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Französische Revolution

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Französische Revolution
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Wahlspruch: "Börse, Kapital, Bürgerlichkeit!" (bis 1791) "Freizeit, Arbeit, Mindestlohn!" (bis 1794 "Freiheit, Gleichheit, Genossenschaft!" (ab 1974)

Klassifizierung: bürgerlich, brüderlich und später protoproletarisch
Wann?: 1789 bis 1799
Wo?: Frankreich, Belgien, Holland, Westdeutschland, Schweiz, Italien u.v.m.
Mitzubringen sind: Mützen, Freiheitsbäume und gute Laune

Die Revolution der Franzosé begann mit der Bildung der ersten Nationalversammlung in Paris 1789, die zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit sehr zum Verdruss der Herrscher nach den Wünschen und Regeln des Volkes abgehalten wurde. Die Befehle des Königs wurden zunehmend ignoriert und durch den Druck des schweren Pariser Straßenpflasters immer weiter ausgehöhlt und schließlich abgeschafft.

Kein anderes Ereignis war eine so wichtige Voraussetzung für den weltweiten Fortschritt, wie diese revolutionären Ereignisse in Frankreich. Durch sie wurde die Auffassung eines Staates radikal umgewältzt. Was vorher noch als privater Besitz des Adels angesehen wurde, welcher ausschließlich der Befriedigung dessen privaten Luxuslebens diente, wurde nun zum ersten Mal in ein Gemeinwesen des Volkes umgestaltet - bis zur Machtergreifung Napoleons jedenfalls.


Ursachen

Zweifellos klaffte der Vermögensunterschied immer weiter auseinander. Der Klerus und der Adel bildeten die zwei "oberen" Stände, hatten viele Privilegien, mussten keine Abgaben entrichten und besaßen das gesamte Land, obwohl sie sich nicht mit dessen wirtschaftlichen Nutzung abgaben. Einen Teil davon verpachteten sie an ihre leibeigenen Bauern. Den Rest ließen sie einfach liegen. Auch lebten sie von Überfällen sehr gut. Man schätzt, dass etwa drei Viertel allen Eigentums ihnen gehörte, sie jedoch nur 2% der Gesamtbevölkerung ausmachten.

98% der Franzosen gehörten zum dritten Stand. Es handelte sich um Händler, Handwerker, Bürger und Bauern. Sie mussten die gesamte Abgabenlast an die Herrschenden tragen und durften kein Land besitzen, sondern mussten es mieten. Sie bauten sich ihre Hütte selbst und mussten trotzdem eine hohe extra-Miete dafür zahlen, unter dem Vorwand, dass sich die Hütte auf dem Grundbesitz eines Adligen befand.

Der König herrschte absolut und stand absolutem Chaos gegenüber, weil in den meisten Regionen Adlige und Räuberbanden herrschten. Außerdem war der König, wie alle seine Vorgänger ein Analphabet, der zu keinen organisatorischen Gegenmaßnahmen gegen das revolutionäre Volk fähig war. Der gesamte Adel hatte eine flache Stirn. Noch heute streiten sich die Historiker darüber, ob das nicht seine Ursache in der typisch aristokratischen Inzucht hatte, oder ob nicht doch der Homo erectus mit seinem primitiven Schädel in Form des Adels bis zu dieser Zeit noch überlebt hat.

Bereits vor der eigentlichen Revolution waren einige Bürger in der Lage, sich wichtige Ämter zu kaufen und so den Willen der Eliten, besonders in Paris zu sabotieren. Da Ämter verpachtet, vererbt, gekauft und sonst noch alles von jedem gemacht werden konnten, herrschte noch mehr Chaos.

Außerdem schränkten die Zünfte und Gilden jeden wirtschaftlichen Spielraum der arbeitenden Menschen ein, selbst dort, wo es die zwei ersten Stände und die Monarchen nicht taten.

