Heim

Aus Stupidedia, der sinnfreien Enzyklopädie!
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Heim eines Individuums ist in der Mehrheit der Fälle der Ort oder der Platz, an dem es sich "zu Hause" fühlt. "Zu Hause" fühlt man sich oft daheim.

Beispiele

Ein Heim beschreiben ist deshalb tückisch, weil es eben für jeden etwas anderes bedeutet. Zum Beispiel können Ameisen in einem Ameisenhaufen ihr Heim sehen. Vielleicht sieht aber eine besondere Ameise genau einen kleinen Fleck in diesem Ameisenhaufen als ihr Heim an. Verstanden?

Noch ein Beispiel: Moritz ist dreizehn Monate in Argentinien gewesen und kommt jetzt wieder zurück in seine Heimat Obertiefenbrunn. Er ist glücklich, denn hier fühlt er sich richtig "daheim". Ein Monat später sitzt Moritz mit André beim Kirchenwirten in Obertiefenbrunn. Dieser zwingt ihn, zu zahlen. Das gefällt Moritz nicht und er verflucht den Wirten, um danach wütend nach Hausezu gehen, in sein Heim, wobei jetzt das schönes Einfamilienhäusschen von Mama und Papa gemeint ist. Ein Heim ist also ein variabler Begriff.

Bedeutungen

Die Zahl der Bedeutungen dieses Wortes ist schier unendlich, da jeder irgendetwas als sein Heim sehen kann. Vgl. folgende Aussage: "Hey Markus, weißt du was leiwand ist? Immer wenn ich ein Ottakringer trinke, fühl ich mich so richtig daheim!". Mitten in einem weiteren Tag seines arbeitslosen Daseins quoll aus Sebastian-Michelle, vor seiner X-Box sitzend, dieser Satz hervor, und niemand kann ihm eine Lüge unterstellen. Weil Sebastian-Michelle eben so fühlt. Sebastian-Michelle fühlt sich also mit einer Dose Ottakringer, egal wo er sich gerade befindet, daheim.

Jedoch fühlt sich Markus mit "Schwechater" daheim. Obwohl sie beide gerade nebeneinander sitzen!! Dies ist augenscheinlich ein Phänomen! Das ist es tatsöchlich betrachtet aber beim besten Willen nicht. Denn mit einem Heim können, in Fachkreisen, folgende Formen zum Ausdruck gebracht werden:

  • Orte (Bsp.: Obertiefenbrunn)
  • Gebäude (sehr häufig! "Mein Haus ist mein Heim")
  • Gegenstände ("Immer, wenn ich diesen Mantel trage, den mir mein verstorbener Großvater geliehen hat, fühle ich mich so richtig daheim!")
  • Landschaften ("Immer, wenn ich die Berge sehe, weiß ich, dass ich zu Hause bin!")
  • Flüssigkeiten ("Immer, wenn ich ein Ottakringer trinke, fühle ich mich daheim!")
  • Personen ("Immer, wenn ich meine kleinen Ministranten sehe, fühle ich mich wirklich daheim!")
  • Tiere ("Immer, wenn ich mit meinem kleinen Flocki kuscheln kann, weiß ich, ich bin daheim!")
  • Die Stupidedia ("Immer, wenn ich 'Immer, wenn ich' schreibe, fühle ich mich, als wiederholte ich mich")

Liebe zum Heim und das Eigenheim

Viele Menschen betrachten ihr Heim als ihr einziges Glück, stolze Errungenschaft und letzte Ruhestätte, oft alles zusammen. In vielen Fällen müssen sie es allerdings trotzdem mit anderen Leuten teilen, beispielsweise Ehepartnern, Eltern, Kindern, Mitbewohnern, etc. Die "Liebe zum Heim" macht tolle Sachen möglich. Hierfür ist die Erläuterung des Synonymes "mein Dach" essentiell. Also "in meinem Heim" ist gleichbedeutend mit "unter meinem Dach". Verwirrend, aber wahr.

Als Beispiel für die Vielfalt der Möglichkeiten die die Liebe zum Heim bietet, soll Folgendes dienen: Herr Meier hat kein Problem in den Nachrichten zu verfolgen, dass am Kiez gestern ein Mann einen anderen niedergestochen hat. Zückt allerdings sein Schwiegersohn Manfred wiedereinmal sein Messer, bäumt er sich auf und tönt mit errötetem Kopf: "Nicht unter meinem Dach!". Man sieht, wie das Eigenheim die Objektivität betroffner Heimbesitzer beeinflusst. Zu erfragen wäre hierbei jedoch, wie Herr Maier reagiert, wenn Manfred am Kiez sein Messer zückt. Wahrscheinlich zuckend, nämlich mit den Achseln.

