Ketzer

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Der Begriff "Ketzer" geht auf das altgriechische Wort "Katharos" = der Reine zurück. Heute würde man "der Schuldenfreie" übersetzen, wenn man frei im Sinne von rein verstehen wollte. Aber das wäre reines, griechisch-orthodoxes Wunschdenken.

Im Mittelalter galt die Katze als Tier des Teufels und die damaligen Gutmenschen sagten den Katharern (eine inzwischen ausgerottete Sekte in Südfrankreich) nach, dass sie in obskuren Ritualen diesen Teufelsviechern auf den Anus küssen würden. Das war selbst den mittelalterlichen Pfaffen zuviel, und so wurden die Katharer kurzerhand zu Ketzern ernannt, mit dem Teufel und den Katzen in einen Sack gesteckt und drauf los geprügelt oder zur allgemeinen Belustigung und Abschreckung gar auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Zugleich hatte man eine Erklärung für eine Krankheit, die durch mangelhafte Hygiene hervorgerufen wurde. Wortspielereien waren schon immer beliebt und so wurde in deutschen Landen aus dem Ketzer, das zuweilen in einigen Niederungen heute noch verwendete Wort "Katzer" für Katzenliebhaber/Katzenhalter/Katzennarr.

Heute ist die Angst vor dem Teufel und der (schwarzen) Katze nicht mehr so ausgeprägt und sogar einer eigenartigen Katzenliebe gewichen. Deshalb wird der Begriff "Ketzer" intuitiv nicht mehr so oft gebraucht, doch sein negatives Image (als Irregeleiteter) ist geblieben. Im Volksmund kursieren noch negative Begriffe wie: Provinzialkathar = Darmentzündung oder Durchfall, Katzenklo Katzenberger, Katzenwäsche und Katzenjammer. Aber auch positiv besetzte Begriffe wie: Katzenauge, Katzenzunge und Katzenfell. Das ist sehr verwirrend, weshalb Intellektuelle und Theologen lieber den Begriff "Häretiker" verwenden.

Der Ketzer in der modernen Gesellschaft[Bearbeiten]

Der Ketzer ist also dem stupiden religiösen Dunstkreis entwichen und so werden heutzutage sogar Intellektuelle, auch etwas weniger kluge Dissidenten, wie mitdenkende Künstler, Klimaerwärmungsbezweifler, auch Putin-Versteher, Kapitalismuskritiker, Rüstungsgegner, Globalisierungsgegner und sogar unbedarfte PEGIDA-Anhänger herablassend als Ketzer bezeichnet oder so behandelt.

  • Wie wird man Ketzer? Man wird nicht als Ketzer geboren, selbst wenn man Frucht einer Liebesbeziehung zwischen einem Ketzer und einer Ketzin ist, sondern man wird (wie eben schon erwähnt) ernannt. Das ist eine besondere Ehre, die aber schmerzhafte Folgen haben kann. Ein Bla-Bla wird niemals zum Ketzer ernannt.
  • Wer ernennt Ketzer? Meistens sind es nicht die Mächtigen selbst, sondern deren Vasallen, die Wichtigtuer, Hosenscheißer (beispielshalber), Ordnungsfanatiker, Moralapostel und Alfa-Journalisten, also Leute die sich im Besitz der absoluten Wahrheit wähnen.
  • Weshalb wird man zum Ketzer ernannt? Mitunter genügt es (trotz garantierter Meinungsfreiheit) eine eigene Meinung zu haben, die dem Mainstream entgegen steht und sich an den Grundfesten der jeweiligen Ordnung reibt. Soll heißen, dass man zwar eine eigene Meinung haben darf, aber selbige niemals im falschen Moment den falschen Leuten oder der Öffentlichkeit offenbaren sollte.
  • Wie geht man heutzutage mit Ketzern um? Körperliche Gewalt (beispielshalber Folter, Verbrennen) ist im christlichen Abendland offiziell nicht erlaubt. Terroristen und Geheimdienste (angeblich) praktizieren derartiges noch gelegentlich. In der modernen Zivilgesellschaft kennt man inzwischen bessere Methoden (beispielshalber Mobbing). Statt Verbrennen - Ausgrenzen, Mord.
  • Warum machen Menschen so etwas? Es handelt sich hierbei um Folgen einer Krankheit (Katzenspulwurmsyndrom - KSWS), bei der es zu chronischer Verkrampfung des Gehirns kommt.(Volksmund: Klatsche, Meise etc.)

Krankheit[Bearbeiten]

Infektion[Bearbeiten]

Durch die orale Aufnahme von Spulwurmeiern (siehe Katharer) können sich, wie schon angedeutet, auch Katzenliebhaber infizieren. Die Larven der Spulwürmer merken zwar, dass sie im falschen Wirt sind und wandern bevor sie sterben, verzweifelt durch den ganzen menschlichen Körper. Der Infizierte jedoch merkt zunächst nichts. Bei ihrer Wanderung können die Larven zwar nur kleine, reparable Schäden anrichten, aber wehe sie erreichen das Hirn. Dann ist alles vorbei. Andererseits gibt es auch unter den Menschen ohne Katzenkotkontakt einige, die KSWS-Symptome zeigen. Wissenschaftler vermuten dahinter ein sogenanntes Katzer-Gen, das allerdings noch nicht entschlüsselt ist, und es wäre quasi astupide schon jetzt darüber zu spekulieren.

