Spiegelwelten:Zeugen Kapitalisti

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Piep, piep! Satellit!
Der nachstehende Text erweitert den Zusammenhang des Hauptartikels Luxusburg.
Dagobert vom Ylomp, das Oberhaupt der Zeugen Kapitalisti.

Die Zeugen Kapitalisti sind eine religiöse Bewegung, die in den 1930er Jahren in Luxusburg entstanden ist und dem Kapitalismus fröhnt.
Die kapitalistische Religion stellt das Wohl der Allgemeinheit, und besonders die wohl gefüllte Brieftasche der Allgemeinheit, über das individuelle Schicksal. Dem Zeugen Kapitalisti ist das Mehren seines Reichtums das höchste aller Anliegen. Daraus ergibt sich eine ganz eigene Vorstellung von Moral, die sich in dem Leitmotiv Reichtum, Schönheit und eine große, glückliche Familie zusammenfassen lässt.
Das heilige Buch der Zeugen Kapitalisti ist das Kapitalistische Manifest.

Kirche der Zeugen Kapitalisti[Bearbeiten]

Die Kirche der Zeugen Kapitalisti wurde 1931 in Ylomp City im Süden von Luxusburg gegründet und vertritt seither die Religionsgemeinschaft. Durch die Gründung der Organisation gewann der kapitalistische Glaube besonders in Luxusburg an politischem Gewicht. Sie hat heute knapp 5 Millionen Mitglieder.

Die Kirche ist ausgesprochen familienfreundlich, da an Kindern das im Kapitalismus heilige Wachstum beobachtet werden kann.

Geldspeicher in Ylomp City.

Das momentane Oberhaupt der Zeugen Kapitalisti ist Dagobert vom Ylomp, der ebenfalls in der luxusburgischen Ethikkommission sitzt und damit ein wichtiges politisches Amt bekleidet. Seit seinem Amtsantritt 2013 wandelt er die Kirche nach seinen teils radikalen Umstellungen um. Seit dem luxusburgisch-bushländischen Krieg 2010 vertritt er eine stark anti-christliche Position und sprach sich öffentlich gegen die christlichen Minderheiten in Luxusburg, Portugiesen und Russen, aus. Nach electronischen Äußerungen im Stupid News Channel, denen zufolge man die "neue Währung des 21. Jahrhunderts" schaffen wolle, was Dagobert vom Ylomp als Gotteslästerung ansah, machte er sich für den Austritt Luxusburgs aus der Währungsunion des Electronia-Dollars stark. Immer wieder wettert er auch gegen das kommunistische Jenchu und rief wiederholt zum "heiligen Krieg gegen den Kommunismus" auf.

Kirchengebote[Bearbeiten]

1. Wir werden reich, reich, reich! (Glaubensbekenntnis)
2. Geld stinkt nicht.
3. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
4. Habe Rücksicht auf Verluste.
5. Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegfeuer springt.

Heilige[Bearbeiten]

Mammon[Bearbeiten]

Kontor in Kuerdem.

Mammon ist der Gott der Zeugen Kapitalisti. Er tritt im Alltag in verschiedenen Formen in Erscheinung, so zum Beispiel als Bargeld oder als Gold und gewährleistet so, dass die Gläubigen dem heiligen Handel nachgehen können.
Mammon ist im Allgemeinen ein gütiger Gott. Er beschert den Zeugen Kapitalisti Wohlstand und ist ihnen der Sinn des Lebens. Wer seinem Willen gehorcht, hat finanziell theoretisch nichts zu befürchten. Über das Einhalten seiner Gebote wacht zudem die luxusburgische Ethikkommission.
Ist Mammon ein vergleichsweise pflegeleichter Gott, so neigt er leider dazu, sein Volk für Fehltritte jedweder Art extrem hart zu bestrafen. Beispiele sind die Finanzkrise 2011 in Luxusburg und zuletzt die Finanzkrise im März 2016. Dagobert vom Ylomp äußerte wiederholt die Befürchtung, Mammon bestrafe Luxusburg für einen zu nachsichtigen Umgang mit den Kommunisten.

