Togo

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Scheinrepublik Togo

Flagge Togo.svg

Wahlspruch: "Dictature doit être secrète!"
frz. "Diktatur muss geheim sein!
"

Amtssprache Französisch, daneben 38 weitere gesprochene Sprachen
Hauptstadt Lomé
Staatsoberhaupt Faure Gnassingbé
Staatsform Scheinrepublik
Währung 1 Geld = 0,004532 Euro
Zeitzone UTC + 0
Nationalhymne Irgendetwas Französisches...
Kfz-Kennzeichen RT
Internet-TLD .to
Vorwahl + 228

Die Scheinrepublik Togo ist ein afrikanisches Land mit 4 Buchstaben, das im Bewusstsein gewöhnlicher Europäer einen Stellenwert zwischen Klangschalen-Yoga und dem Prager Frühling einnimmt. Das liegt vor allem daran, dass es ein sehr kleines Land ist. Menschen aus Togo bezeichnet man gebräuchlicherweise als Togolesen - Fans des Landes und seiner Politik als Toganer. Diese sind übrigens auch maßgeblich an der Toganer-Bewegung beteiligt, die einen toganen Lebensstil anstrebt, also i.a. den Verzehr von Togolesen kritisch hinterfragt und - so gut es eben geht - vermeiden möchte.

Als ehemals sowohl französische als auch deutsche Kolonie, findet in Togo ein reichhaltiger Austausch der Kulturen statt: In der Hauptstadt Lomé beispielsweise ist die togane Bockwurst ein großer Erfolg. Dieses inzwischen schon Nationalstatus innehabende Gericht besteht aus einem glutenfreien gebratenen Baguette, das meist mit Sauerkraut serviert wird. Auch musikalisch, literarisch und künstlerisch entstehen im Zuge der Multikultur des Landes neue Ausdrucksformen (siehe dazu Togo/Kultur).

Im August 2006 erregte die Regierung des Landes unter Faure Gnassingbé damit Aufsehen, dass sie die Namensrechte von "Togo" wegen der Ähnlichkeit mit dem englischen Ausdruck "to go" explizit an ausländische Firmen wie Nutella verkauften. Mit dieser Finanzspritze sollte der Hungersnot und der Massenarmut in Togo entgegengewirkt werden. Bekanntester Gegner dieses politischen Erstfalls wurde der Togolese und überzeugte Toganer Yves Mbaru-Atnde (*1987), dessen internationale Petition "Wider die Schande des togolesischen Volkes" jedoch nicht einmal in den Nachbarländern von Togo (Burkina Faso, Benin und Ghana) besonderen Anklang fand, geschweige denn in der westlichen Welt, und somit kläglich scheiterte. Mbaru-Atnde befindet sich derzeit im Exil in Eritrea, da in Togo gegen ihn bis heute ein Haftbefehl wegen Verhetzung des Volkes vorliegt (Stand: Februar 2016).

Klima[Bearbeiten]

Wegen der großen Nähe zum Äquator ist es in Togo fast nie kälter als 25° Celsius. Fachkundige Dermatologen vermuten, dies könnte eine Ursache für die weit verbreitete Maximalpigmentierung unter der togolesischen Bevölkerung (togoisch kann man übrigens auch sagen) sein. Hin und wieder regnet es mal und die Luftfeuchtigkeit ist - das versteht sich von selbst - auch nicht immer gleich. Es gibt natürlich noch weitere für Meteorologen interessante Wetterdaten aus Togo, aber wer so etwas sucht, ist hier vielleicht doch am falschen Platz.

Geschichte[Bearbeiten]

Kolonialzeit[Bearbeiten]

Es fällt schwer die Geschichte Togos vor Ende des 19. Jahrhunderts zu beleuchten, da es das Land damals schlichtweg nicht gegeben hat. Zu besagtem Zeitpunkt wurde Togo mit ein paar Strichen auf der Landkarte gegründet. Zunächst unter deutscher Herrschaft, wurde dieser Flecken Land später noch in britisches und französisches Togo geteilt. Dabei ist das britische Togo heutiger Bestandteil von Ghana, während der französische Teil das eigentliche heutige Togo bildet.

