Diverses:Mode für Dummies

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Von wegen "Früher war alles Besser": Damals hätten wir gar nichts verkauft, die Bücher hätten sie höchstens zur Verdeckung von "Sie wissen schon was" genutzt. Wirkt intellektueller und stilvoller als diese Blätter! Die kann außerdem ja pünktlich zum Foto auch der Wind wegwehen!

Es war ein mal ein kleiner Garten in einer unbekannten Gegend. Dort gab es alles, was Männer glücklich macht, einen schön gepflegten Garten und – vor allem – nackte Weiber. In Ermangelung der Kenntnis von schöneren Orten wurde dieser kleine Garten fortan als „Paradies„ bezeichnet. Doch ein böser Fluch lag auf den Bewohnern dieses goldenen Käfigs. Als nun ein menschlisches, auf Grund des literaturbeherrschenden Chauvinismus wohl weibliches Wesen sich dann die unglaubliche Frechheit erlaubte, einen Apfel zu essen, war es vorbei mit der Herrlichkeit.

Jeder weiß schließlich, dass Äpfel Würmer enthalten können, und diese in ganz selten Fällen auf das Immunsystem wirken wie Tokio Hotel auf die Ohren. Das führte dazu, dass den betreffendenden Personen auch bei angenehmen Außentemperaturen oft der Frost in den Kleidern hing. Das ist natürlich bei nackten Personen relativ unlogisch, aber die Quintessenz besagt, dass sich die Erkrankten auf einmal in ein Stück Stoff hüllen mussten, um absolut gut drauf zu sein. Aus dieser Not wurde komfortablerweise eine Tugend gemacht, und es entwickelte sich ein blühender Wirtschaftszweig für edlen Zwirn. Natürlich braucht es dann auch einen Ratgeber, um das einfache, von der Masse getriebene Individuum individuell durch die Sackgassen und Laufstege der Mode zu führen. Diesen haben sie hiermit erworben!

Warnhinweis und rechtliches Blabla

Der Inhalt dieses Buches ist nicht auf Recyclingpapier gedruckt, und sein Inhalt unterliegt keinem internationalen, und auch keinem kaffbezogenen Copyright. Abphotographie, Kopie und andere Weiterverbreitung erfolgen nur in einvernehmlicher Genehmigung ihres Gewissens. Keine Rechte vorbehalten. Und nachdem sie sich durch dieses Blabla gekämpft haben, viel Spaß mit diesem Buch.

Dieses Buch ist für Männer absolut ungeeignet. Männer können das Buch natürlich lesen. Wir erfinden ja keine eigene Schrift nur für Frauen. Der Mann sollte sich aber nicht in den Inhalt dieses Buches stürzen. Das hat er ja gar nicht nötig, denn von Kindesbeinen an, wird er von Frauen in Stilfragen richtig beraten. Sei es von der Mutter, von der eigenen Frau zu Hause, oder aus Mangel an rekrutierbarer Weiblichkeit von der freundlichen Bedienung im Laden selbst. Der Verlag schließt jedoch jegliche Haftung aus, sollten sich Männer im Laden verirren und es anschließend wieder: „Hans-Peter, 47, möchte unbedingt in der Herrenabteilung abgeholt werden„ durch die Lautsprecheranlagen schallt.

Schritt 1-3: Einfache Vorbereitungen

Da Kleidung neben Mediennutzung, Wohnung und Essen zu den vier modernen Grundbedürfnissen zählt, muss ihre Beschaffung gründlich und bis ins letzte Detail geplant werden.

Schritt 1: Die Anpassung an das Wetter

Wenn das Wetter passt, warum verschweigen, was der Schönheitschirug kann

Hier sollte der Grundsatz für alles Weitere gelegt werden, oder – modischer ausgedrückt – die Unterwäsche. Grundsätzlich gilt, dass bei sinkender Temperatur die Kleidung immer dicker oder derjenige darunter immer schmaler wird. So können sie zu einem Auftritt bei einem der vielen öffentlichen Bälle, Preisverleihungen oder sonstigen Exhibitionistentreffen auch durchaus das gesamte Können des Schönheitschirurgen zur Schau stellen, da Lichttechnik, der vor Nervosität schwitzende Moderator oder die Kameras die benötigte Hitze erzeugen. Und schließlich ist ein blöder Schweißfleck in intimen Körperregionen immer noch langweiliger als das völlige Freilegen derselben.

