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Handout

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Adolf Hitler verteilt Kamelle beim Karneval in Köln. Vorher gibt's aber noch ein Handout zu seiner Büttenrede.

Handout (dt. „Hand raus!“) ist ein neudeutsches Wort für ein neudeutsches Problem.

Das Handout tauchte erstmals in der Ära des Nationalsozialismus auf. Wenn dort jemand einen Vortrag hielt, konnte sich nämlich nie jemand die wichtigsten Punkte merken, weil immer alles so von Propaganda durchtränkt war. Also gingen die Leute nach den ganzen tollen Reden wieder nach Hause und versteckten weiter ihre Zigeunernachbarn oder machten ähnliches Zeugs, weil die Botschaften nicht bei ihnen ankamen. Daher begannen die Nationalsozialisten bei ihren Veranstaltungen sogenannte Merkblätter mitzugeben, wo die wichtigsten Inhalte nochmal nachträglich notiert waren. Diese hatten den ungeheuren Vorteil, dass sich dort gänzlich die Ansicht des Redners widerspiegelte und sich niemand mehr etwas zusätzlich denken brauchte. Nach der Sportpalastrede von Joseph Goebbels wurden zum Beispiel mehrere Zettel mit der Aufschrift „TOTALER KRIEG!“ rumgereicht. Das war so schön einfach und eindeutig, dass auch der letzte Idiot ungehindert braun werden konnte. Die größten Idioten durften sich nach einer Rede nämlich immer nochmal melden und mit dem Ausstrecken des rechten Armes ihren Merkzettelbedarf verdeutlichen, daraus kristallisierte sich im Neudeutschen schließlich auch der Begriff Handout.

Bis heute hat sich natürlich Einiges geändert, Nazis gibt es außerhalb von Mecklenburg-Vorpommern nur noch sehr wenige. Und obwohl das Dritte Reich stark verurteilt wird, hat man das Handout stillschweigend übernommen. Indem man das Wort amerikanisierte war das ja auch vollkommen in Ordnung. Von daher erfreut sich das Handout bei Referaten auch heute noch großer Beliebtheit, da dort nochmal all die coolen Denglisch-Begriffe notiert sind, die der deutsche Durchschnittsschüler nicht schreiben kann. Da man allerdings noch verdeutlichen möchte, dass man keineswegs an alte Zeiten anknüpfen und eine Meinungsfreiheit der Schüler unterdrücken will, wird bei der heutigen Handoutausgabe an Schulen in aller Regel auf das übliche Handzeichen verzichtet (gilt nicht für Mecklenburg-Vorpommern) und noch der scheinheilige Satz „Ihr bekommt ein Handout, macht euch aber bitte trotzdem Notizen.“ zusätzlich in den Raum geworfen.