Flashmob

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Der sog. "Flashmob™" (eigentlich "Flashmob 2000™", nach der neuen deutschen Rechtschreibung "Flashmopp") ist ein legendäres Haushaltsgerät, das vor allem durch das Teleshopping (nach der alten deutschen Rechtschreibung komischerweise nicht "Teleshobing", da blick mal einer durch!) berühmt wurde.

Erfunden wurde der Flashmob™ in den 90er Jahren von Anhängern des Mobbiismus (den sog. Mobbyisten) als Erweiterung des nicht so erfolgreichen Smart Mobs. Mit dem Flashmob™ war es endlich möglich, die traurigen Überreste ihrer Mobbingopfer auf hygienisch einwandfreie Art und Weise aufzuwischen und zu entsorgen. Aber auch für die Entfernung von anderem Schmutz ist der Flashmob™ perfekt geeignet.

Walter Freiwald wurde durch seine Anmoderation bei der Dauerwerbesendung "Flashmob 2000™" mit seinem Spruch: "Er wird euch alle flashen!" weltberühmt. Er sollte Recht behalten...

Der Flashmob in der Literatur

Johann Wolfgang von Goethe konnte schon 1798 sehr zuverlässig vorhersagen, dass der Flashmob™ später einmal zu einer großartigen Errungenschaft der Menschheit gehören würde. Seine Ballade "Der Zauberlehrling" beschreibt eindeutig nichts anderes, als die magische Funktionsweise des Wundermobs, der die Arbeit quasi von allein macht:

Pergamentrolle.png

Der Zauberlehrling

Halbgott!.jpg
Ein antiker Flashmob
[...]

Und nun komm du alter Besen,
Nimm die schlechten Lumpenhüllen,
Bist schon lange Knecht gewesen.
Nun erfülle meinen Willen.
Auf zwey Beinen stehe,
Oben sey ein Kopf,
Eile nun und gehe
Mit dem Wassertopf
[...]
Seht er läuft zum Ufer nieder,
Wahrlich ist schon an dem Flusse,
Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweytenmale!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schaale
Voll mit Wasser füllt!
[...]
O, du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh’ ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!
[...]

Bei der Lektüre des gesamten Gedichts wird einem bewusst, dass die Menschen im 18. Jahrhundert Neuem gegenüber noch etwas skeptisch waren und ihre Arbeit lieber mit einfachen Mitteln und eigener Kraft selbst verrichteten, als sie einem neumodischen Gerät zu überlassen. Das ist heutzutage selbstverständlich anders: Die Menschen des 21. Jahrhunderts sind stinkend faul, deshalb passt der Flashmob™ ja auch so gut in unsere Zeit!

Vermarktung

Der Flashmob™ kam 1998 zunächst nur in den USA auf den Markt. Damals vermarkteten ihn die US-amerikanischen Moderatoren mit dem gerappten Slogan:

"Flash kills the trash in a dash for little cash"
(zu deutsch: "Für wenig Geld killt der Flash den Müll in Nullkommanix")

Bedürftige Hausfrau sammelt am Eingang einer öffentlichen Toilette für einen Flashmob

Die wiederholten Einspielungen des Raps während der Verkaufssendung wirkten auf die Zuschauer wie eine Gehirnwäsche: Sie waren sofort von dem neuartigen Produkt begeistert und zutiefst davon überzeugt, dass ein Leben ohne Flashmob™ keinen Sinn hätte. So war der Flashmob™ bei der Markteinführung in den USA binnen wenigen Minuten bereits ausverkauft.

Die Werbesendung schlug ein wie eine Bombe: Sofort hatte sich in der ganzen Welt herumgesprochen, dass der Flashmob™ kein gewöhnliches Reinigungsgerät war, da er über sehr praktische und innovative Features verfügte, mit denen bislang kein anderes Haushaltsgerät mithalten konnte.

Leider war der Flashmob™ aber noch nicht überall erhältlich. Plötzlich begann der illegale Handel auf dem internationalen Schwarzmarkt zu florieren, bis die USA schließlich anerkennen mussten, dass die Welt für den Flashmob™ bereit war. In Deutschland wurde der Flashmob™ im Jahr 2000 endlich zum Sensationspreis von 399,99 DM* bei QVC angeboten.

*Zum Vergleich: Das Basismodell kostet mittlerweile im Handel ca. 490 EUR (mit Handyvertrag, durch den weitere Kosten entstehen).

Besondere Auszeichnungen

Der Flashmob™ wurde von einem unabhängigen Gremium vier Mal in Folge (2000, 2001, 2002, 2003) zum "Internationalen Produkt des Jahres" gewählt und gehört zu den wenigen Haushaltsgeräten, die es sogar in die Top 10 auf der Weihnachtswunschliste geschafft haben.

