Rettung

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Als eine Rettung bezeichnet man den meist von geschultem Fachpersonal ausführbaren Prozess der Entfernung einer Person, eines Tieres oder eines Gegenstandes aus einer misslichen Lage, die durch eine Potenzierung der Gefahr, je mehr Subjekte daran beteiligt sind, gekennzeichnet ist.

Arten der Rettung[Bearbeiten]

Man unterteilt die Rettung in verschiedene Arten:

Standardrettung[Bearbeiten]

Ein einfacher, von jedem ohne Erlaubnis von Fachpersonal ausführbarer Rettungsakt, bei dem die Erfolgsquote der Rettung sogar bei zehn Prozent liegt. Eine Standardrettung ist zum Beispiel die Befreiung einer gut aussehenden Laborprofessorin aus einem brennenden Atomkraftwerk, welche unter einem tonnenschweren Stahlträger eingeklemmt ist, wobei sich unter dem energiezuliefernden betrieb der größte Bombenvorrat der Erde (also in Bielefeld) befindet und dieser explodiert.

Rettung aus der Luft[Bearbeiten]

..., oder auch Rettung "unter Tage" genannt. Diese sehr sichere Art der Rettung führt ganz sicher nicht zum Erfolg. In einem Rettungsakt aus der Luft kommen meist unbeholfen klobige Transporthubschrauber zum Einsatz, die sich furchtbar schwer tun, durch die Höhlen dieser Welt endlich mal zum verschütteten Bergarbeiter zu gelangen und diesen zu retten. Manche Fernsehsender denken, sie müssten aus dieser Art der Rettung unbedingt eine hochspannende Fernsehsendung machen, aber gezeigt wird jediglich, wie Hubschrauber vermehrt in den Höhlengängen explodieren, bevor sie die verschütteten Bergabeiter finden.

Rettung vom Wasser aus[Bearbeiten]

Als Paradebeispiel für die Rettung aus dem Wasser dient die Hilfestellung beim Untergang der RMS Titanic, einem großen Erfolg der Wasserrettungsgeschichte, bei dem ausnahmsweise mal nicht alle Beteiligten umkamen. Verständlich, dass die DGzRS (Deutsche Geheimorganisation ziemlich Rettungsunfähiger Suppenkaschperls) erzürnt über die schmalzige Komerzialisierung dieses Erfolges durch den Film "Titanic" ist.

Rettung in letzter Sekunde[Bearbeiten]

Rettung in letzter Sekunde kommt dann in Frage, wenn man eigentlich gar keine Rettung mehr braucht, weil man eine Sekunde später sowieso tot ist. So ist diese Form der Rettung eine sehr sinnlose, da sich der Rettende unnötig in Gefahr begibt.

Rettung aus höchster Not[Bearbeiten]

Eine Katze ist im Baum gefangen! Alarmstufe rot! Feuerwehr! Großeinsatz! Jesus!

Die Art der Rettung, bei welcher sich der Rettende in größte Gefahr begibt, mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit gleich null. Ein Beispiel aus der Extreme ist die weltberühmte Katze, die nicht mehr allein vom Baum runterkommt. Weltberühmt, weil dies der einzig dokumentierte erfolgreich abgeschlossene Fall einer solch atemberaubenden Rettung aus höchster Not ist. Dieses Dokument wird nun hier gezeigt:

Protokoll einer Rettung[Bearbeiten]

