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Kraftfahrzeugdiskriminierung

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Kraftfahrzeugsdiskriminierung bezeichnet die bewusste Benachteiligung gruppenspezifischer Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr. Die Ursache dieser psychologisch phänotypischen Verhaltensweise ist die biologische Fehlbildung der hinteren Befriedigungsrinde im Bleifußzentrum des menschlichen Gehirns. Die Diskrimierung automobiler Fortbewegungsgruppen ist nach §1 der StVO strafbar ("Die Würde des Autos ist unantastbar, sofern kein Renault") und kann mit der unbefristeten Anbringung eines gelben Nummernschildes belangt werden.

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Verhaltensmuster[Bearbeiten]

Die typischen Armbewegungen ist auch im asiatischen Raum gängig

Um die selbstüberzogenen Kfz-Diskriminierer von anderen Vorfahrtsnehmern wie Fahranfängern oder rüstigen Seniorenröhrls abzugrenzen, bedarf es klarer Erkennungssignen. Der typische Homo Cucurbita kennzeichnet sich nämlich in erster Linie durch getriebene Ungeduld, unbändige Aggressionen und zwanghaften Egoismus. Hysterisch am Lenkrad knabbert überkommen den landläufigen Ungeduldsunhold im Innenraum zudem immer wieder unkontrollierte Handbewegungen. Dieses Sympton geht oft einher mit wirrem Geschimpfe, dessen audiophile Grazie zwar nie erhört werden wird, jedoch dem akkustischen Liebreiz eines trennschleifenden Wookies sicherlich in Nichts nachsteht. In Folge dessen verspürt der Betroffene eine innige Hinneigung zu fremden Fahrzeugtteilen wie dem linken Kotflügel, der hinteren Stoßstange sowie den seitlichen Deformationszonen, mit denen er sich immer wieder auf ein intimes Zusammentreffen einlässt.
Im fortgeschrittenem Stadium der Kfz-Diskriminerung verfolgt der Akteur das fremde Fahrzeug im Miss-Marple-Modus, um es an der nächsten roten Ampel abzupassen und in einer wütenden Hasstirade durch die heruntergekurbelte Seitenscheibe mit einer leicht subjektiv notierten Belehrung über das Verhalten im Straßenverkehr zu bestrahlen. Glaubte der Beschimpfte zuvor noch, ein kontakfreudiger Verkehrsteilnehmer würde ihn auf eine defekte Glühbirne aufmerksam machen oder freundlich nach dem Weg fragen, greift das nun tiefstens erheiterte Diskriminierungsopfer auffällig unauffällig wieder zum Fensterheber.

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Opfer[Bearbeiten]

Wie eine verwundete Gazelle am Wasserloch des Großstadtdschungels (Kennzeichen WW)

Stadt & Land[Bearbeiten]

Was mit Stadt, Land, Fluss noch als harmloses Klugscheißerspiel einen unterhaltsamen Anfang fand, gipfelt mittlerweile in einem nicht wenig unterhaltsamerem Aufeinandertreffen der Zweiklassengesellschaft - Landeier und Großstadtgangster. Uralt und für die urtümliche Landbevölkerung immer wieder neu ist das erhebende Gefühl, wenn man einer sechsspurigen Kreuzung entgegen zittert und einen Abbiegevorgang übers brüchige Eis retten muss. Konfrontation: "Na, wo soll's denn hingehen? Rechts, links? Hat das Auto auch 'nen Blinker?!" Als wirkungsvollste Abbaumethode hat sich hier die musikalische Besinnungstherapie herauskristallisiert. Die Zuhörer kommen nun mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Genuss Franz Joseph Haydens Hupsonate in His, Hob. XVI:17/op. 78, vorgetragen von den Berliner Lenkradphilharmonikern. Ebenfalls weit verbreitet ist der jaulende Abwürger, der der ungewohnt hohen Anzahl an Ampeln geschuldet ist, jedoch eher blinde Wut als Musikalität hervorruft.
Doch natürlich fällt auch der städtische Naherholungsurlauber auf dem Land der Kraftfahrzeugdiskriminierung zum Opfer. Allgemeine Orientierungslosigkeit, ängstliches Schleichen und ganzjährige Sommerbereifung riecht der ländliche Mob vier Kilometer gegen den Wind. Auch einem überladenen Heutraktor die Vorfahrt zu nehmen, gestaltet sich unter Umständen als bedrückendes Erlebnis, was zu haltlosen Wutausbrüchen führen kann. Doch auch ohne Fahrer, kann man schnell entscheiden, welchem Fahrzeug es die Reifen aufzustechen gilt. Ein kurzer Blick aufs Kennzeichen genügt dem geschulten Auge.

Balg an Bord[Bearbeiten]

Das Arminia Bielefeld unter den Fahrzeugen ist der "Plage an Bord"-Aufkleber. Nicht nur, dass man bereits erwartet, der voranfahrende VW-Sharan fährt wie eine drittklassige Fahrstuhlmannschaft, es ist auch in Wirklichkeit so. Demnach ist es verständlicherweise besonders befriedigend, eines dieser Fahrzeuge zu diskriminieren, benötigt man doch schon weniger Aggressionsenergie, das Opfer überhaupt auszumachen. Und folgt keine aktive Benachteiligung dieses "Verkehrsteilnehmers", eignen sich sowohl die Arminia als auch die hier beschriebenen Gefährtschaften bestens zur seichten Unterhaltung mit mehrheitstauglicher Pointe.

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Créateur d'automobiles[Bearbeiten]

Sozusagen der Grand-Klassiker der Diskriminierung ist das Aussehen. Besonders Fahrzeuge aus dem französischen Ausland halten hier eine Menge schlagkräftige und diskriminierungsbedürftige Argumente parat. Und gerade diese Provokationen sind häufig Auslöser von Gelegenheitsdiskriminierungen und somit der gottgegebene Feind des besonnenen Deutschen Autofahrers, der gewöhnlich zurückhaltend und geduldig sein Fahzeug durch den Straßenverkehr führt. Und doch kippt spätestens beim niederländischen Wohnwagen der Adrenalinspiegel im Körper ins Reaktionäre und leitet ein reflexartiges Offensivverhalten ein. Wer hat sich denn noch nie gewünscht, diese unsäglichen Rundungen eines Renaults beim versehentlichen Abdrängen mit einem Kratzerchen zu versehen? Wer hat sich noch nie gewünscht, es gäbe eine achsbrechende Bodenwelle für Wohnwagen an der Deutschen Grenze? Wer hat sich noch nie gewünscht, der Renault Twingo wäre niemals erfunden worden!?

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Therapie[Bearbeiten]

Während die Anfälligkeit für Kraftfahrzeugdiskriminierung von wissenschaftlicher Seite als unheilbar gilt, preisen Alternativmediziner Kontrolltherapien an. Die betroffenen Patienten therapieren sich autogen, indem sie angestaute Energien ins Sprach- und Gliedmaßenzentrum umleiten und sie dort hemmungslos auszustoßen. Es wird geschätzt, dass sich bereits 96% der Deutschen Autofahrer für dieses Therapiesystem geöffnet haben. Als leider viel zu verspätete Präventivmaßnahme beabsichtigen Verkehrs- und Justizministerium zudem die Einrichtung eines Kraftfahrzeugsgleichstellungsbeauftragten bis zum nächsten Quartal, um der weiter aufkommenden Diskriminierung entgegen zu wirken.