Spezielle Features

Doch nun zum Produkt selbst und seinen unglaublichen Extras, die sich gegenseitig in Genialität und Effizienz überbieten.

Das "Flashlight"

Beim Reinigungsvorgang mit einem handelsüblichen Wischmob spricht man von "Mobbing". Schaltet man den auf dem Flashmob™ montierten Scheinwerfer, das so genannte "Flashlight", an, um für ein effektives Säubern auch die dunkelsten Ecken der Wohnung auszuleuchten, spricht man von "Flashmobbing". Wollmäuse und andere Kleintiere können so besser entdeckt und weggemobbt werden. Dabei wird der Schmutz in der Regel dort aufgenommen, wo er passiert - im Inneren des Wohnkörpers.

Diese beiden Hamster sind noch fix und fertig vom Frühjahrsputz.

Der "Dynamo"

Man möchte meinen, dass das Flashlight dazu geeignet ist, einem das Putzen im Dunkeln bei einem Stromausfall zu ermöglichen. Das ist jedoch ein Trugschluss, denn der Flashmob™ wird elektrisch betrieben. Es gibt jedoch gegen einen geringen Aufpreis die Möglichkeit, seinen Flashmob™ für den kabellosen Betrieb mit einem Dynamo aufzurüsten, der von einem Hamster im Laufrad angetrieben wird. Diese Produkterweiterung hat aber weniger gute Bewertungen erhalten: Kunden berichteten von einer verringerten Leistung im direkten Vergleich zum herkömmlichen Stromnetz, insbesondere dann, wenn man sich nicht regelmäßig um den Hamster gekümmert hat. Auf dieses Gimmick kann wohl auch verzichtet werden; aber nicht, weil uns die Tiere Leid täten, sondern weil die Stromversorgung in Deutschland relativ zuverlässig ist.

Der "AutoBalance-Modus"

Zusätzlich zu den bereits genannten Eigenschaften des Flashmobs™ sorgt der AutoBalance-Modus dafür, dass der Flashmob™ sich auch ohne Einwirkung von außen ohne umzufallen über den Boden bewegen kann. Dieser Modus ist besonders für Berufstätige und Eilige empfehlenswert, die den Flashmob™ mal zwischendurch allein die Wohnung sauber machen lassen wollen. Sensoren tasten sich durch das zu reinigende Zimmer, so dass der Flashmob™ bei einem 25 qm großen Raum spätestens nach 4,5 Stunden wenigstens einmal in jeder Ecke war. Ein dauerhafter Betrieb im Autobalance-Modus ist zwar möglich, aber für den Konsumenten nicht wünschenswert, denn dann könnte er nicht so viel Spaß mit seinem Flashmob™ haben und würde irgendwann auch seine Gesellschaft vermissen. Außerdem wird dem Verbraucher bei dieser Funktion empfohlen, das Gerät aufgrund der Verwicklungsgefahr nur im kabellosen Zustand arbeiten zu lassen, was zwangsläufig voraussetzt, dass man seinem Hamster täglich eine ordentliche Portion Kraftfutter gibt.

Die "Sound & Language Components"

Darüber hinaus ist der Flashmob™ mit einem Dolby Digital Lautsprecher versehen und mit verschiedenen akustischen Reizsignalen und Sprachprogrammen (sog. Sound & Language Components) ausgerüstet, um die langweilige Prozedur des Putzens unterhaltsamer zu gestalten. Stößt man mit dem Flashmob™ beispielsweise gegen eine Ecke, ruft er "ouch" (englische Sprachversion), "ay" (spanische Sprachversion), "aïe" (französische Sprachversion) bzw. "aua" (deutsche Sprachversion).

Man kann mit dem Flashmob™ z. B. Radio hören, damit in den tristen Putzalltag mehr Schwung kommt. Aber der Flashmob™ singt auch selbst Lieder wie "Das bisschen Haushalt" oder "Es tanzt der Pi-Pa-Putzemann". Darüber hinaus unterhält er sich angeregt mit dem Mobber, macht ihm Komplimente und betreibt Konversation mit seinen Gästen.

Der Flashmob™ revolutionierte die Hausarbeit, da er der Hausfrau bzw. dem Hausmann genügend positives Feedback und Motivation gab, das Selbstwertgefühl steigerte und so die Lust am Mobbing erhöhte. Die sonst so depressiven US-Amerikaner konnten dank dem Flashmob™ erstmals ihre Psychopharmaka absetzen.

Das sprechende Modell war zunächst nur in vier Sprachen verfügbar: Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch. Aufgrund der großen Nachfrage in Asien, dem Nahen Osten und Osteuropa wurden aber recht bald weitere Versionen in Mandarin/Kantonesisch, Japanisch, Arabisch, Russisch, Rumänisch, Serbisch, Kroatisch, Griechisch, und Türkisch auf den Markt gebracht. Die neuesten Modelle werden werkseitig mittlerweile in 48 verschiedenen Sprachen geliefert.

Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der Flashmob™ von manchen auch als autodidaktische Hilfe für das Lernen von Fremdsprachen verwendet wird. So manch einer hat mit dem Flashmob™ gelernt, fließend Koreanisch, Suaheli oder Walisisch zu sprechen. Für diese Zielgruppe wurden ab 2002 Sprachergänzungsmodule entwickelt, die nach dem jeweiligen persönlichen Bedarf hinzugekauft werden können. Die beliebtesten darunter sind in Deutschland "Türküsch für Ünfüngü" sowie "Polnisch für Dummies".
Aus dem Original-Werbevideo: Das vibrierende Vlies macht für den Verbraucher die Drecksarbeit. Schmutzpartikel sind in rot dargestellt.
In den USA gingen vor allem die spanischen Versionen gut über den Ladentisch. Wahrscheinlich liegt dieser Trend daran, weil plötzlich ein gesteigertes Interesse daran bestand, mit seiner Haushaltshilfe oder Putzfrau kommunizieren zu können, und wenn es auch nur der in ihrer Muttersprache ausgesprochene Satz: "Lass mich auch mal mit dem Ding sauber machen!" (wahlweise auch "Sie sind gefeuert!") war.

Das "Vibrierende Vlies"

Das Vlies sorgt mit kreisenden Vibrationen dafür, dass beim Putzen nicht so viel Kraft aufgewendet werden muss, um selbst hartnäckigsten Schmutz zu lösen. Es ist bei 60° waschbar und für alle Oberflächen und Materialien geeignet.

Es wird ein großes Geheimnis darum gemacht, woraus genau die porös-weiche, haftende Oberfläche des Vlies besteht, mit dem der Schmutz so porentief rein aufgenommen werden kann. Insider behaupten, die NASA habe an der Entwicklung des wundersamen Materials mitgewirkt, doch dies wird vermutlich immer Spekulation bleiben.

Gesellschaftlicher Einfluss

Flashmobs™ sind äußerst medienwirksam. Zu dem Stichwort existieren etliche Videos auf Youtube und anderen Selbstblamierungsportalen. Wann immer ein Flashmob™ gesichtet wird, zücken Passanten ihre Handys, um Fotos und Videos davon zu machen und um die Wette zu twittern. Schließlich ist der Flashmob™ nach wie vor ein sehr begehrtes Haushaltsgerät, das sich nicht jeder leisten kann und das man deshalb gerne in seinem privaten Album bei Wer-kennt-wen oder Facebook verewigt, um sich vor den Nachbarn zu profilieren, oder zum Angeben an seinen E-Mail-Verteiler schickt, auch wenn der Flashmob™ einem selber gar nicht gehört.

Um den Stupidedia-Server zu schonen und zu vermeiden, dass aus diesem Grund von dieser Artikelseite übermäßig oft das Bild eines Flashmobs™ heruntergeladen und für private Zwecke missbraucht werden könnte, wurde bewusst auf eine detaillierte Abbildung verzichtet.

Berühmte Flashmobs

Hier müsste unbedingt mal ein Flashmob™ klar Schiff machen!

McDonald's-Flashmob

Die McDonald's-Flashmobs gibt es ab und zu in größeren Städten. Aufgrund des großen Andrangs sind sie allerdings immer schnell vergriffen. Zum Trost gibt es aber - wenn genügend Leute da sind - 10 Cheeseburger zum Preis von 5.

Hier treffen sich mehrere Flashmobs™ zum gemeinsamen Überfall auf eine McDonald's Filiale, da diese für ihre unhygienischen Verhältnisse berühmt-berüchtigt sind.

Pillow Fight Day

Am so genannten Pillow Fight Day gab es so viele Gänsedaunen wegzumobben, dass es mehrere Hundert Flashmobber brauchte, um die Spuren des Kampfes zu beseitigen.

Kritik

Kritiker beschimpfen den Flashmob™ als unsinnig und nutzlos. Warum, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Die Kritik mag eventuell daran liegen, dass das Wort "Flashmob" einen so großen Einfluss auf die heutige Jugend genommen hat (weil das Wort zugegebenermaßen schon verdammt cool klingt), so dass sie die eigentliche Bedeutung des Begriffs verkennt und den Terminus als Beschreibung für einen plötzlichen, insgeheim geplanten Massenauflauf von Menschen (meist zur Erreichung niederer Zwecke) missbraucht. Man muss die Jugend aber auch nicht immer so bierernst nehmen. Der wahre Flashmob™ steht über solch trivialen Dingen.