Blinde Zerstörungswut

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Mögliche Auswirkung von blinder Zerstörungswut.

Blinde Zerstörungswut ist ein sehr gefährlicher emotionaler Zustand. Sämtliche Charakterzüge wie "Freundlich", "Offenherzig" oder "Höflich" werden für die Dauer des Zustands der blinden Zerstörungwut außer Kraft gesetzt. Die Instinkte werden vorrübergehend verschärft, die Gewaltbereitschaft nimmt um etwa 190% zu und der Blutdruck steigt auf ca.196 an. Nachdem sich das betroffene Individuum in den Zustand der blinden Zerstörungswut hineingesteigert hat, ist sämtlicher Kontakt zu ebendiesem Individuum strengstens zu unterlassen, da ansonsten mit schweren körperlichen Schäden zu rechnen ist.

Um diesen Vorgang und den Verlauf der blinden Zerstörungswut zu verdeutlichen, werden wir einen Probanden in einem abgeriegelten Raum isolieren und ihn dann den neusten, noch unveröffentlichten, Teil seiner Lieblingsfilmreihe im Fernsehen anschauen lassen. Zur Person des Probanden: Wilhelm Brüllmann, gebürtiger Berliner, arbeitet halbtags auf einer Baustelle und nachts als Türsteher. Er neigt zu hysterischen Anfällen, was ihn zu einem idealen Probanden macht.

Phase 1.[Bearbeiten]

In der ersten Phase unseres Experiments statten wir unseren Probanden mit einem Pulsmesser aus und schließen ihn zudem an ein Elektro-Enzephalogramm an, um seine Gehirnströme zu messen. Danach lassen wir den Probanden Platz nehmen und schalten den Fernseher ein. Im Voraus wurde dem Probanden erzählt, das lediglich seine Gehirnströme, während er fernsieht, gemessen werden sollten.

Phase 2.[Bearbeiten]

Die zweite Phase stellt die Reizungsphase dar. Wir warten ab, bis der Proband es sich richtig gemütlich gemacht hat und vollständig in Gedanken versunken ist. Nach einer Stunde, der Film ist auf dem Spannungshöhepunkt, schalten wir den Strom ab. Nach einer kurzen Denkphase erhebt sich unser Proband und untersucht den Fernseher. Wir schalten den Strom wieder ein. Unser Proband setzt sich wieder. Kurz nach dem hinsetzen schalten wir den Strom wieder ab. Unser Proband erhebt sich erneut, nun schon leicht gereizt, von seinem Platz. Kaum hat er einen Schritt in Richtung Fernseher gemacht, schalten wir den Strom wieder ein. Während sich unser Proband wieder hinsetzt, stellen wir den Ton ab. Unser Proband erstarrt. Die Reizungsphase ist hiermit beendet.

Phase 3.[Bearbeiten]

Die dritte Phase beginnt mit dem Ende der Reizungsphase. Unser Proband beginnt sich langsam rötlich zu färben und ballt seine Fäuste. Die Messgeräte zeigen eine Steigerung des Pulsschlags und eine Minderung der Gehirnströme an. Unser Proband tritt derweil kraftvoll gegen den Fernseher und brüllt Schimpfworte. Nach einer Minute Wut schalten wir den Fernseher wieder ein. Unser Proband ist bereits zu sehr in Wut, als das er jetzt eine vernünftige Entscheidung treffen könnte. Er starrt lediglich den Fernseher an. Darum setzen wir jetzt unseren letzten Trumpf ein: Aus dem Fernseher spritzt ein feiner Wasserstrahl auf den Probanden.

Phase 4.[Bearbeiten]

Quadfahrer im Zustand der blinden Zerstörungswut.

Die Aktionsphase beginnt. Nachdem wir den Probanden in Wut versetzt haben und diese Wut dann noch weiter gesteigert haben, kommen wir unserem Ziel immer näher: Der blinden Zerstörungswut. Unser Proband ist inzwischen vollkommen außer Fassung geraten. Die Messgeräte ziegen keinerlei Gehirnströme mehr an. Der Puls unseres Probanden liegt bei 199. Er greift den Fernseher und wirft ihn an die Wand. Danach tritt er den Sessel um und versucht durch die Tür zu kommen. Schnell leiten wir ein wohlriechendes Parfüm in den Raum und lassen leise klassische Musik laufen, damit der Proband sich beruhigt.

Phase 5.[Bearbeiten]

Der Proband beruhigt sich nicht. Immer schneller trommelt er mit den Fäusten an die Tür. Die Beruhigungsversuche scheinen ihn noch mehr zu erzürnen. Damit haben wir nicht gerechnet. Wir treten in die Eskalierungsphase ein und bereiten uns darauf vor, den Probanden zu betäuben. Aber es kommt zu spät: Als das Blasrohr fertig ist, ist unser Proband bereits ausgebrochen. Wir beenden das Experiment und nehmen die Verfolgung auf.

Bericht der nachfolgenden Ereignisse[Bearbeiten]

Bereits kurz nach dem verlassen des Testlabors fällt uns die Spur der Verwüstung auf, die unser Proband hinterlassen hat: Zertrümmerte Hydranten, umgekippte Autos, ausgerissene Bäume und verletzte Passanten. Wir nehmen uns ein Taxi und folgen der Spur. Nach einigen Kilometern entdecken wir unseren Probanden: Er hat sich eine blonde Frau geschnappt und schleudert sie herum. Als er uns entdeckt, klemmt er sich die Frau unter den Arm und beginnt, ein Gebäude zu erklettern. Wir fahren zum Flughafen und chartern einen Flieger. Als wir schließlich unseren Probanden erreicht haben, ist er schon auf der Spitze des Gebäudes angekommen. Wir fliegen immer wieder nahe an ihm vorbei und versuchen, ihn mit dem Blasrohr zu treffen. Als es uns endlich gelingt, ihn zu treffen, brüllt er laut und wirft die Frau davon. Mit einem geschickten Flugmanöver können wir sie jedoch retten. Derweil stürzt unser Proband in die Tiefe.

Zum Glück fing die blinde Zerstörungswut den Sturz ab. Somit konnte unser Proband unverletzt wieder nach hause gehen. Das Experiment ist hiermit abgeschlossen.

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