1 x 1 Bronzeauszeichnung von T I R

Beuteltier

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Beuteltier
Beuteltier.jpg
Obwohl es dem Menschen zum Verwechseln ähnlich ist, verrät sich
dieses Individuum durch seinen charakteristischen Beutel
Systematik
Klasse: Säugetiere
Unterklasse: Beutelsäuger
Ordnung: Primitive
Familie: Müllmänner (Containeridices)
Gattung: Beuteltiere
Verbreitung: zunehmend (in jeder Hinsicht)
Ernährung: Reste
Wissenschaftlicher Name
homo deponiae

(Messi, 1965)

Das Beuteltier (im Jägerlatein auch als "Tütenwild" bekannt) ist ein Aasfresser aus der Ordnung der Primaten (Primitive), das ursprünglich aus Indien stammt, heute aber in der ganzen zivilisierten Welt vertreten ist.

Aussehen

Das Aussehen von Beuteltieren variiert je nach Herkunft und Alter drastisch: während die wenigen Tiere, die sich noch in ihren heimatlichen Wäldern aufhalten eher an zu groß geratene Schimpansen erinnern, sind Exemplare innerhalb von Städten von Menschen kaum zu unterscheiden, lediglich die Jungtiere verfügen noch über ein affenähnliches Fell. Beide Untergruppen verfügen jedoch über ihr namensgebendes Merkmal, den Beutel. Der Beutel stellt im Grunde eine Art hohle Hautfalte dar, welche zwar bei der Geburt noch am Bauch des Beuteltiers befestigt ist, sich aber nach dessen Geschlechtsreife von seinem Leib löst um ihm als praktische Tragetasche zu dienen und üblicherweise mit Aas befüllt wird. Aufgrund seiner widerstandsfähigen Natur kann der Beutel dabei sowohl als temporäre Lagerstätte als auch als handliche Tragetasche benutzt werden,um Nahrung über weite Strecken zu transportieren.

Beuteltier und Mensch

Obwohl Beuteltiere genetisch betrachtet wesentlich näher mit Orang-Utans als mit dem modernen Menschen verwandt sind, führen ihre vergleichsweise geringe Körperbehaarung sowie unüblich hoher Anteil an Körperfett nicht selten für Verwechslungen mit dem Homo Sapiens. Tatsächlich nutzen die Tiere diesen Umstand geschickt aus,indem sie Menschen aus Büschen oder ähnlichem Überholz heraus beobachten und dadurch lernen,deren Verhalten nachzuahmen und sogar deren Sprache zu kopieren. Dank dieser geschickten Mimikrys sind Beuteltiere in der Lage, sich unbehelligt durch menschliche Siedlungen zu bewegen, ohne dabei (wie die meisten anderen wilden Tiere) erschossen, überfahren oder sonst wie abgeschlachtet zu werden. Um ihre Tarnung in der Mitte der menschlichen Gesellschaft nicht unnötig zu gefährden,gehen manche Beuteltiere sogar so weit,den menschlichen Lebensstil bis auf das Essverhalten und die Brutpflege komplett zu übernehmen,was in Fachkreisen als Vermenschlichung bezeichnet wird. Neben dem weitgehenden Verlust ihres Pelzes hat sich auch die Farbe und Konsistenz ihres Beutels verändert – aus der ursprünglichen braunen, ledrigen Haut sind, infolge von Mutationen und der natürlichen Selektion, Beutel mit plastikähnlicher Konsistenz einstanden, welche das komplette Farbspektrum von Schwarz bis Hellblau abdecken. Bei der jüngsten Generation wurde sogar schon ein durchsichtiges, helles Gelb entdeckt.

Verhalten

Dieses junge Beuteltier wurde vom Hunger aus seinem Versteck getrieben

Beuteltiere sind, ähnlich wie Ratten, Nutznießer der fortschreitenden Verstädterung, da sie sich als Aasfresser vor allem von Müll ernähren,der von arglosen Menschen ordnungsgemäß auf der Straße entsorgt wird. Charakteristisch für die Art ist dabei die Verwendung ihrer Namensgebenden (Müll-)beutel: findet ein Beuteltier ein Nahrungsvorkommen mit ausreichendem Grad an Fäulnis oder Gestank, stopft es diese in seinen Beutel und trägt es bis zu seinem nächstem Versteck. In freier Wildbahn dienen hierzu vor allem Erdlöcher, die mit Palmenblättern oder ähnlichem bedeckt wurden, um sie gegen andere Aasfresser abzusichern. In Stadtgebieten jedoch schien sich dieses Versteck nicht bewährt zu haben (es ist unbekannt,ob dies am Mangel an Palmblättern oder Erdlöchern liegt), weswegen die Beuteltiere ihr Futter nun in entwendeten Mülleimern und -containern einlagern.

Hierbei zeigt sich auch die unglaubliche Gerissenheit und Intelligenz der Tiere : So rotten sich in letzter Zeit vermehrt Individuen zusammen, um den Wagen der städtischen Müllabfuhr aufzulauern und ihren Inhalt für sich zu erobern, während andere Gruppen gezielt Müllbehälter demolieren,damit Passanten ihren Müll in die von den Beuteltieren kontrollierten Verstecken deponieren.

