Eiche

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Eiche im Schnee - Caspar David Friedrich

Die Eiche ist ein sehr widersprüchlicher Baum. Obwohl sie der einzige Baum auf diesem Planeten ist, der als deutsche Bezeichnung einen türkischen Mädchennamen trägt (auf türkendeutsch: "Ayshe"), wird sie unbeirrt als deutsches Kulturgut betrachtet. Das hat schon angefangen, als Deutschland noch gar kein Land in dem Sinne war, sondern lediglich eine Ansammlung von verwirrten Volksstämmen mit der vagen Idee sich zusammenzuschließen.

Habitus und Wachstum[Bearbeiten]

Eichen sind, wenn sie noch jung sind ganz klein. Sofern dieses kleine Bäumchen sich aber auf deutschem Staatsgebiet befindet kann man es schon als deutsche Eiche bezeichnen. Das trifft auf die junge Aische natürlich nicht zu. Die muss erst mal lesen und schreiben lernen, damit sie einen Einbürgerungstest besteht. Als nächstes wächst die deutsche Eiche und wird immer größer. Das gillt zwar auch für Aische, allerdings sind die Ausmaße kaum vergleichbar. Während die deutsche Eiche im Verlaufe ihres Daseins ihr Gesamtvolumen von ca. 12,3 g auf bis zu 13 t ausdehnt, kann die kleine Aische froh sein, wenn sie ihre Körpergröße von anfänglichen knapp 50 cm auf untersetzte 1,5 m verdreifacht - nicht gerade die Idealvorlage für eine deutsche Heldensage. Eine Eiche wird mit wachsender Stattlichkeit auch immer deutscher. Wie sie so unbeirrbar den Widrigkeiten des Wetters trotzt, sich mit heroischer Standhaftigkeit den härtesten Herbststürmen aussetzt und trotz einiger heruntergefallener Äste und völlig entlaubt immer noch eine edle gesunde Statur aufweist, versinnbildlicht sie wie kein anderer Baum die Beständigkeit und den Durchhaltewillen der deutschen Nation. Selbst lange, kalte Winter übersteht der Baum unbeschadet und erblüht in jedem Frühjahr auf's Neue um sich mit einer überwältigenden Pracht an Blattwerk zu präsentieren. Eine besonders schöne Wuchsform erhalten Eichen, wenn sie einzeln stehen. Aber vielleicht kommt uns das nur so vor, weil dann die Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Ähnlich wie bei Ehefrauen.


Vorkommen & Wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten]

Eiche Rustikal: Das Dekor des Wirtschaftswunders
Bundesarchiv, Bild 183-N0815-0323
Foto:Junge, Peter Heinz; 28. Aug. 1974

Eichen gehören zu den Laubbäumen. Das bedeutet, sie sind wahnsinnig wichtig für die Volkswirtschaft. Sozial denkende Stadtoberhäupter lassen nämlich ganz bewusst Laubbäume wie Eichen im Stadtgebiet pflanzen, damit die Bediensteten des Bauhofes oder die ABM-Truppe im Herbst mit dem Laubpuster ihr Tun haben, und damit nicht nur ihre Daseinsberechtigung begründen, sondern auch ein Teil ihres Einkommens abgesichert ist (neben Schwarzarbeit, Harz IV, oder Behindertenrente). Aber auch in ländlichem Gebiet sieht man den majestetisch wirkenden "König der Bäume" oft als auflockerndes Landschaftselement. Wegen seiner Größe und der langen Lebenserwartung wurde er gerne als Einzelbaum an Weggabelungen, Kreuzungen oder Gemarkungsgrenzen als Orientierungshilfe gewählt als Hinweisschilder und Wegweiser noch nicht erfunden waren. Besonders unentschlossene Autofahrer, die keine Ahnung haben, welchen Weg sie wählen sollen, nehmen manchmal einfach die goldene Mitte und fahren dann gegen diese Eichen. Dem Baum macht das meistens nichts aus, das Auto dagegen ist nach der Begegnung oft nur noch so groß wie ein Smart. Es sei denn, es war vorher schon ein Smart, aber dann ist man selbst schuld.

Im Wald kommt die Eiche nur noch selten vor, seit von Ende der 60er an bis Anfang der 90er Jahre das Erscheinungsbild ihrer Holzmaserung einen Popularitätsstatus erreichte, der mit dem Aufstieg der legendären Beatles vergleichbar war. Millionen von Haushalten wurden in einer Zeit, als Wohlstand und Lebensqualität einander gegenseitig hochschaukelten, komplett auf "Eiche Rustikal" umgerüstet. Diese Hysterie wurde so sehr auf die Spitze getrieben, dass die deutsche Eiche irgendwann auszusterben drohte. Um das zu verhindern wurde auf eine Regierungsinitiative hin die Spanplatte erfunden. Mit Furnier überzogen sollte nun die Schrankwand im "Eiche Rustikal" - Dekor dem Original den Rang ablaufen. In unzähligen Varianten ist die Spanplatte noch heute der absolute Renner auf dem Möbelmarkt. Die Eiche freut's, Aische sagt: "Wat soll dat Schaisendreck Mann! Iss do voll hässlisch.".

