1 x 1 Silberauszeichnung von Obsidian

Arbeitslosen-Simulator

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Das erst kürzlich erschienene Meisterwerk, des leider nicht mehr existierenden Spiele Publishers H-A-R-T-Z-F-O-U-R, konnte mit seiner Spielmechanik in alle Bereichen tolle Kritiken ernten. Der Gesellschaftskritiker und Langzeitarbeitslose Ingo Bonsen, bezeichnete den Simulator als "Alter is wie echt man" und löste mit seiner fachlichen und durchaus kompetenten Meinung einen Spielehype aus. Ein Disaster für Land und Wirtschaft, denn nun hatten die Arbeitslosen keine Zeit mehr für Schwarzarbeit und widmeteten sich lieber der realitätsnahen aber völlig sinnlosen Simulation.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Das Spielprinzip ist sogleich simpel, wie genial; Du bist ein Asi, also benimm dich auch so. Ganz im Stile einer Simulation, könnt ihr euch erst einmal eine bis auf das Detail genaue Spielfigur zusammenstellen. Ob man nun die vorhandenen Fertigkeitspunkte auf "Asoziales Aussehen" oder "Aggressives Verhalten gegenüber der arbeitenden Bevölkerung" verteilt, ist einem selbst überlassen. Zu Beginn des Spiels wird zunächst das ethnische Aussehen, Kleiderstil, Gangart und Stimme des Asozialen festgelegt. Im Kleiderrepertoire befindet sich vorerst Standard Arbeitslosenbekleidung, a la Joggings Anzüge von Adidas. Im späteren Spielverlauf können weitere Marken (Uncle Sam), je nach Erfolg freigeschaltet werden.

Ziel des Spieles ist es, so wenig Arbeit wie möglich zu verrichten. Ihr habt eure Handlanger und Frauen, die euch das Geld zusammen schnorren. Wie regelmäßig und wie viel euch eure Kumpanen zahlen, hängt von eurer Verhaltensweise ab. Ein freundlicher, zuvorkommender Umgang mit den Mitmenschen, stellt nicht immer den Liquiditätsfluss des Geldes sicher. Manchmal muss ordentlich gedroht werden, um das Geld der drogensüchtigen Freundin zu erbeuten.

Tagesablauf[Bearbeiten]

Wie realitätsnah das Spiel gestaltet ist, merkt man schon beim täglichen Weckruf. Wenn mittags der Wecker um 15:00 Uhr klingelt und man den Fernseher einschaltet, können Sub reale Talkshows a la "Vera am Mittag", bestaunt werden. Es fällt auf, dass sich der Publisher sehr viel Mühe gegeben hat, es dem Spieler so einfach und bequem wie möglich zu machen. Lediglich die Maus, dient zum Steuern der Figur.

Nach geschätzten 20 Zigaretten und 10 Tassen Kaffee, stürzt ihr euch letztendlich gegen 18:00 Uhr in das virtuelle Getümmel. Im E-Mail Postfach, löscht ihr sämtliche Jobangebote vom Arbeitsamt und nehmt an kostenpflichtigen Gewinnspielen teil. Sollte bei den Gewinnspielen etwas nicht so laufen wie ihr es euch vorstellt, kann euch euer vom Sozialamt bezahlter Rechtsanwalt, immer noch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nachdem ihr nun die etwas unangenehmen Aufgaben erledigt habt, kann ein Abstecher in eine Kneipe eurer Wahl, die schlechte Laune sicherlich wieder anheben. Soziale Kontakte können gepflegt, und vertieft werden. So habt ihr zu Beginn eines Gespräches die Möglichkeit, eure Dialoge frei auszuwählen. Da haben wir zum Beispiel den manisch depressiven Jürgen, der seinen Trost nur in Alkohol und Pornomagazinen findet. Gespräche mit diesem aus der Arbeitslosenszene bekannten Patrioten, sind nicht zu umgehen.