Beuteltiere scheinen ebenfalls eine Art technisches Grundverständnis vorzuweisen. Viele Tiere haben inzwischen Einkaufswagen gekapert, was nicht nur heißen würde, das sie deren kompliziertes Münz-Einwurf-Schloss gemeistert haben,sondern auch, dass sie das Prinzip des Rades begriffen haben. In extrem seltenen Fällen sollen Beuteltiere sogar beim Fahren eines Auto beobachtet worden sein, auch wenn umstritten bleibt,ob die miserablen hygienischen Zustände im Wageninneren auf das Konto des Beuteltiers oder der Vorbesitzers gehen.

Brutpflege

Da die Beuteltiere bei der Nahrungssuche sehr konzentriert vorgehen und sich dementsprechend nicht ständig um kleinere Jungtiere kümmern können, werden diese bei frei lebenden Arten an dem selbem Verschlag versteckt, in dem das Tier auch seine Nahrung einlagert. Auf diese Weise ist das Jungtier nicht nur vor eventuellen Raubtieren sicher, sondern auch in der Lage, sein Körpergewicht in den ersten zwölf Lebenswochen zu vervielfachen. Dennoch wäre nichts falscher als Beuteltiere als Rabeneltern zu bezeichnen, denn tatsächlich befindet sich das Elterntier stets in unmittelbarer Umgebung zum Versteck und reagiert unglaublich aggressiv auf alle potentiellen Bedrohungen für seinen Nachwuchs.

Bei den städtischen Populationen hat sich das Nahrungslager als Kinderstube ebenfalls durchgesetzt, die Jungtiere werden also von ihren Eltern sprichwörtlich in die Tonne getreten. Allerdings kommt das Elterntier auch hier seinen Pflichten nach, denn während das kleine Beuteltier in Müll und Abfall herumtollt schleppt dessen Patron in seinem Beutel Unmengen von weiterer Nahrung für seinen Nachwuchs an.

Obwohl junge Beuteltiere in städtischen Arealen eigentlich keine Bedrohung durch lokale Raubtiere fürchten müssen, bewacht das Elterntier auch hier aufmerksam den heimischen Mülleimer und geht unter großem Geschrei gegen all jene vor, die ihren Glas- und Sondermüll aus Faulheit nicht in die entsprechenden Container werfen können – tatsächlich ist das Gesetz für Mülltrennung nicht etwa solch abstrusem Motiven wie Recycling zu verdanken, sondern einer steigenden Anzahl von Opfern eines Angriffs durch verärgerte Beuteltiermamas.

Eine Müllhexe lässt ihren wachsamen Blick über die Nachbarschaft schweifen

Im Alter sind viele Beuteltiere nicht mehr in der Lage, ihren eigenen,gefüllten Beutel zu schleppen, weswegen es zu einer Art Symbiose mit einem anderem Beuteltier kommt:

Das ältere Beuteltier (umgangssprachlich auch als Müllhexe bekannt) quartiert sich hierbei an einem Ort ein,von dem es die normalen Mülleimer der umgebenden menschlichen Haushalte beobachten kann. Sollte einer dieser Menschen sich aus welchen Gründen auch immer weigern, seinen Müll ordentlich zu trennen und somit das Futter der Beuteltiere unnötig mit scharfkantigen Glassplittern oder anderen,nicht essbaren, Materialien versetzen, springt das ältere Tier wild keifend von seinem Wachposten auf und bombardiert den Übeltäter mit einer langen Gardinenpredigt, während Wiederholungstäter gerne beim städtischen Ordnungsamt angeschwärzt werden.

Im Gegenzug erhält das ältere Tier ständig Teile der Ausbeute von kräftigeren Artgenossen, so dass sich eine Art soziale Hierarchie bildet. Hin und wieder finden sich dabei so viele Müllhexen und aktive Beuteltiere zusammen,dass ganze Nachbarschaften von deren Machenschaften terrorisiert werden.

Besonders fatal erweist sich diese Situation, wenn ein umweltbewusster Mitbürger der augenscheinlich so hilflosen alten Dame als strahlender Retter zur Seite eilt. Obwohl die Müllhexe selbst nicht die geringste Ahnung von dem Wahnsinn hat, den ihr Retter verzapft, nimmt sie dessen Hilfe üblicherweise bereitwillig an und sichert so die gesunde Ernährung ihrer Sippe.

Siehe auch

  • Känguru - Eine Unterart des Beuteltiers, die ihren Beutel nicht mehr ablegen kann und somit Jungtier wie Futter ständig mit sich herumschleppt.
  • Ehuschmerhörnchen, der einzige Beutel, der neben dem Windbeutel auch fliegt.
  • Bierbauch - Funktioniert ähnlich wie ein Beutel,basiert aber auf Flüssigkeit
  • Recycling - Von Beuteltieren erfundene Methode zum Vertuschen des Müllmangels