Die Wirtschaft konnte sich aufgrund dieser feudalen Zustände nicht weiterentwickeln und zusätzlich steckte Frankreich tief in einer Schuldenspirale und musste jede zweite Münze für die Zinsen aufwenden.

Eigentlich waren diese Missstände nicht nur in Frankreich, sondern auch überall sonst genauso vorhanden. Aber die Engländer und Amerikaner hatten ihre ersten Revolutionen bereits hinter sich. Die Österreicher, Schweizer und Deutschen waren ein viel zu braves Kuschelvolk, ähnlich wie damals die Russen. Also musste Frankreich auf dem europäischen Festland den ersten revolutionären Schritt machen. Aber letztendlich kommt jedes Land irgendwann in die Pubertät und braucht Revolutionen, um reif zu werden.

Vorgeschichte

Baguetten waren zwar noch nicht erfunden, schmeckten aber den Reichen trotzdem sehr gut

Die vielzitierte Urmutter aller Revolutionen fand in den ärmsten Vierteln der Hauptstadt Paris ihren Anfang: Auf der Straße hatte es schon immer getobt und Geschäfte wurden geplündert, welche ohnehin schon leer waren. Marktplätze wurden von Räubern niedergebrannt. Trotzdem waren die Vorzeichen einer großen Volkserhebung unübersehbar: Das Volk kam nun völlig überraschend auf die Idee, politische Forderungen zu stellen, die jedoch auf taube Ohren stießen. Denn Reformen waren damals noch nicht erfunden. Statt dessen sah sich der König wieder einmal gezwungen, neue Abgaben einzuführen und jede Abtreibung hart zu bestrafen, obwohl die Überbevölkerung Frankreichs an einer Hungersnot litt. Als das Volk protestierte, meinte die Königin Marie Antoinette:"Ihr habt keine Kondome? Dann nehmt doch Pillen." Diese Provokation sollte nicht ohne Folgen bleiben...

Was die wenigsten jedoch wissen ist, dass sich bereits zu diesem Zeitpunkt eine, im Untergrund agierende, bedeutende Nuttenbewegung zusammenfand, welche sich im Sinne des modernen Gedankenguts der Aufklärung als Gewerkschaft interpretieren lässt. Folglich erhöhten die Nutten aufgrund der steigenden Brotpreise auch ihre Preise für den Geschlechtsverkehr, was enorme Auswirkungen auf das Vertrauen des Königs innerhalb der Bevölkerung hatte. Die vom König versicherte Nuttenfreiheit wurde erheblich in Frage gestellt und die Bevölkerung ging auf die Straße. Als selbst der König die Nutten nicht dazu bewegen konnte ihre Preise wieder zu senken, griff die Bevölkerung zu den Waffen und stürmte die Bastille. Der sich dort befindende Zuhälter Bernard-René Jordan de Launay wurde auf schreckliche Weise hingerichtet und sein Kopf wurde auf einer Pike demonstrativ der Bevölkerung zur schau gestellt. Dies sollte als ein wichtiger symbolischer Akt der Bevölkerung zur Einschüchterung der Nutten in die Geschichte eingehen, als aber auch für die brutale Fortführung der Revolution sorge tragen.

Unmittelbare Vorgeschichte

Kerngebiet der Ausschreitungen waren die Slums von Paris. Hier grassierte die Kriminalität und es gab keine Polizei, welche sie hätte eindämmen können. Einige Intellektuellen aus dem Bildungsbürgertum kümmerten sich um die armen Leute. Sie gaben ihnen Brot, Wasser, brachten ihnen einige Buchstaben und Zahlen bei und pflegten die Kranken, wobei nichts von all dem die viel reicheren Adligen und Angehörigen der Königsfamilie taten, die aber dafür ihren Luxus ungeniert zur Schau stellten. Bisher haben sich die armen, kurz lebenden Slumbewohner noch mit Alkohol trösten können. 1789 kletterten die Preise für die Grundnahrungsmittel allerdings auf das Dreifache, während Alkohol überhaupt nicht mehr zu ergattern war.

