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Balkankrieg

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Krieg. Gut zu erkennen sind die berühmten Balkanspieße.

Die Balkankriege liegen mittlerweile mehr als 100 Jahre zurück. Grund genug, ein wenig Geschichtsklitterung zu betreiben.

Ort des Geschehens: Balkan, aber auch anderswo
Protagonisten: Mehmet und seine Frauen sowie ein Geheimagent
Randfiguren: Zar Nicolaus, Franz Ferdinand, einige Russen, einige Österreich-Ungarner, viele Griechen, Rumänen, Montenegriner, Serben und Bulgaren, noch mehr Osmanen.
Schmückendes oder weniger schmückendes Beiwerk: Kultusminister, Eunuchen, Fellmützen, Hustenbonbons und ... Balken

Die vielen Kriege, da blickt man ja gar nicht mehr durch...[Bearbeiten]

Dieser bayrische Minister heißt nicht Seehofer, aber es ist auch ihm zuzutrauen, dass er einen der Balkankriege unterschlagen wollte.

Warum, so wird sich jeder durchschnittliche Stupidedia-Konsument fragen, wird hier von DEM Balkankrieg geschrieben? Denn eigentlich gab es ja zwei Balkankriege, auch wenn das nicht immer unumstritten war. Die Balkankriege liegen nämlich zeitlich so dicht beieinander, dass man sie kaum auseinander halten kann. Die Balkankriege sind außerdem so maßgeblich für den Ersten Weltkrieg, dass sie diesem beinahe zugeschlagen worden wären, wenn nicht unser föderales Schulsystem seine schützende Hand über diese Scharmützel gehalten hätte.
Es begab sich nämlich anno domini 2002 - anlässlich der Verhandlungen der Kultusminister-Konferenz mit den Schulbuchverlagen - dass die Länder Bayern, Hessen und Mecklenbach-Vorpoppern gern alle drei Kriege miteinander fusioniert hätten, um eine Lehrplanverkürzung um ein Schuljahr in der Sec. II durchzusetzen. Hamburg war aus Prinzip dagegen und Sachsen und Niedersachsen wollten genau das Gegenteil: eine Leerplanverlängerung, um die Klassenräume nicht noch lehrer werden zu lassen, folglich einen dritten Balkankrieg.
Das Schöne am Föderalismus ist, dass man sich sowieso nicht einigen kann und damit alles beim Alten bleibt. Darum wird im deutschen Geschichtsunterricht nach wie vor von den (beiden) Balkankriegen berichtet.
Stupidedia kennt aber die Zusammenhänge und hat darum zu Recht DEN Balkankrieg im Repertoire. Warum, das wird sich dir vielleicht nach Studium dieses Artikels erschließen.

Wie es begann[Bearbeiten]

Wieder einmal waren es die Russen, die partout nicht nachgeben wollten. Der Russe an sich war schon immer so. Heutzutage unterstützt er trotz des Entzuges von Äpfeln und Möhren immer noch die südeostukrainischen Separatisten mit Klopapier und Heftpflastern; damals hetzte er Bulgarien und Serbien auf, den "Balkanbund" unter der schützenden russischen Fellmütze zu bilden. Denn der Russe wollte 1912 Druck auf Österreich-Ungarn ausüben, vielleicht waren ihm die Mautgebühren zu hoch oder die Tageskarten für Sessellifte, irgendetwas wird ihn schon gestört haben. Österreich-Ungarn war auch zunächst irritiert über den Balkanbund, was zu einer folgenschweren Entscheidung des Geheimdienstes führte, doch dazu später mehr. Bulgarien und Serbien hingegen, hatten eigene, handfeste wirtschaftliche Ziele und überredeten Griechenland und Montenegro in ihrem Bund mitzumachen; vordergründig um den Osmanen eins auszuwischen, in Wirklichkeit um die heimische Balkenindustrie zu stützen. Nach einigen Scharmützeln, das weiß fast jeder, warf der Balkanbund dann auch die Osmanen raus aus Europa. Das ärgert Erdogan heute noch. Zu den Details kommen wir auch später, zuvor jedoch halten wir für noch Detailverliebtere die Klappbox bereit:

... Nebensächliches zu Osmanen und Türken

Das Osmanische Reich mit der Türkei gleichzusetzen wäre zu einfach... auch wenn es den Nagel auf den Kopf träfe, wenn man nicht zu kleinlich ist. Aber wir möchten die Gelegenheit nutzen (nur darum bezeichnen wir die Türken als Osmanen), wenigstens auf Eines hinzuweisen: Das Osmanische Reich errichtete seine Mauern auf den Ruinen des Sultanats der Rum-Seldschuken (Dieser Name ist –im Vergleich zu einigen Stupidedia-Artikeln- lustig genug für eine Erwähnung und dem Autor fielen bei diesen Rum-Seldschuken stante pede einige Seemannslieder ein, was ihn in eine geradezu euphorische Stimmung versetzt hatte.).


Das Kriegsbeil wurde ausgegraben[Bearbeiten]

König Nikolaus von Montenegerien (nicht zu verwechseln mit Zar Nicolaus von Russland) erobert zwei osmanische Flaggen und erklärt das osmanische Reich für besiegt.

