Brom aus christlicher Sicht

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Der nachfolgende Artikel könnte deine religiösen Gefühle verletzen oder du könntest gar vom Glauben abfallen. Wenn du in dieser Hinsicht keinen Spaß verstehst, lies bitte hier weiter.

Falls dein fester Glaube unerschütterlich ist, du gar keinen hast oder sowieso schon den Scheiterhaufen vorgeheizt hast, wünschen wir dir viel Vergnügen beim Lesen dieses Artikels.

Gezeichnet, die Hohepriester und Propheten der Stupidedia

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Ein echtes Offline-Buch

Das von Armin Keller geschriebene Sachbuch Brom aus christlicher Sicht ist das Standardwerk der Neuen Religiösen Bewegung und bewältigt - wenn auch unter Schmerzen - den Spagat zwischen christlichem Fundamentalismus und den modernen Naturwissenschaften.

Anfangs nur in Fachkreisen bekannt, waberte es wie Brom in den Regalen. Zum Durchbruch wurde schließlich die auszugsweise Veröffentlichung in der ACDC-Staubeilage Gauleiters Digest.

Heute fehlt der liebevoll Bromhaus oder Christbrom genannte lederne Einband in keinem gut sortieren Bücherregal und füllt endlich die Lücke, die das übereilte Entfernen von Mein Kampf gerissen hat.

Der Autor

Schicksal oder Fügung?
Armin entging der Katastrophe

Sein Leben

1955 im ostwestfälischen Bielefeld geboren, verlor er schon als Zweijähriger seine gesammte Familie durch die Brandkatastrophe in der Puddingfabrik Dr. Oetker. Der kleine Armin verdankte sein Leben der Tatsache, dass er zu dieser Zeit bei seiner Tante war.

Seine weitere Kindheit verbrachte er zunächst in katholischen Waisenhäusern und diversen Pflegefamilien, bis er im Alter von elf Jahren schließlich von seinen damaligen Pflegeeltern adoptiert wurde.

Wann Armin vom Schicksal seiner Familie erfuhr, ist nicht ganau bekannt. Unzweifelhaft wurde sein weiterer Lebensweg davon aber stark beeinflusst.

Frühe Werke

Schon früh zeigte sich eine starke Faszination für Feuer, verbunden mit einer starken Liebe zur Natur. Im Alter von siebzehn Jahren verfasste er etliche Kurzgeschichten, von denen die folgenden in der Bäckerblume veröffentlicht wurden: Die Feuerqualle, Das Glühwürmchen, Der Feuersalamander, Der Gelbrandkäfer.

Auch sein Interesse für Chemie war zu dieser Zeit schon erwacht, die Gedichte
Jod, ich lieb' dich bis in den Tod, Wismut, du tust mir so gut und Molybdän, willst du mit mir geh'n
wollte aber nicht einmal die Apothekenrundschau veröffentlichen.

Wohlverdiente Drehpause

Wirklich bitter wurde die Sache für Keller, als sein Schippschwager, ein unbekannter Pornoproduzent, die Gedichte in seine schmutzigen Finger bekam und billige Machwerke wie Eichel rot? Pfleg' sie mit Jod!, Molybdän lässt ihn mir steh'n oder Mit Brom liegt sie immer o'em daraus machte.
Der kommerielle Erfolg war natürlich gleich Null, der einzige Zweck lag in der Demütigung des damals schon etwas religiös versponnenen Keller.

Sein Hauptwerk

Von der Welt - und seiner Frau, die mit seiner Schwägerin einige lesbische Szenen zu schippschwagers "Werken" beisteuerte - entäuscht, zog sich Keller für einige Jahre in ein Kloster zurück. In dessen Bibliothek las er zum ersten Mal von bromhaltigen Flammschutzmitteln.

Den Gedanken Mit Brom könnten meine Eltern noch leben parkte er aber zunächst in seinem Unterbewusstsein, und er begann mit der Anpflanzung von Brombeeren im Klostergarten und pflegte die Bromelien im klostergarteneigenen Gewächshaus. Opa Freud hätte seine helle Freude daran gehabt.

