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Fundbüro

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Sieht aus, wie in manchem Slum: Fundbüro.

Ein Fundbüro ist eine lokalkommunale Müllannahmestelle, die das Eigentum anderer Leute verschenkt. Grob gesehen gibt es keinen Unterschied zum gemeinen Pfandleiher, auch wenn das deutsche Fundrecht etwas anderes behauptet. Fundbüros besitzen meist eine Vielzahl an Kisten, in denen sich eine noch größere Vielzahl an Gegenständen stapelt, unter der sich alles, aber auch alles befindet, nur nicht das, was der Verlustanzeiger sucht. Daher werden Fundgegenstände in der Regel irgendwann versteigert und von dem Geld wilde Partys gefeiert.

Fundbüros gibt es in jeder öffentlichen oder halbstaatlichen Einrichtung, aber nicht jedes Fundbüro ist gleich. An Schulen, Fachhochschulen oder Universitäten sind die Büros gedrängt oder bestehen aus wenigen willkürlich organisierten Kisten, zu deren Böden man lieber nicht vorstößt. Manche Fundbüros von Hausmeistern sind gleichzeitig auch Arbeitswohnungen, in die man nie zu tief hineingehen sollte. Städtische Fundbüros sind da meist heller, besser organisiert und mit Hartz-IV-Kräften besetzt, dafür fällt das Klauen dort oft schwerer. Auch Weight Watchers haben Pfundbüros, die aber entgegen landläufigen Irrtums mit den kommunalen Fundbüros nichts zu tun haben, weil es dort meist darum geht, dass die Kunden etwas verlieren wollen.

Funde

Was gehört nicht in ein Fundbüro?

Obacht. Verlorene Seelen haben eigene Fundbüros!

Viele Menschen wollen etwas, was sie einmal verloren haben, unbedingt wiederhaben. Rummelplatzunfallopfer sehnen sich z.B. nach dem tollen Gefühl, das sie hatten, kurz bevor die Achterbahn entgleiste und Demenzkranke würden sich nach ihrem Gedächtnis sehnen, wenn sie sich noch daran erinnern könnten. Daher werden Fundbüros oft für Dinge aufgesucht, die dort in der Regel nicht zu finden sind. Als Faustregel gilt: Je allgemeiner und abstrakter der verlorene Gegenstand ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit seiner Auffindbarkeit. Die prominentesten Beispiele seien hier kurz vorgestellt.