Davon abzuraten ist allerdings, wenn sie eine Person des öffentlichen Lebens sind und von einer Klientel gewählt werden, welche allergisch auf den Inhalt des Dekolletés fremder Frauen reagiert, zumindest der eigenen Lebensabschnittsgefährtin gegenüber. Nebenbei ist es bei Operneröffnungen in Oslo auf Grund mangelnden Medieninteresses und daher weniger rauchender Zuschauer und Fernsehteams auch deutlich kälter, sodass sie sich bei solch spontanen Softcorepornoproduktionen auch mal schnell eine Erkältung einholen können.

Schritt 2: Die Wahl des richtigen Stoffs

Der richtige Stoff ist wichtig für ein gutes Leben. Das wussten schon die nicht so wirklich alten Jamaikaner. Darum ist es wichtig, die richtigen Fasern in seiner Fassade zu haben. Als erstes sollte der Stoff an das Wetter angepasst sein, und theoretisch könnte zur Stützung dieses Arguments der vorherige Absatz komplett rezitiert werden, das würde die Seitenzahl und damit den Preis erhöhen. Aus reiner Nächstenliebe verzichten wir aber darauf. Grundsätzlich gilt, das der Stoff, welcher eine genauso innige wie körperbetonte Ehe mit der Haut führt, mit dieser in Einklang stehen sollte.

Dies schließt Materialien wie Schmirgelpapier oder Nietenhosen ja mal grundsätzlich aus. Auch durchsichtige Plastikfolie sollten sie außerhalb der Loveparade und RAF-Ehemaligentreffen nicht unbedingt tragen. Das schönste ist aber, dass die Materialien alle mit Chemie verseucht sind, die die Chinesen vor einiger Zeit im Kalten Krieg noch in die Atomwaffenproduktion investiert hätten, und die Kleidung so alle möglichen Allergien auslösen kann. Deshalb können wir die Verantwortung getrost auf die Hautärzte der Bundesrepuplik Deutschland abschieben, die vor jedem Kleiderkauf zu Rate zu ziehen sind.

Schritt 3: Die Wahl des richtigen Ladens

Kleidung sollten sie grundsätzlich im Laden kaufen. Das erscheint logisch, doch in Zeiten von E-Mail, E-Commerce und E-Mil und die Detektive natürlich auch dieses Grundbedürfnis nach einer elektronischen Lösung. Elektrische Kleidung ist zwar aufgrund der erhöhten Wahrscheinlichkeit noch nicht sonderlich weit verbreitet, aber das Hinternfett bietet mittlerweile die ganze Auslegeware auch digital an. Außerdem könnte man E-Mil und die Detektive schon mal gebrauchen, wenn man bei E-Bay wiedermsl über den digitalen Wühltisch gezogen wurde.

Alice Schwarzer, auch sonst Vorreiterin bei neuweiblichen Trends und der Emanzipation der Computertechnik, beim Versuch, Ware im Internet anzuprobieren...

Nur können sie diese auch schlecht ausprobieren, wir raten ihnen auch explizit davon ab. Entsprechende Versuche, in den Bildschirm zu steigen endeten meist mit schweren Verletzungen und der Erkenntnis, dass die Ware doch recht eng und steif ist, Hardware eben. Außerdem müssen sie eine halbe Ewigkeit frieren, bis Zumwinkels Post über diverse Bankwege das Porto erhalten und die Ware ausgeliefert hat, wodurch sie als Käufer ziemlich geliefert sind.

Also doch lieber in den Laden. Hier gilt es für vor allem jemanden zu finden, mit dem sich ihre Finanzlage betreffend halbwegs auf einer Höhe befindet. Nicht ohne Grund befinden sich viele Kleiderstores im Basement und Second-Hand-Shops im Keller. Shops wie zum Beispiel von Golce und Dabbana (Name aus urheberrechtlichen Gründen geändert, Schleichwerbung wäre nicht das Problem) sind nicht zu empfehlen, sie als stinknormaler Dummie, also einer, der dieses Buch einem Stilberater vorzieht, kann die Raten für die Finanzierung des Outfits sein Leben lang nicht abstottern. Lustig ist es allerdings, wenn sie sich von dem zwanghaft höflichen Personal die gesamte Palette von Größe 37 bis 38, die Farbenschicht hornhautumbra bis lila-blassblau und V- bis U-Auschnitt zeigen lassen, um sich dann als Schauspieler und den Chauffeur als Kameraden von Punk'd zu outen. Muss ja nicht unbedingt stimmen...

