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Beutelwolf

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Beutelwolf
Taswolf.jpg
Systematik
Klasse: Superschädlinge
Unterklasse: Eben. Hat weder Stil noch Klasse.
Familie: Frisst Deine ganze Familie
Gattung: Thylacinus
Art: Beutelwolf
Wissenschaftlicher Name
Thylacinus Cynocephalus

(Lothar von Trotha, 1897)

Der Beutelwolf, auch Thylacine oder Tasmanischer Tiger, ist das gefährlichste, gewissenloseste, heimtückischste und zerstörerischste Wesen, das je diesen geschundenen Planeten beutelte.

Von ähnlich niederer Gesinnung wie der Panda, strapazierte auch der Beutelwolf die Nerven rechtschaffener Menschen mit seinem jahrzehntelangen Gejammer, von wegen "ach, er müsse wohl bald aussterben".
Dies nur, um dann doch weiter auf Erden zu verweilen.

Dieser verachtungswürdigen Entschlusslosigkeit wurde entschiedenes Handeln entgegengesetzt und die üble Kreatur im Jahre des Herren 1936 in Notwehr ausgerottet.

Inhaltsverzeichnis

Entdeckung der Art

Entdeckt wurde die garstige Bestie Anno 1890 von Lothar von Trotha.
Zu jener Zeit nutzte der berühmte Feldherr einen Urlaub auf Tasmanien, um sich beruflich weiterzubilden, indem er die dortigen Eingeborenen massakrierte.

Auszug aus Trothas Tagebuch:

"Nachdem wir das Dorf daselbst niedergemacht, die erbärmlichen Hütten angesteckt, das Weibsvolk mit unserer Manneskraft Mohres gelehrt und das nutzlose Pack vortrefflichst todtgeschlagen hatten, erspähte ich im Gestrüpp ein grausig Thier. Von hässlichster, gelber Farbe war es, wie der Chinese im Gesicht und mit Streifen auf dem Rücken, gleich der Bestie von Singapur!

Hurtigst war meine Büchse im Anschlag und ein zümftig Dutzend Patronen auf den Strauch geschossen. Der gemeine Strolch aber konnte fliehen."

Aussehen, Körperbau

Um sich zu tarnen, sieht der Beutelwolf aus wie ein Hund. Dabei fehlte ihm, wie zu erwarten war, der nötige Geschmack, um wenigstens die Form eines edlen Deutschen Schäferhundes anzunehmen.
Vielmehr sieht das abscheuliche Biest aus wie einer dieser streunenden Bastarde in Spanien, die in Hinterhöfen leere Paella-Pfannen auslecken und Touristen aufdringlich den Schritt beschnüffeln.

Ursprünglich war der Wolf unifarben beige, wie ein Staubsaugersack. Die dunklen Streifen erhielt das Tier, weil es einmal mit dem Rücken zu nahe am Heizkörper schlief. Nach einer Stunde roch es nach gegrillter Thylacine und das saudämliche Streifenmuster war entstanden.

Am Bauch hat der Beutelwolf einen Beutel, in dem es versiffter aussieht als in jeder Damenhandtasche und in welchem er gewohnheitsmäßig Drogen schmuggelt.

Die Raubzüge des Ungeheuers

Die Bestie schlug wahllos zu.

Nicht lange nach der ersten Sichtung brach eine Zeit unendlichen Leidens auf die frommen, weißen Siedler von Tasmanien herein: Der Beutelwolf, feige und faul wie er nun mal war, ließ von seinen gewohnten Opfern, den Wallabies, ab und machte sich in beispielloser Blutrunst über die Schafe der Bauern her.

Tag und Nacht war auf den Weiden das traurige Wimmern der armen Lämmlein zu hören, die vergebens um ihr Leben flehten, bevor der Beutelwolf ihnen die Hälse durchbiss und sie lebend verschlang.

Doch es sollte noch schlimmer kommen: Als die 25 jährige Rosie Dumbarse an einem herrlichen, sonnigen Tag aufgelöst und mit zerfetztem Kleid nach Hause kam, fragte ihr Mann sie, was passiert sei.

Ihr ergreifender Bericht zeugt von einem Drama:
So war sie in den Wald gegangen, um dort Wäsche zum Trocknen aufzuhängen. Da schnellte die Bestie ohne jede Vorwarnung aus dem Dickicht, riss ihr das Kleid vom Leib und geiferte ihre Beine voll. Todesmutig packte die junge Frau ihren Regenschirm und drosch auf das Vieh ein bis es davon lief.
Rosie war nur knapp dem Tod entkommen und es grenzt an ein Wunder, dass sie noch lebte und unversehrt war - ja sogar 9 Monate später ein gesundes Kind zur Welt brachte.

Bekämpfung

Feige umzingelt das Saupack brave Bürger

Es war nun klar, dass definitiv etwas gegen diese Seuche unternommen werden musste!
Die Regierung bot trotz leerer Haushaltskassen großzügige Prämien für jeden erlegten Beutelwolf: 20 Schilling für ein Männchen, 15 für ein Weibchen und 5 für ein Junges.
Bald stapelten sich die abgezogenen Felle und die abgehauenen Köpfe vor dem Rathaus. Ein herrlicher Anblick!

