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Telefonitis

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Zwei Süchtige hängen an der Leitung

Telefonitis, auch Handy-Neurose, ist eine Krankheit, unter der 90% der Kinder und Jugendlichen leiden. Sie ist oft ein Stressfaktor in der Familie und Ursache für hohe Handyrechnungen.

Krankheitsbild[Bearbeiten]

Man telefoniert aus Sucht stundenlang über unwichtige Dinge oder mit Freunden, die man erst vor wenigen Momenten getroffen hat oder in Kürze sehen wird. Auch Stress mit der Freundin oder dem Freund wird per Handy zum Leid anderer Hausbewohner oft extrem lautstark ausgetragen. Meist findet Telefonitis spät abends statt, wenn andere schlafen wollen oder sich beim Mittagessen gegenseitig angeschwiegen wird.
Wissenschaftler konnten kürzlich eines dieser lebenswichtigen Telefonate aufzeichnen: Datei:Zeitansage.mp3
Eine Nebenerkrankung ist auch die sogenannte Chateritis - unnötiges Chatten im Internet. Der Heilungsweg ist ähnlich wie bei der Telefonitis.

Entzugserscheinungen[Bearbeiten]

Man zittert und ist nervös, wenn man länger nicht telefoniert hat. Auch tritt oft ein Abfall des Blutdrucks ein, der mit Depressionen einhergeht. Schlechte Laune und starke Stimmungsschwankungen sind häufige Begleiterscheinungen. Das Suchtempfinden ist so stark wie beim Rauchen - man fühlt sich meist ausgelabert und ausgelutscht vor Müdigkeit. Die Telefonrechnung beginnt zu sinken und der sonst Nähe gewöhnte Telefonhörer beginnt zu erkalten. Die Ohren werden wieder der Reizüberflutung alltäglicher Geräusche ausgesetzt und verunsichern den Delinquenten, der sich doch zumeist nur auf eine einzige Stimme an einem einzigen Ohr zu konzentrieren vermag! Die Finger fangen unwillkürlich an, in der Luft Zahlenkombinationen zu tippen und die Lippe versucht unaufhörlich, die Worte „Hallo, wo bist du gerade?“ zu sprechen.

Heilung[Bearbeiten]

Diese beiden Abhängigen bekommen einfach nicht genug.

Aber diese Krankheit ist auch ohne Medikamente heilbar. Man kann z.B. den Stecker ziehen oder Telefonverbot verhängen: „Seh ich dich noch einmal mit 'nem Telefon, mach ich 'n Knoten rein!“

Eine Heilung ist nur dadurch zu erzielen, dass das Telefon aus dem Fenster geschmissen wird und/oder Telefonverbot für den Deliquenten verhängt wird! Bei widerstandsfähigeren Handys muss der Vorschlaghammer allen eventuellen Rückfällen entgegenwirken. In speziellen Kliniken werden telefonitisbetroffene Menschen wieder in den normalen Alltag zurückgeführt. Aber auch vom Telefonanbieter limitierte Tagestelefonminuten bringen den erwünschten Heilungserfolg, da sich beim Ablauf der vorgegebenen Zeit einfach die Verbindung bis zum nächsten Tag cancelt. So wird der Betroffene gezwungen, nur wichtige Dinge telefonisch zu übermitteln. Aber auch das Bezahlenmüssen der ins Haus flatternden Rechnung hat zumeist einen einschlagenden Heilungseffekt.

Bei der sogenannten ICQ-Sucht, bei der man den Reiz verspürt, ständig und immer online sein zu müssen, um stets in Kontakt mit Freunden zu bleiben, hilft auch der folgende Geheimtipp:
Bei den Verbindungseinstellungen muss man statt des automatisch vorgegebenem Loginservers login.icq.com folgende Adresse manuell vergeben: login.alwayson.im
Als Port gilt es, 443 einzutragen.
Wenn man sich nun bei ICQ oder wahlweise AIM einloggt, hat man zunächst so 'ne Art „Nachrichtenassistent“ als neuen Kontakt drin. Dadurch wird sichergestellt, dass, sobald du dich ausloggst, deine UIN oder dein Screenname weiterhin in dem zuletzt vergebenen Onlinestatus für das Netzwerk stets verfügbar erscheint. Und das auf Zeiträume von bis zu 14 Tagen. Manchmal länger, manchmal kürzer, aber Hauptsache: Es funktioniert! Die Wirkung lässt nicht lange auf sich warten, denn so langsam vergeht die Pflicht, dieses nervige Programm ständig am Laufen zu halten.
Warnung: In der Betaphase dieses Dienstes kann es zu manchen unbequemen Nebenwirkungen, Fehlfunktionen usw. kommen. Deshalb sollte man da etwas Obacht beim Ausprobieren geben.

Trivia[Bearbeiten]

  • Manche Menschen zahlen dafür, telefonitiskrank zu werden
  • Telefonitis ist schon lange nicht mehr nur eine Modeerscheinung des 20. Jahrhunderts
  • Der Engländer spricht: „It's not handy to face telefonitis!“
  • Seitdem es Handys gibt, hängen zwar noch alle Opfer an der Strippe, aber nicht mehr an der Schnur
  • Telefonitis kann eine heisere Stimme verursachen, sollte die Krankheit nicht therapiert werden
  • Telefonitis ist meistens bei weiblichen Menschen aller Altersklassen anzutreffen