Karriereleiter

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Eine Karriereleiter (auch bekannt als Ellbogenmentalität) ist eine Abkürzung, die zur großen Karriere führen soll. Die Karriereleiter befindet sich übrigens im Karriereleiterraum, in den nur Leute mit Beziehungen zu wichtigeren Leuten Zutritt haben.

Menschen auf einer Karriereleitertreppe

Definition

Unter Karriere versteht man eine Laufbahn, die sich hauptsächlich im beruflichen Lebensbereich vollzieht. In den meisten Fällen wird ein hochwertiger Standart damit verknüpft. Karriere bedeutet Qualifikation, Kokain, gesellschaftliches Ansehen, Prestige und den Aufstieg in höhere Ebenen. Viele Menschen streben eine Karriere an, um mit einem Aston Martin an Obdachlosen vorbei zu fahren. Eine Ausnahme wird durch die Drogenkarriere dargestellt, welche zwar viele Anhänger hat, von der Gesellschaft jedoch kritisch beäugt wird. Komisch.

Unter Leiter versteht man ein materielles Hilfsmittel, das oft im Haushalt, bei Straftaten oder in der Kirche benötigt wird. Mit der Hilfe einer Leiter können fromme Menschen in die Transzendenz übergehen. Gleichsam ermöglicht die Leiter kleingewachsenen Kindern die Herdplatte zu erreichen, um das Gesicht darauf abzulegen. Die Leiter erfreut sich jedoch auch im Straßenverkehr großer Beliebtheit. Der Leiterwagen bleibt populär. Vor allem Jugendliche nutzen das Gefährt oft, um ihre betrunkenen Freunde abzutransportieren.

Die Kombination von den Wörtern Karriere und Leiter ergibt die Karriereleiter. Die Karriereleiter ist immateriell. Die Karriereleiter ist die Avantgarde der Dekadenz. Sie wird von ehrgeizigen Menschen benutzt, um Geld und Ruhm zu scheffeln. Obacht ist geboten, denn auch wenn die Karriereleiter nur sinnbildlich zu verstehen ist, gilt das Gebot: "Wer hoch klettert, der fällt auch tief."

Klettern für Anfänger:

Um sicher nach oben klettern zu können, sollte man auf die 13 Regeln des Kletterns achten:

Überprüfen des körperlichen Zustands

"Bist du übergewichtig?" "Hast du eine Mischhaut?" "Hast du eine Körperbehinderung oder sonstige Mängel?" Wenn man diese Fragen mit ja beantworten kann, so stehen die Chancen schlecht. In dem Falle sollte man einen Fitnesscoach, einen Stylisten, einen Ernährungsberater und vor allem einen talentierten Visagisten engagieren. Mit der entsprechenden Maske verdient man sich unter Umständen eine goldene Nase. Das Aussehen ist das Aushängeschild.

Sicherheit

Bevor der Kletterer sich auf den Parcours begibt, stellt er sicher, dass sich unter ihm ein Netz befindet, welches ihn auffängt, falls er fällt. Vielleicht sollte er lernen eiszulaufen, denn das Eis im Business ist dünn und darunter ziehen die Haie ihre Kreise. Sichert er sich ab und spannt Seile, die farblich zu seinem Outfit passen, sollte der Start kein Problem sein. Kein unüberlegter Schritt sollte getätigt werden, denn jeder Fehler kann ihm das Genick brechen.

Stärke die Mannschaft

Der Kletterer wird den Weg nicht allein bestreiten und man hat ihm ein paar lustlose Vollprofis an die Seite gestellt. Sie funktionieren mit Langzeitakkus, werden jedoch ziemlich nervig, sobald sich ihre Energie erschöpft. Auch das kann eventuell fatale Folgen für ihn haben. Er sollte daher sicherstellen, dass seine Assistenten stets ein gewisses Energiepensum bewahren. Das erfordert für ihn unter Umständen ein Abonnement bei einem Drogenhändler und Jahreskarten einer renommierten Bordellkette. Je abhängiger seine Mannschaft von ihm ist, umso besser läuft das Geschäft.

Egoismus

Schon bevor der Kletterer Sprosse um Sprosse nach oben steigst, sieht er, wie sich peinliche Menschen auf der Leiter bewegen und versuchen, einen Happen Glück zu erhaschen. An dieser Stelle sind Solidarität und Moral unangebracht. Versucht er sie mit allen Mitteln aus dem Weg zu räumen, ist ein wichtiger Schritt getan. Vielleicht hilft ihm die russische Mafia und knallt sie einfach ab.

Zweifellosigkeit

Der Kletterer hat sich für diesen Weg entschieden, der es grundsätzlich verbietet, an sich zu zweifeln, Angst zu haben oder großmütig mit Geld um sich zu werfen. Er muss lernen sich einzig und allein auf sich selbst zu verlassen. Vielleicht zeigen die Jahre, dass sein persönlicher Assistent ein wenig Zuwendung verdient, aber vergessen darf er nie: In erster Linie ist der Mensch dem Menschen ein Wolf. Er ist ein Einzelkämpfer, so wie alle Akrobaten da draußen. Die Welt ist voller Scheiße. Man muss Klobürsten benutzen, um darin herumzuwühlen.

