Kurs

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Als Kurs wird bezeichnet die Strecke zwischen einem Punkt (Ausgangsort) und einem anderen Punkt (Zielort). Der Weg, der zwischen diesen beiden Punkten liegt, birgt mannigfaltig Gefahren, die einen dazu verführen, vom eingeschlagenen Kurs abzuweichen. Verlässt man seinen Kurs, befindet man sich auf dem Diskurs. Von hier gibt es keinen Weg zurück.

Kurs A

Der hier beschriebene Kurs ist sehr bodennah. Man nutzt zur Bewältigung dieses Kurses die eigenen Beine, ein mobiles Gefährt (Auto, Fahrrad) oder die eigenen Füße und Hände. Das Kurs-Tempo wird bestimmt durch Kraft (eigene) oder Kraft (maschinelle). Die maschinelle Kraft ist der eigenen in fast allen Punkten überlegen.


Gefahren

Beispiel: Ein Werktätiger möchte nach Erreichung seines Feierabends heim zu seiner Ehefrau. Hierbei bedient er sich seines körpereigenen Muskelaufbaus. Er passiert zunächst seine Stammkneipe, dann einen Schnellimbiss und anschließend ein Bordell. Die Wegstrecke verändert sich durch diese Gefahrenzonen nicht, wohl aber der temporäre sowie monäre Unterschied zwischen der gefahrlosen Abschreitung des Kurses und der Gefährdeten.


KURS A KURS B* Zeit Geld Ehestreitkonto
Ausgangsort 17:05 17:05 0:00 h 283,52 € -10**
Kongo-Stuben 19:45 2:40 h 192,66 € -95
Gabi’s Imbiss’s 20:05 0:25 h 184,51 € -30
Chez Monique 20:17 0:12 h 32,66 € -1200
Zielort 17:16 20:25 0:08 h 32,66 € 0
Diff Kurs A – Kurs B +3:09 h -250,83€ -1335

* Kurs B mit Gefährdung ** Ehefrauen vergeben pauschal Punkte fürs Ehestreitkonto, auch ohne Anlass

Eines liegt bei diesem Beispiel auf der Hand: der direkte Weg spart Zeit und Geld. Auch das Ehestreitkonto wird durch die fehlende Verzögerungstaktik nicht verschlechtert. Demgegenüber steht

  1. Der Ehemann ist ausgeglichener.
  2. Der Ehemann ist schneller müde
  3. Der Ehemann verzichtet auf Befummeln
  4. Die Ehefrau hat ein höheres Freizeitpotential
    1. Vor dem Eintreffen des Mannes
    2. Nach dem Eintreffen des Mannes
  5. Der Ehemann verzichtet auf verbale Entschuldigungen
  6. Der Ehemann verzichtet überhaupt aufs Sprechen
  7. Die Ehefrau würde das Gelalle sowieso nicht mehr Sprechen nennen.


Das Ehestreitkonto

Kurs und Diskurs werden in einem Konto festgehalten. Es wird in Soll und Haben und ausschließlich von der Frau im Hause (bei Männerehe des fraulicheren Mannes) geführt. Positive Ereignisse werden auch positiv bewertet. Dazu gehören: Zuhören, ein Abend ohne Alkohol, ein Abend ohne Sex, Geschenke, Blumen. Negativ schlagen zu Buche: Verspäten, Betrinken, unvermitteltes Auftauchen von Kumpels, Sportberichte, Erzählungen rund ums Auto, Fremdgehen.

Die Frau notiert und bewertet die feinen Nuancen seismographisch genau, aber insgeheim. Jungverheiratete Männer wissen daher die Stimmungswechsel seiner Anvertrauten überhaupt nicht einzuschätzen und erklären ihren Freunden warnend irgendwas von „das hab’ ich vor der Hochzeit überhaupt nicht bemerkt.“ Erreicht der Kontostand ein Saldo von -200 schlägt Frau Alarm. Sie schimpft, sie zickt, sie verweigert.