  • Alte Liebschaften: Wer einmal die Liebe gefunden hat, der lässt sie, so heißt es, nicht mehr los. In Zeiten der beruflichen Paradigmenwechsel und zweckgebundener Ehen aus steuerlichen Vorteilen ist dieses Sprichwort allenthalben zur Makulatur verkommen. Wem nicht das Glück beschieden ist, in die stabilen verwandtschaftlichen Verhältnisse einer Hartz-IV-Familie in einem sozialen Brennpunkt hineingeboren worden zu sein, der macht vielleicht nach zehn Jahren glückloser Ehe die tragische Erkenntnis, die einzig wahre Liebe bereits vor langer Zeit verloren zu haben.
Egal, ob man sie beim Tanken im Outback vergessen, auf der Straße angefahren und im [Garten] vergraben oder ob man sich versehentlich auf sie gesetzt und danach im Klo heruntergespült hat, die eine verlorene Liebe kehrt, ähnlich wie eine tote Putzfrau, nie wieder. Dabei verwechseln viele Verlierer die eine, wahre Liebe mit der großen Liebe, die, weil quantifizierbar, tatsächlich oft auf Partnerbörsen angeboten wird und dementsprechend auch verloren werden kann. Nicht selten schon hat ein Verlierer auf der Suche nach der wahren Liebe eine zwei Meter große Amazone in einem Fundbüro entdeckt und ist mit ihr alt geworden – das Glück der Unwissenden.
Auch verlorene Eier gibt es nicht mehr im Fundbüro.
  • Würde: Viele arme Leute verlieren durch menschliche Katastrophen ihre Würde. Andere verlieren bei schlimmen Unfällen mit Schleifmaschinen auch ihr Gesicht oder verkaufen sich gnadenlos an namhafte Gesichtswursthersteller aus. Ist die Würde oder das Gesicht auf eine solche Art entschwunden, dürfte das Wiederfinden über kein noch so gutes Fundbüro möglich sein, denn in fast allen Staaten der Welt, bis auf wenige Ausnahmen, ist Würde unantastbar. Dementsprechend ist die Hoffnung, jemand dürfte tatsächlich das Vermögen besitzen, verlorene Würde abzugeben, selbst für den größten Verlierer unter aller Würde. Viele würdelose Verlierer sind aber ohnehin zu stolz, überhaupt danach zu suchen. Da gibt es kein „hätte, könnte Würde...
  • Unschuld: Fundbüros sind in der Regel nicht in der Lage, auf die dynamischen Veränderungen einer durchzechten Nacht angemessen zu reagieren. Sätze wie „Ääääy!, Wo ist mein Auto?“ oder „Wo bin ich?“ müssen damit ebenso regelmäßig negativ beantwortet werden, wie Fragen nach der verlorenen Unschuld. Laut deutschem Fundrecht geht eine Unschuld mit dem Nehmen in den Privatbesitz des Unschuldnehmers über. Dieser hat sie dann, nach § 3, Abschn. 5,1 „auf dem Gewissen“. Da es gesetzlich verboten ist, ohne einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss auf das Gewissen anderer Leute zuzugreifen, sind Fundbüros verpflichtet, die Anfragen auf verlorene Jungfräulichkeit, Osterhasenlegenden oder schöne Illusionen abzulehnen. In diesem Falle kann nur Beratung z.B. durch einen Jungfernhäutchenspezialisten oder durch geschulte Psychologen angeboten werden. Empirisch belegbar sind zudem regionale Unterschiede im Unschuldsverlust. Eine Unschuld vom Lande ist in größeren Städten schneller verloren als umgekehrt, das belegen Umfragestatistiken von Fundbüros aus deutschen Innenstädten.
  • Selbst: In einem Fundbüro kann man sich weder selbst finden, noch selbst wiederfinden. Für die erste Variante müsste man ein Fundbüro zweimal selbst zur gleichen Zeit betreten, was physikalisch nicht machbar ist, auch wenn es auf Grund moderner Spiegel mittlerweile möglich wäre, sich selbst zu erkennen (vorausgesetzt natürlich, jemand hat einen Spiegel verloren und abgegeben). Dann ist es auch unmöglich, sich selbst in einem Fundbüro wiederzufinden, weil sich Selbstvergessene zwar oft in bestimmten Orten verlieren können, aber leider dadurch auch oft nicht merken, dass sie vermisst werden. Selbst wenn jemand eine verlorene Seele findet und abgibt, würde für die Frage nach ihrem Wiederfinden der erste Fall eintreten.

Neben diesen häufig vorkommenden Suchanfragen werden auch die Verlierer enttäuscht, die etwas allzu widersprüchliches suchen. In den seltensten Fällen haben Fundbüros Videos lustiger Comedians, teure Sportwagen unter 10 Euro, echte Zauberstäbe oder politische Integrität, schon gar nicht für diejenigen, die sie verloren haben.

Was gehört in ein Fundbüro?

Gerne nehmen Fundbüromitarbeiter tonnenschwere Behälter entgegen.

Die Regel ist, dass man in Fundbüros alles wiederfindet, was man selbst nicht verloren hat, aber noch gebrauchen könnte. Dabei gelten bestimmte Grundsätze.

Zunächst einmal sollte der Suchzweck unter dem Gebot der Zweckmäßigkeit stehen, d.h. bestimmte Gegenstände, die ihrer Natur gemäß einem anderen Rechtszwecke zugeführt werden, ausschließen. Das betrifft Produkte und Gegenstände, die bereits in anderen rechtlichen Kontexten definiert wurden, wozu insbesondere Drogen, Leichen und Tiere nicht aber tonnenschwere Granitblöcke zählen. Teilweise wurden für solche Gegenstände eigene Behörden eingerichtet, um sie zu verwahren. Weil es bei Drogen z.B. in den letzten Jahren immer unwahrscheinlicher wurde, dass große Mengen vom ursprünglichen Besitzer wieder abgeholt werden, geben Fundbüros solche Gegenstände automatisch an Zoll und Grenzschutz weiter, die sie wiederum an ihre Drogenhunde verfüttern. Leichen werden nach dem Sterben mittlerweile äußerst selten alleingelassen, weil nach Lebensmittelschutzgesetz der EU die Kühlkette nicht unterbrochen werden darf. Wird doch einmal eine leichte Leiche von eine Windböe erfasst und aus dem Fenster eines Bestatters geweht, landet sie meist nach wenigen Metern sanft in irgendeiner Einfahrt oder Grünanlage und fällt so in bewohnten Gegenden schnell auf. Verlorene Tiere werden meist beim Schlachter, seltener im Tierheim abgegeben.

