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Commandos

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Bei Commandos handelt es sich um den größten Überraschungserfolg des Jahres 1998 mit dem die Firma Eidos aufgrund interner Missverständnisse nicht ein Windowsupdate programmierte, sondern eine im damals aussterbenden DOS implementierte Version eines Kommandozeilen-Interpreters "Command-DOS", mit denen einzelne Befehle eingegeben, kontrolliert und zeilenweise ausgelesen werden können, programmierte.

Eine Ode an den deutschen Wald, doch es ist nicht viel Zeit, die Natur zu genießen!

Geschichte[Bearbeiten]

Das Glück des Tüchtigen[Bearbeiten]

Doch die nicht mehr weiterentwickelte Alphaversion barg allerdings den Bug, der Ruhm und Glorie verbreiten sollte: Die Cursors charakterisierten sich durch ein Eigenleben, das etwas an einen manuellen Virus erinnerte:

Nerds erkannten nämlich eine Spielmöglichkeit des ansonsten nutzlosen Programms: man war in der Lage, die Ziffer "4" zu kontrollieren, d. h. hin und her zu bewegen und auf die virtuelle horizontale Reise nach einem "S" zu schicken, dabei lief im Hintergrund die Systemuhr ab. Wichtig war es, bevor sich das S drehen konnte, es mit der 4 zu kapern und dem Tod - einem stilisierten + - zu überantworten. Schwieriger war es, wenn mehrere "S" in einer Reihe standen, die sich gegenseitig "kontrollierten". Wurde man von einem S innerhalb eines gestrichelten Bereichs entdeckt, quittierte der Rechner die Sitzung mit einem Warmstart. War die maximale Zeit erreicht, stürzte nur das Programm ab und musste neu gestartet werden.

IRRE spannend! Abstand halten und dann zuschlagen, bevor "S" sich dreht!

Spielerische Prinzipien der ersten Version[Bearbeiten]

Zunächst ist man immer eines bei seinen Einsätzen: allein!

Das unfreiwillige Spielprinzip entpuppte sich als genial, genial frei, trug der Charakter des Protagonisten "4" doch im Grunde die eigenen Züge, die eigenen Verhaltensweisen auf dem Weg zum Ziel und war nicht von aufgezwungenen Spielecharakteren mit ihren aufdringlichen Eigenschaften, wie stark, schlau oder listig gepaart mit spezieller Bewaffnung verfremdet. Somit sollte alle weitere Versionen in Punkto Spiel- und Userfreundlichkeit, gar in puncto Spannung Einbußen zeigen.

Schwierigkeiten des Fensterlns[Bearbeiten]

Die kleine Usergemeinschaft, die sich herzlich an dem Spiel, das eigentlich keines war, erfreuen konnte, wuchs zwar, aber fand ihre Grenzen in dem Unvermögen vieler Nutzer in Zeiten von Windows 98, 2000 oder ME, die Dosbox zu finden, geschweige denn zu starten.

Die Entwickler von EIDOS sahen hier ihre große Chance, die wenigen Befehlszeilen des ursprünglichen Programms kostengünstig mit ein paar 2D-Texturen und einer dämlichen Sprachausgabe aufzupeppen, den Protagonisten individuelle Gebrauchsgegenstände in die Pixel-Hände zu stecken, und die Steuerung so zu verändern, damit die ruckelnde Grafik besser zu dem Gang der Helden passte.

Operation "Brainstorming"[Bearbeiten]

Natürlich wusste man immer noch nicht, wer eigentlich bekämpft werden sollte. In Anlehnung an das "S" bzw das fast schon stephenkingsche böse "Es" war die Phantasie stark begrenzt:

  • S für Schwiegermutter
  • S für Schwule
  • S für SAP-Berater oder
  • S für Soldaten.

Man einigte sich schließlich auf das unkomplizierteste Feindbild, nein, nicht auf schwule SAP-Berater, sondern auf die deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg, in Anbetracht der meist anglophilen Verkaufsgebiete und des im vorauseilenden Gehorsam befindlichen Vergangenheitsbewältigungswahns der Deutschen war dies die taktisch klügste Entscheidung, der weniger kluge und noch viele andere Fortsetzungen folgen sollten.

