Trainer

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Der Trainer gehört zu der Gattung Mensch, die sich gern für die Leistung "ihrer" Sportler feiern lassen, obwohl sie selbst nur faul auf einer Bank sitzen und meinen, alles besser zu können. Er ist die erste Person, die nach einem Erfolg mit Lob überhäuft wird und gleichzeitig als erster gefeuert wird, wenn es eine sportliche Talfahrt gibt. Meist verbirgt sich hinter dem Trainer selbst ein gescheiterter Sportler. Seine pensionierte Variante ist der Hometrainer.
Ein Trainer erwartet immer vollen Einsatz!

Das Leben eines Trainers[Bearbeiten]

Man wird nicht einfach Trainer, Trainer werden schon als solche geboren. Sie bemängeln schon bei der Geburt, dass Mutter doch mehr in die Knie hätte gehen sollen, oder wie unsanft doch die Hebamme ans Werk gegangen war. Über Vaters schlechte Wurftechnik beim Ballspielen wird ebenso hergezogen wie über Tantes ungenießbaren Kartoffelbrei. In der Schule wird jeder Fehler eines Mitschülers erbarmungslos öffentlich gemacht, die erbärmlichen Aufwärmspiele im Turnunterricht sind sowieso ein rotes Tuch für den Trainer und der schlechte Kakao wird auch Zielscheibe eines boshaften Kommentars. Kommt der Trainer in die Pubertät, ist das erst der Anfang allen Übels: die Eltern sind miese Erzieher, der Lehrer hat immer unrecht und der dadurch benötigte Nachhilfelehrer ist ein inkompetenter Taugenichts. Geht er als Zuschauer ins Stadion, entdeckt er schnell seine Leidenschaft: und dass er der beste Trainer überhaupt wäre, da alle inklusive des Amtsinhabers keine Ahnung haben! Bei Niederlagen wird im Fan Handlungsbedarf offenbar: Nur ich kann uns retten! Falls er sich dann wirklich entschließt einen "Übungsleiterkurs" zu belegen, muss er erst einmal verschiedenste Tests bestehen. Hat er nicht erfolgreich abgeschlossen, kann er dennoch sogleich in den Job einsteigen: als Kindertrainer. Dort "arbeitet" er zwar umsonst, ist dafür aber unkünd- und unantastbar in seiner Autorität, egal, ob er Erfolg hat oder das Team plattmacht! Im Selbstideal schleimt sich der "Coach" dann bis in die Bundesliga oder er wird Arsch der Nation Bundestrainer. Dass dies nie der Fall sein wird, interessiert den Trainer praktisch nur am Rande, wo Leben sich für ihn ab-spielt. Mitspielen, sich bewegen, aktiv sein - das betrifft die anderen. Der Trainer muss nur schlau drüber reden!

Die verschiedenen Gattungen[Bearbeiten]

Der Jungspund[Bearbeiten]

Er ist jung, dynamisch und zielstrebig, aber auch leicht zu beeinflussen. Der Jungspund verliert gerne einmal die Nerven und versteckt sich dann in der Herrentoilette, bis das Training endet. Seine Kennzeichen sind ein modischer Trainingsanzug und die gute alte Trillerpfeife, die er benutzt, da er gerade mitten im Stimmbruch steckt. Seine Übungen sind meistens bis ins kleinste Detail aus einem Trainerhandbuch kopiert und die Weisheiten, die er seinen Sportlern mit auf den Weg gibt, sind von einer Selbsthilfeinternetseite.

Der Schreihals[Bearbeiten]

Diese Art des Trainers dürfte wohl jedem bekannt sein. Er schreit zu jeder Zeit, an jedem Ort, in jeder Situation, gegen jeden und alle. Dabei geht es ihm nie primär um das, was er den Athleten vorwirft, es geht ihm schlicht darum, dass sie ihm gehorchen, er seinen Frust abbaut (später von Psychodocs geklaut als "Schreitherapie") und alle idealerweise noch so einen Tinnitus davontragen, dass sie den Anschiss nie im Leben vergessen. Der Schreihals ist im Vorbereiten seiner Übungen nicht gerade kreativ, Trainings bestehen entweder aus Stiegenläufen oder Zirkeltrainings, oft aus beidem. Hauptsache die Sportler sind erschöpft und der Schreihals kann ihre schlechte Ausdauer anprangern. Auf Mode legt der Schreihals keinen großen Wert, doch Rot ist seine Lieblingsfarbe, da es die Blutflecken der Athleten nicht zu aufdringlich erscheinen, alles in Rot sich aber als Liebe zum Sport verkaufen lässt.