Der Kleinste wurde vor geschickt. Nicht ohne Grund, denn König Nikolaus von Montenegro war empfänglich für allerlei Unsinn (Er hatte sich sogar schon einmal für einen Vorschlag stark gemacht, dass Glühbirnen abgeschafft werden sollten oder dass man nicht mehr Neger sagen darf. Er konnte sich aber nicht durchsetzen, zum Glück, denn sonst hätte er ja „König von Monte“ geheißen.) Montenegro erklärte also den Osmanen den Krieg und die Osmanen erklärten daraufhin Bulgarien den Krieg; warum, darüber schwiegen sich die Geschichtsbücher aus, denn es war irgendwie peinlich... Bulgarien hört sich ja total anders an als Montenegro... Wir aber kennen die Antwort und hier kommt auch unser Geheimagent ins Spiel. Ein junger Österreicher, als Kurier getarnt, fing die montenegrinische Kriegskarte auf dem Postweg ab und überbrachte sie persönlich dem Sultan.

Beim Sultan[Bearbeiten]

Vor den Gemächern des Sultans musste der junge Bote jedoch warten, denn Mehmed V. inspizierte gerade seinen Harem. Der noch sehr junge Bote konnte nicht vermeiden, Details einer Ehekrise mitzubekommen. Die Haremstür war dick und aus gepresstem Reis (aus dem fernen Indien) gefertigt. Der an einer fiesen Migräne leidende junge Bote, eigentlich Geheimagent, legte nach 2 stündiger Wartezeit seinen Kopf, wohl um eine Linderung des Kopfschmerzes zu erlangen, an diese kühle Haremstür aus gepresstem Milchreis. Und so erfuhr er folgendes: Die fünf Ehefrauen, die da hießen Kümüres Bas Kadın, Dürridem Kadın Efendi, Mihrengiz, Nazperver und Dilfirib diskutierten mit ihrem Mehmed V. anscheinend über das anstehende Mittagessen. Gerade als es für unseren als Boten verkleideten Geheimagenten spannend zu werden schien, man diskutierte wohl ob es Dorsch geben sollte oder Haxe vom Georgsschaf, wurde die Tür aufgerissen und der Sultan persönlich starrte den armen Tropf, der, seiner stützenden Haremstür aus Müller-Milchreis beraubt, bäuchlings auf dem polierten Mamorfußboden zu liegen kam, an. "Welche Nachricht hast Du für mich?" schnaubte Mehmet... und der noch sehr junge, als Bote getarnte Geheimagent stammelte etwas von einer "wichtigen Angelegenheit vom Balkan".

Ein Missverständnis...[Bearbeiten]

Das ist der Sultan Mehmet V. Er hatte fünf Frauen. Darum die V hinter seinem Namen. Wir kennen das ja von Benedikt XVI...

Mehmet selbst erwartete aber den Haremsreparateur (Das ist ein Eunuche, der sich um bestimmte Funktionsweisen des Harems zu kümmern hat. Wir können leider nicht auf die Details und Funktionsweisen eines Harems eingehen, denn nicht nur die Osmanen waren prüde, auch die Stupidedia hat lediglich eine FSK 16-Freigabe. Doch so viel muss gesagt werden: Mehmet wähnte in dem als Boten verkleideten Geheimagenten einen virtuosen Balkenausrichter, denn Balken spielten im prüden Osmanien eine große Rolle.). "Hinein mit Dir, und nicht so zögerlich, sondern frisch ans Werk!" befahl der Sultan.

... mit weitreichenden Folgen![Bearbeiten]

Der junge österreichische Geheimagent war schockiert, denn was er noch vor der Tür als Duft einer leckeren Fischsuppe identifiziert hatte, stellte sich als etwas anderes heraus. Und die Weiber waren ja auch alle nackend, bis auf die Balken, die aber total verrutscht waren. Der noch junge und sexuell unerfahrene österreichische, als Bote verkleidete Geheimagent, der später noch eine unrühmliche Rolle einnehmen sollte und nie heiraten würde, außer kurz vor seinem Tod, wollte liebend gern Reißaus nehmen, aber der Sultan hatte ein scharfes Krummsäbelchen umgegurtet und schien mit dessen Gebrauch vertraut, so dass der Österreicher sich lieber an das Balkenrichten begab.
Nach ein paar Tagen, denn so ein Balkenzwischenfall lässt sich nicht einfach lösen, zog der vermeintliche Bote von dannen, denn die Balken waren gerichtet, bis auf einen ziemlich kleinen, den er unter seiner Nase aus dem Harem herausgeschmuggelt hatte. Und anstelle des Balkens hatte er die Kriegserklärungskarte von Montenegro zurückgelassen. Und so hat dann der Sultan Mehmet V, nachdem er im Schoß seiner Lieblingsfrau die Kriegserklärungskarte von Montenegro gefunden hatte, den Bulgaren den Krieg erklärt. Er hätte auch den Griechen den Krieg erklären können oder den Montenegern, aber Mehmet war total sauer und zu klaren Gedanken nicht mehr fähig. Den Balken, der vor dem Schoß seiner Lieblingsfrau auf geheimnisvolle Weise sein Verlangen über Jahre hinweg angefacht hatte, diesen kleinen Balken indes, den sah er nie mehr wieder. Armer Mehmet.