Das Spielprinzip[Bearbeiten]

Nachdem die ersten Grundideen verarbeitet wurden, der Feind geklärt war, ging man daran, die Grundspielprinzipien zu erarbeiten. Man erdachte sich das wohl immer in einem Menschen jedes Alters schlummernde Angstreizpotential, vom unerlaubten Naschen dank eines Süßigkeitenverstecks bis zum Vernaschen dank eines Anstellungsvertrags während der Arbeitszeit, halt etwas Verbotenes zu tun, sich aber nicht erwischen zu lassen. Stellt im Ur-Commandos der Rauswurf des Computers oder Tastatur den unfreiwilligen Endpunkt dar, bietet das gereiftere Spiel jedoch Speicherpunkte, diesen letzten Weg zu verhindern und den Hausarrest mit schweißer Stirn zu genießen oder genug Zeit, um sich eine neue Tastatur oder einen neuen Rechner zu kaufen.

Augendiagnostik[Bearbeiten]

Zum Feind gehört natürlich erst mal das Feindbild, hier der böse Deutsche bzw. Deutsch-Deutsche..(Gesichtsfelder anonymisiert)

Nichts sollte dem Zufall, aber alles der Realität überlassen werden; so ging man von jedes Menschen Fähigkeit aus, die immer gleich schwingenden Gesichtsfelder der anderen mittels des eigenen Augenlichts anhand einer analogen Messung zu bestimmen und das unterteilt in zwei Stufen:

* "Hm, da war doch was jetzt?!" und (dunkelgrünes Gesichtsfeld)
*"Du Arschloch, stehenbleiben, aber sofort!" (hellgrünes Gesichtsfeld)

Alles funktioniert nach dem Motto: "Schenk mir Deine Augen Kleiner - ähm...mindestens eins hab ich schon!"

Wie auch in der Praxis sollte man höllisch aufpassen, nicht auf den Rand zwischen hellem und dunklem Grün der Gesichtsbreiche der Feinde zu kommen, es sei denn, man ist gut bewaffnet, listig oder sieht fantastisch aus.

Das Geräusch[Bearbeiten]

Lässt es einen so nicht verwundern, dass ob beschränkter Sichtverhältnisse die namenlosen feindlichen Protagonisten oft mit Schäferhunden an eng geführter Leine unterwegs sind, sind jene aber akkustisch umso empfindlicher. Hören Sie auch nur das kleinste Geräusch, das neurotische Husten des Fahrers, der sich wieder einmal bei offenem Fenster "Rücken und Hals" zugezogen hatte, das Knacken eines Zweiges in der Nähe oder das versehentliche Zünden der mitgebrachten Fernbombe "just for fun", laufen sie zielstrebig auf die Ursache des Geräuschs zu und entlarven den gehetzten Streiter für die gute Sache.

Zugriff![Bearbeiten]

Normalerweise ist dies der Teil mit der kürzesten Handlungsdauer, denn Feinde werden in der Regel nicht gemacht. Das "um die Ecke bringen" kostet zu viel Zeit auf dem Weg zum nächsten Patrouillenpunkt und wird sofort erledigt. Auf Seiten der Commandos ist es ein neuralgisches Thema, nicht etwa, weil man zu einem Jahresabo bei einem Bibelserver gezwungen würde, sondern weil Tote, die die Gestalt von gekreuzten Sandsäcken annehmen, recht verdächtig sind.

Denn nicht nur die reale Polizei durchsucht oft unzugängliche Gegenden wie Wälder und Haine nach gekreutzten Sandsäcken! Daher muss die "heiße", besser gesagt, kalte Ware dann doch um die Ecke gebracht und versteckt werden, um nicht den Argwohn der Dioptrinmonster zu erregen.

Ziel erreicht![Bearbeiten]

Im Laufe des Spiels, dem immer besser geschützten Zentrum des Begehrs zustrebend, hat man mit Steinchen oder Zigaretten abgelenkte Soldaten vom guten bösen bzw. [[[Nazi|rechten]] Weg gebracht, einiges an Munition und Bomben eingesammelt und mit dem Störsender feindliche Patrouillen bis zur Unkenntlichkeit irritiert.

Doch dann erkennt man, dass es nun richtig anfängt: man blickt auf waffenstrotzende Viererketten, die sich gegenseitig begaffen, um sich im Innenhof einem MG42-Schützen mit 180-Grad-Überblick ausgesetzt zu sehen. Hier gilt es unter geschickter Nutzung des Human Capitals wieder abzulenken, zu tarnen, zu täuschen und sich zu verpissen, bis der letzte Gewehrliebhaber am Wegesrand liegt und meist der Pionier sein explosives Werk der austauschbaren Ziele, Munitionsfabrik, Waffenfabrik, Radar erledigt hat oder die Gefangenen gerettet worden sind.

