Stiftung Waffentest

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Ohne Worte...

Sie sind ein menschenverachtender Diktator? Sie sind Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika? Oder sind sie einfach nur ein zukünftiger Amokläufer, der möglichst effektiv möglichst viele Menschen auf einmal umbringen will? Sie fühlen sich überfordert von den Tausenden verschiedenen Gewehren, Granaten und Atombomben auf dem Markt und können sich einfach nicht entscheiden? Dann gibt es für Sie jetzt etwas Neues im Zeitschriftenregal! Kaufen sie jetzt die neue Stiftung Waffentest, jede Entscheidung des UN-Sicherheitsrats neu und für nur 3,99 €!

Ak47.svgStiftung Waffentest

Die Stiftung Waffentest mit Sitz in Armytown im Schlawaffenland ist eine international anerkannte Organisation aus Waffenkennern- und Liebhabern, die der festen Meinung sind, durch den Einsatz ihrer geliebten Maschinengewehre, Streubomben und Biowaffen diese Welt zu verbessern, vielleicht sogar zu retten. Die einzelnen Mitglieder, darunter führende Waffenexperten wie Dick Cheney (Spezialgebiet Jagdwaffen), George W. Bush (Spezialgebiet Massenvernichtungswaffen), Mahmut Achmadinedschad (Spezialgebiet Atomwaffen) und bis vor kurzem auch Muammar Al Gaddafi (Spezialgebiet Flugabwehrwaffen) verfügen neben Erfahrung im Waffeneinsatz auch über hervorragende Kontakte zu allen wichtigen Regierungen in der Welt.

Die Stiftung Waffentest beschäftigt weltweit Millionen von hauptberuflichen Waffentestern, die jede neue Innovation im Waffenbereich testen. Die Waffen werden nach verschiedenen Kriterien geprüft (Tote pro Schuss, Tote pro Euro, Gefahr für den Schützen und – ganz wichtig – Coolness-Faktor) und der Bericht wird anschließend an die Kommission mit den oben genannten Experten geschickt. Diese bewerten dann die Waffen auf einer Szala von 1 (Pazifistenspielzeug) bis 10 (Highscore!!!) Kalaschnikovs. Neben den Waffen an sich prüfen die Testpersonen auch sonstige militärische Utensilien wie Uniformen, Helme und Dienstabzeichen und sind so kaum von normalen Soldaten zu unterscheiden.

Testorte sind vor allem in der dritten Welt zu finden (die Stiftung betreibt Entwicklungshilfe!), aktuell wird besonders in Jemen und Lybien getestet.

Ak47.svgStiftung Waffentest für Regierungschefs

Jeder Regierungschef möchte seine Armee natürlich optimal ausrüsten, oder zumindest seine Privatarmee/Bürgerwehr/Miliz/ Beamtenschaft (passendes bitte ankreuzen). Früher musste er dazu noch den gesamten Markt sondieren, sich auf Messen wie der Internationalen Waffenausstellung in Nürnberg auf Tuchfühlung mit dem einfachen Volk begeben und nach einer gründlichen Vorselektion immer noch so um die 1000 verschiedene Schusswaffen ausprobieren.

Nicht dass es ihm etwas ausmachen würde, die Waffen eigenhändig zu testen, aber es kostet Zeit. Zeit, in der er seinen anderen Verpflichtungen, wie Schmiergeld kassieren, mit minderjährigen Mädchen schlafen, etc nicht nachgehen kann. Heute läuft er zum Zeitschriftenhändler seines Vertrauens, kauft sich die brandneue Stiftung Waffentest, geht in seinen Präsidentenpalast zurück, und sondiert bei einem eisgekühlten Cocktail auf seinem Krokodilledersofa, welche Waffen er für seine Truppen als nächstes anschafft.

Antiker Waffentest, Ergebnis: mittelmäßig.

So sorgt die Stiftung natürlich endlich für mehr Transparenz im Waffengeschäft. Was waren das früher noch für Zeiten, als einzig und allein die Höhe des Schmiergeldes über Waffenaufträge in Millionenhöhe entschieden? Nein, dank der Stiftung Waffentest steht endlich die Qualität im Vordergrund. Eine unabhängige Jury entscheidet nach festen Kriterien, welche Waffen am effektivsten und coolsten sind. Es kann ja schließlich nicht sein, dass irgendwelche minderwertigen Zivilisten überleben, nur weil der Präsident der Bananenrepuplik lieber Schmiergeld angenommen hat als anständige Waffen. Neben der Qualitätskontrolle finden sich auch Rankings zu Liefermöglichkeiten, Nebenwirkungen und Mengenrabatt.

Ak47.svgStiftung Waffentest für den normalen Bürger

Jeder Bürger (und jede Bürgerwehr) hat das Recht auf Selbstverteidigung, und das möglichst gut. Daher gibt es in der Stiftung Waffentest auch Rubriken für erschwingliche Waffen. Zum Beispiel haben viele Amokläufer einen solchen Hass auf die Gesellschaft, weil sie keine Kohle haben und können sich folgerichtig auch keine sündteuren Waffen leisten. Logisch. Es ist außerdem unglaublich, wie viele Amoklaufvorhaben gestoppt wurden, weil der zukünftige Täter erst die richtigen Waffen testen musste und Nachbarn das dauernde Geknalle doch etwas spanisch vorkam.

Die Stiftung Waffentest wird in vielen verschiedenen Sprachen herausgegeben (allein im ehemaligen Jugoslawien in 20 verschiedenen Sprachen) und auch auf politische Gegebenheiten und die gültige Rechtslage wird Bezug genommen. So findet sich in der arabischen Ausgabe extrem viel antiwestliche Hetzpropaganda und in der deutschen Ausgabe finden sich Hinweise auf die qualitativ besten Schwarzmärkte.

Ak47.svgTrivia

  • Es gibt eine Sonderausgabe der Stiftung Waffentest, die nur im UNO-Sicherheitsrat verteilt wird. Sie enthält neben allen anderen Rubriken auch regelmäßig Sonderhefte zu den neusten Atomwaffen.
  • Als Gimmick liegen der Stiftung Waffentest oft Zielfernrohre, Patronen oder James-Bond-Filme bei.
  • Bislang sind über 20 Chefredakteure der Stiftung Waffentest tödlich verunglückt. Ein Zusammenhang zwischen schlechten Bewertungen einzelner Waffen konnte allerdings nicht festgestellt werden.
  • Waffen, die von der Stiftung Waffentest negativ bewertet werden, fallen rapide regelmäßig im Preis und sind so auch für die finanziell eher klammen Afrikaner erschwinglich.


Abstrakte Waffe
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