Gleich in doppelter Hinsicht ernüchtert und klar darüber, dass sie nichts mehr zu verlieren hatten, stürmten etwa 2000 dieser Ärmsten in die anderen Stadtteile. Auf den königlichen Befehl, die Aufruhr niederzuschlagen, meuterte die Armee. Der Adel handelte auf eigene Faust und ging mit seinen privaten, oft noch mit Faustkeilen bewaffneten Banden brutalst gegen die Bevölkerung vor.

Die adlige und klerikale Oberschicht, welche nun ihre Machtstellung und ihren Reichtum unmittelbar bedroht sah, bedrängte den willensschwachen König, auch mit seinen Privatarmeen einen Blutbad in den Slums anzurichten. Doch die Bewohner wehrten sich hinter den Barrikaden und konnten nicht völlig besiegt werden, während sich immer mehr Kämpfer des Königs mit den Aufständischen verbrüderten. Als Reaktion setzte der König einige Türsteher (damals noch Torsteher!) aus Versailles ein. Diese hohlköpfigen Muskelprotze, in wessen Hirnen der Teil des kritischen Bewusstseins völlig fehlte, würden auf Befehl der Herrscher sogar ihre eigenen Mütter umlegen und begannen mit einem Massaker, so dass die folgenden Szenen sicher an Terminator erinnern mussten.

Die Revolution in Paris und Reaktion des Königs

Der inzwischen unter schwerem Schock stehende Ludwig XVI. lies sich von seinen Höflingen noch einmal überzeugen, zur Niederschlagung alles auf die Karte zu setzen und er begann vom Balkon aus die Bevölkerung zu bedrohen. Als Reaktion bildeten sich nun bürgerliche politische Klubs aus den Pariser Vorstädten, welche sich den Aufständischen anschlossen und den königlichen Garden in den Rücken fielen. Bis zum August 1789 war Paris in ihren Händen und die Nationalversammlung wurde ausgerufen, welches sich wie folgt zusammensetzte:
Erste Nationalversammlung 1789; ca. 800 Abgeordnete:

Enrages und Sozialisten unter Hébert, Babeuf,... (0) Demokraten (35) Prostitutionelle (600) Frühneuzeitliche Absolutisten (100) Türsteher (= Torsteher) (65)
Damals noch verboten... Vertreten stärker die Interessen des Volkes Anhänger Rousseaus (z.B.: Robespierre) Vertreten die Interessen der Großbürger. Für eine prostitutionelle Monarchie (Anhänger des PPP-Bundes) Für eine starke Stellung des Königs (absolutes Veto) gegenüber der Volksentwicklung Für die Wiedereinführung des Lehenswesens, der Hexenverbrennung und der Genitalverstümmelung und Erhebung aller Türsteher in den Adelsstand


Die erste Regierung

Die erste Regierung setzte sich aus sehr heterogenen Abgeordneten zusammen, tagte nur ein Monat lang, beschloss jedoch sofort eine Reihe von wichtigen Reformen, die Ziele wurden aber nur sehr allgemein Formuliert, um die Anhängerschaft nicht zu verärgern. In der Erklärung hieß es, dass Frankreich nun keine absolute Monarchie mehr sei. Die Stände, das Gilden- und Zunftwesen sowie die Leibeigenschaft wären aufgehoben und ebenso alle Sonderprivilegien des Adels und der Kirche. Man legte sich auf eine Neuwahl Ende des Jahres fest und führte ein Wahlzenus ein, welches zwar den Adel, den Klerus und die Torsteher in die Minderheit drängte, jedoch auch die Kleinbürger und die Bauern aus der Politik fernhielt.

Während die Versammlung über weitere Reformen lange und ergebnisslos diskutierte, etwa über die Frage, wie man mit dem Grundbesitz der Landaristokraten umgehen sollte, schuffen die wütenden und ausgebeuteten Bauern am Lande vollendete Tatsachen. Unter dem Adel setzte eine gewaltige Fluchtwelle ein. Die Menschen weigerten sich, Pacht oder Miete zu zahlen und besetzten Land und Gebäude.