An einem kalten vorweihnachtlichen Tag löste ein Sturz seine Blockade, und bis Ostern war sein Hauptwerk, das bereits fertig in seinem Hinterkopf lag, vollendet. Zwei weitere Jahre brauchte er für Korrekturen, da sein Hinterkopf die Neue Deutsche Rechtschreibung noch nicht verinnerlicht hatte.

Späte Werke

Momentan weilt der Autor noch in der Karibik und gönnt sich dank seiner Tantiemen einen ausschweifenden Lebenswandel. Auf seine aktuellen Pläne angesprochen meinte er lachend Wer will schon schreiben, wenn er f***** kann.

Zusammen mit seinem Schwippschwager singt er nach dem sechsten Cocktail häufig sein Liedlingslied Bro'm'as heut' scho' wieder..., während die Schwestern Sibylle und Sylvie schon mal in Hab-Acht-Stellung gehen. Zusammen mit seiner dreisten Frauenfeindlichkeit und dem scheinbar volligem Fehlen moralischer Zweifel nährt dies den Verdacht, dass Keller sein versöhnliches Wirken heimlich in einer Online-Enzyklopädie fortsetzt.

Siechtum und Tod

Für die heutige Rentnergeneration kein Thema, Siechtum ist out und Sterben tun nur die anderen.

Das Buch

Dieses ist ein eine Reihe von Thesen gegliedert, die alle mit Sy* beginnen, einer griechischen Vorsilbe. Anspielungen, dies hinge mit seiner Zeit im Waisenhaus zusammen, werden vom den Anwälten der ehemaligen Heimleitung energisch bestritten.

Einleitung und Zusammenfassung schenkt sich Keller, eine Gewohnheit, die mit ein Grund ist, dass seine Frau ..., aber das führt zu weit.

Symmetrie

Die Tatsache, dass neben dem seit der Antike bekannten flüssigen Metall Quecksilber auch ein ein flüssiges Nichtmetall existiert, wird als Beweis für das Harmoniebestreben und den Gerechtigkeitssinn des göttlichen Schöpfergeistes gedeutet.

Für viele Kritiker etwas zu vorsichtig wird auf die Tatsache eingegangen, dass Brom zum silbrig glänzenden Quecksilber auch farblich einen deutlichen Kontrapunkt setzt. Der Autor selbst äußerte später in einem Interview, die kackbraune Farbe des Broms hätte ihn abgeschreckt, und erst später sei in ihm die Erkenntnis gereift, dass solche Bewertungen der Beschränktheit des menschlichen Geistes geschuldet sind. Wörtlich sagte er Wäre auch die ganze Welt kackbraun, Gott würde sie trotzdem lieben.

Als Kritik und kleiner Wermutstropfen wird vielfach die Tatsache angeführt, dass entgegen dem Symmetrieansatz kein gasförmiges Metall existiert. Da muss Gott wohl noch etwas nachbessern ist die humorige Entgegnung des Autors, hinter der die tiefe Demut gegenüber dem geheimen Plan des Schöpfers deutlich zu spüren ist.

Sympathie

Als Sympathieträger kann ja Brom nicht gerade gelten, auch Keller selbst verwirft den Gedanken, Aquarien mit Brom anstatt mit Fischen zu füllen. Aber er geht auch hier den für ihn typischen Schritt weiter. Mitgefühl, nichts anderes bedeutet ja Sympathie, sollte auch und gerade den Benachteiligten zugute kommen.

Früher waren es die ohnehin auf der Sonnenseite des Lebens stehenden, die in einem endlosen Reigen immer wieder sich selbst - zur Not auch einander - beweihräucherten. Aufstrebende Prominente wie Johannes Heesters wuchsen in eine Scheinwelt herein, in der es weder Not noch Elend und schon gar keine schlechte Laune gab. Inge Meisels bekannter Ausspruch Wenn die Leute kein Brot haben, warum essen sie dann keinen Kuchen? rief nur Schulterzucken hervor oder wurde mit einer Diät erklärt.