Zusätzlich bestückte man alle tasmanischen Wälder und das Buschland mit Sprengfallen, Selbstschussanlagen und Anti-Personenminen.
Sobald ein Beutelwolf sich einer Farm näherte, empfing ihn ein Sperrfeuer aus mehreren MG-Batterien. Nichts war den armen Menschen zu aufwändig, um Frieden in die grünen Auen Tasmaniens zu bringen.

Seltsame Anfragen aus Europa

Um die Jahrhundertwende trafen bizarre Depeschen europäischer Zoos in Tasmanien ein, die nach lebenden Beutelwölfen fragten. Zunächst wanderten diese wirren Briefe in den Müll, bis klar wurde, dass besagte Zoos bereit waren, für die Bestien gutes Geld zu entlöhnen.

Daraufhin verlegten sich die heldenhaften Jäger teilweise auf den Lebendfang. Die Viecher wurden in Fallgruben gelockt, zusammengefaltet, in kleine Kisten gesteckt und per Post zu den Kunden in aller Welt verschickt.

Einmal mehr zeigte sich der schlechte, menschenfeindliche Charakter dieser Untiere: Denn sie gönnten dem Zoopublikum ihren Anblick nur kurz und entzogen sich durch vorzeitiges Ableben ihren Pflichten als Schauobjekt.

Der Beutelwolf heute

Ausgeburt der Hölle!

Als 1936 der letzte Beutelwolf im Zoo starb, hatte man lange Zeit Ruhe. Die Lämmlein konnten nun wieder friedlich grasen und mussten nicht mehr um ihr Leben fürchten, was sie dankbar durch besonders zartes Fleisch zeigten.

Doch die Idylle trügte: Schon bald behaupteten irgendwelche langhaarigen Camper, einen Beutelwolf gesehen zu haben. Der örtliche Wildhüter, der in seiner Hütte gerade eine Leibesvisitation bei einer auffälligen Touristin durchführte, nahm sein Gewehr und ging hinaus, um das Vieh über den Haufen zu schießen. Bevor er sich versah wurde er von einer Horde Spinner mit Leckerlis aus dem Zoofachgeschäft, Esoterikern, wirren Kryptozoologen und UFO-Freaks überrannt.

Filmcrews drangen in den Busch vor und drehten larmoyante Dokumentationen über angeblich schießwütige Siedler und arme, verfolgte Beutelwölfe.
Der Hype verfehlte seine Wirkung nicht: Weicheiig, sich dem Druck der Political Correctness beugend, nahm die Regierung den Beutelwolf in das Wappen von Tasmanien auf und bietet noch heute ein Prämie von einer halben Million Dollar an denjenigen, der nachweist, dass die Thylacine doch nicht ausgestorben ist.

Und als ob es des Irrsinns nicht genug wäre, versuchen durchgeknallte Wissenschaftler zur Stunde, das Vieh mittels der DNA von in Alkohol konservierten Beutelwolf-Föten zu klonen.

Seit Jahren wird der "Tasmanische Tiger", wie er von seinen Fans großkotzig genannt wird, an allen Ecken und Enden gesehen: Im Wald, im Park, auf dem Bahnhofsklo, in der Straßenbahn und unter dem Bett. Mit jeder "Sichtung" schwappt eine neue Welle Beutelwolf-Verrückter aus aller Welt ins Land.
Wenn die Horde durch ist, sieht der tasmanische Busch schlimmer aus als ein Fußballstadium plus Innenstadt nach einer Begegnung Deutschland-Holland.

Was ist dran an den Sichtungen?

Gibt es noch Beutelwölfe?
In unserer Welt, definitiv nein.
Einige Sichtungen hängen vermutlich mit Beutelwölfen aus Ozeanien zusammen, die vom dortigen Van Diemen Land über eine Pforte in unsere Dimension geraten sind.
Der Rest dürften reine Alk-Halluzinationen sein, Einbildungen, Sinnestäuschungen und Spinnereien, wie das Monster von Loch Ness, rosa Elefanten oder ein Hip-Hoper mit normalem Wortschatz.

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2. Platz beim 3. Stupid Contest

Beutelwolf ist ein Gewinner des 3. Stupid Contests.

Für dieses Werk erhält Misses Kennedy den silbernen Stupidedia-Stern am Band.

Gezeichnet, die Jury

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Stupidedia-Goldpokal

für

Beutelwolf

Diesem Artikel wurde die unfassbare Ehre zuteil, zunächst von einer Mehrheit der ehrenwerten Leser zum absoluten Hammer gewählt und anschließend von der Mehrheit der Diktatoren zum Goldpokalartikel erklärt zu werden.

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Somit gehört dieser Artikel zur absoluten Elite und ist daher Staatseigentum!

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