Unabhängigkeit und Diktatur[Bearbeiten]

Zu der Zeit, als es 1960 unabhängig wurde, war der Togolese Sylvanus Olympio amtierender Präsident des Landes (seit 1958), wurde dann aber ermordet und schließlich geschah das, was mit gefühlt jedem afrikanischen Land geschieht: Die echte Republik ist vorüber, man wahrt nur noch den Schein, de facto handelt es sich aber um eine Diktatur. Und Gnassingbé Eyadéma wurde Togos Diktator, blieb das auch bis zu seinem Tod im Jahre 2005. Eyadémas Regierungszeit war geprägt von Staatsbesuchen in meist etwa ebenso kleinen Ländern wie Togo: Allein 1994 bereiste der Staatschef zweimal die Färöer-Inseln, dreimal Monaco und jeweils einmal Bahrain und den Vatikan. Nach Eyadéma hat quasi übergangslos sein Sohn Faure Gnassingbé das Amt übernommen und hat es auch seitdem inne. Unter dessen Regierungszeit fällt die sogenannte Nutella-Affäre (siehe oben) und der Togoer Fenstersturz, dem ersten LARP-Event ( Live Action Role Playing) des Landes. Seine Regierung wird von der UN nicht anerkannt.

Kultur[Bearbeiten]

Die Kultur Togos ist von vielen europäischen Einflüssen geprägt, deren Vermischung mit der Kultur der Einheimischen zu kulturanthropologischen Einzigartigkeiten geführt hat.

Musik[Bearbeiten]

U-Musik[Bearbeiten]

Der ursprüngliche togoische Musikstil bedient sich traditioneller afrikanischer Trommelrhythmen, die unter gesampelte Popmusik aus dem Westen gespielt wird. Beispielhaft sind hier Vorreiter wie die Black Panther Party Band, Black Floyd und David Bowibè zu nennen. Die von Togo ausgehende Toganer-Bewegung hingegen sampelt wiederum deren Lider und überspielt sie mit Indie-Alternative-Electro-Soundeffekten. Die momentan in Europa erfolgreichste Band ist Togan Movement.

E-Musik[Bearbeiten]

Vor der Kolonialzeit war diese Art der Musik in Togo gänzlich unbekannt. Inzwischen werden jedoch auch neoklassische Stücke komponiert, die in ihrer Rhythmik klar ein "Afrika-Feeling" auslösen will, während die Klanggebung häufig komplexer ist als simple Dur-/Mollharmonik. Insgesamt entrückt E-Musik aus Togo sich allem Gewohnten und stellt auch für professionelle Interpreten eine Schwierigkeit dar.

Kunst[Bearbeiten]

Die Farbgebung togoischer Malerei wirkt auf den Laien oftmals düster. Das liegt zum einen in der langen und leidvollen Kolonialgeschichte und der folgenden Diktatur, die Togo entscheidend prägten, zum anderen aber auch an den vom togolesischen Künstler Aho N'ohà (1938-2003) begründeten Grundsatz: "White Paint is racist!" (engl. Weiße Farbe ist rassistisch). In Reaktion auf die White Paintings von Robert Rauschenberg beispielsweise, malte N'ohà die Black Paintings, die jedoch weit weniger Aufmerksamkeit erfuhren, als der westliche Vorgänger. Auch heute noch sehen viele togoische Maler N'ohà als Vorbild und malen nur Bilder, die vollständig in dunklen Farben und schwarz gehalten werden. Aho N'ohà kritisch gegenüberstehende Künstler aus Togo setzen sich meist ins Ausland ab. Der bekannteste von ihnen, Touk Rotouk-Toúk (*1992), hat vor kurzem die Staatsbürgerschaft von Nepal angenommen.

Literatur[Bearbeiten]

In Togo wird nicht viel Literatur verfasst, weil diese erst einmal in mindestens 5 weitere Sprachen übersetzt werden müsste, um einen größeren Teil der Bevölkerung zu erreichen. So kommt es, dass oft nur kurze Erzählungen oder Gedichte in nur einer Sprache verfasst werden, die man dann in der jeweiligen Subkultur herumreicht. Der einzige togoische Roman, der jemals außerhalb von Togo veröffentlicht wurde, ist Das togane Manifest von Jaque Raqiri-Qiri (*1954), welches die Toganer-Bewegung begründete und bis heute nachhaltig beeinflusst.

Film und Fernsehen[Bearbeiten]

Die ehemaligen französischen Kolonialherren prägen noch heute die togoische Filmidentität. Aber durch die Zeit der Diktatur hat sich die Bildsprache der Togolesen entscheidend zu einem ganz eigenen Stil gewandelt. In Togo ist die häufigste Beschäftigung, um unterhalten zu werden, ins Kino zu gehen.

Das Fernsehen wurde jahrzehntelang von der Regierung gelenkt und ist demzufolge auch heute noch sehr regierungsfreundlich und eher konaservativ. Erwähnenswert ist es also nicht unbedingt, dennoch soll hier nun der Vollständigkeit halber eine Liste der togoischen Fernsehsender folgen.

Name des Senders Nähere Beschreibung der gezeigten Inhalte
TTV (TogoTV) Nachrichtensender
TTV 2 Sender für Talkshows
TTV 3 Sender für Regionales
ProTogo "Unterhaltungs"-Sender
EroTogo Einziger privater Sender Togos; Liefert erotische Inhalte