1 x 1 Silberauszeichnung von Burschenmann I.

Diverses:Als ich im Teich schwamm und einen Krapfen sah

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Version vom 02:31, 15. Mär. 2016 von MiniLiter (Diskussion | Beiträge)

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Wie mein Chef mir etwas auftrug

Es war ein stinknormaler Tag mit stinknormalem Wetter, von dem ich in meiner Bürozelle nichts mitbekam. Umgeben von stinknormalen, normal stinkenden Leuten erledigte ich den Rechnungsscheiß, der mir in sieben Stunden sieben Liter Kaffee abverlangt hatte. Dann piepte mich jedoch mein stinkreicher Boss an und erzählte mir, dass er mir und siebentausend anderen Arbeitern nächsten Monat kündigen möchte. Außerdem sollte ich ihm einen Gefallen tun, der unbezahlte Überstunden enthielt. Erfreut willigte ich ein und er erklärte mir meine Aufgabe näher: „Hörn Se ma her, Müller! Also, meine Frau, die Lieslotte, die hat mich heut morn gestoppt und gesacht, back mir doch maln paar Krapfen. Klar hab ich mir gedacht, mach´ ich. Also geh ich schön auf Google und hol mir son englisches Rezept. Hab ich dann übersetzt. Also, schreiben Se mit, Müller? Also is klar, erstmaln Teich machen, ne? Dann hab ich hier Flour drin. Heißt wahrscheinlich sowas wie Flur oder so.“ „Fluor meinen Sie?“ „Genau, Flur. Drecksamis, nichtmal Deutsch können die, wissen Se das, Müller? Also, dann n bisschen Salz. Den Rest hab ich nicht übersetzen können, alles nur fremdländischer Scheiß, Müller. Batter kommt da rein! Was auch immer das ist. Also hab ich mir gedacht, Müller, und da sehen Sie, warum ich der Scheff bin, ich denke nämlich mit, Knödel is doch fast das gleiche. Also hab ich da geguckt und gesehen, da kommen auch noch Bro-Samen rein.“ „Bro-Samen?“, fragte ich leicht pikiert. „Bro-Samen, Müller. Und weil mir das zu schwul ist, dachte ich mir, frage ich doch einmal Sie, Müller.“ „Ich bin doch gar nicht...“ „Jaja, nich der Rede wert, was?“, lachte er und sein wulstiges Gesicht verzog sich in Falten, als er bauchhaltend lachte und kleine feuchte Donutkrümel auf mich zu flogen. Schlagartiger Ernst. „Jetzt machen Se aber mal, sonst zieh ich Ihnen das Trödeln vom Gehalt ab.“ Schicksalsergeben wandte ich mich zum Gehen, als er mich noch einmal zurückrief: „Wir sind uns aber klar, Müller, dass das hier absolutes Stillschwein verlangt, oder?“ „Ja, wie Sie wünschen.“ „Eilen Sie!“ „Ich eile!“

Wie ich den Teich besorgte

Der Applebaum, ein interessantes Produkt. Kostet auch nur 214,99€ mehr als das neueste IPhone dank des kostensparenden IPott.

Meine Reise wollte ich im Supermarkt starten, ein klotziges Ungetüm in Form einer gekippten Cornflakesschachtel. Kaum kam ich rein, begrüßte mich ein Mitarbeiter aus der Gemüseabteilung heraus: „Sieh an, ein Schreibtischhengst! Will wohl ein bisschen am Grünzeug knabbern?“ „Ja, äh, eigentlich suche ich nur...“ „... eine schnelle Runde Kohl of Duty. Kenne ich“, sagte er, warf mir einen Wirsing in den Bauch und verschwand hinter einer Palette Möhren. Perplex stand ich da, riss mich schließlich zusammen und schmiss einen Rotkohl in seine Richtung, der aber wirkungslos an einer jungen Mutter abprallte. „Was ist mit Ihnen denn nur schiefgelaufen?“, kreischte sie und floh in Richtung Käse. Ein Grünkohl flog auf mich zu, Seitwärtsrolle, Griff in die Auslage, „BOOM, HEADSHOT!“ „Das zählt nicht, das war ein Kopfsalat!“, maulte mein Gegner. Ich antwortete ihm mit einem weiteren Rotkohl, den er mit einer Aubergine geschickt abwehrte. Geduckt, eine Salve von Rosenkohl zischte vorbei. Die Salve hielt an, also schlich ich mich vorsichtig durch die Regale und nahm einen stattlichen Chinakohl mit. Schließlich sah ich ihn, mit dem Rücken zu mir. Er feuerte immer noch auf meine alte Stellung, also nahm ich den Kohl und streckte ihn nieder.

