Stümper

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Ein Stümper ist eine Person, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, nur stümperhafte Tätigkeiten zu verrichten. Sie kommen besonders auf dem Bau vor und bestechen meist durch ihre fachliche Inkompetenz. Diese wiederum versuchen sie dann, einfach zu verschleiern und es wird ohne Plan herumgepfuscht. Oftmals geht das Ganze mit geringer Intelligenz und Gleichgültigkeit einher, sodass der IQ meist nur zwischen 50 und 60 liegt wobei 50 so gerade ausreicht, um Essen zu können.

Auf dem Bau

Der Kranplatz wird nicht verdichtet und die Gegengewichte bestehen aus zehn Bauarbeitern in der Pause. Der Beton wird mit dem Schneebesen angemischt und die Steine schief und buckelig um die Schnur herum dahingesaut, nur ja nicht in einer geraden Linie! Ertappt man sie auf frischer Tat, so wird es abgestritten und der schwarze Peter dem verhassten Kollegen zugeschoben. Gerne hört man auch Aussagen wie: "Öh... Ich mache das aber immer so!"

Auch wird immer wieder beobachtet, dass Wasserrohre und Kabel direkt unter den Fliesen und hinter der Tapete verlegt werden, weil die Lust zum Schlitzekloppen fehlt und gerade kein Azubi in Reichweite ist! Beim späteren Anbringen der Wandverkleidung wundern sie sich schnell über die "Special Effects" die dann beim Bohren der Löcher mit dem falschen Bohrer linksdrehend auftreten. Das Besondere ist aber, dass die Sicherungen dabei nicht rausfliegen, weil keine verbaut wurden - stattdessen geht im Nachbarhaus das Licht aus! Besonders wenn das Wochenende oder der Feierabend näherrückt, erlebt das Stümpertum eine Renaissance, wenn die Kisten gezückt werden und alles fließt außer der Zement in die Bodenplatte! Da liegt der Hund also begraben! Auf der Baustelle sollte man Stümperei nicht auf die leichte Schulter nehmen!

In der Metallindustrie

Der durchgeknallte Bohrer.

Es knackt und kracht - und das ganz sicher nicht nur, weil gerade am Kran die Gurte gerissen sind - nein! Es sind gefährliche Geschosse, die durch die ganze Halle fliegen und teils als Querschläger im Rücken des Vorarbeiters einschlagen! Das ist auch der Grund, warum in den meisten Firmen Schutzbrillen beim Betreten der Hallen getragen werden müssen! Es handelt sich nämlich um den Stümper, der gerade an der Bohrmaschine steht und versucht, ein 16er-Loch zu bohren. Nur leider mit viel zu hoher Drehzahl und Druck, ohne Öl und ohne vorzubohren. Und es macht "Tknack" und Bohrer ab! Mit einem Geklimper saust das Teil durch die ganze Halle. Nun wird der Bohrerrest aus dem eierndem Futter genommen und mit dümmlichen Blick und Duck-Face betrachtet. Dann folgen meist solche Reaktionen: "Öh... oh... < 1 Minute Pause > ... Mir doch egal!" Nun wird sich ein neuer Bohrer genommen und so zieht sich das den Rest des Arbeitstages weiter. Am Ende sieht man sein Werkstück vor lauter Bohrerreste nicht mehr. Ist das Loch dann erfolgreich ins falsche Werkstück gewichst, muss oftmals ein Gewinde ins Loch! Für einen Stümper aber kein Problem: M 20 er Gewindebohrer mit dem Akkuschrauber schief ansetzen, gucken und *Tknack - ab! Nun steckt der abgerissene Gewindebohrer aber im Loch und dem Stümper fällt zugleich ein, dass nicht gesenkt wurde! Das war jetzt nur ein Beispiel von vielen Variationen der Stümperei in deutschen Arbeitslagern!

Das "Aasen" mit den Arbeitsmitteln

Aus Bequemlichkeit wird sich der Gang zur Bohrmaschine gespart und sich der Akkuschrauber geschnappt um das M 12 er Gewinde ins Loch zu bringen. Nun wird schief angesetzt - weil kein Öl in Reichweite, wird der Gewindeschneider einmal über die fettige Glatze gezogen und ab geht das Teil voll in die Eisen! Doch es wird wieder Vollgas gegeben aber bewegen tut sich am Bohrer nichts! Die Maschine macht nur noch ein "dööööt dööööt" und es fängt an zu qualmen und zu stinken! Da dieser ausströmende Duft nur von Akkuschraubern und Bohrmaschinen am Ende ihres Lebens durch freigesetzte Endorphine den Weg in die Hallenluft finden, wird von manchen Stümper-Junkies absichtlich geaast! Die Wirkung des Qualms beim Schnüffeln entspricht jener einer Überdosis Kokain! Die Mittagspause wird dabei meist mit der Nase an den Lüftungsschlitzen der Akkuschrauber verbracht, dessen Bohrer im Vollmaterial steckengeblieben sind!