Die Nationalversammlung bot Ludwig XVI. zwar an, als prostitutioneller Monarch weiter regieren zu dürfen, doch dieser konnte dem Druck des ihn umgebenden Adels nicht widerstehen und gab Paris auf, um die Stadt mit loyalen Truppen aus dem Land und mit ausländischer Hilfe wieder einzunehmen.

Der Marsch auf Paris

Der König stellte eine sehr ungleichförmige Streitmacht zusammen, welche aus Söldnern, Kriminellen und Lehensleuten bestand. Seine Verwandten Monarchen aus Spanien schickten ebenfalls Hilfstruppen, so dass er insgesamt auf 100 000 Kämpfer zurückgreifen konnten. Viele dieser Krieger waren noch Kinder, was aber damals noch üblich war.

Doch der König beging seinen ersten Fehler schon darin, dass er die Aufstände am Lande nicht zu beachten schien, sondern sofort und ohne Rückendeckung gegen Paris zog. Auch die heutigen Wissenschaftlern rätseln über die Ursachen dieses Verhaltens. Der Pariser Nationalrat hatte nur eine schwache Bürgerwehr aufgestellt, welche jedoch geschickt die strategischen Vorteile des Häuserkampfes ausnutzen konnte.

Der Kampf in der Stadt zog sich seit dem 20.8.1789 mehrere Tage hin mit hohen Verlusten auf beiden Seiten. Am 23.8. hatten die königlichen Truppen ganz Paris südlich der Seine in ihrer Gewalt. Doch ihr Versuch, den Fluss zu überqueren, artete zu besonders blutigen Kämpfen aus. Am 25. August erreichte den König eine Nachricht, dass das Schloss von Versailles von ganzen aufständischen Bauernscharen belagert wurde und zog plötzlich ab, um seinen Wohnsitz zu verteidigen. Doch auch der Nationalrat lies den König nicht verfolgen, sondern bemühte sich, die Stadt für den Fall eines neuen Angriffes zu befestigen.

Die Guillotinisten

In dieser Phase fing im Nationalrat die Stimmung zu gären an. Die Prostitutionellen klammerten sich immer noch an der Macht und wollten die Monarchie trotz des Bürgerkrieges mit dem Monarchen nicht abschaffen.

"Wie soll eine Monarchie funktionieren, wenn der König gegen diese Monarchie, ja sein eigenes Land kämpft?" fragte ein Oppositioneller.

Die Pariser Revolutionären wurden nun durch ihre internen Streitikgeiten gelähmt. Denn die Prostitutionellen stellten mehr Garden auf, um die Nationalversammlung zu bewachen, anstatt Paris zu beschützen. Als Reaktion beschlagnahmte die Opposition ein anderes Gebäude und funktionierte es in ein "Nationalkonvent" um. Hier versammelten sich die Vertreter des Spieß- und Guillotinebürgertums und vereinigten sich zu den Guillotinisten und stellten Guillotinen auf. In der Folgezeit kam es zu öffentlichen Fallbeilspielen.

Die erste Revolution

Die erste Revolution teilt sich in drei Abschnitte: Die Revolution der Abgeordneten (Besäufnis im Tagungsraum), Die Revolution in Paris (Protestzug zum Wohnort des Königs: Versailles, da er schon zu den letzten 16 Partys nicht mehr in Paris aufgekreuzt ist) und die Revolution der Bauern (Alkohol soll anbaubar werden). Die inzwischen kaum handlungsfähige Monarchie milderte das extrem unsoziale Hartz-IV-Steurergesetz auf Hartz III. Die Prostitutionellen jedoch wollten eine weitere Rückführung auf Hartz II, während die Republikaner noch weiter gingen und sogar Hartz I forderten. Der damals noch ziemlich unbedeutende Robespierre schockierte selbst die Radikalen mit der Forderung nach totaler Abschaffung von Hartz und für Gleichheit vor dem Gesetz.