Im Netz sollen Patches mit neuen Aufträgen kursieren, die diese Eintönigkeit etwas lindern helfen sollen:

  1. "Victim of Friendly Fire" - Finde den Kameraden in der Ordensburg, bringe ihn in Sicherheit und sprenge das Verräterschwein in die Luft!
  2. "Aufbau Ost" - Sprenge die Brücke in die Luft, sammle alle Teile ein und baue sie in Russland wieder auf!

Teammitglieder[Bearbeiten]

Der Green Beret[Bearbeiten]

Echte Spielpausen sind selten...

Der Green Beret ist die coolste Sau im ganzen Spiel und der eigentliche Protagonist der Spielehandlung, ist er doch bei jedem Einsatz dabei. Er charakterisiert damit die Haupteigenschaften des realen Green Beret als Mitglied der vielseitigst ausgebildeten Kampftruppe der US Army: Waffenstrotzend, stark, brutal und dumm. Er liebt es, Dreck zu fressen und zur Abwechslung mit Dreck zu werfen, bevor er seine Klinge lautlos durch gellende Kehlen schneidet. Er besitzt ein altes Radio mit einem voreingestellten Marschmusiksender, um gegnerische Krauts abzulenken.

Der Taucher[Bearbeiten]

Der Taucher ist der einzige, der von dem zusammengewürfelten Haufen schwimmen kann, dafür aber sehr gut. So trifft er zwar mit seiner Harpune auf fünf Meter kaum ein Scheunentor, schafft es aber, schwimmend und tauchend eigentlich unzugängliche Territorien zu erreichen, um als kleiner Bruder des Green Berets sich durch gellende Kehlen zu schneiden. Für die Pflege der Kameradschaft besitzt er noch ein großes Gummiboot.

Der Fahrer[Bearbeiten]

Einer muss fahren, wenn die anderen ihren Spaß gehabt haben und das ist - der Fahrer! Er kann zwar als Sinnbild der stereotypen Machohaftigkeit aller Soldaten angesehen werden, im Grunde aber ist er so etwas wie das fünfte Rad am Wagen, weil er nichts richtig gut kann.

Der Spion[Bearbeiten]

Gehasst und geliebt zu werden, ist das ewige Schicksal des Spions. So auch hier - höchstens vom Spieler wegen seiner Fähigkeiten und von seiner virtuellen Ehefrau geliebt, verbreitet er aufgrund seiner Travestiekünste eine namenlose Angst beim Gegner. Er beherrscht in dem deutschsprachigen Spiel, das natürlich in Deutschland spielt, aber eigentlich ja englischer Herkunft ist, als ehemaliger Deutscher, der für die Engländer arbeitet, auch noch perfekt die deutsche Sprache und kann sich so in Sekunden mit passender Kleidung, die man immer wieder mal in feindlichen Arealen auf der Wäscheleine findet, in einen respektablen General verwandeln und ahnungslose Deutsche verführen.

Der Scharfschütze[Bearbeiten]

Er ist fast so cool wie der Green Beret, leidet aber unter ständigem Munitionsmangel, was ihn zwar kurzzeitig für besondere Aufgaben empfiehlt, zu etwa 95% des Einsatzes aber wie einen tumben Nerd der restlichen Gruppe hinterherlaufen lässt.

Der Pionier[Bearbeiten]

In jeder Gemeinschaft braucht es Männer, die fürs Grobe zuständig sind: so ist der Pionier zwar meist auf eine erfolgreiche Schnitzeljagd angewiesen, damit seine verloren gegangene Ausrüstung gefunden werden kann. Hat er aber erst mal seine Klamotten zusammen, versteht er es als einziger, mit kompliziertem Material, Zeitbomben, Handgranaten und Bärenfallen umzugehen. Eine Gefahr ergibt sich für Jungspieler: erst nachdem man einige Bomben und Granaten prophylaktisch gezündet hatte, hat man gemerkt, dass sie abgezählt waren und man tatsächlich tot ist, wenn man einen Fuß breit neben der Bombe gestanden hatte.