Der Mann sollte in dieser Phase Geschenke besorgen. Die Wertigkeit für das Ehestreitkonto verhält sich parallel zum Geldwert, wobei häufige Wiederholungen den Wert reduzieren. Ist das Haben verbraucht, kühlt die Frau merklich ab.

Auch wenn der Mann nicht vom Kurs abweicht und fleißig Geschenke beschafft, werden die positiven Einträge im Konto nicht als Kursgewinne bezeichnet. Genauso ist es nicht möglich, das Ehestreitkonto als festen Bestandteil des Ehevertrages aufzunehmen. Die Frau würde das Vorhandensein eines solchen in jedem Falle leugnen. Außerdem unterliegen die Bewertungen subjektiven, vom Mann niemals nachzuvollziehenden Schwankungen, auf die Frau nie freiwillig verzichten würde.

Vermeidung und neue Gefahren

Ein durch maschinelle Kraft vorangebrachter Kurs gilt als sicherer. Man kann den Verlockungen der Umwelt eher widerstehen, da Mann grundsätzlich faul ist. Erst Parken, Aussteigen und Fahrzeug gegen Diebstahl sichern ist vielfach zu umständlich. Außerdem werden bei Erreichung der Reisegeschwindigkeit viele Objekte einfach übersehen. Somit ist Mann geschützt vor schädlichen Einflüssen.

Daneben kann er, so er noch daran denkt, kleinere Aufgaben, die ihm Frau am Morgen auftrug, erledigen. Mit einem Gefährt soll er Nahrungsmittel einkaufen, sperrigen Müll wegfahren oder dringende Ersatzteile für Haushaltsreparaturen besorgen. Diabolisch hierbei ist, dass, wenn er diese Aufgaben nicht vergisst, einen neutralen Eintrag (0 bis –20) im Ehestreitkonto erhält, und wenn doch, sein Soll-Konto belastet. Er kann also nur verlieren.

Auf der anderen Seite stehen ihm mit einem Automobil maskuline Freizeitbeschäftigungen offen: Kumpels besuchen, Baumarkt, Von-Ampel-zu-Ampel-Rennen, Atemalkoholkontrolle.

Fazit

Der hier beschriebene Kurs A birgt viele Gefahren. Egal, ob zu Fuß, auf allen Vieren oder mit einem Gefährt, die unerbittlichen Fühler der Frau erahnen jeden Frevel und ahnden ihn stark. Wirklich sicher ist man nur, wenn man auf Eheleben verzichtet. Doch Frauen verfügen über sirenenhafte Künste, sodass man ihren Fängen kaum entgehen kann. Ein Dilemma!

Kurs B

Eine Seefahrt, die ist lustig...

Die blaue Linie ist nur zu Beginn der Reise aktuell. Schnell passt der Seemann seinen Kurs dem Winddruck und Strömungsverhältnissen an

Ein anderer Kurs bezieht sich auf maritime Begebenheiten. Der Seefahrer nutzt zur Erreichung eines Zieles Kursbesteck, überträgt die Kurslinie auf die Seekarte und kontrolliert den Kurs über Grund. Da Ehefrauen sich in aller Regel weigern, mit an Bord zu kommen (zu langweilig, zu kalt, nichts zum shoppen) ist Mann entweder allein oder mit Freunden allein.

Mittels Kompass wird versucht, ein anvisiertes Ziel zu erreichen. Hierzu gibt es den theoretischen Kurs, der eine strömungstechnisch bedingte nicht gerade, aber direkte Linie zwischen Ausgangsort und Ziel darstellt. Da es aber technisch nicht möglich ist, an Bord nüchtern zu bleiben, wird die erste Flasche Rum bereits im Heimathafen verhaftet. Nach 45 Minuten folgt eine Flasche Gammeldansk, um den Rumgeschmack zu neutralisieren. Spätestens hier erfolgt die erste grobe Abweichung vom Kurs. Der Seemann spricht bei dem neuen Kurs von Kurs über Grund, da der Kurs der Seekarte nicht mehr auffindbar ist. Er orientiert sich ab diesem Zeitpunkt nach Wolkenformationen, Horizontkrümmung und Vogelflug.