Die Revolution der Abgeordneten endete mit einer Verärgerung des Königs, da er den Tagungsraum nach dem Besäufnis wischen musste. Außerdem zwangen ihn die Revolutionäre, ein Plumpsklo einzurichten und dieses höchstpersönlich zu putzen. Die Revolution in Paris hingegen bekam ihre Forderungen: Der König musste mitkommen und abfeiern, danach wurde einfach mal so ne Bürgerwehr und ne Staatsgarde eingerichtet, war wohl eine der vielen Schnapsideen. Die erste Nationalversammlung war das Werk der prostitutionellen Monarchisten, die den König zwar fortschreitend entmachteten, ihn jedoch reichlich mit den teuersten Prostituierten trösteten. Die Prostitutionellen bemerkten erst viel zu spät, dass sie mit dieser schleichenden Entmachtung des Königs sich bald selber die Beine absägten...
Leider stieß man auf dem Lande nur auf Missernten, deshalb holten sich die Bauern gewaltsam ihren Stoff aus Bierbrauereien, die sie nach dem Plündern abfackelten. So kam es dann am 14. Juli 1789 dazu, dass diese das königliche Gefängnis, die Bastille, überrannten und ausräucherten. Tragische Ursache war die nicht vorhandene Fähigkeit des Lesens, denn die französische Bedeutungen für (Übersetzungsversuche aus der Sprache des Wahnsinns) "Bastille - Königliches Gefängnis" und "Spastkneipe - Herrliches Herforder" waren einigermaßen gleich, so brachten die neuen, teueren Schilder leider auch nichts.

Die Staatskasse ist leer

Nachdem auch der letzte Pfifferling für Whiskey oder ähnlichen ausländischen Markenalk ausgegeben war, war Franzoséland am Ende. Der Staat nüchterte langsam aus und wurde sich im klaren darüber, dass diese große Ausnüchterung ein Zeichen für fehlenden Alkohol sein muss. Der Finanzminister wusste erstmals keinen Ausweg aus der Misere, da es, wie schon gesagt, keinen Alkohol mehr gab. Verärgert zündete das niedere Volk Autos und Kutschen in der Öffentlichkeit an. Schon sehr früh wurde mehr als deutlich, dass die gemässigte, prostitutionelle Regierung mit der grenzenlosen Wut französischer Bauern und Bürger nicht mithalten konnte. Als das Geld zur Finanzierung der Prostituierten für den König ausging, mussten sie die endgültige Entscheidung treffen, ob sie auf Seiten des Volkes oder auf Seiten des Königs aggieren sollten. Diese Frage zersplitterte alle Monarchisten hoffnungslos. An ihre Stelle traten nun die radikalen bürgerlichen Guillotinisten, die Guillotinebürger, vergleichbar mit den späteren deutschen Spießbürgern.

Radikalisierung und zweite Revolution

Alle Bewohner Franzosélands wussten, dass es so nicht weiter gehen kann. Sie wollten selbst mit an die Regierung und Verwaltung des Staates, damit der Import von ausländischen Produkten wieder auf vollen Touren liefe und somit die Alkoholzufuhr maßgeblich gesteigert werden könne. Deshalb vereinten sich die Bürger und Bauern und griffen den König sehr unsanft an, er wurde festgenommen, in eine Klapsmühle gesteckt und kurz darauf durch Zwangsernährung BSE-verseuchter Gelatine hingerichtet, während der einst so arrogante und großspurige Monarch seine letzten Tage wie ein Häufchen Elend mit seinem faltigen fettigen Gesicht verbrachte und seinen Sohn im Gefängniss zum neuen König erklärte, der aber nie regierte. Aus Franzoséland wurde so bereits 1791 (und nicht erst 1792, wie viele Historiker fälschlich glauben) eine Republik, soziale Grundrechte auf Drogen wurden von den Guilottinisten verkündet. Da verpetzte der Geist des toten Königs seine Landsleute bei den ausländischen Absolutisten und fragte sie, ob sie nicht mal zufällig mit ein paar Tausenden Soldaten in Paris nach dem Rechten vorbeischauen könnten.
Gesetzgebende Nationalversammlung 1. Okt. 1791; Noch ca. 100 Köpfe, mit intakter Verbindung zum Rest des Körpers:


Enrages, Hébertisten,... (5) Jakobinerklub (20) Guillotinisten (50) Die Unentschlossenen (10) Prostitutionelle (15)
"Alle Macht dem Pöbel" Vertreter des Kleinbürgertums Vertreter des Spießbürgertums. Sie bevorzugen den Spieß und die Guillotine. Politiker ohne eigene Meinung zb. Gerhard Schröder und Merkel Prostitutionelle Monarchisten im engen Bündniss mit den schwachen Überresten der Absolutisten und ein paar Türstehern, die noch nicht zu ihrer Mami davongerannt sind


Koalitionskriege

Nur wenige Wochen nach der Kundgebung der republikanischen Verfassung vom 1. Okt. 1791 fielen reguläre Truppen aus Spanien, Österreich, der Schweiz, der Niederlande, Großbritanniens, Untertanniens, Bushlands, Hamunaptras, Russlands, des osmanischen Reiches, Preußens, anderer deutscher Staaten zusammen mit Italienern und päpstlichen Armeen in Frankreich ein, um die Revolution rückgängig zu machen.

Die Aggressoren forderten die Revolutionären auf, den König wiederzubeleben. Die Revolutionäre reagierten empört und verbrannten seine Leiche, verstaatlichten alles Grundeigentum des Adels und der Kirche und verteilten sie an die armen Bauern. Den Bauern wurde es geatstattet alle Burgen und Schlösser auszuplündern. Je mehr der französische Adel im Exil gegen die Revolution hetzte, desto mehr wurden Adlige, die in Frankreich verblieben eingekerkert oder hingerichtet. Die Guilottinisten hatten bald selbst keine Kontrolle mehr über die Vorgänge. Der König selbst musste zehn mal hingerichtet werden, bis es auch für seinen Geist Game Over hieß.

Die französische Armee bestand aber immer noch aus den alten königlichen Garden und musste drastisch reformiert werden. In allen Kadern und Ämtern kam es zu drastischen personellen Veränderungen. Das Volk musste zu den Waffen greifen. Also erfand man die Wehrpflicht um Millionen von Frauen und Männern zu besaufen und zu rekrutieren. Die Übermächtigen Invasoren mussten mit Entsetzen feststellen, dass sie nicht genug Munition gegen die Masse der französischen Revolutionstruppen hatte. Es gelang den Franzosen nicht nur, die Angreifer abzuwehren, sondern auch noch zusätzliche Gebiete zu erobern.

Die dritte Revolution

Der Krieg führte zu einer schweren wirtschftlichen Krise und die Guilottinisten waren gezwungen, immer mehr den damals noch unerhörten Forderungen Robespierres nachzugeben. Im Frühjahr 1792 setzte dieser die Höchstpreise für Grundnahrungsmittel durch, die auf Kosten der Reichen und der Luxusgüter subventioniert werden sollten. Robespierre wurde dadurch beim Pöbel immer beliebter, die Guilottinisten immer mehr zu reinen Statisten, bis er sich schließlich am 20. Sept an die Macht putschte und eine neue Säuberungswelle gegen die Monarchisten und bald auch gegen die Guilottinisten veranlasste. Nationalkonvent 20. Sept. 1792; ca. 45 beim Zusammentritt, aber Zahl ständig sinkend:

Der Gipfel (2) Das Eis des Berges (8) Der Berg (15) Die "Ebene" oder der "Sumpf" (15) Die Maulwürfe (5)
Komitee für kulturellen Kahlschlag Enrages und Hébertisten Robespierre Immer noch keine politische Meinung... Die letzten Reste der Guillotinisten und Prostitutionellen


Der Terreur und die Entchristianisierung

Robespierre war nicht radikal genug, das weis heute schließlich jedes Kind. Denn (das weis jedes Kind sowieso) nach Napoleons Niederlage würden die Bourbonen wieder an die Macht kommen, exakt die gleiche vorrevolutionäre Königsfamilie, die die Brüder des hingerichteten Königs wieder einsetzen sollte um die Errungenschaften der Revolution rückgängig zu machen.