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Eicheln

Als erstes muss hier richtig gestellt werden, dass sich natürlich nicht "fort" - gepflanzt wird, sondern "hin" - gepflanzt! Wie pflanzen sich also die Eichen da hin wo wir sie stehen sehen? Eichen haben von der EVO Lution AG eine besonders merkwürdige und komplizierte Reproduktionsmethode zugedacht bekommen, die sie nicht gerade dazu ermächtigt, große Sprünge zu machen. Im Frühjahr entwickelt sich eine Blüte, daraus entsteht die Eichel, die als Samen für einen neuen Baum dienen soll. So ähnlich interagieren ja auch Huhn und Ei, nur dass die Eichen sich nicht gegenseitig bespringen. Im Herbst werfen sie ihre Eicheln ab und hoffen, dass sie von Waldtieren wie z.B. dem Eichhörnchen oder dem Eichelhäher zwar gefunden aber nicht gefressen werden. Diese sollen die Samen dann weiter tragen, da sonst ja alle Eicheln unter der Mutti - Eiche Wurzeln schlagen würden.

Unglaublicherweise kommt es sogar vor, dass diese Tiere wenn sie sich den Wanst vollgeschlagen haben aus Gier gepaart mit Fressneid weitere Eicheln sammeln und diese irgendwo vor den Nahrungskonkurenten verstecken. Dazu werden die Leckerbissen häufig im Erdreich verscharrt. Diese Tiere begreifen einfach nicht, dass sie aufgrund ihres Kurzzeitgedächtnisses die Verstecke schon am nächsten Tag vergessen haben. Auch wenn die meisten Eicheln von wem auch immer gefressen werden entstehen doch wie durch ein Wunder hier und da kleine Eichenbäume. Und obwohl unzählige dieser Pflänzchen wilden Raubtieren zum Opfer fallen, noch ehe sie einen Meter hoch geworden sind schaffen es wie durch noch ein Wunder einige Bäume eine so stattliche Größe zu erreichen, dass sie dem Menschen stabiles Bauholz oder schickes Brennholz für die Kaminecke liefern. Und wie durch ein weiteres unglaublich wunderbares Wunder schaffen es trotz alledem die standhaftesten von ihnen einige hundert Jahre alt zu werden.

Eichenlaub[Bearbeiten]

Eichenlaub.jpg
Besonders hohes Ansehen genießt das von Gärtnern aufbereitete Eichenlaub in den Augen von Staatsoberhäuptern und Militärs. Es wird daher auch patriotisch das deutsche Lorbeer genannt! Besagte Regenten zieren sowohl ihre Schultern als auch ihre hoheitlichen Kopfbedeckungen mit diesem grünen Schmuck um dem gemeinen Volk kundzutun, auf Ökologie zu setzen und in naturverbundener Eintracht nicht immer nur Profit zu fordern, sondern auch auf natürlichem Wege Müll anzusammeln und ihn zu bewahren. Das Eichenlaub wird dabei schönstmöglich auf den entsprechenden Stellen drapiert und im Herbst durch frisches Blattwerk ersetzt. Diesen Akt nennt man zumeist Beförderung.

Gefährdungspotenzial[Bearbeiten]

Eichen werfen - wie weiter oben bereits erwähnt - im Herbst mit Blättern und Eicheln um sich. Je höher die Eichel vorher hing, desto höher ist die Fallgeschwindigkeit, die sie erreicht, wenn sie unten ankommt. Selbiges trifft natürlich auch auf Äste zu, wobei diese auch noch in Größe und Gewicht variieren. Das bedeutet, dass Eichen ein sog. variables Gefährdungspotenzial besitzen. Die Blätter sind für den Menschen nicht wegen ihrer Fallgeschwindigkeit gefährlich, sondern eher aufgrund der Glätte, die sie in Verbindung mit im Herbst häufiger werdendem Regenwasser auf den unter ihnen befindlichen Straßenbelägen verursachen.

Kulturelle Bedeutung[Bearbeiten]

Klein Gladebruegge Wappen.png

In der Heraldik und der Numismatik wird die herausragende nationale Bedeutung des Baumes besonders deutlich. In unzähligen Stadtwappen spielt die Eiche eine wichtige Rolle und ist zählt somit als pflanzliches Pendant zum Steinadler, dem deutschen Wappentier Nummer eins. Sie spiegelt den urdeutschen Wunsch nach Wachstum und Beständigkeit wider. Alle Strukturen sollen bleiben, nur die Umstände immer etwas besser werden. Der typische Deutsche will z. B. den alten Job behalten aber am liebsten immer mehr Geld dafür bekommen. Auf den deutschen Eurocentmünzen sind Laub und Früchte der Eiche genauso wieder vertreten wie schon auf den Pfennigstücken. Hier drücken Blätter und Eicheln die Hoffnung aus, dass - wie bei den Samen der Eiche - sich bald wieder neue Münzen einfinden, nachdem man sie ausgegeben hat.
Diese Hoffnung teilt sogar die Deutsche "Ayshe".

Baum
noch ein Baum