Einsatzgebiete[Bearbeiten]

Hier bei der Vorbereitung zur Sabotage eines Sesselliftes, in dem sich der Onkel eines Nazi-Gebirgsjägerteams-Vorstehers befinden soll
Tja, da ist nur ein Fußbad möglich: alle außer dem Taucher sind Nichtschwimmer!
Noch etwas pixelig: Wenn sich der Baum bewegen läßt, ist es ein Mitstreiter! Hier die U6-Variante als Puzzle

Die Einsatzgebiete sind sehr vielfältig und je mehr Addons veröffentlicht wurden, desto weiter mussten die Commandos reisen, um die Nazibrut zu erledigen. Grenzen stellten allein geschichtliche Fakten, ein Anspruch, den man später nicht mehr fallen lassen konnte.

So muss man in einer norwegischen Eislandschaft einen Sender zerstören, um Nazibonzen den Feierabend zu verderben oder aus einer bis an die Zähne bewachten Stadt einen ebensolchen ausschalten, um zu verhindern, dass er einem gewissen A. Hitler Geheimpläne über einen neuartigen Nasenhaarschneider zuspielt. Und Wald gibt es immer en masse, weil Naturschutz damals noch groß geschrieben wurde.

Hide and Seek:Commandos als Netzwerkspiel[Bearbeiten]

Schon in den Startlöchern steht Commandos IV "Hide and Seek", wo das alte Spielprinzip des "ja kein Krachen machen, sonst kriegst Du den Arsch voll" auf eine Server-Plattform übertragen wurde und die Spieler sich für ein Lager zu entscheiden haben, dass sie dank Prozessorkennungs-Registrierung und Personalausweiskopien, die beim Spielebetreiber hinterlegt und entsprechend freigeschaltet werden müssen, nie mehr verlassen können. Eine Zweitregistrierung nach dem virtuellen Tod ist nicht mehr möglich, um dem Spiel größtmögliche Authentizität zu verleihen.

Die eine Alternative ist das Spielen eines Soldaten, der auf vorherbestimmten Wegen und mit stark eingeschränktem Sichtkreis Objekte zu bewachen hat. Sein Vorteil ist, dass man es auch betrunken noch gut spielen kann, wenn man keine Steine aufhebt oder plötzlich auftauchenden attraktiven Frauen allzu sehr hinterher sieht bzw. sich ablenken lässt. Es ist auch eine Variante in Braille-Schrift-Untertiteln geplant.

Entscheidet man sich für die andere Seite, spielt man diesmal entweder den Green Beret, den Pionier, den Taucher, den Fahrer, den Spion oder den Hund Whiskey, der den Nachteil und Vorteil hat, alles von unten zu sehen. Vorsicht ist bei Teameinsätzen vonnöten, die mit allzu vielen Dialogen gesteuert werden, Mikrofongeräusche werden in die Spielelevel transportiert und stoßen mitunter auf die Aufmerksamkeit eines besoffenen Soldaten! Als reines Versteckspiel für kindlichere Seelen ist es weniger konzipiert, da der Idle-Status gemessen wird und ein Spieler nach allzu langem Aussitzen des Problems durch eine Überraschungsstreife gestellt wird.

Die Spielvarianten lauten:

  • Klau die Flagge, schneider Dir ein Segel für das Gummiboot des Tauchers mit Hilfe des Messers des Green Berets und paddle mit der Falle des Pioniers über den Ärmelkanal.
  • Zerstöre die Flagge durch einige geklaute Tellerminen, die der Pionier an einer stark bewachten Rheinbrücke zuvor geklaut und mit Zeitzündern, die am Alten Bahnhof gelagert sind, zu Fernbomben umgebaut hat. Alternativziel: Verkaufe die Tellerminen gewinnbringend nach Fernost und starte die feindliche Übernahme eines deutschen Waffenkonzerns (BETA)
  • Baue eine exakte Kopie der Flagge nach, indem Du in eine V2-Fabrik einbrichst und dort eine Soldatengarderobe aufbrichst. Zufällig solltest Du am Hügel ein paar liegen gelassene Farbeimer finden, mit denen Du die Flagge anstreichen kannst. Klau die echte und tausche sie gegen die falsche Flagge aus. Du gewinnst, wenn Du vor der Entdeckung des Diebstahls mit Deinen Teammitgliedern über "Los" gekommen bist. Ein geheimes Level mit dem Titel "Burda morden" ist geplant, wird voraussichtlich aber erst nächsten Herbst veröffentlicht.