeschlechtliche Freundschaften[Bearbeiten]

Freundschaften zwischen Mann und Frau können existieren. Aber nur, wenn beide sich Mühe geben oder einer von beiden echt hässlich ist.

Eine derartige Freundschaft kann wundervoll sein, aber auch in ungeahnte Probleme ausarten, spätestens, wenn einer von beiden wahlweise selber zu viel empfindet, oder eine dritte Person ins Spiel kommt und die Eifersuchtskarte ausspielt. Dann kann es zu Dramen kommen, für die sich jeder zweitklassiger Drehbuchautor einer Telenovela den rechten Hoden abhacken würde und die selbst Shakespeare zu morbide gewesen wären. Vielen Menschen ist das klar. Zum Selbstschutz behaupten sie daher, derartige Freundschaften wären nicht möglich. Doch wie gesagt, dies ist eine Lüge derer, die nicht gern mit dem Feuer spielen.

Freundschaft im Lebensalltag[Bearbeiten]

Szenen einer Freundschaft - Der Kumpel ist am Boden zerstört, weil seine Ische weggelaufen ist, man selber heult solidarisch mit, weil einem nichts besseres einfällt

Die Freundschaft gehört heutzutage zum Alltag des Menschen wie die Zahnbürste oder die Unterlassungsklage. Erste Freundschaften bilden sich bereits in der Kindheit, weil jedes Kind jemanden braucht, der ihn von der Rutsche schubst, die Lego-Burg zerstört oder Milch über seine Kuscheltiere schüttet, um einen guten Grund zu bieten, mit exorbitanten Heulattacken seine Erzieher in den Wahnsinn zu treiben.

In Schulzeiten gelten Freundschaften als überlebenswichtig. Niemand geht in die Schule, um dem Unterricht zu folgen. Es geht lediglich darum, seine sozialen Kontakte zu pflegen, seinen eigenen Status mit dem seiner Freunde zu verknüpfen und gemeinsam die Bindungen für ein langes, gemeinsames Leben zu knüpfen, dass mit dem Schulabschluss dann mit einer 85% Wahrscheinlichkeit endet. Die echten Freunde findet man normalerweise nicht gezielt in der Schule oder auf der Arbeit. Sie stolpern normalerweise im jungen Erwachsenenalter irgendwo quer über drei Ecken in das Leben des anderen und saugen sich dort fest. Manchmal bis zum bitteren Ende.

Ohnehin ist das junge Erwachsenenalter der Zeitpunkt im Leben des Menschen, an dem die Freundschaften wichtig sind, wie nie. Man geht schließlich nicht mit den Eltern saufen oder diskutiert mit den Großeltern über seine Beziehungsunfähigkeit. Es sind gerade die komplizierten Themen des Alltags, die Menschen zumeist in Ergebung ihrer Freundschaften zu lösen versuchen - wobei das Stichwort "ergeben" ist. Gerade den guten Freunden offenbaren junge Erwachsene einen Seelenstriptese, der in seiner Gründlichkeit selbst Gina Wild in keinem ihrer Filme zu gelingen vermocht war. Nur guten Freunden ist das Privileg gewährt, den jeweils anderen Menschen in tiefster Nacht am Rande seiner geistigen Tragfähigkeit, in Tränen erstickt, in Kotze gebadet und im Weißwein gemästet in einem Zustand völliger Selbstzerstörung und Verzweiflung zu erleben und die Lösung aus diesem Schlamassel suchen und möglichst spontan finden zu dürfen. Ein Privileg, vor dem selbst hartgesottene Masochisten sich häufig ins Leder gemacht haben.

Mit dem Alter nimmt die Enge der Freundschaft häufig ab. Freundschaften treten in den Hintergrund zu Gunsten der Familie, die einen dann jedoch eh nicht im Heim besucht, wenn die Freunde bereits lange weggestorben sind. So enden viele Menschen, wie sie auf die Welt gekommen sind - Allein, orientierungslos, mit Schleim bespritzt und ohne Freunde.

That's life.