Ich sah mir die Szenerie an, rechnete nach, was mich das Aufräumen an Zeit kosten würde und ging unauffällig weiter, um nach Fluor zu suchen. Unterwegs kam ich an der Backabteilung vorbei. Ein Mitarbeiterin stellte sich mir in den Weg und schrie mich an: „Ein Quantum Toast gefällig?! Der Herr?!“ Meine entglittenen Gesichtszüge verzog ich zu einem entschuldigenden Lächeln. „Der Herr?! DER HERR?? DER HERR!!“, brüllte sie hinter mir her. „Wie wärs mit einem Kacktus fürs Bad? Barbieturate für den Schönheitsschlaf? Ein Applebaum zur Steckdosenbegrünung?? Irgendetwas??? Bleiben Sie stehen!"

Sprintend flüchtete ich mich in die Abteilung für giftige Chemikalien, in der ein verhutzelter Mann mit Frettchenzähnen die Aufsicht führte. Alles sah ein bisschen heruntergekommen und grau aus, beleuchtet von einer traurigen Funzel. Insgesamt machte das ein bedrückender und vergessener Eindruck. „Guten Tag, verehrter Herr... Ich hoffe, ich kann Ihnen weiterhelfen. schhhhllp Jaja, das hoffe ich.“ „Joa, ich muss äh... brauche Fluor haben.“ „Fluor... schhhhhllp Hmja... Hochgiftig, hochreaktiv, schhhhhllp elektronegativ!“ Es irritierte mich ein bisschen, dass ihm beim Sprechen immer wieder das Gebiss aus dem Mund rutschte, das er dann geräuschvoll zurückschlürfte. Jetzt, wo er einen Kunden hatte, schien er aber aufzuleben. In seine Augen schlich sich ein leichter Glanz und der Rücken streckte sich leicht. „Folgen Sie mir doch bitte.“

Das tat ich dann auch. Er führte mich durch eine Bibliothek der Gifte, die dem Essen meiner Schwiegermutter in nichts nachstand. „Wissen Sie,... ich hatte schon so lange keinen schhhhhhllp Kunden mehr hier. Früher war ich die Nummer Eins am Platze, wenn etwas sterben sollte. schhhhhhl plups ach eramm! schhhhhhllps Heutzutage geht es nicht mehr um Fantasie, Terror oder Heimlichkeit. Alles soll einfach und schnell sein. Also reicht den Kunden meistens schon der Griff zum Schimmelentferner oder schhhhhhhllp zu einer langweiligen Schusswaffe. Schauen Sie sich zum Beispiel einmal das hier an. Das schhhhhhhllp ist das sogenannte Fieberglas, von mir entwickelt. Der Inhalt ist an sich nur leicht giftig, wirkt ein wenig als Psychopharmazeutikum, aber hauptsächlich schhhhllp sammelt es sich in der Lunge an und ist der ideale Nährboden für die Legionella pneumophila, ein Bakterium, das zur Legionärskrankheit und schlussendlich zu einer tödlichen Lungenembolie führt. schhlpschhlp Der Drogenaspekt unterdrückt dabei die Begleitsymptome.“ Ich entfernte mich unauffällig einen halben Schritt von dem Herrn. „Meine damalige Ehefrau fand den Namen Methbecher angebrachter. Als ich ihr widersprach, schhhhhhhlllp zerstritten wir uns so heftig, dass... naja schhhhhllp wir schieden uns.“ Gering erleichtert klopfte ich dem gruselig-liebenswerten Mann auf den Rücken und beseitigte so wieder die aufgebaute Distanz. „Beim Auszug berührte sie allerdings mein Synopsengift. schhhhhhhhhllp Ich habe es so genannt, weil es ein Synapsengift ist, das zu einem verdoppelten schhlp Sichtfeld führen kann. Ich hatte es damals selber aus Parathion entwickelt, da mir das zu langsam wirkte. Da das ein Kontaktschhhllpgift war, fiel sie eine Minute später tot um.“ Ich entschied mich, wieder Abstand zu nehmen und den Verkäufer, der anscheinend kein Geschichtenopa, sondern ein gefährlicher Irrer war, wieder auf mein Thema anzusprechen: „Ääähhh... wie ist es denn nun mit dem Fluor?“ Er griff an mir vorbei in ein Regal und holte ein kleines Plastikfässchen heraus. Ich lächelte dankend und entschwand zur Kasse.

