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Handysucht

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Wozu braucht man ein großes Display? Es kommt eh nicht auf die Größe, sondern auf die Technik an!

An der Handysucht ist jeder Jugendliche erkrankt, der Entzugserscheinungen bekommt, wenn er verzweifelt sein Handy sucht. Meistens sind die Betroffenen so sehr in ihre Parallelwelt versunken, dass sie nicht mal mehr einen Schlag ins Gesicht wahrnehmen können (wenn doch, dann nur als einen Anstupser). Wieso die Patienten in der weiten Welt fernab der Möglichkeit, ihr Äußeres durch semiprofessionelle Filter aufzuwerten, unterwegs sind, wenn sie sowieso nur die ganze Zeit die Kratzfestigkeit ihres Touchscreens auf die Probe stellen, ist fraglich. Experten gehen davon aus, dass die Handysüchtigen ihr Zuhause verlassen, um die Orte zu erkunden, die nicht über eine virtuelle Reise via Google Street View erreichbar sind.

Auswirkungen[Bearbeiten]

Ausdruck[Bearbeiten]

Emotionen im Reallife werden nicht mehr herkömmlich durch Gestik und Mimik zum Ausdruck gebracht, sondern durch die sorgfältige Aussprache von Zeichenkombinationen wie :D (gesprochen: „Doppelpunkt D“) oder o.O (gesprochen: „Kleines O Punkt großes O“). Auch Abkürzungen finden ihren Weg in die Ausdrucksweise der Handysüchtlinge: Anstatt den Gesprächspartner zu fragen „Hey, hast du Bock, heute mit mir ins Kino zu gehen?“, wird der Satz aufs Wesentliche gekürzt: „HhdBhmmiKzg?“. Damit das Gegenüber die Aussage versteht, benötigen beide Kommunikationspartner ein Abkürzungs-Wörterbuch, in dem alle erdenklichen Kürzel vermerkt sind. Leider lassen einige Abkürzungen trotz Lexikon Interpretations-Spielraum. Beispielsweise ist es nicht eindeutig, ob „DBDFMDW“ nun „Du bist die Frau meiner durchdachten Wahl“ oder doch eher „Du bist das fetteste Mannsweib der Welt“ bedeutet. Aber das tut der Qualität der Abkürzungen keinen Abbruch, denn schließlich verbessert man auf diesem Weg seine interpretativen Fähigkeiten.

Symbiose[Bearbeiten]

Oft ist zwischen dem Patienten und dem technischen Wunderwerk eine intensive Symbiose zu beobachten: Der Benutzer versorgt das Smartphone mit elektrischer Energie, während das Handy dem Eigentümer Wärmeenergie bereitstellt (meistens wird die Wärme genutzt, um kalte Lebensmittel aus der nächsten McDonald's-Filiale aufzuwärmen). Doch wie bei einer Symbiose üblich, übernimmt der Konsument langsam aber sicher technische Eigenschaften seines Telefons: Der Schlafprozess des Erkrankten tritt meist unerwartet plötzlich auf und lässt sich nur unterbrechen, indem der Patient an ein Bett angedockt wird. Jedoch setzen manche Handyabhängige ihr Umfeld über ihren in Kürze eintretenden Tiefschlaf in Kenntnis. Unter Zuhilfenahme von Gehirnwäsche können auf dem Betriebssystem des Handysüchtigen Applikationen installiert werden, durch die er bestimmte Verhaltensweisen bzw. Fähigkeiten erlernt (ein Beispiel dafür ist die App „Essen“, die ihm die Möglichkeit gibt, sogenannte Cookies von Drittanbietern zu speichern). Überdies neigt der Betroffene dazu, ähnlich wie sein instabiles Smartphone sehr schnell am Boden zerstört zu sein. Zurückzuführen ist dieser emotionale Zustand auf seine Alltagsprobleme, durch die er stark unter Strom steht.

Ursachen[Bearbeiten]

Aktualität[Bearbeiten]

Auch die Lehrer bekommen die Sucht zu spüren

Der aufgeklärte Jugendliche will natürlich auf die Sekunde genau wissen, wann, wo und warum ein brandneues Ereignis stattfindet, um in einer der berüchtigten WhatsApp-Gruppen als Erster davon berichten und somit sein enormes Allgemeinwissen unter Beweis stellen zu können. Mangels Alternative entschließt sich selbiger Jungspund dazu, sich ein Smartphone zuzulegen, das ihn von nun an durch sein ganzes Leben begleiten wird. Mit Entsetzen muss er jedoch nach einiger Zeit feststellen, dass er während des Duschens auf die Informationsbeschaffung verzichten muss. Um dieser temporären Uninformiertheit Abhilfe zu schaffen, haben einige Firmen inzwischen wasserdichte Handys auf den Markt gebracht, die problemlos in der Dusche oder beim Schwimmen gebraucht werden können.

Kamera[Bearbeiten]

Die Smartphone-Kamera ist für viele Frauen ein Beweggrund, sich eins der modernen Handys zu kaufen. Während Spiegelreflexkameras jeden Schönheitsfehler offenbaren (und sei es jeder noch so kleine Pickel), bestechen Smartphones durch ihre berauschend schlechte Tiefenschärfe, die selbst Supermodels unscharf erscheinen lässt. Sämtliche Hautmäkel bleiben also so lange unbemerkt, bis die Frau sich mit dem laut eigener Aussage muskulösen, extrovertierten Mann, den sie über Facebook kennengelernt hat, trifft. Steht das erste Treffen endlich an, muss frau behaupten, dass sich in den letzten 10 Stunden unerklärlicherweise lauter Hautstörungen in ihrem Gesicht gebildet haben; aber das Eingeständnis des Mannes, dass das Attribut „muskulös“ sehr subjektiv ist, neutralisiert die Wirkung beider Beschönigungen.

Facebook und Co.
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