Wohl aber ist KSWS digital, also über das Internet übertragbar. Selbst das gute, alte Fernsehen (Heimatkanal beispielshalber) kann infizieren. Der künftige Patient nimmt als erstes ein Gefühl von Unvollkommenheit und Einsamkeit wahr, sieht dann dreimal die selbe Katze am Fenster vorbei laufen und spürt dann das unbändige Bedürfnis ein solches Tier besitzen zu wollen. Vielleicht steht aber auch einfach, nach dem Genuss von Baldriantropfen, eines dieser possierlichen Tiere mit niedlichem Blick vor der Haustür. Und schon nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Symptome[Bearbeiten]

Die betroffenen Katzenliebhaber neigen plötzlich zu extremer Unterwerfung und Anbiederung an die Obrigkeit, und sie hassen alle andersartigen Tiere (Vögel beispielshalber) und Andersdenkende. Für sie ist Rosa Luxemburg die Ketzerin schlechthin. Dieser Hirnschaden ist irreparabel und die Verketzerung anderer wird zur Lebensaufgabe. Ja, sie werden zum sogenannten Katzer, also extremen Katzenliebhaber, füllen ihre Wohnung, Haus und Hof mit Katzen und begreifen sich aber selbst als Tierfreund und Gutmensch.

Bei genetisch bedingter Veranlagung (ohne direkten Katzenkotkontakt) verläuft die Veränderung langsam, fast unmerklich bis es zum ersten Anfall kommt. Allerdings sind die Symptome, besonders im fortgeschrittenen Stadium wesentlich ausgeprägter und enden zwangsläufig im Größenwahn. Das heißt nicht, dass diese Menschen Katzen nicht lieben können.

Folgen[Bearbeiten]

Der gemeine Katzer wird durch sein Katzer-Kleingeisthirn derart abstoßend, dass gesunde Menschen ihn meiden. Notgedrungen zieht er sich in sein Katzerl-Haus zurück, sodass keine unmittelbare Infektionsgefahr mehr von ihm ausgeht. Aber der moderne Mensch hat Internet und so vernetzt der Katzer sich umgehend nicht nur mit Leidensgenossen, sondern auch mit Noch-Nicht-Infizierten. Das ist problemlos möglich, weil Gerüche nicht übers Internet verbreitet werden können.

Der Infizierte wirft selbstbewusst sämtliche Familien-Mitglieder aus der gemeinsamen Wohnung, kündigt die Mitgliedschaft beim örtlichen Jesus- Fanclub, gründet eine eigne Religion (z.B. Katzlamismus) und beginnt unverzüglich mit dem Bau von Altären aus Kratzbäumen. Wenn er dann in seinem selbst gebastelten Katzenbaumhaus auch noch schläft, ist er zwar glücklich aber hoffnungslos verloren.

Ende[Bearbeiten]

Wie schon erwähnt, sind die Schäden durch KSWS im Hirn irreparabel, selbst wenn der Parasit schon abgestorben, ausgeschieden und im ewigen Kreislauf der Natur auf einen neuen Wirt wartet. Medikamente gibt es noch nicht. Zum Trost sei gesagt, dass nicht jeder Wirt wird.

Im Mittelalter versuchten Pustefrauen oder Schamanen zu helfen. Heutzutage versuchen es Psychotherapeuten, Sozialarbeiter und sogenannte Geistheiler, aber gegen Spulwürmer sind auch die machtlos. Bleibt nur Selbstheilung und Naturheilkunde. Da sollen schon wahre Wunder geschehen sein.

Ein Blick in die bunte Presse und der Konsum gewisser TV-Sendungen kann durchaus hilfreich sein. Der TV- Bastler und Alchemist John Pütz schwört auf mit Baldrian oder Katzenminze bestrichene Gartenzäune. Aber das kann nicht wahr sein, denn Baldrian schreckt zwar Menschen ab, zieht Katzen jedoch magisch an und fördert somit den Katzenwahn. Vielleicht hilft ja der Genuss von Katzenminze-Tee. Hilfreich könnte auch der Verzehr von gemischtem Salat aus Löwenzahn, Kresse, Brennnesseln, Sauerampfer, Knoblauch und Koriander sein.

Schließlich und endlich stirbt der Katzen-Spulwurm-Wirt (Katzer) an Überlastung (Stress) und dem eigenen Gestank. Die Katzen drohen zu verhungern, aber selbst dann wollen sie den Leichnam nicht fressen, so dass der Katzer, wie einst der Ketzer, verbrannt werden muss.

Und somit schließt sich der Kreis: Die Ur-Ketzer, also die Katharer, infizierten sich unwissentlich mit KSWS und halfen mit KSWS zu verbreiten. Mit anderen Worten: Jeder Ketzer kann Katzer werden und jeder Katzer Ketzer.