In der Schlange stehend las ich mir die Titelseiten der Standardklatschmagazine durch. Die BILD titelte großformatig „Korea Huntington? Kim Jong Un droht Tahiti mit Atomwaffenangriff!“, die Bunte bewarb irgendein neues TV-Format, wahrscheinlich irgendeine bescheuerte Gameshow, die "Träsch can" heißen soll. Dass man sich inzwischen mit Wolfsburger Defensivspielern aushalf, machte das ganze auch nicht besser. Da eine mollige Enddreißigerin vor mir den halben Supermerakt aufs Band legte, las ich mir zusätzlich noch ein kleines Taschenbuch von Robert Harting durch: „Ich denke oft an Piroggen - Kochen mit einem Olympiasieger“ Schon das erste Gericht, Gekochter Salat mit Gebäck und Hülsenfrüchten sollte abstoßend wirken. Auch das Foto einer Endivie mit dem Spruch: „Jeder Salat ein Endivieduum“ war ein Abtörner. Deshalb erstaunte es mich auch, dass meine Vorgängerin das Buch gleich achtmal gekauft hatte. Oder kaufen wollte. Nachdem die Kassiererin in einem Gewaltakt alle Waren eingescannt hatte, besann sich die Dicke auf einmal ihrer Salicylatallergie und sah sich jeden Artikel noch einmal genau an, um dann zu entscheiden, ob er wieder ausgescannt werden soll. Also las ich mir auch noch die anderen BILD-Schlagzeilen durch, die durchaus einen gewissen Unterhaltungswert besaßen: „Ultramarienkäfer in Farbeimer entdeckt - Forscher ratlos“, „Gitter Hero Julian S. lernt nach Begnadigung Ukulele“, „Heinos Schlagercomeback: Don't Kray for me, Essen“.

Ein Artikel, „Telefonpfanne wohl nur ein Schreifehler“, erweckte dann mein Interesse:
Bei der sensationellen Telefonpfannenerfindung von Ricarda G. aus Erlangen handelt es sich nach genaueren Recherchen wohl nur um ein Missverständnis. Wie unsere Redakteure bei den Nachforschungen, die üblicherweise nach dem Druck unserer Artikel anlaufen, erfuhren, wollte Frau S. sich wohl nur in einer E-Mail beschweren, dass sich ihr Abonnementbonus der B. (Name aus rechtlichen Gründen gekürzt) schon beim ersten Bratvorgang vom Griff und beim anschließenden Spülen von der Haftbeschichtung verabschiedet hatte.“ Direkt unter dem Artikel wurde ein Abopaket mit einem frei wählbaren Geschenk angeboten. Zur Wahl standen dabei Dinge wie „Manfred Podlesny éclairt die Welt“, ein grünes Bobbycar oder eine nagelneue Teflonbratpfanne.
Da vor mir endlich Bewegung in die Schlange kam, legte ich die Zeitung zur Seite und freute mich darauf, endlich aus diesem Konsumtempel auszubrechen.

Wie ich noch einmal in den Supermarkt sprintete

Der Inhalt des Fleecediagramms, leider äußerst nichtssagend.