Zwei Möglichkeiten stehen nun zur Verfügung. Zum einen könnt ihr seine Meinung bestätigen (Ja Jürgen, du hast Recht. Wenn die Bierpreise noch etwas steigen, muss ich meine Kinder auch zur Adoption freigeben) oder ihr wählt im Dialogfeld verprügeln aus und der Unhold bekommt mit einer herumstehenden Bierflasche, die Halbglatze poliert. Die zweite Möglichkeit bringt automatisch die Polizei mit ins Spiel, welche euch in die Ausnüchterungszelle steckt. Die hinterbliebene Kneipenrechnung muss somit nicht bezahlt werden. Noch ein Vorteil bringt der Aufenthalt in der Ausnüchterungszelle mit sich; Ein Bonus von 5 Fertigkeitspunkten, die im Bereich Alkoholismus verteilt werden können, wird gewährt.

Nebenjobs[Bearbeiten]

Sollte das Geld im Monat mal knapp werden, weil eure Freundin zu wenig Freier hatte oder ihr den Zahltag beim Arbeitsamt verpennt habt, könnt ihr euch mit allerhand Nebenjobs über Wasser halten. Per Mausklick werden die Jobs und Einsparungen durchgeführt.

  • Pfandflaschen sammeln
  • GEZ Rechnungen nicht bezahlen, von denen man als Arbeitsloser ohnehin befreit ist.
  • Opa Herbert beklauen
  • Tante Jaquelines Holz Dildo auf E-Bay verkaufen
  • Mit Nachbarin Ilse einen billig Porno drehen.
  • Gabelstapler-Simulator fahren

Zudem kann man bei bestimmten Charakterklassen (Ausländer), den Vorteil der Schwarzarbeit nutzen. Zwar wird der Spieler hier mit einem geringeren Stundenlohn abgespeist, bekommt dafür aber im Bereich Immigrationshintergründe, 3 Fertigkeitspunkte.

Special Events[Bearbeiten]

Um das Spiel im Allgemeinen nicht zu monoton wirken zu lassen, hat sich der Publisher die sogenannten Special Events ausgedacht. Diese können per Zufall, völlig unerwartet auftreten. Nachfolgend 3 Beispiele.

  • Ihr seid unachtsam gewesen und habt euch vor dem Schlafengehen eine Kippe angesteckt. Die Zigarette steckt die vom Sozialamt bezahlte Mietwohnung in Brand und ruft die Berufsfeuerwehr auf den Plan. Sämtliche Mietwohnungen im Haus müssen evakuiert werden. Unzählige Mieter werden mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Wenn ihr die von euch erbeuteten 20.000€ gut versteckt habt, kann euch keiner etwas abverlangen. Die Kosten werden somit auf den Steuerzahler abgewetzt und ihr seid aus dem Schneider.
  • Das Arbeitsamt hat euch das Arbeitslosengeld gekürzt. Bewaffnet mit einer Schere, stürmt ihr das Arbeitsamt] und stellt den Kaffee trinkenden, Sekretärin vögelnden Sachbearbeiter. Ihr könnt dem Sachbearbeiter solange drohen, bis er entweder vor Angst in die Hosen macht und euren Forderungen nachkommt oder er das SEK ruft und euch so den Garaus macht. Das Timing ist hier entscheidend.
  • Es findet ein Spiel zwischen dem 3. Ligisten FC Buxtehude und FC Braunschweig statt. Aus einem türkischen Internetkaffee startet ihr einen Randale Flash Mob. Gespickt mit dem Vereinstrikot und etlichen Bierflaschen lauert eure Spielfigur, gemeinsam mit anderen Arbeitslosen, den gegnerischen Fans am Bahnhof auf. Was folgt ist eine brutale Schlägerei, bei dem der gehörlose Jens auch noch sein Sehvermögen verliert.

Kritiken[Bearbeiten]

Game Po

Wenn man unter Alkoholeinfluss durch die Straßen zieht und benachbarten Mietern den Strom klaut, wünscht man es sich ein Teil dieser Community zu werden.

No work Magazine

Ein Meilenstein der Spielgeschichte! Nie zuvor konnte man sich so asozial verhalten und dabei auch noch gut fühlen.

Ingo Bonsen

Alter und dann hab ich dem eine aufs Maul gegeben! Der hat geblutet wie ein Opfer!

Game Zwo

Eine idyllische Landschaft, voller Asozialen, gepaart mit sozialen Aspekten. Perfekt inszeniert!

Siehe auch[Bearbeiten]