Oberflächliche Freundschaften

Manchmal ist man auf andere Menschen angewiesen. Der Kletterer bedient sich der Manipulation, um sie auf seine Seite zu zwingen. Es geht hier nicht um wahre Freundschaft, sondern darum, den größtmöglichen Nutzen aus diesem Kontakt zu ziehen. Je größer sein Netzwerk ist, umso besser stehen die Chancen, es bis ganz nach oben zu schaffen. Er expandiert und wird international. Es hat keinen Sinn, sich als Finanzminister mit einem drogenabhängigen Grunge-Musiker anzufreunden.

Achtsamkeit

Es werden Niederschläge kommen. Sie sind unumgänglich und gehören untrennbar zum Erfolg. Der Kletterer erstellt zu jedem Vorhaben einen alternativen Plan. Wenn er morgen nach Teneriffa fliegen möchte, könnte es sein, dass seine Mutter stirbt. Daher bestellt er schon heute vorsorglich ein Bestattungsunternehmen mit dem Auftrag, sie zu konservieren, bis er wiederkommt. Er lässt nichts unbedacht, sodass er auf jede Situation adäquat reagieren kann.

Täuschung

Selbst wenn er ins Wanken gerät, beachtet der Kletterer, dass keine Menschenseele davon Notiz nimmt. Er darf sich keine Fehler erlauben, und wenn sie ihm dennoch unterlaufen, modifiziert er sie zu einem bestmöglichen Ergebnis. Er nutzt die Aufmerksamkeit für seinen Aufstieg und denkt daran, dass auch negative Kritik äußerst dienlich sein kann. Es geht darum, die Menschen etwas glauben zu lassen. Daher wägt er genau ab, welche Wirkung er erzielen möchte.

Routenplaner

Der Kletterer wird nicht unbedacht durch die Welt stolpern. Wenn er wirklich aufsteigen möchte, dann braucht er eine Route. Er muss die Wege kennen und wissen, mit welchen Mitteln er sie bestreiten kann. Abkürzungen sind einfach, aber nicht professionell. Wenn man ihm eine Mitfahrgelegenheit anbietet, nutzt er sie, aber er versucht nicht, sich auf eigene Faust durchs Dickicht zu schlagen.

Würde

Es gibt Gründe, Geheimnisse zu bewahren. Durch Geheimnisse macht der Kletterer sich interessant. Die Menschen werden neugierig. Sie wollen nicht auf alles eine Antwort, sondern genießen es, dass Möglichkeiten offen stehen. Geheimnisse dienen einzig und allein der eigenen Wirkung auf die breite Masse! Es gibt Dinge, die Menschen einfach nicht wissen wollen. Er lässt sie munkeln und spekulieren, aber er vergewissert sich, dass er stets seine Würde bewahrt. Sein Chef will nicht wissen, ob er Abitur hat. Er will nicht wissen, ob er seine Prostituierte auf Kosten der Firma besteigt. Er will den Stoff zum Träumen.

Korruption

Der Kletterer muss nicht nur die Spielregeln, die Mitspieler und Gegenspieler kennen, sondern auch das Spiel. Ein Spiel dient im Grunde genommen zur Erheiterung und zum Vergessen von Raum und Zeit. Hierbei geht es darum, sowohl das Spiel als solches und auch andere Spieler nicht allzu ernst zu nehmen. Er verzichtet hierbei auf Respekt. Es sei denn, er begegnet einem fremden Terrain oder einem Spieler, der in der Hierarchie über ihm steht. Er ist korrupt und zahlt Schmiergeld, um seine Feinde zum Schweigen zu bringen. Jeder Mensch ist käuflich. Das gehört zum Spiel.

Trends

Entweder er setzt Trends oder er folgt ihnen. Jede Zeit hat ihre eigenen Regeln, ihre eigenen Ikonen und Paradigmen. Aktualisiert der Kletterer sich und seine Taktik, wenn er nicht auf einem Punkt verharren will, der ihn irgendwann zugrunde richtet, kann ihm nichts passieren. Dazu gehört sowohl sein Auftreten, sein Äußeres, sein Musikgeschmack als auch sein soziales Netzwerk.

Freundlichkeit

Es ist egal, wie sehr er sie hasst. Er ist stets freundlich und charmant. Auch wenn sie sich hinter seinem Rücken das Maul zerreißen, besteht er auf seine distanzierte Freundlichkeit. Sobald er sich im Ton vergreift und ausfallend wird, schneidet er sich ins eigene Fleisch. Das zieht nicht nur Verletzungen mit sich, sondern wird zur Genugtuung für all seine Rivalen. Diesen Triumph darf er ihnen unter gar keinen Umständen erlauben. Hierbei folgt er dem Motto: ‘Lächeln und dem Volk winken’.

Literatur