Meister

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Tada: ein gut gelaunter Meister.
Wie? Nie gesehen worden? Aber das Foto... und... äh... hä?

Der Meister ist der letzte Mythos unserer Zeit. Niemand hat ihn je gesehen, niemand hat ihn je berührt, niemand ist jemals mit ihm essen gewesen oder hat ihn für eine abenteuerliche Nacht voller sexueller Gelüste begeistern können. Dennoch ist er in aller Munde. Man erwartet ihn quasi stündlich. Menschen im Osten, die keine Arbeit mehr haben, sitzen an ihren Fenstern, den mürben Kopf auf die ungewaschenen Hände, die Ellenbogen auf das ungewaschene Sofoakissen gestützt, und starren nach Erlösung suchend in den grauen Himmel vorbei an Duzende Meter hohe Plattenbaubauten und Krebsgas ausstoßende Fabriken der Chemie erzeugenden Großindustrie.

Alle zwei Stunden ruft Hilde aus der Küche: "Und? Is was gekommen?" Doch das gegrummelte "Nö" des grummeligen Gatten erstickt jede Hoffnung im Keim. Wieder einmal hat sich das Vorurteil, das inzwischen schon einem nahezu unanfechtbarem Urteil gleicht, bestätigt:

"Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!"[Bearbeiten]

Zum Glück! mögen manche an dieser Stelle sagen, denn wie sollte er so einen Sturz überleben? Anderen aber ist ein Todesfall mehr oder weniger in der Wohngegend egal. Sie sind auf der Suche nach der Sensation. Und dem Gefühl, das einem die Beine hochkrabbelt, wenn man namentlich als Augenzeuge in der Schundpresse aufgeführt wird. Aber sie alle sind bisher enttäuscht worden. Sie alle müssen weiter leiden und starren und grummeln. Und vor allen Dingen neben einem messerscharfen Verstand nicht minder scharf sehen können.

Wer möchte schließlich schon, wie zum Beispiel am 26. Mai 1992 in Greifswald geschehen, einen falschen Alarm auslösen, nur weil die selbstmordlüsternde Nachbarstochter endlich ihren vollmundigen Androhungen Taten folgen ließ und kurzerhand vom Dach der 3265 Familien fassenden Soziherberge sprang?

Weitere Dinge, die immer wieder vom Himmel fallen, aber definitiv keine Meister sind:[Bearbeiten]

Die Hoffnung stirbt zuletzt[Bearbeiten]

Die immer aussichtsloser werdenden Zukunftsperspektiven haben inzwischen schon Hunderte Menschen in einer Art organisierter Glaubensgemeinschaft zusammengeführt. Vergleichbar mit der noch heute für Massenansammlungen verantwortlichen Kultbewegung kurz nach dem Jahre 0 unserer Zeitrechnung strömen sie träubchenweise durch die blühenden Landschaften der neuen Bundesländer und beten und hoffen - den Blick stets gen Himmel gerichtet - auf die Ankunft des Meisters. (siehe auch Lehrlinge)

Siehe auch[Bearbeiten]