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Tumor

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Ein Tumor ist eine ungewollte Schwellung oder eine Raumforderung irgendwo im/am Körper, die einen umbringen kann.

Der Haupttumor von Homer S., gut sichtbar in der Mitte des Hohlraumes

Allgemeiner Aufbau

Wissenschaftler versuchen schon seit Jahrzehnten die Struktur eines Tumors vollständig zu entschlüsseln. In zahlreichen Tumoren konnte jedoch die gefährliche Substanz Dihydrogenmonoxid (DHMO) eindeutig nachgewiesen werden.

Weitere Erkenntnisse gibt es bisher noch nicht. Es wird vermutet, dass ein Tumor auch große Mengen an warmem Eiter enthält. Weiterhin wird gemunkelt, dass Erdbeerpudding mit Zimt-Schokoladen-Streusel einen großen Bestandteil eines Tumors darstellt.

Gute Tumoren

Gutartige Tumoren, auch „benigne“ Tumoren genannt, sind nervig. Ja, das sind sie. Denn obwohl sie einem nichts antun wollen, muss man sie fast immer früher oder später rausschneiden lassen. Dabei kann das Leben mit ihnen echt toll sein! Ein…

Ganglion

… am Knöchel zum Beispiel kann dem geneigten, sportlich unbedarften Schüler als Ausrede gereichen, nicht am Sportunterricht teilnehmen zu müssen. Sowas kann nämlich fiese aussehen. Wie ein ekelhafter Knubbel unter der Haut. Und weil man es nicht richtig widerlegen kann, kann der Patient auchbehaupten, das Ding täte höllisch weh.
Nachteil: In dem Stadium muss man dann wohl oder übel zum Aufschneider.
Alternativ kann man ein Ganglion zwar auch mit einer Bibel zerschlagen. Nur brechen dabei irgendwie immer ein oder zwei Knochen, die zufälligerweise am Tumor entlanglaufen. Das bewahrt nochmal ein paar Wochen vor dem Sport. Aber danach nimmt einen der Lehrer leider richtig hart ran.

Ungesund, aber kein Tumor!

Lipom

Ein anderer, "guter" Tumor ist das Lipom. Das ist im Grunde nichts Schlimmes. Wenn man Fett mag. Denn ein Lipom ist eine Ansammlung von Fett an einer Körperstelle. Obacht: Fette Menschen sind keine wandelnden Tumore (entgegen landläufiger Meinung). Auch ist die Bezeichnung „präthorakale Lipome“, die so manch Mensch für Brüste benutzt dann ja irgendwie doch falsch. Ja, Brüste sind präthorakal. Also vor dem Thorax (Brustkorb). Und ja, die bestehen in der Regel aus ziemlich viel Fett, wenn die Frau nicht gerade Miss Bodybuilding 2011 ist. Aber aufgrund des medizinischen Fortschrittes kann der Eindruck täuschen und der ungeschulte Beobachter kann Fett mit Silikonimplantaten verwechseln.

Das Muttermal

Als letztes Beispiel für einen gutartigen Tumor nehmen wir mal das Muttermal (vom lat. „naevus“: Muttermal) zur Hand. Diese komischen, auf dem ganzen Körper vorkommenden dunklen Flecke sind auch Tumore. Das bösartigste daran ist dann zumeist, dass sie genau da auftauchen, wo keiner sie braucht. Zum Beispiel mitten im Gesicht oder auf dem Lieblingsgenital.
Naevi leben so lang unbeachtet vor sich hin, bis der Besitzer auf die absurde Idee kommt nach Australien zu ziehen; wahlweise ins Solarium. Denn setzt man die Muttermale der direkten UV-Strahlung aus (am besten sehr lange und noch intensiver) könnten die einen Gesinnungswechsel durchmachen und sich spontan dazu entscheiden, böse zu werden. In diesem Fall hat man die Krebskarte gezogen.

Böse Tumoren

Böse Tumoren sind richtig fies. Die nerven nicht nur, weil sie ungefragt irgendwo auftauchen. Nein, sie verteilen sich im ganzen Körper und lassen einen draufgehen. Das ist nicht nur unbequem sondern auch Lebensbeendend. Richtig fies wird’s dann später noch im Teil Krebsheilung. Aber eins nach dem anderen.