Heute, Dank Kellers mutigem Ansatz, nehmen sich jetzt v.a. die Privatsender der Looser an. Jeder, der einen halbwegs vollständigen Satz zustande bringt oder zumindest ablesen kann oder zumindest auswendig lernen kann oder zumindest den Eindruck erweckt, auch ohne einen halbwegs vollständigen Satz eine Message rüberzubringen oder zumindest schon mal als Pornostar gearbeitet hat oder zumindest eine ehrlich wirkende Entrüstung über Menschen, die ohne einen halbwegs vollständigen Satz hervorbringen zu können schon mal als Pornostar gearbeitet haben, heucheln kann, erhält die Chance, sich mitzuteilen.

Symphonie

Zusammenklang, dies ist der zentrale Ansatz von Kellers Werk: In der Partitur der Welt sei kein Element überflüssig, wie auch kein Land der Welt und auch kein Mensch der Welt, in seiner Familie, seiner Firma, seiner Stadt oder seinem Land. Trotz oder gerade wegen der zentralen Bedeutung wird das Kapitel häufig mit den Begriffen Geschwafel, Geschwurbel oder Wischi-Waschi bezeichnet. Und da liegt auch das grandiose Missverständnis, dem auch die meisten Kritiker unterliegen: Die eigene Bedeutungslosigkeit. Der Mensch ist nach 2 oder 4 Generationen vergessen oder zur Legende verkommen, ein (Brom-)Atom aber lebt ewig, nach menschlichen Maßstäben. Nach göttlichen Maßstäben ist jeder Mensch wie jedes Atom JETZT UND ALLES. Ein Trost, den kaum einer annehmen mag.

Stuhlprobe oder ...
Jedenfalls stimmig

Synästhesie

Kellers Verdienst war es, auch bei dieser Störung, die in einer Vermischung von Sinneseindrücken besteht, die stumpfe Sicht der Wissenschaft zu schärfen. In einer von seinem Schwippschwager finanzierten Studie wies er nach, dass Brom auch hier, wie gemäß einem göttlichen Plan, seine Sonderrolle bestätigt. 88% aller befragten Synästhetiker und Zahnarztfrauen antworteten Beim Brom ist irgendwie alles stimmig, sieht aus wie ..., riecht wie ...

Synchronizität

Bei der Besprechung dieser These deckt Keller mit geradezu chirurgischer Präzision das Gefesseltsein des Menschen in seiner eigenen kleinen Wirklichkeit auf. Synchron, also gleichzeitig oder zeitlich abgestimmt kann allenfalls der Mensch denken. Für den allzeitigen und allörtlichen und allfaltigen Schöpfer der Welt gilt diese Dimensionalität nicht.

So ist es auch kein Widerspruch, dass Brom weder im Alten noch im Neuen Testament erwähnt wird und Christen dennoch keine Zweifel an dessen Existenz haben. Unauffälligkeit und Vertrauen in den Plan des Schöpfers ermöglichten ein harmonisches Sich-Hingeben in den Lauf der Welt, ohne mit der bescheidenen eigenen Rolle zu hadern.

Es gibt genug Gegenbeispiele, wo das fehlende Vertrauen in die Sinnhaftigkeit des Glaubens und des Wissens zu verheerenden Streitigkeiten zwischen ungeduldigen Wissenschaftlern und trotzigen Glaubenshütern führte. Alles unnötig, resumiert Keller, wenn man den engen Zeitbegriff hinter sich lässt.

Syndenpfuhl

Ein eher bemüht scherzhafter Einfall, vordergründig. 30 leere linierte Seiten, in die jeder Leser seine Sünden eintragen möge. Die große Anzahl wird teileise als Scherz, teilweise als Provokation angesehen, wer kann schon 30 Seiten an Sünden aufweisen oder wer kommt schon mit 30 Seiten aus?. Die Provokation wirkt auf jeden Fall. Und so soll es Kellers mutmaßliche Meinung nach auch sein: Die Aussage ist egal, die Reaktion entlavt den Menschen, als Menschen, mit Fehl und Tadel - und in seiner Menschlichkeit.