Die große Auswahl eines Fundbüros kann dazu einladen, das Sortiment auszutesten und stundenlang Fundstücke anzuschwärmen. Gerade wenn man sich für seinen Fund durch größere Mengen anderer Funde finden muss, besteht die Gefahr, sein Ziel aus den Augen zu verlieren. Daher geben Fundbüros die Weisung aus, zielgerichtet zu suchen, weil auch das gelernt sein will. Im Jahr 1996 stach sich z.B. eine Frau auf der Suche nach ihrem Lieblingsfüller in einer Kiste voller Büroklammern in den Finger und fand anschließend infektionsbedingt den Tod. Das Fundbüro versteigerte den Füller nach einiger Zeit, weil die Frau nach ihrem Fehlfund nicht noch einmal auftauchte, um ihn abzuholen.

Wer detailliert wissen will, was man so alles in ein Fundbüro bringen könnte, kann sich an sogenannten Fundbäumen orientieren.

Bei individuellen Fundstücken ist Vorsicht walten zu lassen! Viele Fundbüros erkennen trotz eingehender Observanz Fundstücke mit ideellem Wert nicht als solche an, was dem Verlierer die Suche nach ihnen erschwert. 1973 dachte man z.B. in einem Fundbüro in Guttau, man hätte den Sinn des Lebens gefunden. Tatsächlich war es aber nur der Lebenssinn von Peter Meier aus Oelsa-Altlöbau, der ihn im besagtem Jahr verloren hatte, als seine Frau bei ihm auszog. Meier nahm sich drei Jahre später das Leben, weil er seinen Sinn nicht mehr wiedergefunden hatte. Den Sinn des Guttauer Fundbüros ersteigerte ein arabischer Ölscheich, der ihn freilich nicht benötigte.

Wie kommen Sachen in ein Fundbüro?

...z.B. mit dem Bus.

Wie geht es dann weiter...

...als Finder?

Arglose Finder, die so etwas wie ein moralisches Schuldbewusstsein haben, handeln oft intuitiv verantwortlich aus dem Glauben heraus, dass es das Gesetz verlangen würde, gefundene Wertsachen der öffentlichen Hand zu überbringen. Dabei hat der Staat zur Entlastung der Fundbüros bereits 2007 die althergebrachte Regel: „Wer es findet, darf es behalten“ zum Grundsatz des Umgangs mit Fundgegenständen erhoben. Wer Fundgegenstände zurückbringt, sollte sich klar sein, dass er damit gegen diesen Grundsatz verstößt.

Dennoch gibt es immer wieder Menschen, die wegen jeder Kleinigkeit Fundbüros aufsuchen, seien es alte Menschen, die so erzogen wurden oder Menschen, die wenig Selbstbewusstsein haben und denken, dass sie damit auch für sich selber etwas Gutes tun. Dem Fundbüro ist es erlaubt, im Falle eines Besuchs die Personalien solcher Selbstsüchtiger oder falsch erzogener Menschen aufzunehmen, ob die das gut finden oder nicht. Des Weiteren wird bei erfolgreicher Vermittlung von Wertgegenständen eine gesetzliche Finderprovision in Aussicht gestellt, die freilich niemals ausgezahlt wird, denn es ist ja schließlich nicht der Zweck eines Fundbüros, ursprünglich verlorenen Sachen dem Verlierer zurückzugeben. Gerade bei Geldbörsen und geräumigen Taschen sollten Finder darauf achten, dass sie sie vor der Abgabe leer machen. Gefundenes Geld sollte grundsätzlich entnommen und auf schnellstem Wege ausgegeben werden, um nicht dem inflationsbedingten Wertverfall ausgesetzt zu sein.

Hadrian.