Karzinom

Das Karzinom ist das Ding, das viele gerne als Krebs bezeichnen. Ca. 80% aller Krebserkrankungen gehen von Karzinomen aus, die ja bekanntlich im ganzen Körper vorkommen können. Darum hat sich die moderne Medizin dazu entschlossen, da nochmal eine Einteilung vorzunehmen. Aus einem akuten Ideenmangel heraus, hat man dann einfach das betroffene Ausgangsorgan genommen und mit „…karzinom“ ergänzt. Berühmte Vertreter dieser Spezies sind z.B.:

  • Analkarzinom (Arschkrebs)
  • Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)
  • Mammakarzinom (Brustkrebs)
  • Magenkarzinom (Magenkrebs)

Ursprungsort eines jeden Karzinoms ist die Haut im Körper. Geschockt? Verwirrt? Ja, auch im Körper hat man Haut. Alle Organe sind mit einer eigenen Haut ausgestattet. Aber das ist eine ewig lange, ganz andere Geschichte.

Sarkom

Das Sarkom wurde, wie einige andere schlechte Dinge (z.B. die Eurokrise) von den Griechen entdeckt. Darum auch der Name: Sarkom bedeutet im griechischen „Fleisch“. Sarkome befallen also alles, was irgendwie mit Fleisch im Körper zu tun hat.
Dazu gehören natürlich die Muskeln, Fettgewebe und auch Knochen. Warum Knochen? Schon mal Fleisch gegessen? Da hängt oder hing irgendwie immer ein Knochen dran. Sarkome sind extrem selten (nur ca. 1% aller Krebserkrankungen), davon gibt’s aber über 100 Arten.

Basaliom

Noch ein Vertreter der negativen Fraktion der Tumoren ist das Basaliom.
Das Basaliom ist die bevorzugte Hautkrankheit der Sonnenbankanbeter. Landläufig ist diese Krankheit auch als „weißer Hautkrebs“ bekannt. Allerdings ist der nicht weiß, sondern eher Hautfarben bis rosa. Diese fiese Erkrankung „rosa Hautkrebs“ zu nennen verstieß aber wohl gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, weswegen eine unbekannte Schwulenvereinigung irgendwann an einem Gericht irgendwo auf der Welt (vermutlich Amerika) höchstwahrscheinlich erfolgreich klagte.
Weil Basaliome nicht unbedingt ihre Vasallen gen Körper schicken, um neue Kolonien zu gründen, spricht man auch von einem semi-malignen (halb-böse) Tumor.

→ siehe auch Melanom

Klassifikation

Tumore werden in der modernen Medizin klassifiziert. Denn gerade in dieser Wissenschaft hat immer noch das Schubladendenken Vorrang. Traurig, aber wahr. Eine Änderung dieser Sichtweise wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht stattfinden. Denn Tumore können keine Diskriminierungsklagen einreichen.
Zurück zum Thema! Die Einteilung findet sich im TNM-Schema der WHO wieder.

T wie Tumor

Das T in TNM steht – oh wie einfach – für Tumor. Es besagt, dass es überhaupt einen (Haupt)Tumor gibt. Außerdem wo er ist und wie groß. Kleines Beispiel: Der Prostatatumor Andreas ist schon fünf Jahre alt. In seinem kurzen Leben hat er sich von einer einzelnen, mutierten Körperzelle zu einem wunderschönen, etwa Baseball großen Fleischball entwickelt, der seinem Besitzer auf so ziemlich alles drückt, was da unten lebt: Darm, der andere Darm, Harnblase, Blutgefäße. Abgesehen davon, dass sein Besitzer bald das zeitliche segnen wird, ist das die höchstmögliche Einteilung. Auf der Skala von T1-T3 ist das eine T3.