Weiter im Text: Frau Meier ist während des unschicken Messervorfalls von Manfred bei ihrer Schwägerin Bertha zum Kaffee trinken eingeladen. Dort schlürfend und von Bertha gefragt, wie ihr die neuen Tapeten gefallen, erwidert Frau Meier: "Herrlich, wirklich bezaubernd! Doch bei uns (wobei sie natürlich wieder ihr Heim, also ihr Haus, meint) würden sie nicht gut aussehen!" lautet die schnelle Antwort Frau Meiers.

Würde Frau Meier die Wahrheit sagen, hätte sie gesagt: "Verdammt noch ma', wie kann jemand so eine unglaublich hässliche Dreckstapete freiwillig an die Wand klatschen. Bitte gib dir einen Ruck, Bertha, und mach die Scheiße wieder ab!". Doch Frau Meier verspürt keinen Grund, in dieser Situation die Wahrheit zu offenbaren, denn in ihrem Heim passt ja alles und da gibts auch keine hässlichen Tapeten.

Hinter verschlossenen Türen gesteht sich Frau Meier sogar, froh über die unschöne Tapete Berthas zu sein, weil sie daran merkt, dass es andere nämlich nicht so schön haben wie sie. Dass Geschmäcker verschieden sind, hält Frau Meier für ein Gerücht. Wie eben demonstriert, veranlassen uns Heime zu Taten, die unserem Charakter widersprechen.

Heimatlose

Wieder ein sehr kurioser Begriff, da man ja, wie bisher gelernt, in alles und jedem sein Heim sehen kann. Nichts desto Trotz gibt es den Begriff "Heimatlose" so wie in der Aussage: "Guck mal da, ein Heimatloser! Wie lustig!". "Heimatloser" und "Obdachloser" ist hier austauschbar, jedoch ist die generelle Bedeutung beider Worte mit Sorgfalt zu genießen, und zu trennen! Wir unterscheiden deshalb grob drei Gruppen von Heimatlosen:

  • Obdachlose
  • Nomaden
  • Zerrissene

Ein Heimatloser kann nämlich durchaus ein Obdach haben, jedoch betrachtet er es nicht als sein Heim, aus welchen Gründen auch immer! Auf den ersten Blick eines blutigen Anfänger wird man nun behaupten, dass Obdachlose und Nomaden leicht als Heimatlose eingestuft werden können.

Nach dem Prinzips der Substitution von Gebäuden heimatlichen Gebrauchs mit anderen Dingen oder gar Personen ist dies aber sofort zu widerlegen, denn diese Gruppen finden ihr Heim eben, wie das Prinzip besagt, in anderen Dingen, der Obdachlose vielleicht in Schnaps und der Nomade in der Familie oder in seinem Kamel.

Der wahre Heimatlose ist nur der Zerrissene. Aber, bei Gott nicht, der physisch Zerrissene, denn der braucht oft garkein Heim mehr, sondern ein Mensch psychisch zerrissener Natur. Dieser Jemand kann nämlich jemand sein, der "alles hat" (Luxus, Geld, Waffen, Autos, Frauen, Pest) aber sich dennoch innerlich leer fühlt und nicht weiß "wo er hingehört" oder "wo sein Platz auf dieser Welt ist". Eine unter Experten verwendete Umschreibung für so jemanden lautet "Pussy".

Zusammengefasst ist ein Heim also das, was uns zu stolzen Lügnern, Wahrheitsverdrehern, ahnungslos tuenden, sich nicht für die Mitmenschen interressierenden und in schweren Fällen eben psychisch kranken Menschen macht. |Vom Feinsten!

Sonderformen

Es gibt auch eine Sonderform des Begriffes "Heim", der Institutionen beschreibt, in die spezielle Gruppen von Menschen verfrachtet werden, wenn niemand mehr sie will. Dies können sein:

  • Altersheime, für alte Menschen
  • Irrenhäuser, für Dödel
  • Pflegeheime, für Menschen, die Pflege benögiten (wär hält denn das für möglich?)
  • Kindergärten, für Kinder, weil die so nerven
  • Internate, für Kinder bis Jugendliche, damit die was lernen tun.

Diese hier aufgelisteten Heimarten sind, besonders in streitähnlichen Konversationen, bei der Partei äußerst beliebt, die das Recht hat, die andere Partei aus ihrem "Heim" zu verbannen.
Zur Veranschaulichung folgendes Gespräch:

Sohn: "Papa, ich will fernsehen."
Vater: "Nein."
Sohn: "Warum nicht?"
Vater: "Kusch jetzt, oder du kommst ins Heim."

Natürlich muss derjenige, der in dem besagten Heim nur Gast ist, hier den Kürzeren ziehen, oder er wird schnell zum Obdachlosen.

Über das Wort

Das Wort "Heim" ist ziemlich kurz und umfasst ungefähr vier Buchstaben. Aber kein "P". Das wäre furchtbar.

Sind Heime der Teufel?

Wahrscheinlich nicht, das ist einfach zu unwahrscheinlich.