Aus dem Tagebuch eines Taugenichts...

Auf die osmanische Kriegserklärung an die Bulgaren hatte der Balkanbund nur gewartet, zügig erklärten Griechenland, Serbien und Bulgarien den Osmanen den Krieg und los ging es. Die Osmanen hatten in einem breiten Streifen europäisches Gebiet vom Bosporus bis ungefähr nach Split (die Urlauber unter Euch können sich das jetzt ungefähr vorstellen) besetzt und der Balkanbund griff in einer Zangenbewegung diesen Streifen an. Von den Russen mit Fellmützen und Klopapier versorgt waren die Bulgaren, Griechen, Serben und Monteneger den Osmanen haushoch überlegen, denn früher trug man in Südostasien Stoffkappen, die keine Kugel abhalten konnten. Hinzu kam, dass die Osmanen offensiv lediglich mit Krummsäbelchen und scharfen Hustenbonbons ausgerüstet waren und der Balkan-Bund mit bunten Balkan-Spießen und Nicolaus-Pianos (die kamen aus Russland und waren Vorläufer der gefürchteten Stalin-Orgeln). So musste das osmanische Reich neben den Gebietsverlusten eine empfindliche Niederlage hinnehmen und sich in einen Waffenstillstad zwingen lassen.
Dieser Erfolg des Balkanbundes kam in Österreich-Ungarn gar nicht gut an. Der damals eingesetzte Geheimagent wurde mit Schimpf und Schande aus Österreich rausgeworfen und verdingte seit dem seinen Lebensunterhalt im Exil, zunächst als Postkartenmaler, dann als Gefreiter und später als Reichskanzler.

... der zweite Balkankrieg[Bearbeiten]

Innenpolitisch war Mehmet V. beinahe am Ende. Der Verlust des Balkans wog schwer, aber noch stärker wurde der Verlust des Balkens vor der Schatzkammer seiner Lieblingsfrau politisch ausgeschlachtet, denn so etwas darf einem Sultan nicht passieren; doch da kamen ihm die Balkaner unfreiwillig zur Hilfe.
Im Balkanbund selbst gab es Streit über die eroberten Gebiete und die Recyclingquote für die nun überflüssigen russischen Fellmützen (ja, die Griechen wollten die Mützen bunkern für schlechte Zeiten, denn sie hatten eine Ahnung, was ihnen in ferner Zukunft in der EU blühen sollte.). Die Bulgaren griffen Griechenland und Serbien an. Erstmals mischten sich nun auch die Rumänen in die Kampfhandlungen ein. Und zwar gegen Bulgarien. Dies machte sich Mehmet zu Nutze und schloss sich den Kämpfen gegen die nun zahlenmäßig weit unterlegenen Bulgaren an. Er hatte auch noch Glück, dass sich eine Stadt, Adrianopel, die nicht verteidigt wurde, allein aufgrund seiner Drohung, angelutschte scharfe Hustenbonbons auf die Gehwege spucken zu lassen, den Osmanen ergab.

... wie es weiter ging[Bearbeiten]

Die Kampfhandlungen dauerten nur wenige Wochen und waren bereits im August 1913 beendet.

  • Die Österreichischen-Ungarn waren mit dem Kriegsausgang, in dem Serbien große Gebietsgewinne gemacht hatte, gar nicht zufrieden. Sie schickten ein paar Monate später den Erzherzog Franz Ferdinand nach Sarajevo, damit der Ahnungslose einen Grund für eine Kriegserklärung an Serbien liefern solle.
  • Mehmet V. konnte sich noch ein paar Jahre formell im osmanischen Sattel halten, aber seit der Geheimagent den Harem repariert hatte, war es mit seinen Frauen nicht mehr so wie früher.
  • Der gefeuerte Geheimagent trat in die bayrische Armee ein und kämpfte im Ersten Weltkrieg mit, bis er 1918 kurzzeitig in die Psychiatrie musste. Aus der Psychiatrie entlassen, stieg er zunächst zum Parteivorsitzenden und später zum Reichskanzler auf, ein in diesen Kreisen durchaus üblicher Karriereverlauf. Drei Tage bevor er 1945 starb, hat er noch geheiratet. Die Ehe wurde aber nicht vollzogen; der Balken, den er im osmanischen Reich gestohlen hatte, hatte ihn davon abgehalten.
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2. Platz beim 33. Stupid Contest

Balkankrieg ist ein Gewinner des 33. Stupid Contests.

Für dieses Werk erhält Käptniglo den silbernen Stupidedia-Stern am Band.

Gezeichnet, die Jury

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Gelungen

Der Artikel Balkankrieg ist nach einer erfolgreichen Abstimmung mit dem Prädikat Gelungen ausgezeichnet worden und wird zusammen mit anderen gelungenen Artikeln in unserer Hall of Fame geehrt.

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