Der Alte[Bearbeiten]

Er ist und bleibt ein Freund der alten Schule und lässt seine Sportler sprinten, bis sie umfallen, immerhin muss die Wissenschaft ja nicht zwingend Recht haben, wenn sie sagt, dass das schädlich für den Körper sei. Seinen neon-pinken Trainingsanzug wechselt er nie, auch wenn sich das Pink mit der Zeit in ein Braun verfärbt hat. Oft vergisst er die Namen seiner Spieler und es kann auch vorkommen, dass er während des Trainings einschläft. Erschrecken sollte man den Alten besser nicht, sonst kippt er noch um und dann kann man sich einen neuen Trainer suchen!

Die Frau[Bearbeiten]

Frauen scheinen nun auch die letzte Männerdomäne, den Sport, zu erobern. Neben Frauensportteams, Frauensportturnieren und Frauensportmeisterschaften soll es jetzt sogar Frauen als Trainer geben. Die männlichen Leser dieses Artikels werden gerade den Schock ihres bis dato glücklichen Lebens gehabt haben, aber es ist die Realität. Wer jetzt aber glaubt, besagte Trainerinnen seien Augenweiden in Miniröcken, der liegt falsch. Es sind wieder einmal die vollbusigen Mannsfrauen, die, wenn sie schwitzen, riesige Wasserlachen in ihren Achseln vorfinden. Ihr Atem stinkt nach Zigaretten und Minzkaugummi und man sollte es vermeiden als Letzter zu duschen, wenn die Trainerin noch im Haus ist!

Der Theoretiker[Bearbeiten]

Schon so mancher Athlet behauptete, dass Sport echte Wissenschaft sei, aber der Theoretiker ist der lebende Beweis dieser Behauptung. Für ihn ist Sport nicht bloß nur körperliche Anstrengung, er betreibt Sport auch mit dem Hirn. Er wiederlegt somit auch die von Boris Becker in die Welt gesetzte These, dass Sport und Wissen keine Freunde sind. Mithilfe komplizierter Gleichungen und Winkelberechnungen kann der Theoretiker das ideale Training für seine Sportler zusammenstellen und selbst die Pausen sind aufgrund optimal abgestimmter Getränkemischungen vorteilhaft für den Athleten.
Wirkliche Schönheiten, diese Trainer!

Der Ex-Profi[Bearbeiten]

Es war irgendwann in grauer Vorzeit, da war der Ex-Profi noch Profi, oder zumindest tat er so. Seit damals glaubt er jemand zu sein, sich auszukennen in der Welt des Sports. Er kommt oft zu Vereinen, die zwar das Geld, aber trotzdem nicht die Klasse haben echte Profi-Teams zu sein. Dort wird er zu Saisonbeginn als bekannter Sportsmann präsentiert, als Held, Gott und Retter. Meistens steht der Ex-Profi dann nach zwei Wochen ohne Verein da, jedenfalls bis der nächste Verein, der so dämlich ist, anklopft.

Der Schönling[Bearbeiten]

Weil die Trainer (oder zumindest die meisten Trainer) im Fernsehen so sympathisch und nett anzusehen sind, wird auch der Schönling ein Trainer. Doch schon bald muss sich auch er eingestehen, dass Sport nichts für ihn ist. Er fühlt sich nicht allzu wohl inmitten von Dreck, Bier und verschwitzten Körpern, lieber sitzt er zuhause vor dem Spiegel und stylt seine Haare. Dennoch sind Auftritte des Schönlings am Sportplatz immer sehenswert, beispielweise wenn er in Armani-Jeans und Louis-Vuitton-Hemd an der Seitenlinie steht.

Zitate[Bearbeiten]

  • "Hat der ein Tor gemacht? Super - wie? Hätte er den Ball abgespielt, dann hätte der das Tor gemacht und da der besser in der Torschützenliste ist, wäre das super! Mitdenken! Dumm wie Brot manche, echt!", Schreihals, Amtsinhaber überm Fußballteam
  • "Bälle? Das hat es bei uns damals nicht gegeben! Wir haben mit Steinen gespielt!", Alter im Amt eines Handballtrainers
  • "Keine Widerrede! Man kann meinen Berechnungen zufolge mit dem richtigen Wind aus dem eigenen Drittel auch ein Tor machen!", Theoretiker im Amt eines Eishockeytrainers
  • "Grätschen! Nehmt euch ein Beispiel an mir, wir sind doch nicht im Mädchenpensionat", der Ex-Profi zu 6-jährigen Schützlingen
  • "Ich bin Gott für dich!", ein Kindertrainer zum besorgt aufmüpfigen Spielervater