Auf dem Parkplatz atmete ich erleichtert ein. Endlich raus aus diesem Irrsinn! Dann fiel mir auf, dass ich ein paar Dinge vergessen hatte: Ein paar Hektoliter Wasser, eine Schaufel und leider noch die Bro-Samen. Also rannte ich noch einmal zurück, da der Laden in ungefähr einer Viertelstunde schließen würde.

Aus Rücksicht auf mich selbst wich ich dieses Mal der Gemüseabteilung über eine vermottenkugelte Kleiderecke aus. Leider wartete dort wieder die übereifrige Verkäuferin auf mich. „DA SIND SIE JA WIEDER! DER HERR!“, schrie sie mich mit einem strahlenden Lächeln an. Etwas leiser fuhr sie fort: „Was halten Sie von diesem Fleecediagramm?“ Es sah tatsächlich nicht schlecht aus, allerdings doch eher nichtssagend. „Wussten Sie eigentlich, dass Sie den armen Herr Paschultke aus der Gemüseabteilung krankenhausreif geprügelt haben? Wir dachten zuerst, er wär tot. Mensch, hätte das seine Erbsen gefreut. Sie wissen ja nicht, was er mit denen nach Betriebsschluss anstellt...“ Was Sie mir im Folgenden zuflüsterte, sollte ich so schnell nicht wieder vergessen. Angewidert wich ich vom Bodenreiniger zurück und auch die Obstwaage sah ich von da an mit ganz anderen Augen.

Danach schien die Verkäuferin jedoch ihr Interesse an mir verloren zu haben, also lief ich weiter in Richtung der Getränke, durch die Tiefkühlabteilung. Dort waren die Aufräumarbeiten bereits in vollem Gange. Ein ältlicher Putzmann sang den Jazzklassiker "Abtau'n Girl": „Ich muss noch eben abtau'n Girl, dann werd' ich mit dir abhau'n Girl! Komm bitte nachher noch vorbei, auf meiner Couch wär noch ein Plätzchen frei! Abtau'n Gi-irl, ich werde bald mit dir abhau'n Girl...“ Das Lied verklang, als ich fröhlich weiterlief. Und noch hielten die schönen Erlebnisse an: Ich fand einen verlassenen Einkaufswagen. Traurig und einsam wirkte er auf mich, also nahm ich ihn in meine Obhut und versklavte ihn kurze Zeit später zum Schleppen unzähliger Packungen stillem Wasser. Im Vollsprint mit Vollbremsungen hetzte ich nun durch die Gänge, nahm noch eine Schaufel mit und entschied mich an der Kasse doch noch dazu, die BILD mitzunehmen. Den Wagen nahm ich mit, war ja schließlich nicht meine Schuld, wenn der nicht angekettet ist.
Skandal: Butterblock doch ein Mensch?
In der Bahn nahm ich mir das Schundblatt zur Hand, das ich mir normalerweise nur verächtlich aus dem Augenwinkel durchgelesen hätte. Aber man ist ja neugierig auf die ganzen großen Skandale und irgendwie laden diese großen Überschriften und die vielen Bilder auch dazu ein, sich durchzublättern und immer wieder schockiert und sensationsgeil den Kopf zu schütteln. Nun weckte das Bild eines Fettklumpens mein Interesse. Der Titel verkündete: „Diät-Emulator erfunden!“ Ich sah mir das Bild noch einmal genauer an und Tatsache: Das war ja doch ein Mensch! Der Artikel selber erzählte von der Diätwissenschaftlerin Marion M. (im Foto), die die perfekte Diätnachmache erfand: Emulgatoren! Mit ihren selbstentwickelten ebensolchen ließ sich das Körperfett mit der Muskelmasse verbinden und verlor so 30 % an Volumen! Gegen Ende wurde erwähnt, dass die Erfinderin die Wirkung im Selbstexperiment bestätigt hatte. Auch ihr Mann Marko Phag hatte das Wundermittel ausprobiert, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Aus Sao Paulo wurde eine Zombieinversion gemeldet: Alle bis dato gehegten Zombies begannen plötzlich Gehirne auszuspucken und auf der brasilianischen Youtubeversion tanzten plötzlich zig Menschen inklusive Michael Jackson um ein hirnkotzendes Zombiemädchen.