Protokollant: Unterbrandmeister Knorrke, 11. September 1999, Berlin

  • 7.48 Uhr: Tante Käthes Katze will bei ihrem morgendlichen Spaziergang eine Kastanie von einer Eiche (!) holen und klettert auf diese.
  • 7.52 Uhr: Auch nach wiederholten Rufen und Anbieten von Leckerlis will Tante Käthes Katze nicht mehr herunterkommen, worauf Tante Käthe einen Herzinfarkt erleidet.
  • 8.00 Uhr: Die sieben Feuerwehrwagen fahren für eine Rettung in höchster Not zum Unfallort - die Rettung hat Priorität noch vor einem brennend wichtigen Einsatz am Reichstag.
  • 8.30 Uhr: Der Löschwagenzug kommt dank erheblichen Behinderungen zu spät zu Tante Käthe und ihrer Katze - Grund ist ein Stau in der Innenstadt, weil der Reichstag angeblich brennen soll.
  • 8.33 Uhr: Die Katze srpingt plötzlich selbst vom Baum, um die Feuerwehrmänner unvorhergesehen anzugreifen - wenigstens ist sie jetzt unten...

Endbericht: Alles in Ordnung, Katze gerettet, Feuerwehrmänner im Krankenhaus versorgt, Bundestag zieht nach Bielefeld um und Tante Käthe ist tot.

Rettungspaket[Bearbeiten]

Rettung kann nicht nur als freundliche Hilfe gemeint sein. In Zeiten der Finanzkrise dachte sich die Regierung, sie könnten den angeschlagenen Banken mit wertvollen Steuergeldern noch mal etwas Gutes tun. Mit diesen Zahlunen sind freilich wohlwollende Gesten der notleidenden Banken Pflicht, eine Rettung, die man in besseren Zeiten, später, dem Politiker auch nicht vergisst.

Retter[Bearbeiten]

Das Symbol der Macht, hier vor einem Wahllokal für Irre

Man fragt sich: "Wer zum Teufel sind denn überhaupt diese Retter, dieses "geschulte Fachpersonal"?

Bekannte Retter aus den Medien[Bearbeiten]

Wenn ein Fernsehsender eine Sendung produziert, in der einzig eine Rettungsaktion im Vordergrund steht, dient das wohl einzig dem Zweck, das Programm auf RTL II-Niveau, aber eben preiswert zu veröffentlichen. Kein Wunder, dass durch diese plumpe Massenunterhaltung das reale Retterbild stark verunstaltet wurde.

Die bekanntesten Sendungen dieser Gattung sind:

  • Emergency Room - Auf Leben und tot - aus kostengründen findet die Serie in einem einzigen Raum statt
  • Aufwachraum - Operation gut überstanden (wegen schlechten Quoten abgesetzt)
  • Die unspektakulärsten Tierrettungen der Welt - Sicher entsorgt geglaubte kleine Kläffer und sonstiges Kroppzeugs werden von Gutmenschen gerettet.
  • Notruf 0800 - wohl eine der teuersten Hotlines der Welt
  • Die ritterlichen Retter - wie es früher einmal war

Natürlich entspricht keines der medial dargestellten Retterbilder der Wirklichkeit.

Die Leute in Rot mit Reflektionsstreifen[Bearbeiten]

...sind die sog. Sanitäter. Benannt sind sie nach dem sogenannten tapferen Samariter aus der Bibel, dem es in Wahrheit nur um das Erbe des zu Pflegenden ging - durch die Jahrhunderte hat sich sein Ruf als Erbschleicher zu dem eines Helden gewandelt.

Um heutzutage Sanitäter zu werden, muss man eine fünfjährige Ausbildung über sich ergehen lassen, die man wohl nur mit teuflischen Dingen wie Alkohol ertragen kann. Doch immerhin darf man die tollen rotweißen Autos fahren und die spezifisch-schwierigsten Rettungen durchführen.

Symbolik und anderes[Bearbeiten]

Als allgemeines Erkennungssymbol für "DIE RETTER" wählten DIE RETTER das rote Kreuz. Rot wie das Blut und Kreuz damit sie nicht mehr mit dem Teufel verwechselt werden.

Literaturtipp[Bearbeiten]

  • Zugedeckt und aufgedeckt: Bedienungsanleitung für Ihren Erste-Hilfe-Kasten - die könnens auch nicht besser als Sie, Gerinnsel-Verlag, Köln-München-Aachen (Klinikum), 2009

Siehe auch[Bearbeiten]