N wie Lymphknoten

Klingt doch Logisch! N = Lymphknoten. Hier ist etwas Latein gefragt. Bei den Römern, die diese grässliche Sprache erfanden (oder auch nicht – wer will das schon wissen…) nannte man die Lymphknoten einfach nur Knoten. Und das sind auf Latein Nodi.
Hat also ein böser Tumor seine kleinen, mutierten Zellen in den Organismus ausgesandt, neue Welten zu entdecken, setzen sich diese gerne mal in den Lymphknoten ab, um Basiscamps zu errichten. Je mehr es davon gibt, desto höher ist auch die Zahl hinter dem N in der Klassifikation N1-N3. Beispiel Andreas: Er hat seine Schurken in die nächstgelegenen fünfzehn Lymphknoten entsandt. Das wäre dann N3. Also insgesamt: T3N3. Weiter mit:

M wie Metastasen

Der Titel ist diesmal schön selbsterklärend. Vorerst.
Hat ein Tumor im Körper Metastasen gebildet, dann ist folgendes passiert: Unser beispielhafter Prostatatumor hat seine Spießgesellen (wir erinnern uns: Die mutierten Körperzellen) über die Blutbahn oder die Lymphen in den Organismus entsandt. Irgendwann entdecken diese dann einen schönen Platz, an dem sie sesshaft werden wollen. Sie lassen sich nieder, gründen eine kleine oder große, mutierte Familie. Und schicken dann ihre eigenen Leibeigenen los. Diese Familiensitze nennt man dann Metastasen. Auch hier gibt es wieder die Einteilung von 1-3.
Jetzt wird’s allerdings knifflig. Auch in weit, weit entfernten Lymphknoten ansässige Mutanten nennt stecken die Ärzte in diese Kategorie. Hat Andreas also mittlerweile seine Horden ausgesandt und diese angewiesen sich einen schönen Lymphknoten ganz weit weg zu suchen, ist das dann keine N-Sache mehr. Sondern M. Tun wir mal so, als hätte unser Patient weit entfernte Lymphmetastasen und außerdem eine Menge „normaler“ Metastasen. In diesem Fall ist unser Patient ganz schön im Arsch. Denn er hat mittlerweile die Einteilung T3N3M3. Auf Deutsch: Irgendwann zwischen jetzt und nächsten Monat Donnerstag lernt er die Innenansicht eines Sarges kennen.

TNM-Epilog

Diese Klassifikation ist nur dann eine schlechte Nachricht, wenn außer dem T auch andere Buchstaben mit einer Ziffer ausgestattet sind. Denn gutartige Tumoren streuen nicht. Sprich: Die senden keine neuen Mutanten in den Körper aus. Auch die Schwellung, die man sich am Vortag beim Fußball zugezogen hat, weil Freund Calmund einem mal wieder auf den Fuß getreten ist, gehört da nicht mit rein. Letzterer wird aber auch nicht in dieser Klassifikation berücksichtigt. Das ist dann eine einfache Schwellung.

Kuriositätensammlung

Pickel

Auch ein Pickel ist genaugenommen ein Tumor. Denn der ganze Eiter, der sich da unter der Haut des – meist minderjährigen, pubertierenden – Patienten befindet, fordert ja seinen kleinen, ekelhaften, grün-goldenen Raum.

Verstopfung

Ausgehend von der Prämisse, dass jede Raumforderung ein Tumor ist, darf man ruhig auch dieses Phänomen als solchen sehen.
Also: Wenn Du gerade nicht aufs Klo kannst, weil Du an Verstopfung leidest, darfst Du jetzt sofort in Panik verfallen. Denn Der Pfropf aus Faeces, der Deinen Darm verstopft, ist ein Tumor.

Schwellkörperschwellung

Zugegeben, ein erigierter Penis ist eine Schwellung irgendwo am (zumeist) männlichen Körper.
Da diese Schwellung aber biologisch aus mehreren Gründen (z.B. Masturbation, Schwanzvergleich, Sex) notwendig ist, gehört er nicht in die Kategorie „Tumor“. Auch eine Morgenlatte ist kein Tumor, sondern ein notwendiges Übel. Er hindert Dich daran, ins Bett zu pissen, Du von Schweinkram träumender Typ!

Randnotizen, Trivia

  • Nicht zu verwechseln ist der Tumor mit dem Humortumor.
  • Name von der Redaktion des Verfassers von Diktator zu Andreas geändert