Beim Flexen mit dem Winkelschleifer

Nicht nur beim Bohren wird gestümpert - auch beim Flexen mit dem Winkelschleifer! Ein Stück Metall soll abgeschnitten werden. Nun holt sich der Stümper zwar zunächst ordnungsgemäß eine Trennscheibe und spannt sie sauber mit ölverschmierten Fingern ein doch da geht mehr! Es wird natürlich ohne Schutzbrille gestümpert, weil dafür müsste man ja zur Nachbarfirma laufen und sich eine ausleihen! Die ersten 2 cm Schnitt sitzen perfekt neben der angezeichneten Linie und dann rappelt's aber auch schon im Karton! Schnell und unkompliziert fliegen dem Arbeiter an der Drehbank 20 Meter entfernt die Scheibenfragmente um die Ohren und auch der Stümper an der Ständerbohrmaschine bekommt sein Fett weg! Auch hier ist die Reaktion des Verursachers meist sehr kurz: "ÖÖÖÖöööh! Wo is die Scheibe hin? Hmmm komisch, öhhh - Mir doch egal!" Es wird beim 2. Versuch genauso weitergemacht wie vorher aber kostet ja nichts - der Chef zahlt ja schön den Mist!

Beim Sägen

Mit ordentlich Schwung wird das Rohr auf die Säge gewichst und erstmal zum Aufwärmen eine schöne Delle ins Sägeblatt gekloppt. 3 Abgebrochene Zähne später wird endlich die Säge angemacht und voller Euphorie tanzt das Werkstück herum und lässt die Säge schön rappeln und klappern. Der Griff zum Einspannen ist bei der letzten Kollision mit dem Gabelstapler längst abgebrochen - aber macht ja nichts! Weil gerade der Stümper an der Ständerbohrmaschine alle Bohrer ge"*Tknack!"t hat und sie im Rücken des Vorarbeiters stecken kann er nicht weitermachen und es ist Zeit zum Scheißelabern mit dem Stümper an der Säge vorhanden. So kann man die zulange Arbeitszeit auch rumkriegen. Doch dann fällt einem ja wieder ein, dass man ja noch mal bei der Säge gucken muss. Die Früchte seiner Arbeit definieren das Sägen neu!

Die heimlichen Wettkämpfe um den "Stümperkönig"

Viele Firmen bestechen durch das Nichtvorhandensein von verhassten Monstern sodass die Ausgestaltung der Arbeitszeit und damit auch der Produktion gänzlich an der Laune der Lebewesen in der Halle gekoppelt ist! So finden halbjährlich Wettkämpfe statt bei denen in mehreren Disziplinen die Stümper unter den Arbeitern ihr destruktives Können unter Beweis stellen!

Es gibt 4 verschiedene Kategorien, welche in die Wertung einfließen:

  • Spaßfaktor (Stümperung macht viel Spaß und bringt andere zum Kichern wie zum Beispiel "Maßbänder an der Decke aufhängen/Besen in die Wand stecken etc.")
  • Kreativität (die Stümperung ist besonders kreativ wie zum Beispiel den Bohrer vorm Abbrechen falsch herum einspannen oder anstreichen)
  • Gefährlichkeit (* siehe Text unten)
  • Schwierigkeitsgrad (Schwere der Stümperung. Zum Beispiel eine Arbeit sach- und fachgerecht auszuführen ohne jegliche "Komplikationen")

(*) Sehr hoch gewichtet ist die Kategorie "Gefährlichkeit"! Lässt man beispielsweise an der Drehbank den Schlüssel für das Futter bis zur Nachbarfirma fliegen, ohne dabei andere Stümper zu verletzen/töten oder gekündigt zu werden wegen Missachtung von Sicherheitsbestimmungen bekommt man sehr viele Punkte! Wird man selbst von dem Teil erschlagen, so führt das zur Disqualifikation! Einen Extrabonus gibt es, wenn der Chef in der Nähe ist, einem das Teil um die Ohren fliegt und nichts passiert!

Am Ende wird dann der Stümper des Jahres bekannt gegeben und darf mit seinen Fleppen nach Hause gehen. Denn die Jury ist leider der Chef, der das alles an seinen Monitoren zu Hause gesehen hat...

Maßnahmen gegen Stümper

Sind Stümper am Werk, hilft nur noch der Kammerjäger, der einem die Bude auf Links dreht! Es gibt auch Institutionen bei denen mit Stümpern geübt wird, wie man eine Arbeit sauber und ordentlich vollstreckt. Da Stümper beim Stümpern schnell sein wollen weil keine Lust, hat sich folgende Strafandrohung als sehr effektiv erwiesen:

"Machste dat' net vernünftig, machstes noch mal! Dann üben wir das solang. bis du's kannst!"

Das heißt konkret: "Fliegen die Bohrer fliegst du hinterher"! Für außerordentlich ordentliche Arbeiten gibt es oftmals sogar einen Keks oder zu Hause keinen Wasserschaden!