Daraus lernten die Revolutionäre jedoch schon im Vorfeld und planten derart radikale Veränderungen, wie man sie nicht im Traum mehr rückgängig machen könnte. Sehr schnell bemerkten die radikalsten Jakobiner, dass Robespierres Terreur zu lasch war. Doch diese Erkenntniss kostete ihrem Führer, Hébert Anfang 1794 das Leben. Einen radikalen Atheismus und die konsequente Beseitigung des Adels lehnte Robespierre schließlich öffentlich ab. Außerdem versicherte er den übriggebliebenen Reichen, ihr Eigentum auf keinen Fall mehr anzurühren. Er bekämpfte auch die Bestrebungen der Napo-Leons, die Homosexualität zu legalisieren.

Somit wurde Robespierre, einst einer der radikalsten Politiker, nun selbst zum Konservativen. Doch die Geschichte der französischen Revolution lehrt unerbittlich, welche Konsequenzen es für Konventmitglieder hatte, die Revolution, die man selbst in seine unaufhaltsame Dynamik mit versetzt hatte, nun plötzlich auf halbem Wege aufzuhalten.

Die ausländischen Mächte wollten die Hinrichtung der Königsfamilie brutalst rächen, die entmachtete und enteignete Kirche verteufelte die Revolution und ganz Frankreich wurde von monarchistischen, föderalistischen, religiös-fundamentalistischen und konservativen Aufständen erschüttert, die auf den Terror der Regierung mit Gegenterror antworteten. Auch die Bürgerlichen unterstützten die Gegenrevolution immer unverhüllter. Und wollten die Verantwortlichen der Regierung überleben, dann gab es kein zurück mehr. Sie hatten keine andere Wahl mehr, als den Pöbel direkt an die Macht zu lassen.


Also putschten sich die wütenden Mitglieder des Komitees für kulturellen Kahlschlag im Sommer 1794 endgültig an die Macht und legalisierten sogar die Extremisten unter den Extremisten.

Das neue Nationalkonvent sah folgendermaßen aus: Nationalkonvent vom 1.6.1794; ca. 15 Abgeordnete:

Die bis zu geht nicht mehr Radikalen (1) Staatssatanisten (2) Komitee für kulturellen Kahlschlag (10) Enrages, Hébertisten (1) Die Reste der Anhänger Robespierres (1)
Abschaffung des Besitzes und des Geldes und Einführung von gleicher Rationen für alle Für die Herrschaft Satans Radikale Atheisten; für die totale Vertreibung und Enteignung des gesamten Adels, aller Religionsgemeinschaften und aller Pfaffen Durch den psychischen Schock gelähmt Durch den psychischen Schock noch gelähmter


Nachdem das Blut auf den Beilen der Guillotinen Robespierres schon getrocknet war, nahm das Schlachten eine neue Dimension an und traf die restlichen Adligen und (vor allem hohe) Priester, wenn sie Frankreich nicht schon verlassen hatten. Kirchen und Burgen wurden abgerissen damit Napoleon später genug Steine für seinen Krieg hatte...

Gehts noch radikaler?

Na klar! Siehe Titanin

Zitate

  • "Warum ist die Guillotine nicht aus Gold? Man hat es mir versprochen!" - Ludwig XVI, kurz vor seiner Hinrichtung
  • "Meine Wohltaten an das französische Volk..." - Robespierre