Synergie

Nur zusammen werden die Teile zum Ganzen. So trivial Kellers Einleitungssatz klingt, so trivial (lat. tri=drei, via=Weg) ist er auch. Synergie, also Zusammenarbeit, braucht ein Teil, ein Gegen-Teil und Energie. Egal wie die Dreifaltigkeit als Teil der Allfaltigkeit auch auftritt, als 3 Quark-Flavours, 3 Dimensionen oder 3 Heilige Könige, stets wirken das ICH, das GEGENÜBER und die BEZIEHUNG. Wie das kleinste (Brom-)Atom, so auch der Mensch. Nicht jeder Leser kann diese Sichtweise nachvollziehen, vor allem unter dem Gesichtspunkt, das ICH auf eine Dimension zu reduzieren. Dem Erfolg des Buches stand dieses Kapitel augenscheinlich nicht im Wege.

Schickes Jeans-Käppi
So wäre die Welt ohne Brom

Synthese

Diesem Thema widmet Keller viel Raum. Der Besuch eines Kardinals im Gewächshaus des Klostergartens machte ihn auf die Tatsache aufmerksam, dass eine ekelige Schnecke mit Hilfe des ekelig kackbraunens Broms aus dem schnöden Jeansfarbstoff Indigo das edle Purpur synthetisiert. Dieser Farbstoff wurde in der Spätantike sogar mit Päpsten aufgewogen.

Die scheinbar sprachfehlerbehafteten Worte des Kardinals Putere tir teinen purpurfarpenen Po, fenn ich mit tir fertig pin brannten sich in das Gedächtnis Kellers ein.

In ter Folkezeit In der Folgezeit arbeitete sich Keller tiefer in die Rolle des Brom in der Natur ein. Die Tatsache, dass Schwämme Polybromierte Dibenzodioxine produzieren, Stoffe deren offensichtliche Boshaftigkeit erst der Mensch des zwanzigsten Jahrhunderts voll zur Geltung brachte, geronnen in ihm zur Erkenntnis Tas peste Das beste Entlaubungsmittel ist die Natur selbst [Kein Wunder im Herbst - Anm. d. Red.]. In diese Erkenntnis hinein ragte ein Anruf seines Verleger, was die vielfach attestierte Unfertigkeit dieses Kapitels erklärt.

Der Kardinal wurde übrigens wenig später wegen des Besitzes blasphemischer Videos vom Dienst suspendiert und arbeitet seitdem erfolgreich - oder erfolglos, je nach Standpunkt - als Pädophiliebeauftragter eines süddeutschen Bistums.

Ehrungen

Dem Autor bzw. seinem einzig wichtigen Werk wurden neben vielen anderen folgende Ehrungen zuteil:

  • Der Nobelpreis für Literatur
  • Der Nobelpreis für Chemie
  • Der eigens neugeschaffene Nobelpreis für Integration
  • Der Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis
  • Der aspekte-Literaturpreis
  • Der Georg-Büchner-Preis
  • Der Armin-Keller-Preis
  • Inquisitions Award

Perzeption

Wie in der heutigen technokratischen Zeit kaum anders zu erwarten, zog das Werk nach seinem Erscheinen massenweise Kritik und Häme auf sich.
So ein Schmarrrn, Ich lach' mich kringelig oder Braucht's wirklich noch'n Buch über Brom waren noch die harmlosesten Kommentare.

Erst der überwältigende kommerzielle Erfolg und die nicht enden wollende Flut von Ehrungen bereiteten den Weg für eine offene und distanziertere Diskussion.

Auch der Vatikan beeilte sich festzustellen, dass Brom mit der katholischen Lehre vereinbar ist. Hätte er doch das Kapitel Synchronizität gründlicher gelesen!

Zitate

  • Brroooam - Werner
  • Wir sind Brom - BILD Zeitung
  • Du bist Broom - Initiative Du bist Brom
  • Sind wir nicht alle ein bisschen Brom? - Werbeslogan

Literatur

Weblinks

Siehe auch

Brom