Der Finder erhält nach einer kurzen Frist von sechs Monaten selbst Anspruch auf den gefundenen Gegenstand, z.B. auf eine Brieftasche, ein angegessenes Fischbrötchen oder einen im Straßengraben gefundenen Castor. In dieser Zeit sollten Finder nicht den Fehler machen und öfter im Fundbüro vorbeischauen, um sich mit den Wertgegenständen und Zetteln, auf denen „Meins“ steht fotografieren zu lassen oder um Voranzahlungen auf den gefundenen Gegenstand zu bitten. So erregen sie nur unnötig Aufmerksamkeit. Das gleiche gilt für den Weg zum Fundbüro, der nicht jubelnd durch dunkle Gassen gewählt werden sollte.

Ist der Verlierer des Gegenstands schon länger oder kürzer tot, tritt der Fall der Hadrianischen Teilung ein. Dabei wird der gefundene Gegenstand vom Finder zur Hälfte mit einem Mann namens Hadrian geteilt. Den gibt es in jedem Fundbüro, wo er meistens herumsteht oder Schubladengriffe mit Holzschutzlasur imprägniert. Spezialfälle gibt es hier nur bei Schätzen von unsagbarem Wert, die grundsätzlich immer dem Land gehören, in dem sie gefunden wurden. Dort werden sie entweder in ein Schatzregal gelegt oder den multimillionen Euro schweren Großneffen irgendwelcher Landadliger „zurückgegeben“, die ihn dringender brauchen, als die kleinen Leute.

...als Verlierer?

Verlierer mit ihrem ganzen Besitz.

Verlierer haben es im Fundbüro nicht leicht. Wenn sie nicht gerade ihr Lieblingsradiergummi verloren haben, sind sie in der unguten Lage, gegen eine Legion unangenehmer Fragen anzukämpfen, die nicht etwa den Zweck haben, den Verlierer als solchen zu kennzeichnen, sondern ihn mürbe zu machen und zum Aufgeben seiner Suche zu zwingen.

Grundsätzlich stehen den Verlierern zwei Sachen im Weg. Zum einen suchen sie immer das falsche Fundbüro auf oder sie suchen das falsche im richtigen Fundbüro. Beide Fälle ergeben eine hundertprozentig negative Suche. Kompliziert wird es dabei, wenn sie in einem Fundbüro etwas suchen, was sie in einem anderen Fundbüro verloren haben.

Bei allgemeinen Gegenständen, die noch nicht zu allgemein sind, wie z.B. Schlüssel, ist es so gut wie unmöglich, den richtigen Gegenstand im richtigen Fundbüro wiederzufinden. Fundbüros horten, eben weil sie ein großes Interesse an der werbungskostenpflichtigen Weitergabe ihrer Sachen haben, hunderte solcher Gegenstände, nur nicht den gesuchten. In diesem Falle wird die Kompromisslösung empfohlen, den Gegenstand zu nehmen, der dem gesuchten in seinem Erscheinungsbild am nächsten kommt.

Fundbüros sind immer daran interessiert, neue Verlierer zu produzieren, um ihr Warenangebot aufrecht zu erhalten. Senile Neukunden sind ein Fest und dementsprechend haben auch alte und Lahme bessere Chancen bei der Verlustwiedergabe. Die Gegenstände aller anderen Verlierer werden möglichst auch an Leute gegeben, von denen das Fundbüro das Gefühl hat, sie dürften sie in naher Zukunft wieder verlieren. Das nennt sich „Kette des Verlierens“ und ist notwendig, um das Gleichgewicht an verlorenen und gefundenen Fundsachen in unserer Gesellschaft aufrecht zu erhalten.

Ehrliche Dauerverlierer bekommen in Fundbüros eine Punktekarte und dürfen sich ab dem zehnten verlorenen Gegenstand einen Gegenstand gratis aussuchen.

...als Fundbüro?

Fundbüromitarbeiter beim Auffangen einer Handtasche einer in den Tod springenden Frau.

Fundbüros sind verpflichtet, während der normalen Geschäftszeiten alle Fundsachen anzunehmen, die Finder vorbeibringen. Die lokalen Geschäftszeiten werden durch jedes Fundbüro selbst geregelt. Gelangt ein Finder an den Bluthunden und Bärenfallen vorbei tatsächlich zur Annahmestelle, laufen alle Mitarbeiter eine lange Zeit aufgeregt durcheinander. Das ist nicht unbedingt nötig, erhöht aber den Spaßfaktor bei der Arbeit. Danach wird der Finder von einem Mitarbeiter freundlich begrüßt, eventuell abgetrocknet und dann betreut.