Im Laufe der Fahrt werden weitere Flaschen Rum geleert und das anvisierte Ziel mit einer Verzögerung von acht Stunden erreicht. Im Zielhafen schlafen die Seebären, von den Strapazen der Reise erschöpft, erst einmal ein und werden am nächsten Tag von dem Hafenmeister unsanft geweckt, da er die Liegeplatzgebühren eintreiben möchte.

Gefahren

Keine.


Reue

Der übermäßige, aber normale Alkoholkonsum auf Seereisen führt zu Schwerem Kopf und Kater. Seemänner fragen sich daher nach jeder Überfahrt, ob es nötig war, so viel zu trinken. Allerdings kommen sie zu keinem eindeutigen Ergebnis, sodass die Fahrt unter gleichen Vorbedingungen fortgesetzt wird.

Einhalt wird erst geboten, wenn die Bordkasse geplündert und kein Schnaps mehr an Bord ist. Dann ist der Zeitpunkt der Heimreise erreicht. Echte Seebären verabreden sich alkoholgeschwängert und daher euphorisiert fürs nächste Wochenende, um sich erneut den Strapazen einer Seefahrt auszusetzen.

Kurs C

Dirty Dancing

Tango Argentino
1 Grundstellung. Die Dame links, der Herr rechts
2 Mit Elegance schreitet der Mann rückwärtig
3 Eine halbe Drehung und
4 schwungvoll nach vorn (Wischen nicht vergessen)
5 Pas de deux. Das Paar verliert sich in den Weiten des Raums und der Mann die Orientierung

Frauen verbuchen eine erzwungene Tanzbereitschaft ihres Gatten als Haben auf dem Ehestreitkonto. Viele Männer erkaufen sich durch den Besuch eines Tanzkurses ein Stückchen Freiheit zu einem späteren Zeitpunkt oder sie müssen ihr bereits in Minus geführtes Konto ausgleichen. Für diese Freiheit sind sie bereit, jedes Opfer zu bringen. Sie verzichten auf Sportschau, Tresen-Climbing und vernünftige Gespräche, nur um ihre streitbaren Gattinnen zu erfreuen.

Gefahren

Ein Mann an sich ist nicht von Geburt an A-Motoriker. Er bewegt sich grazil bei Eishockey, Hand- oder Fußballspielen. Wenn er aber gezwungen wird, Tanzschritte einzuhalten, verliert er schnell die Kontrolle über Schrittfolge, Tempo und Takt. Das zürnt die Frau, sodass von ihr nicht mehr anerkannt wird, dass ihr Mann sich und seine Freizeit opfert und ein Streit zu Hause vorprogrammiert ist. Länger verheiratete Paare warten gar nicht erst bis sie in ihren eigenen vier Wänden sind und streiten sich lauthals zur Freude aller Tanzschüler während der Unterrichtseinheit. Grundsätzlich gilt, es ist immer besser, mit fremden Partnern zu tanzen, als mit dem eigenen Ehepartner.

Tanzen mit Fremden kann jedoch das Ehekonto belasten, wenn es zu weiteren Aktivitäten über das Tanzen hinaus kommen sollte. Ehefrauen wissen so etwas geschickt zu verschleiern und sind darüber hinaus deutlich im Vorteil, da die Ehemänner

1. kein Ehestreitkonto führen
2. eher froh sind, wenn sie selbst ihre Ruhe haben.

Im umgekehrten Fall wird es kritischer. Frauen wittern fremde weibliche Einflüsse sofort und der Betroffene stellt sich meist zu plump an. Kommt das Fremdgehen schließlich heraus, hängt der Haussegen schief. Obacht: hier helfen jetzt keine Blumen oder Geschenke. Der Mann muss sich um Kopf und Kragen reden, um diese Panne wieder gerade zu rücken.

Fazit

Tanzen ist nichts für Männer. Es lauern Gefahren und anstatt Dank zu erhaschen, wird man noch als Tanz-Stümper bezeichnet. Also, wenn es geht: Finger weg!


Kurs D

Aktienkurse sind leicht durchschaubar. Nachdem man sein letztes Geld investiert hat, fällt der Kurs.