Schritt 4-7: Der Kauf der Kleidung

Schritt 4: Der Weg zum Shop

Gewissermaßen stellt der Weg zur Beschaffung der Kleidung ein Verbindungsglied zwischen Planung und Kleiderkauf dar. Um Kleider kaufen zu können, müssen sie natürlich erst einmal zu einer Oase des modernen Schneidertums gelangen. Als erstes empfehlen wir ihnen sich hierfür das Auto, doch um Oasen des modernen Schneidertums haben sich durch die Jahrtausende zu ihrem Missfallen ganze Städte gebildet. Hier wimmelt es allerdings von Verkehrbremsen wie Ampeln, Fußgängern, Fahrädern und Reinigungsfahrzeugen, die den Verkehr so lange aufhalten können, dass – wenn sie früh losgefahren sind - die Mittagspause - oder – wenn später – der Dienstschluss schon eingetreten ist.

1.: Eindeutig zu Groß, dieses "Kleid". 2.: Bei der Frau hätte man auch so nichts machen können!
3. Für solche Frauen gilt das mit dem Schönheitschirurgen nicht!

Das gleiche gilt auch für die deutsche Bahn oder die Buslinien. Langer Rede kurzer Sinn: sie sollten reichlich früh aufstehen, um erstens: einen Platz in unmittelbarer Nähe des Geschäfts zu erhaschen und so nicht zwei Garnituren durch die Gegend tragen zu müssen und zweitens: überhaupt dazu zu kommen.

Schritt 5: Die Wahl der richtigen Größe

Hierzu sollten sie einfach mal an sich herabschauen. Dabei werden sie ein Weltwunder erleben: das erste Mal, das ihr Körper als Navigationssystem zu gebrauchen ist. Sollte der Blick an einem Hindernis auf Höhe des Oberkörpers hängen bleiben, so können sie auf die Damenabteilung zusteuern. Wenn sie den Warnhinweis oben aufmerksam gelesen hätten, wissen sie warum eine zweite Möglichkeit nicht geschildert wird. Hier angekommen, sollten sie schauen, ob bei genauem Hinsehen hinter dem oberen Hindernis ein zweites hervorlugt. Sollte dies der Fall sein, fallen die schönen, schmalen Kleider á la Heidi Klum schon mal weg. Dann nehmen sie den Taschenrechner und rechnen aus der Distanz zwischen erstem Hindernis (der sogenannten Brust) und dem zweiten die Größe aus (Achtung, das Tragen von dicken Winterjacken kann das Ergebnis verfälschen).

Dieser Schritt ist extrem wichtig. Bei viel zu großen Kleidern gehen sie nämlich das Risiko ein, als Hip-Hopper abgestempelt zu werden, bei zu kleinen könnten sie aufplatzen wie eine Wurst nach unsachgemäßem Aufwärmen in der Mikrowelle. Schlimm ist es aber auch, wenn sie so eingezwängt werden, dass sie sich übergeben müssen. Der Vorteil ist wiederum, dass sie, wenn sie dies einige Zeit aushalten – tatsächlich irgendwann mal hineinpassen.

Schritt 6: Die Wahl des richtigen Stils

Mode für Dummies - wer so was gesucht hat, der wird hier nicht fündig!

Stil ist ein deutsches Wort, welches sich aus dem altdeutschen Wort „Stiel„ gebildet hat. Die neuhochdeutsche Version dieses Wortes, „Style„, leitet sich von dem Wort „Steil„ ab. So sollte ihr Körper beim An-Sich-Herabschauen nämlich aussehen. Durch merkwürdige Geschehnisse hat das Wort „Stil„ aber eine Bedeutungsverschiebung hinnehmen müssen, mittlerweile steht es für die Art, sich zu kleiden, und die sollte natürlich einmalig sein.

Dazu gehört natürlich auch die richtige Kombination der Farben. Deshalb empfehlen wir ihnen blaue Jeans, weil die einfach zu fast allem passen. Das Problem ist, dass die gewöhnlichen Farben nicht sonderlich viele Variationen zulassen, weshalb die Modeindustie für sie immer mehr Farben aus der Retorte zaubert, von Buchstabensuppen wie lila-blassblau bis zu unappetitlichen wie Khaki.

Aber es gibt sechs Milliarden Menschen auf diesem Wasserball (Anzahl stark steigend). Gut, 3 Milliarden davon unterscheiden sich im ihrem Stil wesentlich durch Zerlumpungsgrad und Alter und machen ihnen keine Konkurrenz, aber die anderen, finanziell besser situierten, wie sie, die lesen können, können es sich leisten, verschiedene Stile zu benutzen. Die normalen Farbkombinationen sind natürlich schnell ausgeschöpft, deshalb vertrauen sie den Kollektionen faltiger, langhaariger Herren, die die Hälfte des für die Kleider gedachten Lacks in die eigene Frisur stecken, und deshalb bald wegen Unterschlagung eher in Zwangsjacken als in glitzernden stecken, aber selbst aus diesen das maximale Stilpotential herausholen.