Der Mitarbeiter prüft durch ein peinliches Gespräch mit vielen bohrenden Blicken und Körperkontakt, ob der Finder nicht etwa der Eigentümer des verlorenen Gegenstandes ist, welche Details für das Wiederfinden des Gegenstandes notwendig sind und welche Schuhgröße und Muttermale der Finder hat. Er will genau wissen, wann der Gegenstand verloren wurde und wo. Dafür lässt er sich die Stelle zeigen und macht dort zusammen mit dem Finder Erinnerungsfotos.

Durch ein kompliziertes System wird dann verschlagwortet, damit potentielle Verlierer ihr Eigentum auch unter keinen Umständen wiedererlangen. Wurde z.B. ein blauer Ballon verloren, notiert der Mitarbeiter seine allgemeinsten und wichtigsten Eigenschaften, in dem Fall „blau“, vielleicht auch „rund“ und dann kommt der Gegenstand zusammen mit blauen Bastelscheren, blauen Stricknadeln und blauen Skalpellen in die Kiste für blaue Sachen und die Kiste für blaue Sachen in das Regal für Sachen, das genau wie das Regal für Nicht-Sachen und die Regale für Kram und Nicht-Kram eine eigene Ecke im Fundbüro hat.

Es gibt immer etwas interessantes zu entdecken!

Schließlich erhält jeder Gegenstand einen Chip, über den die Mitarbeiter die Daten in eine Suchdatenbank eingeben können, damit Ein-Euro-Jobber, die Daten auslesen und auf Karteikarten drucken, die für die Karteikartenkiste sind, mit der zur Not ein Gegenstand wiedergefunden werden kann. Suchende Verlierer werden an diese Kartei verwiesen, dort können sie nach den Schlagworten des verlorenen Gegenstandes suchen, in diesem Falle Blau. Nun liest ein Mitarbeiter den Code der Karteikarte mit dem Laser ein und scannt anschließend alle blauen Sachen, bis der Scanner beim gesuchten Gegenstand piepst. Identifiziert der Verlierer den Gegenstand, wird er ebenfalls von Kopf bis Fuß gescannt, um zu schauen, ob er piepst. Danach folgen intime Fragen und die Offenlegung aller Dokumente, die den Verlierer als Besitzer ausweisen. Schließlich wird in den meisten Fällen noch der Finder kontaktiert, um zu bestätigen, dass der suchende Verlierer zum Gegenstand passt und nach einigen DNA-Tests kann ein Verlierer tatsächlich einen Fundgegenstand wiedererhalten. Ist das der Fall, hat das Fundbüro verloren.

Wenn weder Finder noch Verlierer Anspruch auf einen Gegenstand erheben, wird er in der Regel in einer mehrstündigen Auktion versteigert. Das Geld wird anschließend in einen Fond zum Bau eines neuen Fundbüros investiert oder an Kneipen der Umgebung für Freibier verschenkt.

Tipps für den Umgang mit Fundsachen

Egal ob man als unehrlicher Finder selbst gern an den Fund heran möchte oder als gefoppter Verlierer sein Eigentum wiederhaben will- einige rechtliche Kniffe haben sich im Umgang mit Fundbüromitarbeitern bewährt. Man kann...

  • ...sagen, dass man das Eigentum seines Zwillingsbruders verloren hat, der es bereits sucht und vermutlich in wenigen Minuten abholen kommt.
  • ...in Zickzacklinien ins Büro laufen und "Tschup Tschup" rufen. Hat man die Aufmerksamkeit, wirft man allen in Armlänge stehenden Personen Sand in die Augen und schnappt sich, was man kriegen kann.
  • ...Brüste haben, vorzugsweise große und attraktive...und sie auch zeigen.
  • ...fünf Liter Apfelsaft trinken, um ein Druckmittel gegen langwierige Verhandlungen zu haben.
  • ...sich ein Klemmbrett besorgen und elektronische Geräte mit Hinweis auf die Überprüfung der Herstellergarantie mitnehmen.
  • ...feilschen.