- und sehe, dass wir nichts wissen können! - Faustsche Erkenntnis

Geld steht hoch im Kurs. Wenn man etwas davon übrig hat, kann man es in Aktien investieren. Bevor man jedoch sein Geld leichtgläubig an windige Investment-Broker verspielt, sollte man sich gründlich informieren. Nützlich sind hierfür verschiedene Zeitschriften, in denen Experten vollkommen sichere Anlage-Tipps geben. Kauft man sich zwei Zeitschriften, erhält man zwei völlig divergierende Meinungen zum gleichen Thema. Entscheidend ist, dass beide Experten-Ratschläge total falsch sind, da sie vom Hausmeister oder Volontären des Verlags erstellt werden und nur dem Zweck dienen, die Seiten zwischen der Werbung mit Text zu füllen. Man sollte sich bei Aktien-Geschäften also lieber auf sein körpereigenes Bauchgefühl verlassen.

Derart vorgebildet sucht man sich eine Aktie seines Vertrauens aus und beobachtet seine Entwicklung über einen längeren Zeitraum. Bei positivem Verlauf wagt man schweißgebadet den Gang zu seiner Hausbank. Hier wird man sofort sklavisch empfangen. Mit diesem durch Bankangestellte forciertem Selbstvertrauen fragt man nach der Einschätzung der ausgewählten Aktie. Der Bank-Angestellte fällt fast in Ohnmacht über ihre unglaubliche Sachkenntnis und erklärt, dass die genannte Aktie ja der Geheimtipp schlechthin sei.

Also investiert man statt der geplanten 2,000 € doch lieber 5.000 €. Die 19% Überziehungszinsen, die das Konto dann belasten, sind nicht weiter tragisch, da die zu erwartenden Gewinne diese Kosten sofort wieder wettmachen, klärt der Banker wohlwollend auf.

Gefahren

Man ist jetzt Aktionär und damit Teilhaber der gekauften Firma. Somit gehört man dem Groß-Kapital an und ist nicht mehr mit dem finanzschwachen Fußvolk zu vergleichen. Der stündliche Blick auf Computer-Indizes lassen erahnen, welch Finanz-Genie in einem steckt. Der Kurs steigt und steigt. Mittels Taschenrechner werden schon mal nach 14 Tagen die ersten Gewinne errechnet. Wenn das so weiter geht, sollte zum Jahresende der gewünschte Plasma-Fernseher drin sein.

Doch der Fall kommt jäh! Nach einer kurzen Schonzeit fällt der Kurs. Dies gilt unter Profis als Alarmzeichen und sie stoßen die Aktien ab, was einen weiteren Kursverfall beinhaltet. Als Neuling verkennt man die Zeichen der Zeit und hofft auf baldige Erholung des Kurses. Doch wie paralysiert starrt man der ständig sinkenden Kurve im Aktien-Jahresverlauf hinterher. Da keine Genesung eintritt, beginnt die Frustration, gepaart mit dem belasteten Gefühl des überzogenen Dispo-Kredites.

Die Ehefrau, die zunächst noch stolz verkündete „Mein Mann ist jetzt Aktionär!“, lässt jetzt nur noch demotivierend verlauten „Ich hab’s doch gleich gewusst!“ Das führt zu weiterer Missstimmung. Aus diesem Tief gibt es kein Entrinnen. Das Aktien-Opfer flüchtet in den Alkohol, um den Druck zu mindern. In dieser nebulösen Welt bemerkt man nicht mehr die inzwischen fortgeschrittene Entfremdung zwischen den Eheleuten. Erst wenn man keine sauberen Hemden mehr finden kann, stellt man fest, dass man allein in seiner Wohnung lebt. In der nun durchstöberten Post findet man einen Brief eines Scheidungsanwalts.

Ab diesem Zeitpunkt bleibt Alkohol der einzige Verbündete.

Fazit

Wer nicht über Insider-Wissen verfügt, ist tunlichst gehalten, die Finger von Aktien zu lassen. Es sei denn, man sucht einen vernünftigen Scheidungsgrund!