Diese schöpfen die Untiefen ihrer eigenen Alpträume bis zum Letzten aus, und zeigen ihnen alle Möglichkeiten, wie man sich außerhalb von Laufstegen gerade nicht kleiden kann, aber irgendwie ist es doch toll, denn es ist ja einmalig. So gibt es zum Beispiel Kleider aus Diamanten oder Schwertern (vielleicht auch nicht, kommt aber sicher irgendwann). Dadurch wird ihnen als Käufer geholfen und die Fantasie angeregt, oder sie können es sich kaufen. Mehr Individualität können sie auch durch gewisse Aufdrücke auf dem T-Shirt erlangen.

Schritt 7: Die Wahl des richtigen Motives

Hier gilt es aufzupassen. Es kann nämlich ziemlich blutig enden, wenn sie, umgeben von aggressiv dreinblickenden Zeitgenossen mit markanter Kurzhaarfrisur, T-Shirts von äußerst attraktiven Männern in Mützen mit Stern drauf und kitschigen Locken tragen. Das gleiche gilt für lustige kleine Strichmännchen, die Mülleimer mit 70 Jahre altem Müll füllen, hier wären eher Kleider von Thorsten Schneidar zu empfehlen. Auch das Bild von nackten Frauen auf katholischen Schulen oder Internaten kann zu leichten bis mittelschweren - aber nicht körperlichen - Kollisionen und einer Menge Ärger für sie führen.

Schritt 8-10 Jetzt müssen sies nur noch anziehen

Schritt 8: Gedächtnisleistung verbessern

Der Mensch verfügt über eine Unmenge von Kleidungsstücken. Socken, Hosen, Unterhosen, Boxershorts, Schuhe, Unterhemden, Kondome, T-Hemden, Blusen, BHs, Halstücher, Jacken, Pullover, Mützen, Kappen, Rabbinerhütchen, um nur einige zu nennen. Es ist gar nicht so leicht, sich zu merken, wo das alles hingehört. Hier empfiehlt wir ihnen, „learning-by-doing„ zu praktizieren. Schnell werden sie erfahren, dass die Socke nur über die beiden unteren Körperenden passt, und dass sie aufgrund ihres natürlichen Eigengeruchs als Mütze gänzlich ungeeignet ist. Probieren sie's aus (für unsere jüngeren Leser: Check it out).

Typisches Exemplar der Gattung Stadtschlampe

Aber sie sollten besten bei heruntergelassener Jalousie üben. Sonst kommt noch Wolfgang Schäuble und vermutet, sie würden in den Kleidungsstücken fieberhaft nach geschmuggeltem Sprengstoff suchen, wenn sie es abwechlungsreich über jedes Körperteil ziehen. Dies ist gar nicht so abwegig, denn schließlich werden eh fast alle Kleidungsstücke in muslimischen Ländern wie Indonesien oder Pakistan gefertigt.

Schritt 9: Alles richtig herum anziehen

Es gibt vier verschiedene Arten, sich zu kleiden, und drei davon sind falschrum. Wenn das Schild, dass immer im Nacken kratzt, innen und auch noch im Nacken sitzt, dann hat man alles richtig herum. Hier sollten sie nicht all zu viel herumprobieren, denn irgendwelche Promi-Kinder schaffen es immer wieder, sich zu strangulieren. Außerdem ist es schade, wenn das schöne Motiv, welches eigentlich nach vorne gehört, im wahrsten Sinne des Wortes für den Arsch ist.

Schritt 10: Anhand des Idealbeispiels alles nochmal überprüfen

Das Ideal ist die sogenannte „Stadtschlampe„. Diese versteht es geschickt, von kleinen Stiellosigkeiten in der Bauchgegend mit einem dicken „New York„ auf der Kleidung abzulenken und sich mit Sonnenbrillen das Gesicht und mit Hörgeräten die Ohren warmzuhalten. Zur zusätzlichen Wärme trägt die Handtasche bei, die wie ein Kuscheltier geknuddelt wird.

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Dieser Artikel aus den Namensräumen „Diverses“ oder auch „Spiegelwelten“ besitzt aufgrund seiner Qualität die Urkunde „Schatzkistentauglich“ und wird daher im Portal Rumpelkiste gelistet.
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