Krösus[Bearbeiten]

Krösus ist der heilige Prophet der Zeugen Kapitalisti. Im Kapitalistischen Manifest wird sein Leben genau geschildert.
Krösus kommt als Sohn von Arbeitslosen zur Welt und arbeitet sich in seiner Jugend vom Tellerwäscher hoch bis er König des sagenumwobenen Reichs Triplea wird. Krösus, der von seinen arbeitslosen Eltern immer angewidert gewesen ist, versklavt sein Volk und wird unglaublich reich. Er schenkt den Menschen also die Arbeit und die Erkenntnis, dass jeder reich werden kann - und spendet ihnen damit den Sinn des Lebens. Sein Leben lang mehrt er seinen Reichtum und zeugt viele Söhne und Töchter, auf die er sein Erbe verteilt.
Krösus gilt als Verfasser des Kapitalistischen Manifests. Eines der ersten Kapitel beschreibt demnach, wie Mammon ihm den Auftrag gibt, seinen Willen niederzuschreiben. Ihm werden unzählige Wunder nachgesagt. Außerdem geht das kapitalistische Glaubensbekenntnis auf ihn zurück: "Wir werden reich, reich, reich!"

10 Krösus ging in den Tempel und sah dort Menschen ehrfürchtig ihren Gott anbeten. Er fragte sie: Was tut ihr hier im Hause Mammons? und sie antworteten ihm: Wir beten, wie es uns der Sohn Gottes aufgetragen hat und: Der Sohn Gottes schlug uns grün und blau, weil wir im Tempel handelten. Er stieß unsere Tische um und zerstörte unsere Waagen. Deshalb beten wir nun Gott unseren Vater im Himmel an und bitten ihn um Vergebung.
Krösus jedoch schlug die Menschen im Tempel ein weiteres Mal zusammen und sprach zu ihnen: 11 Dies ist ein Hause Mammons. Es steht geschrieben: "In meinem Haus sollt ihr handeln und euren Reichtum mehren".
12 Er fragte die Menschen also erneut: Was tut ihr hier im Hause Mammons? und sie schrien ihm euphorisch entgegen: Wir werden reich, reich, reich!

Midas[Bearbeiten]

Kapelle in Dudelange.

Von Midas sagt man nicht nur sprichwörtlich, dass er aus Scheiße Gold machen konnte.
Er war ein Händler, von dessen Reise Krösus im Kapitalistischen Manifest berichtet. Midas vollbringt während seinem Aufenthalt im Reich Triplea mehrere Wunder, darunter der erste dokumentierte Verkauf einer Krücke zum Preis von zweien. Midas soll Krösus auf die Idee gebracht haben, das Bruttoinlandsprodukt seines Reiches zu berechnen. Er gab der Menschheit somit das Werkzeug, das heilige Wachstum zu beobachten. Auch geht der Brauch der Armutsaustreibung auf ihn zurück.

40Sie brachten ihn zum Leprösen, der dort außerhalb der Stadtmauern auf dem Boden lag und den Tod erwartete. Midas trat zu ihm und sprach: 41 Wieso liegst du hier auf deiner faulen Haut, anstatt dem Mammon zu dienen? Der Kranke antwortete ihm: 42 Mein Herr, mein Gesicht ist entstellt, niemand will mehr mit mir handeln. Ich wurde verstoßen, und alles was mir bleibt ist ein dürrer, alter Gaul, der nichts anderes produziert als Scheiße.
43 Das abgemagerte Tier wurde herbeigebracht und Midas sprach zu dem Kranken: Steh auf und nimm dein Pferd, du sollst ein reicher Mann sein. 44 Und er griff nach einem Pferdeapfel und durch die bloße Berührung machte er aus Scheiße Gold. Der Lepröse stand auf und nahm das Gold und ritt auf seinem Pferd zum nächsten Schönheitschirurgen, der ihn von seiner Entstellung heilte. 45 So konnte sich der Lepröse durch den Klumpen Gold eine neue Existenz aufbauen und wurde zu einem reichen Mann.


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