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Baumrind

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Baumrind
Baumrind.jpg
Baumrind eines Rhöner Biozüchters
Systematik
Klasse: Säugetier
Ordnung: Krallhufer
Familie: Gehörnte (Bose)
Art: Urochs
Verbreitung: Baum
Ernährung: Baumfrüchte
Entdecker
(Rainer Unsinn, 1994)

Das Baumrind, auch Baumrinde (bay.) oder Baumrinder (m./pl.) ist eine Rinderart, die auf Bäumen lebt.

Aussehen, Lebensraum und Allgemeines[Bearbeiten]

Die zumeist braun - dreckweiß - gefleckten Tiere sind ausgesprochen gute Kletterer und lieben es, sich auf Astgabeln zu sonnen. Die Herdentiere ernähren sich hauptsächlich von Blättern, Knospen und kleinen Zweigen. Aber auch Eicheln, Kastanien und Bucheckern gehören zu ihren Leckerbissen. Die vom Aussterben bedrohte Tierart kommt heute nur noch selten in Freiheit vor. Während ihr Verbreitungsgebiet sich mal über den gesamten Euramerischen Kontinentalbereich erstreckte, gibt es heute nur noch einige Rückzugsgebiete im Thüringer Wald, im Bayrischen Wald und in Waldhessen. Seit 2007 steht das Baumrind auf der Roten Liste. Hier ist es in bester Gesellschaft, steht es doch direkt neben seinem besten Freund, dem thüringer Waldesel.

Bedrohung[Bearbeiten]

Tierkörpergeschreddertes zum Hamsterpreis

Seit Jahrhunderten werden die Wildtiere von Menschen als Nutztiere missbraucht. Die Waldbauern hielten die normalerweise in kleineren Gruppen lebenden Waldbewohner in der Vergangenheit oft völlig artfremd auf Rosten aus Dachlatten oder Kanthölzern in Industriestallungen. Dadurch entwickeln sich bei den Tieren zahlreiche psychische sowie körperliche Erkrankungen. Heute gibt es nur noch einige wenige landwirtschaftliche Großbetriebe, die sich mit der industriellen Baumrinderzucht beschäftigen und den immer stärker werdenden wirtschaftlichen Zwängen trotzen. Der Wald wird nach wie vor unaufhörlich zerstört und den wenigen in freier Wildbahn verbliebenen Baumrindern - wie auch anderen Waldtieren - als Lebensraum entzogen. Daher wird der Bestand weiterhin stetig dezimiert.

Industrieller Nutzen[Bearbeiten]

Militante Tierschützer setzen sich für die bedrohte Art ein!

Früher, als die Welt noch in Ordnung war, lieferte das Baumrind vor allem Waldkäse (mit Huflattig) oder Buchenrauchschinken. Heute dient es hauptsächlich der Gewinnung von Baumharz. Aufgrund der zähflüssigen Substanz des Rohstoffs ist der Melkvorgang für die Tiere allerdings äußerst stressig. Zugunsten ökonomischer Effekte wird meist zu schnell gemolken, was den Tieren unnötige Schmerzen zufügt. Entzündete und verklebte Euter sind die schreckliche Folge. Mit Terpentin im Futter wird die Viskosität künstlich herabgesetzt, was aber ebenfalls zu Gesundheitsschäden führt. Baumharz ist ein wichtiger Grundstoff für die Lackindustrie, der beispielsweise für die Natürlichkeit von Flecktarnmustern auf Militärfahrzeugen verantwortlich ist oder die speziellen Farbverläufe bei Anlauffarbe reguliert. Außerdem dient es der Herstellung von Kuhliphonium, einem wichtigen Bestandteil von Kaugummis. Daher erinnern uns Kaugummi kauende Menschen auch manchmal an Kühe. Auch in der Leimherstellung spielt die klebrige Masse eine nicht wegzudenkende Rolle. Viele Ortschaften, in denen schon im Mittelalter die Baumrinderzucht und die Leimherstellung florierten und sich durch Arbeitsteilung und günstige Lage an wichtigen Handelsrouten spezielle Wirtschaftszentren entwickelten, sind noch heute durch Ortsnamen wie Leimen, Leimbach oder Harzgerode bzw. Harzungen erkennbar.

Wenn die Tiere für die Harzmolkerei nicht mehr geeignet sind, bleibt nur noch der Häcksler. Hier werden die alten oder kranken Tiere zu Rindermulch verarbeitet. Ohne Rindermulch wäre der internationale Garten- und Landschaftsbau oder die Parkgestaltung der letzten Jahrhunderte nicht vorstellbar. Seit Menschengedenken werden so auf bestialische Weise Mitlebewesen zu Streu zermahlen und zwischen Bäumen und Sträuchern verteilt, die unserem Lebensraum einen natürlichen Anschein geben sollen, während wir wirklich natürlichen Lebensraum zerstören um z.B. aus Buchen und Eichen HiFi - Regale oder Flurgarderoben zu bauen.

Rettungsversuche[Bearbeiten]

PETA, der BUND und Greenpeace kämpfen schon seit Jahren für die Erhaltung natürlichen Lebensraumes. Noch immer wird in Europa mehr Wald abgeholzt als aufgeforstet. Verbliebener traditioneller Mischwald, der auch für Baumrinder ein Rückzugsgebiet darstellt wird durch Treckingparcours, Paintball-Areas oder Downhill-Events immer mehr vom Menschen bevölkert. Auch Geocacher und Pilzsammler oder auch Wanderer, Seitenspringer und andere Abenteurer verscheuchen und verschrecken mit ihrem Gequatsche und Getrampel die scheuen Tiere und tragen zu deren Verdrängung bei. Durch Aufklärung und spektakuläre Aktionen soll auf die Misere aufmerksam gemacht und Menschen für die Belange der eigentlichen Bewohner unserer Wälder sensibilisiert werden. So installierten militante Tierschützer kürzlich in einem hessischen Kletterpark einen Rindermulchhäcksler, in den am Ende der Tour die ahnungslosen Kletterer hinein sprangen. In Kuhkostüme gekleidet demonstrierten sie mit Spruchbändern für einen besseren Schutz der Tiere. Es gab 5 Tote, etliche Verletzte und 17 Festnahmen. Etwas nachhaltiger sind da wohl die Bemühungen der Initiative "Pro Baum - Pro Rind", die ein viel versprechendes Auswilderungsprojekt gestartet hat. Momentan läuft ein Genehmigungsverfahren für ein Waldreservat, wo Menschen keinen Zutritt haben sollen. So verbietet sich der Mensch selbst, bestimmte Teile seines natürlichen Lebensraumes zu nutzen. Also bestraft er sich für Gleiches mit gleichem. Ob das ein erfolgversprechendes Zukunftsmodell ist, bleibt abzuwarten.