Wie ich den Krapfen fing

Daheim angekommen begann ich eilig zu buddeln und Planen auszulegen. Währenddessen fing es an zu regnen und meine Wildlederschuhe versanken im Schlamm. Jedoch wurde auch der kleine Teich, den ich, vermutlich durch Superkräfte, auf 5x5x5 Meter ausgegraben hatte, dadurch gefüllt, was sich anbot, da ich einen Teil meines Wassers bereits getrunken hatte. Ich fing also nun an zu alle Flaschen auszukippen. Plötzlich kam ein abgerissener Typ um die Ecke. „Jo, Bro, du weißt schon, das hier ist Privatgelände?“ Ich hatte zwar keinen Bock, mit ihm zu diskutieren, aber er kam gerade recht. „Weißte Bro, ist halt so ne Sache... Muss 'n Teich werden. Zufällig Lust, ein paar Samen abzugeben? Käme gerade echt gelegen.“ „Schwul oder so, Bro?“ Er sah mich seltsam an, handelte aber trotzdem so, wie ich es gehofft hatte. Nachdem ich mich kurz weggedreht hatte, kam er zu mir und sah wissend die BILD in meinen Händen an, die ich gerade wegwerfen wollte. „Schon den Witz des Tages gesehen?“ Ohne meine Antwort abzuwarten erzählte er ihn: „Was haben Orion und eine Tür gemeinsam? Den Rigel! Verstehst?! Wegen Sterneastrodings und so...“ Er lachte schallend und entfernte sich. Ich begann damit, alle anderen Zutaten ebenfalls ins Wasser zu kippen. Plötzlich erschien ein Kind hinter mir, einen Krapfen in der Hand. Ich witterte die Chance und fragte auf gut Glück: „Na mein Kleiner, willst du mir nicht deinen Krapfen geben?“ Das Rotzblag grinste mich frech an und warf den Krapfen in den Teich. War ja klar. Also sprang ich in voller Montur ins Wasser und fischte nach dem Krapfen. Bewusst versuchte ich es nicht zu schlucken. Und auf einmal hatte ich den Krapfen zwischen den Händen und kroch an Land, wo ich bewusstlos ins Land der Träume glitt.

Ich erwachte unter einem gestärkten Laken mit einer Krankenschwester, die den Fernseher mit einer Handballpartie zwischen dem VFL Gummersbach und dem TBV Lemgo verdeckte. Sie lächelte mich an. „Da haben Sie aber Glück gehabt, mein Lieber. Beinahe wären Sie uns weggestorben mit Ihrer Lungenentzündung. Da Sie hier so schnell nicht wieder herauskommen werden, habe ich mir erlaubt, Ihre Krankenhausstandardlektüre um ein paar Titel zu erweitern. Gespannt? Aufgepasst! Wir hätten... Tauben im Gras, Rast im Gauben, Gaims Trauben, Tiger am Bau uuuund Staub am Niger! Toll, nicht wahr?“ Ich röchelte nur leicht, aber sie schien das als Frage aufzufassen. „Ihr kleiner Teich? Wir haben ihn Koma-See genannt. Witzig, nicht wahr? Wussten Sie übrigens, dass Sie zwei Monate im Koma lagen?“ In diesem Moment war es mir scheißegal, ich wollte sie einfach nur vom Fernseher weghaben, denn mit einem Blick auf die Uhr war mir klar geworden, dass bald die 2. Liga übertragen werden würde.

Wie ich meine Lungenentzündung kurierte

Gar nicht. Und eine Entschädigung bekam ich auch nicht. Mein Chef war sehr schnell damit zu betonen, ich hätte außerhalb der Arbeitszeiten gehandelt und hätte somit keinen Anspruch darauf oder auf eine Kostenrückerstattung. Immerhin kam er dann zu mir an die eiserne Lunge, um mir die fristlose Kündigung wegen "unerlaubten Fehlens am Arbeitsplatz" zu übergeben.

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